Muselmanen
Konvertiert die ganze Schule?
Nach dem fast vierzigjährigen innerkirchlichen Ruf nach Pille, Kondom und Empfängnisverhütung gibt es keine katholischen Kinder mehr. In katholischen Schulen werden Moslems unterrichtet. Das führt zu Problemen.
(kreuz.net) Die Grundschule St. Albert befindet sich im Süden der schottischen Stadt Glasgow. Es handelt sich um ein eher unförmiges Gebäude aus Sichtbeton und Glas.

Nicht nur das Äußere, auch das schulische Innenleben paßt nicht richtig in die Landschaft. St. Albert besitzt einen katholischen Direktor, katholische Lehrer, und – immerhin – einmal im Monat eine katholische Messe.

Doch über 75% der Schüler sind Moslems. Das berichtete die englische Tageszeitung ‘The Guardian’ Mitte Februar.

Wenn die Schule um 15.00 Uhr aus ist, werden viele Kinder von verschleierten Mütter abgeholt und in ein benachbartes Haus zu privaten Arabischstunden oder in die Moschee zum Islamunterricht gebracht.

In Schottland gibt es sehr viele muslimische Schüler, aber keine einzige, vom Staat geförderte moslemische Schule.

Das wollen die lokalen Moslems jetzt ändern. Bereits im vergangenen Dezember gab es Bemühungen, eine von der Schließung bedrohte Schule in Glasgow, deren Schüler mehrheitlich moslemisch sind, zu retten.

Doch jetzt hat sich die moslemische Aufmerksamkeit auf die sehr populäre und erfolgreiche Schule St. Albert gerichtet. Diese Wahl erregte einigen Unmut, war aber offensichtlich.

Denn im Ortsteil von St. Albert wohnt die größte pakistanische Gemeinschaft von Schottland. Das zeigen auch die vielen pakistanischen Geschäfte und die Hinweisschilder auf Urdu.

Doch in St. Albert wird „in einem Kontext des Glaubens“ unterrichtet, wie es in den Richtlinien der Schottischen Bischofskonferenz offiziell heißt. Was das konkret bedeutet, ist unklar, da die meisten Schüler nicht einmal Christen sind.

Es sei in Großbritannien üblich, Glaubensschulen einzurichten, wenn eine Glaubensgemeinschaft einen entsprechenden Bedarf anmelde, erklärt der Sprecher der ‘Muslimischen Gesellschaft Großbritanniens’:

„Folglich sollte es hier eine moslemische Schule geben.“

Ein eifriger Verfechter der Glaubensschulen ist Ministerpräsident Tony Blair, dessen eigene Kinder in einer katholischen Institution unterrichtet werden. Nach seinen Plänen sollen zukünftig hundert moslemische Schulen vom Staat unterstützt werden.

Eine mögliche Umwandlung von St. Albert in eine moslemische Schule stößt unter Katholiken nicht auf Begeisterung.

Hw. John Gannon, der katholische Pfarrer des Quartiers, der auch Schulgeistlicher ist, erklärt, daß niemand in Schottland die Einrichtung von moslemischen Schulen mehr begrüßen würde als die Katholische Kirche:

„Doch sich Schulen unter den Nagel zu reißen, sei wohl nicht die beste Art dieses Problem zu lösen.“

Als Pfarrer Gannon kürzlich für die Schule eine Messe feierte, unterbrach eine Reihe von Eltern den Gottesdienst in bestimmten, vorausgeplanten Abständen, um zwölf Kinder aus dem Gottesdienst herauszuholen.

Diese Unterbrechungen sind gezielt durchgeführt worden, um die Heilige Messe zu stören, erklärt Pfarrer Gannon. Aber er glaubt nicht, daß die betreffenden Eltern für die Schule repräsentativ sind.

Die Lehrerschaft von St. Albert besitzt enge Beziehungen zur örtlichen moslemischen Bevölkerung:

„Wenn die Eltern ihren Wunsch ausdrücken, daß die Schule moslemisch werden sollte, scheinen sie trotzdem zu glauben, daß die alten Lehrer weiterhin an der Schule bleiben werden. Das wäre natürlich nicht der Fall“, so der Priester.

In der Zwischenzeit haben jene, die auf eine Islamisierung der Schule bestehen, Kontakte mit der Stadtverwaltung von Glasgow aufgenommen.
      
