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Sonntag, 9. April 2006 08:14
Polenreise bestätigt + Drei neue Mitglieder + Widerstand gegen den Hetzfilm + Es bleibt dabei + Exkommunikationsgrund
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Dienstag, 11. April 2006 14:43
wolfgang e.: lieber Hrodgar
Ich glaube, du hast mich hier nicht ganz verstanden (es ist auch schwer, komplexere Fragen in der verlangten Kürze zu beantworten.)
Das „nicht“ sollte sich bei mir v.a. auf „Verdammt“ beziehen. Ich glaube nicht, dass Gott Judas „benutzt“ hat, weil er sowieso wusste, dass er ein Verräter ist. Ich glaube vielmehr, das Christus sich intensiv bemüht hat, Judas von seinem Verrat abzubringen, und dass er bereit war, Judas zu verzeihen.
Ich glaube auch nicht, dass Gott irgendjemanden verdammen möchte. Niemand ist zur Verdammung erschaffen (das wäre sonst tatsächlich ein grausamer Gott). Gott zwingt aber auch niemanden zur Glückseligkeit, die darin besteht, am göttlichen Leben teilzunehmen. Daher können wir Menschen unsere Freiheit auch dazu missbrauchen, uns von Gott abzuwenden. Gott wird alles versuchen, um uns zu retten, aber uns nicht zwingen, zu ihm zu kommen.
Die Verdammten sind daher Menschen, die tragischerweise nicht zu Gott wollten, und deren Willen von Gott gegen seinen eigenen Willen respektiert wurde.

War das jetzt klarer? – Ich glaube übrigens nicht, dass du hier etwas böses willst (wenn du bei mir das Gefühl hattest, bitte ich um Verzeihung). Vieles von dem, was du schreibst hat durchaus seine Berechtigung, in anderen Punkten irrst du dich. Habe leider oft keine Zeit, gleich zu antworten…
Dienstag, 11. April 2006 01:00
Hrodgar: @ wolfgang e.
Ja, genaus das beschrieb ich in meinem letzten Beitrag.
daß Judas ohnehin ein Verräter war und Gott sich in dieser Sache „auf ihn verlassen“ konnte, weil er es vorher wußte, wie Judas handeln würde.
Genau das. Wieso widersprechen Sie mir um mich dann zu wiederholen und das als Gegensatz auszudeuten?

Mal was ganz grundsätzliches:
Ich will hier niemandem etwas Böses. Gut, ich glaube Ihre Lehre nicht. Ich hinterfrage manches. Alles Fragen, die jeder Katholik aus dem ff beantworten könnten sollte.
Echte Antworten hab ich hier noch nie bekommen. Ausweichen können die meisten recht gut, und wenn nicht hilf, wird gegen den „blöden Heiden“ halt gepöbelt oder meine Daseinsberechtigung in diesem Forum bezweifelt.
Was soll das eigentlich?
1) Wenn Sie alle hier von meiner religion nur 10% soviel Wissen hätten wie ich von Ihrer, dann hätten Sie sich schon richtig dolle Verbessert.
2) Was Sie hier Predigen und WIE Sie es predigen widerspricht sich eklatant. Und wenn es kongruent ist, dann auf der Seite, daß Haß autentisch propagiert wird.
3) Woher wissen Sie eigentlich, daß Sie nicht gerade von Ihrem Gott geprüft werden, wie Sie mit dem „Nächsten“ umgehen? Soweit ich weiß war der Hauptmann von Kapernaum weder Christ noch Jude. Ihr Jesus war trotzdem anständig zu ihm.
Ich scheine hier jedoch meist nur den Beißreflex auszulösen.
Montag, 10. April 2006 18:10
wolfgang e.: @ Hrodgar: großer Irrtum
Gott hat nicht Judas wissentlich verdammt.
Gott ist der Herr der Geschichte, der alles auch im voraus weiß, der aber dennoch den Menschen mit Freiheit ausgestattet hat. Der Mensch, auch Judas, entscheidet sich frei für das Gute oder das Böse. Und selbst wenn Gott vorher weiß, wie die Entscheidung ausfallen wird, heißt das nicht, dass Gott ein Marionettenspieler ist, der Judas für irgendetwas „benutzt“ hat. (Wenn sie sehen, dass ein Mann von einem Turm springt, und vorauswissen, dass er sterben wird, wenn er unten ankommt, heißt das ja auch nicht, dass sie Schuld sind an seinem Tod. sie haben es nur vorausgewusst.)
Das Problem des Judas ist auch nicht so sehr die Schwere seiner Schuld, sondern, dass er an der Schuld verzweifelt ist und nicht mehr auf Vergebung gehofft hat. Gott hätte ihm verziehen, wenn er bereut hätte. Auch dem Petrus wurde ja die dreimalige Verleumdung verziehen, weil er bereut hat.
Der Verrat des Judas ist für die Erlösung nicht notwendig. Die Hohenpriester hätte wohl auch eine andere Möglichkeit finden können, Jesus gefangenzunehemen.

