Das Kind ist gesund. Es darf leben.
Ein niederländisches Mädchen erblickte im August 2000 das Licht der Welt. Es litt an einer schweren, unheilbaren Erbkrankheit. Doch das Kind starb an etwas anderem.
(kreuz.net, Amsterdam) Ein unweit von Amsterdam geborenes Mädchen mit dem Namen Chanou litt an einer
sehr seltenen Stoffwechselerkrankung. Dadurch konnten sich ihre Knochen nicht richtig ausbilden. Die Ärzte
glaubten, daß die Neugeborene nach zweieinhalb Jahren sterben würde.In Wahrheit lebte die kranke Chanou nur sieben Monate. Dann wurde sie umgebracht.
Die britische Wochenzeitung ‘Sunday Times’ berichtete Anfang März mit einem tödlichen Mitleid über die gezielte Hinrichtung der hilflosen Chanou.
Dabei instrumentalisiert das Blatt die Leiden und die Kindstötung, um seinen Lesern die niederländische Euthanasieprogramme für behinderte Menschen möglichst schmackhaft zu machen.
Ein Gesetzesentwurf vom September letzten Jahres sieht vor, neugeborene Menschen, die an einer unheilbaren oder – wörtlich – „unerträglichen“ Krankheit leiden, legal und gezielt zu töten.
Doch diese Praxis ist in den Niederlanden – wie das Beispiel von Chanou zeigt – bereits verbreitet.
Nach ihrer Geburt wurde die schwerkranke Chanou von ihren Eltern Frank und Anita (37) gepflegt: „Sie schrie immerzu. Jedesmal wenn ich sie berührte, tat ich ihr weh“, erklärte Mutter Anita. Es sei furchtbar gewesen, die Tochter leiden zu sehen.
Chanou habe die Milch, die ihr mittels einer Sonde über die Nase eingeflößt wurde, erbrochen – erinnert sich die Mutter: „Sie schien zu sagen: ‘Mama, ich will nicht mehr leben. Laß mich gehen.’“
Sogenannte Ärzte erklärten sich mit der gezielten Tötung des Kindes einverstanden. Sie entfernten die Ernährungssonde und verabreichten dem Mädchen eine tödliche Dosis Morphium.
Mutter Anita erinnert sich an den Augenblick des Todes ihrer Tochter: „Sie war erschöpft. Sie nahm einen letzten, tiefen Atemzug.“
Das Mädchen sei „so friedlich“ gestorben, glaubt die Mutter. Es habe sie mit einem Gefühl des Friedens erfüllt zu wissen, daß ihre Tochter nicht mehr leiden müsse.
Das Ehepaar pflanzte einen Zitronenbaum für ihr getötetes Kind. Anita und Frank besuchen den Baum regelmäßig, um sich an ihre „kleine mutige Kämpferin“ zu erinnern.
Die Mutter scheint nichts zu bereuen: „Sie spielt jetzt im Himmel.“
Der Vater erklärte, daß die Ermordung seiner Tochter „ein langer Weg“ gewesen sei: „Wir haben uns ungern entschieden, diese humane Lösung zu wollen.“
Es sei ein richtiger Kampf gewesen, zu einer Entscheidung zu kommen und diese dann umzusetzen: „Warum sollte so ein winzig kleines Mädchen so unsagbare Leiden ertragen?“
Nach der Ermordung ihrer Tochter wurde Anita erneut schwanger. Eine Untersuchung ergab, daß das ungeborene Kind an derselben Krankheit litt wie die große Schwester.
Chanous Geschwisterchen fiel im dritten Lebensmonat der Kinderabtreibung zum Opfer.
Das dritte Kind von Anita und Frank ist gesund. Es darf leben.
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Dienstag, 11. April 2006 19:59
methusalix †: Hallo Sünder!
Wenn einem Menschen die Gnade nicht geschenkt worden ist, in eine katholische Familie hineingeboren worden
zu sein, dieser sich aber nach Kräften darum bemüht, ein gutes Leben zu führen, so wird er sicher nicht
verdammt werden.