14 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#14   -Agnostiker-   10:27:07 | Mittwoch, 12. April 2006
@ Benedikt78
Und übrigens, ich möchte mal sehen, wie man mit den 68iger Rezepten dem militanten Islamismus entgegentreten will
Es ist gefährlich den Islam pauschal als militant zu bezeichnen. Zudem liegt der Ursprung der militanten Islamisten wohl eher darin, dass der Westem diesem immer mit Arroganz und Herabwürdigung entgegen tritt.
Zudem möchte ich Sie mal daran erinnern, dass es auch Zeiten gab, in denen die katholische Kirche ihren Glauben äußerst militant vertreten hat.
Es geht hier also weniger um gegeneinander, sondern um ein miteinander!
Redaktion benachrichtigen
#13   Benedikt   11:26:19 | Dienstag, 11. April 2006
@ Horst Eckner
>>Wenn auf dieser Schule sowieso kein Unterricht in katholischem Geist mehr stattfindet,<<
Woher wissen Sie das? Nur weil die Kinder selbst mehrheitlich Muslime sind, heißt das doch nicht, dass dort kein „Unterricht in katholischem Geist“ stattfände.
Wie Sie ganz richtig zitiert haben, steht am Beginn ein „wenn“ (iSv „falls“ – Konditionalsatz) und kein „da“ ;-). Und wenn Sie meinen Beitrag bis zu Ende gelesen haben, dann wird Ihnen auch auffallen, dass ich auch etwas für den Fall geschrieben habe, den Sie beschreiben.
Redaktion benachrichtigen
#12   Benedikt78   10:57:18 | Dienstag, 11. April 2006
@ rotwang
Jaja, geben wir Kohl die Schuld! An allem! Am Besten noch am Ozonloch, der Abholzung des Regenwaldes und dem Irak-Krieg. Ich finde es auch bedenklich, dass Sie Kohl als „Saumagen“ bezeichnen. Sie haben in meinen Augen jegliche Glaubwürdigkeit verspielt noch den Moralapostel zu spielen!
Man könnte die Frage stellen, was denn die rot-grüne Opposition für eine Rolle gespielt hat. Oder was hat die rot-grüne Regierung denn grossartiges für die Integration geleistet? Nichts! Deren einzige Leistung aus Ihrer Sicht wird die Einführung der Homo-Ehen sein. Was hat das dem Gemeinwohl genützt? Nichts!
Bevor Sie mit Dreck um sich schmeissen, bringen Sie mal schlaue Vorschläge!
Und übrigens, ich möchte mal sehen, wie man mit den 68iger Rezepten dem militanten Islamismus entgegentreten will.
Redaktion benachrichtigen
#11   sttn   23:05:12 | Montag, 10. April 2006
Wo ist Paulus?
Was ich nicht verstehe: Es wird schnell gemeckert das es immer weniger Christen gibt etc…
Aber was dagegen machen will keiner? Das verstehe ich nicht. Paulus hat vor fast 2000 Jahren uns vorgelebt wie man missionieren kann und war sehr erfolgreich. Erfolgreich obwohl es damals wohl viel schwerer war wie Heute.
Redaktion benachrichtigen
#10   Institoris   18:32:56 | Montag, 10. April 2006
Rosarote Toleranz
Da pfeift gerade der Richtige nämlich jener der seine Perversion zum Heiligtum erklärt hat und jeden der sich der Anbetung seiner Widewärtigkeit verschließt das Lebensrecht abspricht.
Redaktion benachrichtigen
#9   rotwang   18:03:50 | Montag, 10. April 2006
ach rodolfo…
…man könnte auch sagen, dass ist die spätfolge des krieges, der fehlenden arbeitskräfte während des wirtschaftswunders, der daraus resultierenden anwerbung von arbeitern aus dem ausland; die folgen von 16 jahren saumagen auf dem regierungsstuhl, der sich um integrationspolitik einen dreck gekümmert hat; die folgen einer gesellschaft, die in zuwanderern nur billige arbeiter, aber nicht den menschen gesehen hat…
Redaktion benachrichtigen
#8   nachtlaterne71   18:01:50 | Montag, 10. April 2006
Schule konvertiert?
Wie kann eine Schule konvertieren? Geht es um einen Wechsel der Trägerschaft? Wer ist denn der potentielle muslimische Träger? Ich finde, der Artikel ist nciht hinreichend recherchiert.
Vor allen Dingen würde mich interessieren: Worin besteht der Zusammenhang zwischen der Religion der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler einerseits und der Notwendigkeit bzw. Sinnhaftigkeit, sich als kath. Kirche die Trägerschaft entziehen zu lassen…
