„Ältere Leute, die sterben. Ende.“
Der Generalobere der Piusbruderschaft sprach kürzlich auch über die Beziehungen der Lefebvristen mit den französischen Bischöfen. Diese sehen angeblich vor allem ein Problem.

Denver ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado im Zentrum der Vereinigten Staaten.
Am Ende des Vortrags sprach Bischof Fellay auch über die Situation der Piusbruderschaft in Frankreich.
Im letzten Jahr und besonders in den letzten Monaten hätten sich die Beziehungen zu einigen französischen Bischöfen sehr entwickelt. Die Bischöfe seien freundlicher geworden und wollten mit der Piusbruderschaft reden.
In den Gesprächen sei jedoch klar geworden, daß sich das Denken der Bischöfe nicht grundsätzlich geändert hätte.
Bischof Fellay erklärte, daß ihm der Präsident der französischen Bischofskonferenz eine Erklärung für die plötzliche Freundlichkeit geliefert hätten. Noch vor zehn Jahren hätten die Bischöfe gemeint, daß die Tradition untergehen würde: „Ältere Leute, die sterben. Ende.“
Inzwischen sähen sich die Bischöfe aber gezwungen, die Piusbruderschaft in ihren kirchlichen Horizont aufzunehmen.
Die Bischöfe seien sich bewußt, daß sie mit der Bruderschaft zusammenarbeiten müßten. Diese sei inzwischen zu stark, um von ihnen ignoriert zu werden: „Sie können uns nicht mehr auslöschen.“
Bischof Fellay erklärt sich die wachsende Freundlichkeit der Bischöfe auch mit der speziellen Situation der Kirche in Frankreich, wo die meisten Kirchen dem Staat gehören und von ihm aus Steuergeldern erhalten werden.
Der Staat sehe, daß viele von ihm finanzierte Kirchen leerstehen. Da er ein Interesse besitze, daß die Kirchengebäude der Allgemeinheit dienten, drohe er mit einer Umnutzung.
Einen Markt für leerstehende Kirchen gebe es vor allem bei den blühenden moslemischen Gemeinschaften, die Interesse für diese Gebäude zeigten.
Deshalb würden sich einige Bischöfe der Piusbruderschaft annähern. In der letzten Zeit seien darum auch Kirchen für Messen der Bruderschaft zur Verfügung gestellt worden. Mons. Fellay nannte Pontifikalämter in den Wallfahrtskirchen von Lourdes und Lisieux.
Der Bischof sieht darin die Früchte eines 20jährigen Kampfes seiner Bruderschaft.
Die Annäherung bedeute jedoch noch keine Übereinstimmung. Es gehe eher um eine friedlichere Gastfreundschaft: „Das ist der Fortschritt, den ich in Frankreich feststelle.“
Bischof Fellay verwies abschließend auf ein weiteres Phänomen in Frankreich.
Die dortigen Bischöfe fürchteten, daß der Vatikan den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften eine eigene Hierarchie geben könnte. Damit würden die Diözesanbischöfe die Kontrolle über den vielleicht lebendigsten Bereich der Kirche Frankreichs verlieren.
Bisher seien die französischen Bischöfe gegen alles Traditionelle ungemein scharf vorgegangen: „Jetzt haben sie – um nicht alles zu verlieren – die Taktik gewechselt.“
Auch Mons. Fellay fürchtet die mögliche Einrichtung einer eigenen Hierarchie für die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Wenn diese ihre eigenen Bischöfe erhalten würden, wäre das für sie eine große Erleichterung.
Das würde die Situation dieser Gemeinschaften gegenüber der Piusbruderschaft wesentlich verbessern. Die mögliche Einrichtung einer solchen Hierarchie könnte darum auch als Versuch gedeutet werden, den Lefebvristen Priester und Gläubige wegzunehmen.
In Frankreich merke man langsam, daß „der Krieg“ zwischen Rom und der Piusbruderschaft auf eine neue Weise geführt werde.
Rom werde sich in Zukunft teilweise mit guten und teilweise mit schlechten Absichten auf die Lefebvristen zubewegen.
Dadurch werde die Situation für die Piusbruderschaft möglicherweise noch schwieriger.
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Dienstag, 11. April 2006 17:36
Athanasius: Gott ist auch Vater
Dennoch ist der Vater auch der Gott Jesu Christi Seiner menschlichen Natur nach. „Pater meus maior quam
Me est“, sprach Christus von Seiner menschlichen Natur heraus. Seine göttliche Natur wird dadurch nicht
geleugnet. Das Opfer wurde von der menschlichen Natur dargebracht, also auch das Hohepriestertum.
