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Polenreise bestätigt + Drei neue Mitglieder + Widerstand gegen den Hetzfilm + Es bleibt dabei + Exkommunikationsgrund
Polenreise bestätigt

Vatikan. Der Vatikan bestätigte am gestrigen Samstag offiziell die Polenreise von Papst Benedikt XVI. Der Pastoralbesuch vom 25. bis zum 28. Mai führt den Heiligen Vater nach Warschau, Tschenstochau, Krakau, nach Wadowice – den Geburtsort von Papst Johannes Paul II. – sowie ins nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz.

Drei neue Mitglieder

Vatikan. Papst Benedikt XVI. ernannte gestern drei neue Mitglieder für die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’. Die neuen Mitglieder sind William Kardinal Levada, der Präfekt der Glaubenskongregation, Jean-Pierre Kardinal Ricard, der Erzbischof von Bordeaux und Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, sowie der Spanier Antonio Kardinal Cañizares Llovera, der auch als der „Kleiner Ratzinger“ bekannt ist.

Widerstand gegen den Hetzfilm

Deutschland. Der deutsche Lebensrechtler Klaus Günter Annen reichte bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine Anzeige gegen den Musiksender ‘MTV’ und den Verantwortlichen für die Ausstrahlung der Cartoonserie ‘Popetown’ ein. Der Hetzfilm ‘Popetown’, der ab 3. Mai im deutschen Fernsehen gezeigt werden soll, beschimpfe, verspotte und verhöhne den katholischen Glauben auf das Übelste, so die Begründung des Lebensrechtlers.

Der Hetzfilm ‘Papststadt’
Die Kirchenhetze 'Papststadt' versucht gezielt, die Kirche zu beleidigen und lächerlich zu machen.Hauptfigur der Zeichentrickserie ist der in Soutane und Turnschuhe gekleidete Pater Nicolas.Der Papst in 'Popetown' ist ein infantiler Maniker mit exzentrischen Gepflogenheiten.

Es bleibt dabei

Deutschland. Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hält das sogenannte ‘Judas-Evangelium’ für inhaltlich abwegig. Gegenüber der deutschen ‘Bild-Zeitung’ sagte Mons. Jaschke, es bleibe dabei, daß Judas der Verräter des unschuldigen Jesus sei. Am Donnerstag wurde in Washington ein neu aufgefundenes Dokument aus dem vierten oder fünften Jahrhundert veröffentlicht. Es deutet den Verrat des Apostel Judas als Heilstat um.

Exkommunikationsgrund

„Fasten am Sonntag ist nicht erlaubt. Wird jemand entdeckt, der am Sonntag fastet, soll er abgesetzt oder exkommuniziert werden.“

Der 66. der 85 Apostolischen Canones, die das Ende der Apostolischen Konstitution – einer syrischen Sammlung von kirchenrechtlichen Texten aus den Jahren 350-380 – bilden.
      