Auswahl der Bücher: Bestandteil des Neuen Testaments sind Bücher, die mit Sicherheit vor 100 n.Ch. entstanden sind, (dafür gibt es viele Belege von Autoren um 100 n.Ch., die die Bücher erwähnen, und einige Textfragmente aus dem 1. Jh.). Alle ausgeschiedenen Bücher sind jüngeren Datums, wurden aber nicht verboten, sondern erfreuten sich teilweise großer Beliebtheit (siehe z.B. Ochs und Esel in der Krippe.)
Montag, 10. April 2006 12:33
Maledica: @Hrodgar
Dann lassen Sie das Schreiben auch, wenn Sie es nicht selbst gelesen haben!
Die Kirche kennt die Hl. Schrift und die Tradition!
Der Kanon der Schrift ist bis heute gleichgeblieben:
Luther hat natürlich, konsequenterweise die Bücher eliminiert, welche nicht in seinen Kram paßten, so auch u.a. den Jakobusbrief.
So ist das halt mit sola scriptura, was nicht paßt wird einfach umgeschrieben…
Sonntag, 9. April 2006 22:05
Hrodgar: @ Yerisina
Ja, es ist so wie Sie schreiben.
Gott hat Judas wissentlich verdammt.
Um die Idee eines Gerechten Gottes erhalten zu können, führte man die Denkweise ein, Gott habe sich beim Opfern seines Sohnes eines Menschen bedient, der ohnehin ein Verräter war, was Gott natürlich vorher wusste.

Generell:
Es gibt noch mehr Evangelien. Z.B. nach Petrus und nach Thomas.
Diese wurden in einem mehrere Hundert Jahre langen Prozess als „nicht von Gott“ beurteilt.
Nach welchen Maßstäben konnte mir bislang kein Christ sagen. Am Ende kommt es dann immer zu den sogenannten Kirchenvätern, die als letzte Autorität nicht in Frage gestellt werden (dürfen).
Zuletzt hat – glaube ich- Luther Jesus Sirach aus der Bibel gestrichen.

Angeblich kommt im Petrusev ein Hinweis vor, daß Jesus auf natürliche Weise eine schlampige Hinritung überlebt hat. (Haben ja aus schon leute die Steinigung überlebt.)
Aber das habe ich nicht selbst gelesen, kann es also nur unter Vorbehalt so schreiben.
Sonntag, 9. April 2006 18:25
bonifatius: @deusex…@Jersinia und @Gigas
führen Selbstgespräche, die nur verhöhnen und spotten wollen. O, ihr bedauernswerten Geschöpfe!
Sonntag, 9. April 2006 17:03
Horst Eckner †: Sehr schön übrigens,
dass kreuz.net hier die Apostol. Konstitution bzgl. des Fastens am Sonntag zitiert – aber gleichzeitig dieselben Leute Kindern mit der „Peitsche Christi“ eins überbraten, wenn sie zum Hochgebet nicht andächtig knien – obwohl das Konzil von Nikaia dies in der Osterzeit ebenso verboten hat wie im angegeben Text das Fasten am Sonntag verboten ist. Und jetzt überlegen wir mal, welche Autorität das Konzil von Nikaia wohl gehabt hat… Na, wer weiß es?
Sonntag, 9. April 2006 15:20
Benedikt: @ GigaShadow
das Reale Leben im Vatikan als Cartoon zusehen