Arianisch ist das Gebet nicht, das wollen Sie bloss hineinlesen. Geht aber nicht. Weil etwas jemandem unklar vorkommt, ist es noch längst nicht häretisch.
Arianisch ist das Gebet nicht, das wollen Sie bloss hineinlesen. Geht aber nicht. Weil etwas jemandem unklar vorkommt, ist es noch längst nicht häretisch.
Dienstag, 11. April 2006 14:34
Karl Murx: Pius XII. in Mediator Dei
Denn wie kein vernünftiger Katholik in der Absicht, zu den alten, von den früheren Konzilien gebrauchten
Formeln zurückzukehren, die Fassungen der christlichen Lehre ablehnen kann, welche die Kirche unter der
Leitung des Hl. Geistes in der neueren Zeit mit reicher Frucht gegeben und als verbindlich erklärt hat;
oder wie kein vernünftiger Katholik die geltenden Gesetze
ablehnen kann, um zu den aus den ältesten Quellen des kanonischen Rechts geschöpften Bestimmungen zurückzugehen so ist gleichermaßen, wenn es sich um
die heilige Liturgie handelt, offensichtlich der von keinem weisen und gesunden Eifer getrieben, der zu den alten Riten und Bräuchen zurückkehren wollte und die neuen ablehnte, die doch unter dem Walten der göttlichen Vorsehung mit Rücksicht auf die veränderten Verhältnisse eingeführt worden sind.“ (Text nach der Schriftenreihe „Salz der Erde“ (Sal terrae) Nr. 5,
Petrus-Verlag Kirchen Sieg)
Das, was Sie sagen stimmt so nicht. Sie hätten nur Recht in bezug auf Zweideutigkeiten. Wenn Sie in die alten koptischen und syrischen Riten gehen, die heute noch gebraucht werden, dann finden Sie dort nichts arianisches. Beispiel: Syrische und maronitische Patriarcheninthronisierung:„Deus Pater Domini Nostri J.Chr.“ Text von Assemani. Koptischer Ritus: „Dominator Domine Deus omnipotens Pater Domini nostri et Dei nostri et Salvatoris nostri J.Chr…“ Einer der äthiopischen Texte:„Deus, Pater Domini et Salvatoris nostri J.Chr.“ Da haben Sie doch Ihre alten Texte.
ablehnen kann, um zu den aus den ältesten Quellen des kanonischen Rechts geschöpften Bestimmungen zurückzugehen so ist gleichermaßen, wenn es sich um
die heilige Liturgie handelt, offensichtlich der von keinem weisen und gesunden Eifer getrieben, der zu den alten Riten und Bräuchen zurückkehren wollte und die neuen ablehnte, die doch unter dem Walten der göttlichen Vorsehung mit Rücksicht auf die veränderten Verhältnisse eingeführt worden sind.“ (Text nach der Schriftenreihe „Salz der Erde“ (Sal terrae) Nr. 5,
Petrus-Verlag Kirchen Sieg)
Das, was Sie sagen stimmt so nicht. Sie hätten nur Recht in bezug auf Zweideutigkeiten. Wenn Sie in die alten koptischen und syrischen Riten gehen, die heute noch gebraucht werden, dann finden Sie dort nichts arianisches. Beispiel: Syrische und maronitische Patriarcheninthronisierung:„Deus Pater Domini Nostri J.Chr.“ Text von Assemani. Koptischer Ritus: „Dominator Domine Deus omnipotens Pater Domini nostri et Dei nostri et Salvatoris nostri J.Chr…“ Einer der äthiopischen Texte:„Deus, Pater Domini et Salvatoris nostri J.Chr.“ Da haben Sie doch Ihre alten Texte.
Dienstag, 11. April 2006 11:20
Benedikt: Annäherung
Die Annäherung bedeute jedoch noch keine Übereinstimmung. Es gehe eher um eine friedlichere Gastfreundschaft:
„Das ist der Fortschritt, den ich in Frankreich feststelle.“
Ja und was ist dagegen einzuwenden? Eine Übereinstimmung wird man den frz. Bischöfen wohl nicht aufzwängen können. Wünsche in diese Richtung sind die Träume von einer monolithischen Kirche, in der alle bis zum letzten Buchstaben die gleiche Auffassung haben. Derartiges hat es in der Kirche nie gegeben und wird es auch nie geben. Was Mgr. Fellay in der Bruderschaft erlebt ist nicht auf 1,2 Mrd. Katholiken übertragbar. Die FSSPX ist ein Sammelbecken für Gläubige mit bestimmten Auffassungen, genau wie die charismatischen Bewegungen usw… Sie können sicher auf die Gemeinschaft aller Gläubigen einwirken (s. auch den Artikel). Zu versuchen, ihr Modell allen überzustülpen wird aber scheitern. Die Menschen sind eben verschieden. Selbst unter konservativen Bischöfe gibt es ja solche, die der FSSPX nicht wohl gesonnen sind.
