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Samstag, 8. April 2006 11:29
„Krennianer gegen Ex-Krennianer?“
Eine Intrige von Anhängern des früheren St. Pöltener Bischofs Kurt Krenn wittert das progressive Wochenblatt „Ja – die neue Kirchenzeitung“ hinter der jüngsten Pressekampagne gegen den St. Pöltener Vizeoffizial Reinhard Knittel. Aber auch die Verschwörungstheorie steht auf wackligen Beinen.
Der emeritierte Bischof von St. Pölten, Mons. Kurt Krenn
Der emeritierte Bischof von St. Pölten, Mons. Kurt Krenn
(kreuz.net, St. Pölten) „Ja – die neue Kirchenzeitung“ erscheint seit 1996. Chefredakteur ist der von Mons. Krenn einst abgesetzte, von dessen Nachfolger Klaus Küng jedoch wieder eingesetzte Pfarrer von Paudorf, P. Udo Fischer.

In der jüngsten Ausgabe des Blattes erschien nun ein mehrseitiger Artikel über die schlüpfrigen Anschuldigungen, die ein straffällig gewordener und suspendierter Priester gegen den St. Pöltener Vizeoffizial Reinhard Knittel erhoben hat.

Darin wird die nebulöse Mutmaßung aufgestellt, daß hinter den Anschuldigungen und der daran anknüpfenden Pressekampagne „Mitglieder des „Krenn-Dunstkreises“ stecken könnten, als dessen führender Exponent Hw. Knittel selbst lange Zeit gegolten habe.

Diese Einschätzung sei überaus bemerkenswert und zeige, daß Hw. Knittel „wie andere prominente ‘Krenn-Profiteure’ offenbar kein Problem hatte, zum Krenn-Absetzer Klaus Küng überzuwechseln.“

Unter Berufung auf entsprechende, in einer Presseaussendung von Hw. Knittel enthaltene Andeutungen vermutet „Ja“, daß möglicherweise sogar einer jener Priester, die im Zusammenhang mit der Affäre um das St. Pöltener Priesterseminar im Sommer 2004 in die Schlagzeilen geraten sind, den suspendierten Priester zu seinen Anschuldigungen gegen den St. Pöltener Vizeoffizial angestiftet haben könnte.

Als Begründung dafür wird darauf hingewiesen, daß einer jener Priester Kirchenrechtler sei, den suspendierten Priester seit langem kenne und kirchenrechtlich berate.

Nähere Recherchen haben allerdings ergeben, daß solcherart Mutmaßungen als nicht minder fragwürdig einzustufen sind wie die Anschuldigungen gegen Hw. Knittel selbst. Die beiden Priester sind sich persönlich nämlich völlig unbekannt.

Abgesehen davon bedarf der suspendierte Priester wohl kaum kirchenrechtlicher Nachhilfe. Noch bevor er nach Österreich kam, absolvierte er nämlich ein kirchenrechtliches Schwerpunktstudium beim heutigen Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und begann danach ein Promotionsstudium beim damaligen Inhaber des Wiener Lehrstuhls für Kirchenrecht, Bruno Primetshofer.

In einem Punkt hat „Ja“ allerdings Recht. Die vermeintliche Intrige von „Krennianern“ gegen „Ex-Krennianer“ erscheint tatsächlich als „neuer Akt im alten St. Pöltener Kirchentheater“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 41 Lesermeinungen:
Freitag, 12. Mai 2006 13:43
turk: Keine Sorge, die Beiträge waren nur meist zu lang
Nu, die Eintagsfliege „Alleluja“ verwechselt große Äpfel mit kleinen Birnen Denn der Sexskandal in St. Pölten ist bereits gut dokumentiert. Es ist somit grotesk, welche absurden, mit der Sachlage von St. Pölten nichts zu tun habenden Scheinargumente zur geschichtsrevisionistischen Vernebelung eingesetzt werden. Aber das ist so durchschaubar, daß es jeder merkt. Geschichtsrevisionismus ist ja schon im allgemeinen nichts anderes als eine spezielle Form der Lüge, gesellschaftsschädigend und Opfer vor den Kopf stoßend. Zu den Fakten von St. Pölten gibt es klare öffentliche Aussagen verschiedener Amtspersonen, hier ein paar Beispiele:

1. Päpstlicher Visitator (12. August 2004): ?Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben.?

2. Päpstlicher Visitator (9. Oktober 2004) Es gab das Problem, daß Bischof Krenn ?bestimmten Personen, die er schon im Widerstand eingesetzt hat, total vertraute und es einfach auch nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist.? (Auch Laurentius2 und andere wollen nicht wahrhaben.)

3. Päpstlicher Visitator (9. Oktober 2004) Es gab Stellungnahmen von Bischof Krenn, ?die er abgegeben hat zu Dingen, wo man sagen muß, das ist bedauerlich, da müssen wir uns entschuldigen, daß das passiert ist.?