14 Lesermeinungen
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#14   wolfgang e.   14:43:35 | Dienstag, 11. April 2006
lieber Hrodgar
Ich glaube, du hast mich hier nicht ganz verstanden (es ist auch schwer, komplexere Fragen in der verlangten Kürze zu beantworten.)
Das „nicht“ sollte sich bei mir v.a. auf „Verdammt“ beziehen. Ich glaube nicht, dass Gott Judas „benutzt“ hat, weil er sowieso wusste, dass er ein Verräter ist. Ich glaube vielmehr, das Christus sich intensiv bemüht hat, Judas von seinem Verrat abzubringen, und dass er bereit war, Judas zu verzeihen.
Ich glaube auch nicht, dass Gott irgendjemanden verdammen möchte. Niemand ist zur Verdammung erschaffen (das wäre sonst tatsächlich ein grausamer Gott). Gott zwingt aber auch niemanden zur Glückseligkeit, die darin besteht, am göttlichen Leben teilzunehmen. Daher können wir Menschen unsere Freiheit auch dazu missbrauchen, uns von Gott abzuwenden. Gott wird alles versuchen, um uns zu retten, aber uns nicht zwingen, zu ihm zu kommen.
Die Verdammten sind daher Menschen, die tragischerweise nicht zu Gott wollten, und deren Willen von Gott gegen seinen eigenen Willen respektiert wurde.
War das jetzt klarer? – Ich glaube übrigens nicht, dass du hier etwas böses willst (wenn du bei mir das Gefühl hattest, bitte ich um Verzeihung). Vieles von dem, was du schreibst hat durchaus seine Berechtigung, in anderen Punkten irrst du dich. Habe leider oft keine Zeit, gleich zu antworten…
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#13   Hrodgar   01:00:38 | Dienstag, 11. April 2006
@ wolfgang e.
Ja, genaus das beschrieb ich in meinem letzten Beitrag.
daß Judas ohnehin ein Verräter war und Gott sich in dieser Sache „auf ihn verlassen“ konnte, weil er es vorher wußte, wie Judas handeln würde.
Genau das. Wieso widersprechen Sie mir um mich dann zu wiederholen und das als Gegensatz auszudeuten?
Mal was ganz grundsätzliches:
Ich will hier niemandem etwas Böses. Gut, ich glaube Ihre Lehre nicht. Ich hinterfrage manches. Alles Fragen, die jeder Katholik aus dem ff beantworten könnten sollte.
Echte Antworten hab ich hier noch nie bekommen. Ausweichen können die meisten recht gut, und wenn nicht hilf, wird gegen den „blöden Heiden“ halt gepöbelt oder meine Daseinsberechtigung in diesem Forum bezweifelt.
Was soll das eigentlich?
1) Wenn Sie alle hier von meiner religion nur 10% soviel Wissen hätten wie ich von Ihrer, dann hätten Sie sich schon richtig dolle Verbessert.
2) Was Sie hier Predigen und WIE Sie es predigen widerspricht sich eklatant. Und wenn es kongruent ist, dann auf der Seite, daß Haß autentisch propagiert wird.
3) Woher wissen Sie eigentlich, daß Sie nicht gerade von Ihrem Gott geprüft werden, wie Sie mit dem „Nächsten“ umgehen? Soweit ich weiß war der Hauptmann von Kapernaum weder Christ noch Jude. Ihr Jesus war trotzdem anständig zu ihm.
Ich scheine hier jedoch meist nur den Beißreflex auszulösen.
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#12   wolfgang e.   18:10:38 | Montag, 10. April 2006
@ Hrodgar: großer Irrtum
Gott hat nicht Judas wissentlich verdammt.
Gott ist der Herr der Geschichte, der alles auch im voraus weiß, der aber dennoch den Menschen mit Freiheit ausgestattet hat. Der Mensch, auch Judas, entscheidet sich frei für das Gute oder das Böse. Und selbst wenn Gott vorher weiß, wie die Entscheidung ausfallen wird, heißt das nicht, dass Gott ein Marionettenspieler ist, der Judas für irgendetwas „benutzt“ hat. (Wenn sie sehen, dass ein Mann von einem Turm springt, und vorauswissen, dass er sterben wird, wenn er unten ankommt, heißt das ja auch nicht, dass sie Schuld sind an seinem Tod. sie haben es nur vorausgewusst.)
Das Problem des Judas ist auch nicht so sehr die Schwere seiner Schuld, sondern, dass er an der Schuld verzweifelt ist und nicht mehr auf Vergebung gehofft hat. Gott hätte ihm verziehen, wenn er bereut hätte. Auch dem Petrus wurde ja die dreimalige Verleumdung verziehen, weil er bereut hat.
Der Verrat des Judas ist für die Erlösung nicht notwendig. Die Hohenpriester hätte wohl auch eine andere Möglichkeit finden können, Jesus gefangenzunehemen.
Auswahl der Bücher: Bestandteil des Neuen Testaments sind Bücher, die mit Sicherheit vor 100 n.Ch. entstanden sind, (dafür gibt es viele Belege von Autoren um 100 n.Ch., die die Bücher erwähnen, und einige Textfragmente aus dem 1. Jh.). Alle ausgeschiedenen Bücher sind jüngeren Datums, wurden aber nicht verboten, sondern erfreuten sich teilweise großer Beliebtheit (siehe z.B. Ochs und Esel in der Krippe.)
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#11   Maledica   12:33:21 | Montag, 10. April 2006
@Hrodgar
Dann lassen Sie das Schreiben auch, wenn Sie es nicht selbst gelesen haben!
Die Kirche kennt die Hl. Schrift und die Tradition!
Der Kanon der Schrift ist bis heute gleichgeblieben:
Luther hat natürlich, konsequenterweise die Bücher eliminiert, welche nicht in seinen Kram paßten, so auch u.a. den Jakobusbrief.
So ist das halt mit sola scriptura, was nicht paßt wird einfach umgeschrieben…
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#10   Hrodgar   22:05:21 | Sonntag, 9. April 2006
@ Yerisina
Ja, es ist so wie Sie schreiben.
Gott hat Judas wissentlich verdammt.