@ Karl Murx
Ihre Versuche, die Bischofsweihe wegen ihrer angeblichen Nähe zum Arianismus für ungültig zu erklären ist untauglich. Wie schon Athanasius andeutete, gibt es etliche Formulierungen auch aus früheren Tagen, die man mit Ihrer Vorgehensweise als „arianisch“ aburteilen könnte. Es kann der Kirche oder konkret dem II. Vatikanum aber an keiner Stelle nachgewiesen werden, dass man die Trinität nicht mehr für eine Glaubenswahrheit halten würde.
Ja und was ist dagegen einzuwenden? Eine Übereinstimmung wird man den frz. Bischöfen wohl nicht aufzwängen können. Wünsche in diese Richtung sind die Träume von einer monolithischen Kirche, in der alle bis zum letzten Buchstaben die gleiche Auffassung haben. Derartiges hat es in der Kirche nie gegeben und wird es auch nie geben. Was Mgr. Fellay in der Bruderschaft erlebt ist nicht auf 1,2 Mrd. Katholiken übertragbar. Die FSSPX ist ein Sammelbecken für Gläubige mit bestimmten Auffassungen, genau wie die charismatischen Bewegungen usw… Sie können sicher auf die Gemeinschaft aller Gläubigen einwirken (s. auch den Artikel). Zu versuchen, ihr Modell allen überzustülpen wird aber scheitern. Die Menschen sind eben verschieden. Selbst unter konservativen Bischöfe gibt es ja solche, die der FSSPX nicht wohl gesonnen sind.
@ Karl Murx
Ihre Versuche, die Bischofsweihe wegen ihrer angeblichen Nähe zum Arianismus für ungültig zu erklären ist untauglich. Wie schon Athanasius andeutete, gibt es etliche Formulierungen auch aus früheren Tagen, die man mit Ihrer Vorgehensweise als „arianisch“ aburteilen könnte. Es kann der Kirche oder konkret dem II. Vatikanum aber an keiner Stelle nachgewiesen werden, dass man die Trinität nicht mehr für eine Glaubenswahrheit halten würde.
Dienstag, 11. April 2006 07:50
Karl Murx: Das steht gar nicht so im äthiopischen Ritus
Überhaupt, was meinen Sie mit dem äthiopischen Ritus? Meinem Sie damit jenes Pontifikale, welches die
Äthiopier seit den 50er Jahren in Ge’ez benutzen und welches eine exakte Übersetzung des koptischen
ist? Bevor die Äthiopier eigene Bischöfe hatten, weihten übrigens ausschließlich Kopten im koptischen
Ritus. Katholische Äthiopier, auch wenn sie äthiopisch zelebrierten, wurden bis in die 50er Jahre römisch
geweiht. Wie auch immer, weder im koptischen Ritus, noch in der äthiopischen Übersetzung steht es so.
Oder meinen Sie die sogenannten äthiopischen Formen aus der Historia Ethiopica von Job Ludolph aus dem 17.Jhr.? Diese Formen wurden seit etwa 1500 Jahren nicht mehr benutzt und sind höchst zweifelhafter Herkunft. Ein Text sieht z.B. vor, daß Diakone durch die Auflegung des Kreuzes geweiht werden. Wie auch immer, selbst hier steht nicht „Gott und Vater Jesu Christi“, sondern „Gott, Vater unseres Erlösers und Herrn Jesus Christus“. Das Priestertum wird übrigens nicht durch den HL.Geist empfangen und ist als solches auch keine Gabe des HL.Geistes, sondern die Standesgnade, die fruchtbarem Empfang verliehen wird. Der Weihecharakter ist keine Gabe des HL.Geistes und gerade er macht das Priestertum aus. Wie auch immer, an sich gibt beides die Ganze Dreifaltigkeit. „Spiritus principalis“ findet sich auchin der koptischen Abtsegnung mit Handaulegung. Hat das eine sakramentale Wirkung?