4. Staatliche Richterin (15. September 2005) „[kursiv]Subregens Rothe übergab den Schülern Ringe, die er zuvor segnete, wobei in die an A. und P. übergebenen Ringe die Initialen der beiden Priesterschüler und das [fett]Datum des Beginns d…
Donnerstag, 11. Mai 2006 23:30
Mir fällt auf, daß die von erkennbarem Verantwortungsbewußtsein getragenen Ausführungen von Herrn Turk plötzlich mitten im Satz enden. Was ist los?
Montag, 24. April 2006 18:59
Alleluia: Sakrileg
Der demnächst im Kino anlaufende Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ ist eine seriöse Dokumentation, im St. Pöltener Priesterseminar gab es einen Sexskandal und die Erde ist eine Scheibe. Alles klar?
Donnerstag, 13. April 2006 09:10
turk: Wer homosexuelle Zungenküsse als asexuell verkauft …
Wirklich herzig, wie dem Herrn Schüttel offenbar höchst unangenehme Poster aus einem anonymen Forum gleichberechtigter Diskutanten oder gleich aus dem ganzen Internet „moralisch“ (das fällt auf Sie zurück) hinausgeworfen werden sollen. Tja, Schüttel, mit Ihrem letzten Posting steht Ihr Lesername nun für eine ganz spezielle Form der (Lager-)Blindheit, als ob es um ein einziges Foto ginge. Wenn wir Sie also richtig verstehen, haben Sie offenbar schon im allgemeinen kein Problem, wenn selbsternannten „konservative“ Kleriker sich gegenseitig homosexuelle Partnerschaftsringe segnen … Die durchsichtige Konzentration auf die Fotos geschah im übrigen durch die Ex-Regenten selbst, z. B. durch die Führung eines sinnlosen Medienprozesses und die Bestellung eines sinnlosen Fotogutachtens. Sinnlos deswegen, weil es glaubwürdige Zeugen für die homosexuelle Einbindung der fotografierten Situation gibt und weil andere „bestellte“ Zeugen öffentlich massiv unglaubwürdig wurden und umgefallen sind. Wer daher nach den öffentlichen Feststellungen des Päpstlichen Visitators über aktive homophile Beziehungen im ehemaligen St. Pöltner Seminar und nach der Lektüre des erstinstanzlichen staatlichen Urteils immer noch meint, daß es bei den weihnachtlichen Zungenküssen um asexuelle bzw. a-homosexuelle Handlungen ging, lebt nicht nur am Mond, sondern macht sich durchaus der Beteiligung an einer längst der vollen Zwielichtigkeit preisgegebenen Lügenpropaganda aus kirchenpolitischen und karrierepolitischen Hinsichten mitschuldig. Setzen wird daher bei der Sachinformation des lebensnahen staatlichen Urteils fort: „[kursiv]Diesen das festgestellte Geschehen bestreitenden Aussagen der genannten Zeugen stand die glaubwürdige und übe…
Donnerstag, 13. April 2006 07:33
Schüttel: Grüßt einander
mit heiligem Kuss – so steht es im Neuen Testament. Judas, von dem in letzter Zeit viel zu hören ist, soll durch einen „Kuss“ Verrat geübt haben. Nun mag der Weihnachtskuss des von turk fetischisierten Fotos vielleicht nicht heilig, sondern ausgelassen oder eben „bubendumm“ gewesen sein, nie und nimmer ist er aber ein Beweis für eine homosexuelle Handlung. Auch nicht die angebliche „Stellung der Zunge“, die perverse Blicke fixieren. Jedenfalls wissen wir nach all den Entgleisungen nun, dass turk nicht Pytlik ist: kein Priester kann sich, auch anonym, so benehmen. So bleibt dessen Informant aus dem St. Pöltener Seminar, ein gescheiterter Exseminarist, der für solche Postings Zeit hat.
Mittwoch, 12. April 2006 23:58
turk: Es zählen nur Sachargumente, alles andere ist wertlos
Soso, laut „muntu“ (nennen Sie den öffentlichen Fundort für die bisher nicht bekannte und somit auch nicht ernstnehmbare Meinung und beantworten Sie die Frage Thomas A. Höcks) hätte Bischof Dr. Dr. Klaus Küng auf die geschilderte Weise über die Beweise gesprochen? Wenn es wirklich so wäre, dann hätte Bischof Kurt Krenn wohl kaum auf Empfehlung Bischof Küngs den beiden Ex-Regenten den Geldhahn für ihre sinnlosen Medienverfahren abgedreht: „Die nunmehr mit meiner ausdrücklichen Zustimmung getroffene Entscheidung des Diözesanbischofs zur Nichtübernahme zivilrechtlicher Prozeßkosten dient vor allem auch der Vermeidung weiteren Ärgernisses in der Öffentlichkeit.“ (Presseaussendung vom 4. August 2004) Der „13.“ als bisher offensichtliches Vertrauensblatt der Ex-Regenten hat übrigens nicht berichtet, daß die (vom selben „13.“) zitierten (!) und mehr als deutlich formulierten Ermahnungen Bischof Küngs zurückgenommen worden wären. Wirklich dumm, „muntu“, daß der von Ihnen benannte Zeuge R. R. direkter Augenzeuge der besagten Weihnachtsfeier 2003 war und daß andere Teilnehmer dieser Feier als unglaubwürdig aufgeflogen sind. R. R. und J. S. haben jeweils Wahres ausgesagt, das haben sowohl die zuständige Richterin der ersten Instanz als auch Prozeßbeobachter klar erkannt. Setzen wir also fort bei den staatlichen Urteilen der ersten Instanz, die im Gegensatz zur unmaßgeblichen Meinung „muntus“ keine Lachnummer sind, sondern bei denen einigen völlig zu Recht das Lachen vergangen ist: „[kursiv]Immerhin gestand dieser Zeuge [Christoph Sch.) nach Vorhalt des Fotos Beilage ./13 ein, daß darauf ein Kuß zu erkennen sei (AS 83). Diesen das festgestellte Geschehen bestreitenden Aussagen der genannten Zeugen stand die gl…
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