Um die Idee eines Gerechten Gottes erhalten zu können, führte man die Denkweise ein, Gott habe sich beim Opfern seines Sohnes eines Menschen bedient, der ohnehin ein Verräter war, was Gott natürlich vorher wusste.
Generell:
Es gibt noch mehr Evangelien. Z.B. nach Petrus und nach Thomas.
Diese wurden in einem mehrere Hundert Jahre langen Prozess als „nicht von Gott“ beurteilt.
Nach welchen Maßstäben konnte mir bislang kein Christ sagen. Am Ende kommt es dann immer zu den sogenannten Kirchenvätern, die als letzte Autorität nicht in Frage gestellt werden (dürfen).
Zuletzt hat – glaube ich- Luther Jesus Sirach aus der Bibel gestrichen.
Angeblich kommt im Petrusev ein Hinweis vor, daß Jesus auf natürliche Weise eine schlampige Hinritung überlebt hat. (Haben ja aus schon leute die Steinigung überlebt.)
Aber das habe ich nicht selbst gelesen, kann es also nur unter Vorbehalt so schreiben.
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#9   bonifatius   18:25:04 | Sonntag, 9. April 2006
@deusex…@Jersinia und @Gigas
führen Selbstgespräche, die nur verhöhnen und spotten wollen. O, ihr bedauernswerten Geschöpfe!
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#8   Horst Eckner †   17:03:44 | Sonntag, 9. April 2006
Sehr schön übrigens,
dass kreuz.net hier die Apostol. Konstitution bzgl. des Fastens am Sonntag zitiert – aber gleichzeitig dieselben Leute Kindern mit der „Peitsche Christi“ eins überbraten, wenn sie zum Hochgebet nicht andächtig knien – obwohl das Konzil von Nikaia dies in der Osterzeit ebenso verboten hat wie im angegeben Text das Fasten am Sonntag verboten ist. Und jetzt überlegen wir mal, welche Autorität das Konzil von Nikaia wohl gehabt hat… Na, wer weiß es?
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#7   Benedikt   15:20:23 | Sonntag, 9. April 2006
@ GigaShadow
das Reale Leben im Vatikan als Cartoon zusehen
Dort wird eher das Leben im Vatikan gezeigt, wie es GigaShadow gerne hätte. Und so sitzt er vor dem Fernseher und trauert darum, dass die Welt nicht so ist, wie er sie sich vorstellt.
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#6   GigaShadow †   14:55:53 | Sonntag, 9. April 2006
‘Popetown’, der ab 3. Mai ??!!!
Wer nicht warten kann ,
das Reale Leben im Vatikan als Cartoon zusehen !
Der kann die „“ POPETOWN DVD „“ kaufen ,
die zwar in Englisch , zeigt aber über 4 Stunden
PopeTown , die erste Staffel !! Bei AMAZON
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#5   Yersinia   14:20:12 | Sonntag, 9. April 2006
danke, @Andreas; aber wenn schon, dann zitier es in der Originalsprache
sag mal, gehörst du auch zu jenen Menschen, die auf jede Frage ein Buch parat haben? die Texte der Kirchenväter kann ich mir auch selber raussuchen und hunderttausend Seiten theologischer Literatur auch selber lesen; ich wollte hier im Forum Antworten von den anderen Menschen; oder hat hier keine/r diese Fragen, ist mit kirchenväterlichen Texten die Frage schon beantwortet – oder ist es nicht eher sehr bequem, auf Fragen ganz schnell ein paar Zitate rüberzuschleudern und damit hat sich’s?
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#4   deusexmachina   13:58:19 | Sonntag, 9. April 2006
Unfreiwillig komisch
AUSGERECHNET bei kreuz.net ein Gejammer über „Hetze“ zu lesen, das… hat ‘was :O)
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#3   Andreas   13:56:50 | Sonntag, 9. April 2006
@Yersinia
„10 Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohenpriestern. Er wollte Jesus an sie ausliefern.“
„Einer von den Zwölf“: Damit wird die Verwerflichkeit des Verrats noch deutlicher. Es gab ja noch die zweiundsiebzig anderen Jünger, die nicht in der gleichen Nähe zum Herrn standen, zu ihm nicht das Vertrauensverhältnis besaßen wie die Zwölf. Die Zwölf aber waren erprobt. […] (Chrysostomus)
„11 Als sie das hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld dafür zu geben. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, ihn auszuliefern.“
Was für eine Verblendung des Verstandes, was für eine Gier des Verräters! Die üble Gier hat alles Böse hervorgebracht: die Gier hält die Seelen gefangen, schnürt sie mit Fesseln ein, läßt sie Dinge vergessen, entfremdet offenkundig den Geist sich selbst. Judas wurde von dieser krankhaften Gier eingefangen, er vergaß das gemeinsame Lebens mit Christus, die Tischgemeinschaft, die Jüngerschaft, die Ermahnung und den guten Rates. (Chrysostomus)
21 Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Judas aber reagierte weder auf die erste noch auf die zweite Warnung und hielt seinen Fuß nicht vom Weg des Verrates zurück. So wird ihm die Strafe angekündigt, damit ihn die Drohung auf den rechten Weg bringe, nachdem die Beschämung dies nicht vermocht hatte. (Hieronymus)
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#2   Yersinia   13:35:39 | Sonntag, 9. April 2006
eines bleibt zu klären: hätte Judas Jesus nicht „übergeben“
hätte es dann keine Passion, keine Kreuzigung, keine Auferstehung gegeben? – umgekehrt: wenn Jesu’ Kreuzestod heilsnotwendig war – wurde dann Judas von Gott quasi wissentlich verdammt?
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#1   wiener   09:57:50 | Sonntag, 9. April 2006
Exkommunikationsgrund …
wie es im volksmund heißt:
„wer sonntags fastet, glaubt nicht an die auferstehung“
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