Diese Aussage widerspricht eklatant dem „Extra ecclesiam nulla salus“. Da wird nicht nach Entschuldigungen gefragt! Da wird zur Hölle geschickt! Für immer! Ihre obige Aussage ist, an Ihren eigenen Massstäben gemessen, eindeutig ketzerisch!
Diese Aussage widerspricht eklatant dem „Extra ecclesiam nulla salus“. Da wird nicht nach Entschuldigungen gefragt! Da wird zur Hölle geschickt! Für immer! Ihre obige Aussage ist, an Ihren eigenen Massstäben gemessen, eindeutig ketzerisch!
Dienstag, 11. April 2006 13:28
Elendester Sünder: pax hominibus bonae voluntatis
Ein Disput mit Machina bedeutet, in einen leeren Schrank zu reden. Meine Antworten gefallen ihm nicht.
Die Heilsnotwendigkeit, ein Glied der Kirche, d.i. die eine, heilige, katholische und apostolische, zu sein, gilt nicht für diejenigen, die unverschuldet keinen Zugang zur Kirche haben. In allen Kulturen und Religionen gibt es Vorstellungen darüber, was gut und böse ist. Jeder Mensch hat Ideale. Wenn einem Menschen die Gnade nicht geschenkt worden ist, in eine katholische Familie hineingeboren worden zu sein, dieser sich aber nach Kräften darum bemüht, ein gutes Leben zu führen, so wird er sicher nicht verdammt werden. Sobald jemand aber etwas aus dem Evangelium hört und Zweifel an seinem nichtkatholischen Glauben bekommt, muß er sich eingehender mit dem Christentum befassen und sich taufen lassen bzw. konvertieren.
GLORIA in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis.
Die Heilsnotwendigkeit, ein Glied der Kirche, d.i. die eine, heilige, katholische und apostolische, zu sein, gilt nicht für diejenigen, die unverschuldet keinen Zugang zur Kirche haben. In allen Kulturen und Religionen gibt es Vorstellungen darüber, was gut und böse ist. Jeder Mensch hat Ideale. Wenn einem Menschen die Gnade nicht geschenkt worden ist, in eine katholische Familie hineingeboren worden zu sein, dieser sich aber nach Kräften darum bemüht, ein gutes Leben zu führen, so wird er sicher nicht verdammt werden. Sobald jemand aber etwas aus dem Evangelium hört und Zweifel an seinem nichtkatholischen Glauben bekommt, muß er sich eingehender mit dem Christentum befassen und sich taufen lassen bzw. konvertieren.
GLORIA in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis.
Dienstag, 11. April 2006 07:27
deusexmachina: @Elendester Sünder
Jemine, „Die dunkle Seite der Macht“… haben wir’s nicht noch etwas dicker? ;O)
In einem haben Sie Recht: Ich bin nicht eigentlich an „christlicher Unterweisung“ interessiert. Das ist man dann, wenn man diesen Glauben als grundsätzlich richtig auffasst. Mein Interesse gilt nicht der Frage, wie ich Christ werden kann, sondern, wie Christen und Nichtchristen miteinander auskommen können. Sie aber scheinen die Menschen in „gut“ und „böse“ anhand der Frage, ob sie unkritisch alle Behgauptungen Ihrer Kirche als Fakt akzeptieren, zu unterteilen.
Meine u.g. Überlegungen waren nicht böswillig, und wenn „spitzfindig“, dann auf eine Weise, wie sie ungezählte Theologen schon oft selbst auf Konzilen demonstriert haben; da ging es zuweilen um weit Spitzfindigeres („Engel“, „Nadelspitze“ remember?).
Nein, ich habe lediglich Ihre Aussagen genommen und logisch abgeklopft. Ich sehe darin eklatante Widersprüche, und Ihre Antwort ist nicht etwa eine Entwirrung der Widersprüche, sondern bloß ein freches ad hominem.
Ich habe auch nicht „behauptet“, dass es schlecht wäre, von Christus zu hören, sondern ich habe die Frage gestellt, ob das nicht die logische Konsequenz aus Ihren Darlegungen wäre. Die Behauptungen stammten von Ihnen bzw. der Kirche – ich habe sie nur in einen Zusammenhang gebracht, der bemerkenswerte Schlüsse zu ermöglichen scheint.