flatratepower
Redaktion benachrichtigen
#7   Rodolfo Panetta   17:51:41 | Montag, 10. April 2006
Wie man sich bettet, liegt man!
Das sind die faulen Früchte eines Europas, welches seine christlichen Werte über Bord geworfen hat. Erst kommen die Abtreiber, dann die Schwulen und schließlich erobern die Islamisten den Kontinent!
Redaktion benachrichtigen
#6   Horst Eckner †   17:02:12 | Montag, 10. April 2006
@Benedikt
Wenn auf dieser Schule sowieso kein Unterricht in katholischem Geist mehr stattfindet,
Woher wissen Sie das? Nur weil die Kinder selbst mehrheitlich Muslime sind, heißt das doch nicht, dass dort kein „Unterricht in katholischem Geist“ stattfände. Oder kann ein katholisches Krankenhaus nicht mehr in „katholischem Geist“ geführt werden, wenn dort auch Protestanten aufgenommen werden? Oder eine Armenspeisung nicht mehr, wenn dort auch atheistische Obdachlose eine Mahlzeit erhalten?
Redaktion benachrichtigen
#5   rotwang   16:48:55 | Montag, 10. April 2006
mhm…
… der leere Platz wird durch etwas besetzt, womit sie noch viel weniger Freude haben werden.
Atheismus ist schlimmer als Katholizismus?
Sie verkennen, dass wir gegen jede Form erzkonservativer und fundamentalistischer Religionsausübung sind. Wer als Gast oder Kind eines Gastes in diesem Land Hass predigt gehört ausgewiesen. Intoleranz muss bekämpft werden – nicht nur die hier bei kreuz, sondern auch die unter den Muslimen. Nur wer offen und tolerant gegenüber der Gesellschaft ist, hat ein Recht hier zu leben. Umgekehrt hat auch nur eine offene und tolerante Gesellschaft das Recht, sich Zuwanderer ins Land zu holen…
Redaktion benachrichtigen
#4   Beobachterin   16:36:35 | Montag, 10. April 2006
Katholizismus raus – Islam rein?
Vielleicht ist es doch nicht ganz so richtig, wenn unsere homosexuellen Freunde versuchen, den Katholizismus zu vertreiben … der leere Platz wird durch etwas besetzt, womit sie noch viel weniger Freude haben werden.
Redaktion benachrichtigen
#3   Benedikt   14:59:43 | Montag, 10. April 2006
Schule
Doch in St. Albert wird „in einem Kontext des Glaubens“ unterrichtet, wie es in den Richtlinien der Schottischen Bischofskonferenz offiziell heißt. Was das konkret bedeutet, ist unklar, da die meisten Schüler nicht einmal Christen sind.
Ich halte es da mit unserem Papst, der schon als Kardinal der Meinung war, dass man sich von solchen Einrichtungen, die nur noch auf dem Papier bzw Eingangstorschild katholisch sind besser trennen sollte. Wenn auf dieser Schule sowieso kein Unterricht in katholischem Geist mehr stattfindet, dann sollte der Unterricht auch nicht dieses Etikett haben. Das verdunkelt nur die Botschaft.
Wenn aber noch Unterricht in katholischem Geist erfolgt, dann wäre es in der Tat interessant zu wissen, wie das abläuft.
Redaktion benachrichtigen
#2   rote lilith   14:47:41 | Montag, 10. April 2006
keine katholischen kinder
also verhütung nur für moslems!!!
Redaktion benachrichtigen
#1   Benedikt78   14:38:37 | Montag, 10. April 2006
Heute – Morgen
Heute die Schulen (siehe auch Berlin).
Morgen den Staat?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
MuselmanenVon den Moslems vertriebener Priester wegen „Islamophobie“ vor Gericht MuselmanenWarten auf den Henker MuselmanenProstitution oder Passionsspiel? MuselmanenDie Taufe für Moslems und Juden MuselmanenDie westlichen Werte MuselmanenEin langsames und stilles Massaker MuselmanenDie Staatsbürgerschaft über die religiöse Überzeugung stellen MuselmanenSeien wir ehrlich: Wir erleben eine lächerliche Farce! MuselmanenWarum Christus verschont wurde MuselmanenAuch die Presse muß die Menschenwürde respektieren MuselmanenVon wem wird die Meinungsfreiheit bedroht? MuselmanenEs wird keine Untersuchung der Bomben in London geben MuselmanenGesegneter Ramadan! MuselmanenEin Kardinal bittet Allah MuselmanenWas der Schleier alles aufdeckt
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net