13:39:12 | Mittwoch, 5. April 2006
In der Schweiz gibt es eine politische Partei, die in ihrem Namen zum Ausdruck bringt, was sie sein möchte: katholisch.
(kreuz.net) Die ‘Katholische Volkspartei’ – KVP – wurde
vor gut zehn Jahren gegründet. Sie umfaßt heute
fünf Sektionen in den deutschschweizer Kantonen Luzern, Aargau, Zürich, Thurgau und St.Gallen.
Gründungsmitglieder
waren vor allem unzufriedene ehemalige Parteigänger der ‘Christlich-demokratischen Volkspartei’ (CVP)
Die Grundlage der KVP-Politik bildet die katholische Soziallehre.
Die Partei hat diese Soziallehre konkretisiert
und auf die Verhältnisse in der Schweiz angepaßt. Daraus entstanden das parteiliche
Leitbild auf der
Grundlage der Zehn Gebote sowie das
Parteiprogramm.
Auf dieser Basis hat die Partei sich bislang Antworten
auf gesellschaftspolitische Fragen gegeben.
Sie engagierte sich gegen das neue Scheidungsrecht, die staatliche
Anerkennung des Homo-Konkubinats, die Fristentötung ungeborener Kinder und gegen menschenunwürdige Formen
der Biotechnologie, wie beispielsweise die In-Vitro-Fertilisation und die Forschung an embryonalen Stammzellen.
Ein großes Anliegen der Partei ist die Sonntagsheiligung. Gegen die Profanierung des Palmsonntags im
Kanton Thurgau – in der Nordostschweiz – hat sie erfolgreich das Referendum ergriffen.
Die ‘Katholische
Volkspartei’ hat sich vehement gegen die landesweite sonntägliche Öffnung der Verkaufsgeschäfte an
Bahnhöfen und Flughäfen stark gemacht.
Über ihre Kantonalsektionen Aargau, Thurgau und St.Gallen hat
sie an Parlamentswahlen teilgenommen, freilich ohne bislang einen Sitz zu erobern.
Vertreten ist die
Partei indes in zwei Gemeinderäten im Kanton Aargau.
Die Partei konzentriert ihre Hauptanstrengungen
in den nächsten Jahren aus aktuellem Anlaß auf dringende wirtschaftspolitische Herausforderungen.
„Wer
politisch immer und konsequent das Recht auf Leben verteidigt, muß sich auch um die wirtschaftlichen
Bedingungen dieses Lebens kümmern“, erklärt Parteipräsident Dr. Lukas Brühwiler-Frésey.
Die kleine
Partei ist und bleibt damit eine Allthemenpartei mit einem großen Programm.
Neulich hat die Partei eine
eidgenössische Volksinitiative lanciert, mit welcher hohe Einkommen und Unternehmensgewinne mit einer
Solidaritätsabgabe belastet werden sollen. Diese soll für die Bekämpfung von Armut, mangelnder Bildung,
Arbeitslosigkeit und hoher Krankenkassenprämien eingesetzt werden.
Helfen will die Partei vor allem
Familien, die von Armut betroffen sind.
Richtschnur für die Wirtschafspolitik der ‘Katholischen Volkspartei’
sind die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft und die Kritik am Neoliberalismus.
Für das Zustandekommen
der Initiative sind 100.000 Unterschriften notwendig. Sie müssen innerhalb von eineinhalb Jahren gesammelt
werden.
Die Partei profiliert sich mit dieser Initiative einmal mehr und sichtbar als christlich wertbeständige
und soziale Kraft der Schweiz.
Der gegenwärtige Parteipräsident ist der Rechtsanwalt Dr. Lukas Brühwiler-Frésey
(57). Er lebt im Kanton Thurgau.
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#5
rudolfsohn 18:02:45 | Donnerstag, 6. April 2006
#4
Gotthard 23:30:06 | Mittwoch, 5. April 2006
#3
Römisch-Katholisch 21:25:58 | Mittwoch, 5. April 2006
#1
Sozialkatholisch 14:33:15 | Mittwoch, 5. April 2006