Dort wird eher das Leben im Vatikan gezeigt, wie es GigaShadow gerne hätte. Und so sitzt er vor dem Fernseher und trauert darum, dass die Welt nicht so ist, wie er sie sich vorstellt.
Sonntag, 9. April 2006 14:55
GigaShadow †: ‘Popetown’, der ab 3. Mai ??!!!
Wer nicht warten kann ,
das Reale Leben im Vatikan als Cartoon zusehen !

Der kann die „“ POPETOWN DVD „“ kaufen ,

die zwar in Englisch , zeigt aber über 4 Stunden

PopeTown , die erste Staffel !! Bei AMAZON
Sonntag, 9. April 2006 14:20
Yersinia: danke, @Andreas; aber wenn schon, dann zitier es in der Originalsprache
sag mal, gehörst du auch zu jenen Menschen, die auf jede Frage ein Buch parat haben? die Texte der Kirchenväter kann ich mir auch selber raussuchen und hunderttausend Seiten theologischer Literatur auch selber lesen; ich wollte hier im Forum Antworten von den anderen Menschen; oder hat hier keine/r diese Fragen, ist mit kirchenväterlichen Texten die Frage schon beantwortet – oder ist es nicht eher sehr bequem, auf Fragen ganz schnell ein paar Zitate rüberzuschleudern und damit hat sich’s?
Sonntag, 9. April 2006 13:58
deusexmachina: Unfreiwillig komisch
AUSGERECHNET bei kreuz.net ein Gejammer über „Hetze“ zu lesen, das… hat ‘was :O)
Sonntag, 9. April 2006 13:56
Andreas: @Yersinia
„10 Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohenpriestern. Er wollte Jesus an sie ausliefern.“
„Einer von den Zwölf“: Damit wird die Verwerflichkeit des Verrats noch deutlicher. Es gab ja noch die zweiundsiebzig anderen Jünger, die nicht in der gleichen Nähe zum Herrn standen, zu ihm nicht das Vertrauensverhältnis besaßen wie die Zwölf. Die Zwölf aber waren erprobt. […] (Chrysostomus)

„11 Als sie das hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld dafür zu geben. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, ihn auszuliefern.“
Was für eine Verblendung des Verstandes, was für eine Gier des Verräters! Die üble Gier hat alles Böse hervorgebracht: die Gier hält die Seelen gefangen, schnürt sie mit Fesseln ein, läßt sie Dinge vergessen, entfremdet offenkundig den Geist sich selbst. Judas wurde von dieser krankhaften Gier eingefangen, er vergaß das gemeinsame Lebens mit Christus, die Tischgemeinschaft, die Jüngerschaft, die Ermahnung und den guten Rates. (Chrysostomus)

21 Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

Judas aber reagierte weder auf die erste noch auf die zweite Warnung und hielt seinen Fuß nicht vom Weg des Verrates zurück. So wird ihm die Strafe angekündigt, damit ihn die Drohung auf den rechten Weg bringe, nachdem die Beschämung dies nicht vermocht hatte. (Hieronymus)
Sonntag, 9. April 2006 13:35
Yersinia: eines bleibt zu klären: hätte Judas Jesus nicht „übergeben“
hätte es dann keine Passion, keine Kreuzigung, keine Auferstehung gegeben? – umgekehrt: wenn Jesu’ Kreuzestod heilsnotwendig war – wurde dann Judas von Gott quasi wissentlich verdammt?
Sonntag, 9. April 2006 09:57
wiener: Exkommunikationsgrund …
wie es im volksmund heißt:
„wer sonntags fastet, glaubt nicht an die auferstehung“
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