Karl Rahner, der 34. Kirchenlehrer?
Man preist den Jesuiten als bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. David Berger sammelte kritische Stimmen. „Karl Rahner – Kritische Annäherungen“. Ein Sammelwerk mit Beiträgen von Leo Kardinal Scheffczyk u.a.
(kreuz.net/Theologisches) Vielen seiner Schüler und Verehrer gilt er als der neue Kirchenlehrer der Gegenwart
schlechthin. Man preist ihn immer wieder – eine Selbstaussage über sich aufnehmend – als den „bedeutendsten
Theologen der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert“, den „theologischen Architekten für die dritte
kirchengeschichtliche Epoche“: Die Rede ist von dem Jesuiten Karl Rahner (1904-1984). Dessen 100. Geburtstag
sowie 20. Todestag haben zumindest innerkirchlich in den deutschsprachigen Ländern zu einer nicht enden
wollenden Flut an euphorischen Lobeshymnen geführt.Kritische Stimmen zu Rahner lösten in diesem Klima sofort helles Entsetzen, bisweilen auch Wut aus: Ein Münsteraner Emeritus erklärte die Rahnerkritiker kurzerhand für verrückt, ein deutscher Bischof gab offiziell die Devise aus, hier die Taktik des Ignorierens anzuwenden.
So stellt das Buch „Karl Rahner – Kritische Annäherungen“ einen Tabubruch dar, in Hochschätzung vor dem Wissenschaftscharakter auch der Theologie übergeht es das Verbot einer Kritik an Rahner, indem es ausschließlich kritische Stimmen zu diesem sammelt. Keinem der Beiträge geht es dabei darum, ein „Zurück hinter Rahner“ (Kardinal W. Kasper) zu propagieren. Vielmehr ist hier als gemeinsames Ziel erkennbar, über Rahner hinaus und in kritischer Auseinandersetzung mit seinem Denken, Wege in die Zukunft aufzuzeigen, die sich mit Respekt vor der Stimme des Lehramtes konsequent an der Wahrheit des katholischen Glaubens orientieren und von daher über die Kategorie der neuen theologischen Zeitrechung „vor“ oder „nach Rahner“ erhoben sind.
Eine Pflichtlektüre für alle, die sich kritisch mit Rahner auseinandersetzen möchten.
Mit Beiträgen u.a. von Leo Kardinal Scheffczyk, Alma von Stockhausen, Bernhard Lakebrink, Johannes Stöhr, Leo Elders, Thomas Ruster, Georg May, Tadeusz Guz und Walter Hoeres. Herausgegeben von David Berger.
Schmitt Verlag Siegburg 2004, 510 Seiten, 19 Euro
Weiterlesen:
Mittwoch, 15. Dezember 2004 09:01
Homo quidam: Ein wichtiges Buch!
Das Buch gehört in JEDE Theologenbibliothek!
Dienstag, 14. Dezember 2004 08:05
Thomisticus: Noch nicht vergriffen
Obwohl der Verlag aufgrund der großen Nachfrage nach dem Buch Lieferschwierigkeiten hatte, ist das Buch
noch nicht vergriffen.
Es empfiehlt sich eine Bestellung per e-mail oder Tel.-Anruf direkt beim Verlag: Siehe Seite von www.theologisches.net
Es empfiehlt sich eine Bestellung per e-mail oder Tel.-Anruf direkt beim Verlag: Siehe Seite von www.theologisches.net
Dienstag, 14. Dezember 2004 06:52
Catholicus: Schon vergriffen?
Das Buch, das hier beworben wird, ist über den Buchhandel möglicherweise schon nicht mehr erhältlich. Ich erhielt jedenfalls eine Antwort meines Buchhändlers, dass dieser Titel vom Verlag aus nicht mehr lieferbar sei.
Montag, 13. Dezember 2004 18:58
Dolfus: Führer der Kritischen
Es ist erheiternd, wieviel blinde Gefolgschaft dieser kritische Theologe unter den Alt-68ern und ihren
Jüngern bis heute angesammelt hat.
Stets das gleiche Muster: Kritik am Kritiker schlechthin ist nicht erlaubt. Rechtgläubige Theologiestudenten könnten hier Bände an Anekdoten der gänzlich irrational agierenden Rahner-Verehrer füllen.
Rahner – der Kritiker der Alten schlechthin: heute ist ER der Alte …
Verschone seine arme Seele, o Herr!
Stets das gleiche Muster: Kritik am Kritiker schlechthin ist nicht erlaubt. Rechtgläubige Theologiestudenten könnten hier Bände an Anekdoten der gänzlich irrational agierenden Rahner-Verehrer füllen.
Rahner – der Kritiker der Alten schlechthin: heute ist ER der Alte …
Verschone seine arme Seele, o Herr!
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