Wen Sie meinen, Ihre Antwort wäre da zweckdienlicher, als einfach ruhig zu erklären, wie man kirchlicherseits mit diesem Widerspruch umgeht…?
In einem haben Sie Recht: Ich bin nicht eigentlich an „christlicher Unterweisung“ interessiert. Das ist man dann, wenn man diesen Glauben als grundsätzlich richtig auffasst. Mein Interesse gilt nicht der Frage, wie ich Christ werden kann, sondern, wie Christen und Nichtchristen miteinander auskommen können. Sie aber scheinen die Menschen in „gut“ und „böse“ anhand der Frage, ob sie unkritisch alle Behgauptungen Ihrer Kirche als Fakt akzeptieren, zu unterteilen.
Meine u.g. Überlegungen waren nicht böswillig, und wenn „spitzfindig“, dann auf eine Weise, wie sie ungezählte Theologen schon oft selbst auf Konzilen demonstriert haben; da ging es zuweilen um weit Spitzfindigeres („Engel“, „Nadelspitze“ remember?).
Nein, ich habe lediglich Ihre Aussagen genommen und logisch abgeklopft. Ich sehe darin eklatante Widersprüche, und Ihre Antwort ist nicht etwa eine Entwirrung der Widersprüche, sondern bloß ein freches ad hominem.
Ich habe auch nicht „behauptet“, dass es schlecht wäre, von Christus zu hören, sondern ich habe die Frage gestellt, ob das nicht die logische Konsequenz aus Ihren Darlegungen wäre. Die Behauptungen stammten von Ihnen bzw. der Kirche – ich habe sie nur in einen Zusammenhang gebracht, der bemerkenswerte Schlüsse zu ermöglichen scheint.
Wen Sie meinen, Ihre Antwort wäre da zweckdienlicher, als einfach ruhig zu erklären, wie man kirchlicherseits mit diesem Widerspruch umgeht…?
Dienstag, 11. April 2006 00:45
methusalix †: Eines haben Sie vollkommen vergessen, Sünder:
Der Wille zählt.
Das weiß jeder Sportlehrer.
Die katholische Kirche ist kein Sportverein, bei dem Beckenbauer und Höness entscheiden was wann gemacht wird.
Die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft, die nicht wie Fussballverein, oder gar irgendein militärisches Gebilde regiert werden kann.
Glauben oder Glaubenswahrheiten können einfach nicht befohlen werden, Auch wenn Sie und der Papst das noch so gerne hätten und es bis zum 9. November 1918 auch ganz gut funktioniert hat.
Zum Glauben müssen Menschen überzeugt werden; aber ich meine, Sie wollen das gar nicht verstehen. Befehlen ist halt bequemer als überzeugen.
Das weiß jeder Sportlehrer.
Die katholische Kirche ist kein Sportverein, bei dem Beckenbauer und Höness entscheiden was wann gemacht wird.
Die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft, die nicht wie Fussballverein, oder gar irgendein militärisches Gebilde regiert werden kann.
Glauben oder Glaubenswahrheiten können einfach nicht befohlen werden, Auch wenn Sie und der Papst das noch so gerne hätten und es bis zum 9. November 1918 auch ganz gut funktioniert hat.
Zum Glauben müssen Menschen überzeugt werden; aber ich meine, Sie wollen das gar nicht verstehen. Befehlen ist halt bequemer als überzeugen.
Montag, 10. April 2006 14:57
Elendester Sünder: Die dunkle Seite der Macht
Ich denke, diejenigen, die diesen Disput mit exmachina, einem der vielen Vertreter der dunklen Seite der
Macht auf diesem Forum, verfolgt haben, müssen mittlerweile erkannt haben, daß Exmachina nicht ernsthaft
an christlicher Unterweisung interessiert ist. Seine Präsenz auf diesem Forum zielt offenbar einzig darauf
ab, der Kirche zu schaden. Traurig.