Oder meinen Sie die sogenannten äthiopischen Formen aus der Historia Ethiopica von Job Ludolph aus dem 17.Jhr.? Diese Formen wurden seit etwa 1500 Jahren nicht mehr benutzt und sind höchst zweifelhafter Herkunft. Ein Text sieht z.B. vor, daß Diakone durch die Auflegung des Kreuzes geweiht werden. Wie auch immer, selbst hier steht nicht „Gott und Vater Jesu Christi“, sondern „Gott, Vater unseres Erlösers und Herrn Jesus Christus“. Das Priestertum wird übrigens nicht durch den HL.Geist empfangen und ist als solches auch keine Gabe des HL.Geistes, sondern die Standesgnade, die fruchtbarem Empfang verliehen wird. Der Weihecharakter ist keine Gabe des HL.Geistes und gerade er macht das Priestertum aus. Wie auch immer, an sich gibt beides die Ganze Dreifaltigkeit. „Spiritus principalis“ findet sich auchin der koptischen Abtsegnung mit Handaulegung. Hat das eine sakramentale Wirkung?
Dienstag, 11. April 2006 05:03
Athanasius: Äthiopischer Ritus arianisch?
Ich habe lediglich früher geschrieben, daß in der Form Paul VI. gesagt werde, dass der Sohn den Geist
vom Vater empfängt, was gegen das Filioque ist.
Dies steht exakt auch so im äthiopischen (katholischen) Ritus. Es ist nicht arianisch, denn es geht um den Heiligen Geist der das Hohepriestertum gibt, was wesentlich mit der menschlichen Natur Jesu Christi verbunden ist (Er is als Mensch Hohepriester, nicht als Gott). Und dás hat Er von Gott dem Vater empfangen.
Hätten Sie nur ein wenig mehr Theologiekenntnisse anstatt andere (Rore sanctifica) zu wiederholen.
Es wird nicht geleugnet, dass der Sohn göttlich ist. Es wird nur gesagt, Er hat die Salbung zum Hohepriester vom Vater empfangen. Und tatsächlich ist Sein Opfer „der Wille des Vaters“.
Wie Sie denken, könnte man auch die alten Formen anzweifeln. Denn ist nicht „Fülle Deines Dienstes“ ‘ziemlich protestantisch’, und ist der ‘Tau der himmlischen Ölung’ wohl eine eindeutige Bezeichnung für den Heiligen Geist? Was kann wohl damit alles gemeint sein?
Dies steht exakt auch so im äthiopischen (katholischen) Ritus. Es ist nicht arianisch, denn es geht um den Heiligen Geist der das Hohepriestertum gibt, was wesentlich mit der menschlichen Natur Jesu Christi verbunden ist (Er is als Mensch Hohepriester, nicht als Gott). Und dás hat Er von Gott dem Vater empfangen.
Hätten Sie nur ein wenig mehr Theologiekenntnisse anstatt andere (Rore sanctifica) zu wiederholen.
Es wird nicht geleugnet, dass der Sohn göttlich ist. Es wird nur gesagt, Er hat die Salbung zum Hohepriester vom Vater empfangen. Und tatsächlich ist Sein Opfer „der Wille des Vaters“.
Wie Sie denken, könnte man auch die alten Formen anzweifeln. Denn ist nicht „Fülle Deines Dienstes“ ‘ziemlich protestantisch’, und ist der ‘Tau der himmlischen Ölung’ wohl eine eindeutige Bezeichnung für den Heiligen Geist? Was kann wohl damit alles gemeint sein?
Montag, 10. April 2006 22:13
Karl Murx: Stellen Sie erst mal Ihre Klone ab
Seit wann habe ich gesagt, daß der reine Begriff „Spiritus principalis“ arianisch sei?
Ich habe lediglich früher geschrieben, daß in der Form Paul VI. gesagt werde, das der Sohn den Geist vom Vater empfängt, was gegen das Filioque ist.
Mein Beitrag von eben beschäftigte sich mit dem einleitenden Satz des Gebets, nicht mit der Form. Ihre Ätsch-Bätsch-Rabulistik geht leider am Thema vorbei.
Ich habe lediglich früher geschrieben, daß in der Form Paul VI. gesagt werde, das der Sohn den Geist vom Vater empfängt, was gegen das Filioque ist.
Mein Beitrag von eben beschäftigte sich mit dem einleitenden Satz des Gebets, nicht mit der Form. Ihre Ätsch-Bätsch-Rabulistik geht leider am Thema vorbei.
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