Als abschließende Antwort zu seinen böswilligen und dümmlichen Spitzfindigkeiten:
Der Wille zählt.
Das weiß jeder Sportlehrer.
Jemand, der nicht guten Willens ist, wird es am Tage des Gerichtes vermutlich sehr schwer haben, auch wenn er unverschuldet nicht in Kontakt mit der Kirche gekommen ist.
Aber diese ungeheuerliche Behauptung, es wäre schlecht etwas von Christus zu hören, weil man dann sicher die besten Plätze im Himmelreich verlieren würde, zeugt von satanischer Boshaftigkeit und Ignoranz.
Als abschließende Antwort zu seinen böswilligen und dümmlichen Spitzfindigkeiten:
Der Wille zählt.
Das weiß jeder Sportlehrer.
Jemand, der nicht guten Willens ist, wird es am Tage des Gerichtes vermutlich sehr schwer haben, auch wenn er unverschuldet nicht in Kontakt mit der Kirche gekommen ist.
Aber diese ungeheuerliche Behauptung, es wäre schlecht etwas von Christus zu hören, weil man dann sicher die besten Plätze im Himmelreich verlieren würde, zeugt von satanischer Boshaftigkeit und Ignoranz.
Montag, 10. April 2006 13:59
deusexmachina: @Benedikt
Ich meine, ich las ‘mal irgendwo, dass dies durchaus auch so vertreten würde (also die Heilsmöglichkeit
für früher Verstorbene).
Das ist für die Kirche allerdings ein arger Eiertanz:
EINERseits möchte sie so absolut wie nur irgend möglich den Alleinseligmachungsanspruch der christlichen Botschaft (und, beim Katholizismus, sogar, noch enger, der KATHOLISCHEN Lehre) festnageln.
ANDERERseits ist man, jedenfalls in den letzten paar hundert Jahren, redlich bemüht, Gott nicht als „unfair“ dastehen zu lassen, indem er Unschuldige (weil Unwissende) der ewigen Verdammnis anheim fallen lässt.
Das Problem dabei ist logischerweise, dass bei diesem Versuch jeder losgeschickte Missionar gleichsam das Höllenfeuer mit sich schleppt, um das die von ihm Missionierten OHNE ihn herumgekommen wären. Ich habe in diesem Kontext bereits vor längerer Zeit gesprächsweise wildes Vor- und Zurückrudern erlebt; „zurück“ immer dann, wenn mein Gegenüber realisiert hat, dass sein Bemühen, den „barmherzigen Gott“ darzustellen, dazu geführt hat, dass es bestenfalls als egal erscheint, ob man Kontakt mit der christlichen Botschaft bekommen hat – schlimmstenfalls sogar als (statistisch) negativ. Funktioniert zynischerweise ein bisschen wie der Sündenfall.
Das ist für die Kirche allerdings ein arger Eiertanz:
EINERseits möchte sie so absolut wie nur irgend möglich den Alleinseligmachungsanspruch der christlichen Botschaft (und, beim Katholizismus, sogar, noch enger, der KATHOLISCHEN Lehre) festnageln.
ANDERERseits ist man, jedenfalls in den letzten paar hundert Jahren, redlich bemüht, Gott nicht als „unfair“ dastehen zu lassen, indem er Unschuldige (weil Unwissende) der ewigen Verdammnis anheim fallen lässt.
Das Problem dabei ist logischerweise, dass bei diesem Versuch jeder losgeschickte Missionar gleichsam das Höllenfeuer mit sich schleppt, um das die von ihm Missionierten OHNE ihn herumgekommen wären. Ich habe in diesem Kontext bereits vor längerer Zeit gesprächsweise wildes Vor- und Zurückrudern erlebt; „zurück“ immer dann, wenn mein Gegenüber realisiert hat, dass sein Bemühen, den „barmherzigen Gott“ darzustellen, dazu geführt hat, dass es bestenfalls als egal erscheint, ob man Kontakt mit der christlichen Botschaft bekommen hat – schlimmstenfalls sogar als (statistisch) negativ. Funktioniert zynischerweise ein bisschen wie der Sündenfall.
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