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Montag, 10. April 2006 18:38
Die Homo-Unterwanderung im Klerus
„Auch lehramtstreue Bischöfe können Skandale nicht verhindern, wenn sie passiv bleiben und nicht sicherstellen, daß ihre Priester die moralischen Gebote befolgen“. Von Dr. Gerard J. M. van den Aardweg, Psychologe und Fachmann in Fragen der Homosexualität.
(kreuz.net) Die Geschichte zeigt, daß das Aufkommen der künstlichen Empfängnisverhütung und die Zunahme des homosexuellen Verhaltens Zwillingsphänomene sind.

Als vor fünfzig Jahren die Meinung hoffähig wurde, daß die normale Heterosexualität losgelöst vom Ideal der ehelichen Treue und Offenheit für Kinder gelebt werden könne, dürfe und sogar müsse, betrat die Homosexualität die Bühne.

Etwas Ähnliches ereignete sich in der Kirche.

Bischöfe und Priester, die vor der Verhütungsmentalität ein Auge zudrückten oder sie sogar verteidigten, öffneten den Weg für eine rasche Homosexualisierung des Klerus.

In der Tat ereigneten sich viele Homo-Skandale in Diözesen, wo es einen überdurchschnittlichen Grad an offenem oder verstecktem Widerstand gegen die Enzyklika ‘Humanae Vitae’ gab.

Aber auch lehramtstreue Bischöfe können solche Skandale nicht verhindern, wenn sie passiv bleiben und nicht sicherstellen, daß ihre Priester in sexueller Hinsicht den moralischen Geboten des göttlichen Rechtes anhängen, diese selber befolgen und konsistent predigen und lehren.

Jüngste Vorkommnisse im berühmten österreichischen Priesterseminar von St. Pölten – das in der Zwischenzeit eine entschlossene und glaubwürdige Reinigung erfuhr – oder jene, die sich vor zehn Jahren im nicht weniger historischen niederländischen Priesterseminar von Rolduc ereigneten – um nur zwei eher zufällige Beispiele zu nennen – warnen vor der leichtfertigen Annahme, daß es in Diözesen, die als rechtgläubig bekannt sind, nur glitterndes rechtgläubiges Gold gibt.

Die humanistische Ideologie macht auch vor der Schwelle glaubenstreuer Institutionen nicht Halt.

Darum sind nicht nur die Vereinigten Staaten betroffen. Auch die Niederlande, Belgien, Deutschland, Österreich, Italien, sogar das katholische Polen, haben ihren Anteil an offenen oder versteckten Homo-Skandalen erlebt, sei es in progressiven oder in rechtgläubigen Zirkeln.

Gewiß ist der homosexuell geneigte Priester keine neue Erscheinung. Aber vieles deutet darauf hin, daß das Phänomen seit der vergangenen 1960er Jahre in Europa stark zugenommen hat.

Es ist eine sehr vorsichtige Schätzung, daß 10% der westeuropäischen Priester homosexuelle Orientierungen aufweisen. Da und dort könnte diese Zahl doppelt so hoch sein. In der allgemeinen Bevölkerung beträgt sie nicht mehr als 2%.

Etwas stimmt also zweifellos nicht. Das Problem ist – nebenbei gesagt – nicht spezifisch katholisch. In protestantischen Kreisen liegen die Dinge nicht anders.

Aus persönlicher Erfahrung und Kontakten mit vielen west- und nordeuropäischen Ländern bin ich mit dem Faktum vertraut, daß zahlreiche männliche protestantische Prediger und Theologiestudenten homoerotische Neigungen aufweisen, unabhängig von ihrer kirchlichen Zugehörigkeit und theologischen Ausrichtung: Reformierte, Lutheraner, Anglikaner, Evangelikale und Anhänger sogenannter Freikirchen.

Bei weiblichen Theologiestudentinnen und Pastorinnen besteht der Eindruck ebenfalls, daß der Lesbianismus überrepräsentiert ist, obwohl es dort schwieriger ist als bei Männern, realistische Schätzungen vorzunehmen.

Die Tatsache, daß fast alle protestantischen Gemeinschaften Homo-Konkubinate oder homosexuelle Kultdiener akzeptieren, bedeutet nicht, daß es dort diesbezüglich keine Spannungen gibt. Ganz im Gegenteil.

Nächstes Mal: Was genau ist das Problem bei Priestern mit Homo-Neigungen?
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
3. Die Homo-Unterwanderung im Klerus
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 47 Lesermeinungen:
Sonntag, 16. April 2006 23:29
hallomal: die homounterwanderung im klerus
ja was sie da so alles zusammenschreiben, kann man ja auch nur schreiben, weil es das Internet gibt, ansonsten würde man mit solchen mitteralterlichen Vorstellung über Sexualität kein Podium finden. Wenn Gott für die Sexualität zuständig ist und nicht wir als von Gott erschaffene Wesen, dann gäbe es eben nur Heterosexulle und dieses Konzept geht ja auch schon seit tausenden von Jahren nicht, auf sonst gäbe es keine Kriege, vor allem Religionskriege und wenn man halt nicht mehr weiter weiss, dann kommt eben der Mensch dran und wird wegen seiner sexuellen Veranlagung verurteilt.
Es gibt Engel und Satane und zu was rechnen sie sich eigentlich mit ihrem weltfremden Gewäsche??
Wir Menschen leben und fehlen und darum leben wir auch um uns zu finden und im Guten zu sein mit Gott und der Welt, Begierden usw. nach Buddhismus sind in allen und SIE sind ein schreckliches Beispiel des Hasses.
Ich hoffe nur es wird ihnen vergeben.
Lassen sie doch die Menschen mit ihren Nöten in Ruhe sie wissen genau, daß sie nicht fehlerlos sind.
hallomal
Samstag, 15. April 2006 22:06
mensch: Was die Kirche meint ist mir wurscht…
…aber wie die Kirche Meinungsmache gegen Homosexuelle betreibt ist einfach für einen freiheitsliebenden und aufrechten Menschen nicht hinnehmbar.
Aber was rede ich mir eigentlich hier den Mund fusselig? Eigentlich schade um meine Zeit.
Und das am Samstag abend…
Donnerstag, 13. April 2006 08:53
Gerhard: Der Splitter im eigenen Auge
Dem Verfasser dieses Beitrags scheint ebensowenig wie vielen Lesern in diesem Forum Eines nicht klar zu sein:
Die Freuden und Leiden im Umgang mit der eigenen Sexualität sind für homo- wie für heterosexuelle Menschen die gleichen! Dasselbe gilt auch für den Umgang mit einem zölibatären Leben: keiner bringt hier die besseren oder die schlechteren Voraussetzungen mit!
Bevor jemand den Splitter aus dem Auge seines Bruders zu entfernen versucht, sollte er sich des Balkens in seinem eigenen Auge bewußt werden!
Mittwoch, 12. April 2006 19:18
Lohengrin: typisch Kreuz.net
Der Artikel ist wie die Kirche selbst: verlogen und falsch! Voller unbewiesener Postulate, lachhafter Vermutungen und doktrinär widersprüchlich. Kurzum: Ein törichter Mist!
Mittwoch, 12. April 2006 17:34
Loc Fethyr: @ Benedikt
Ich habe ja in keinster Weise die Kirche kritisiert, sondern lediglich die Kommentare einiger Glaubensanhänger. Darüberhinaus kritisiere Ich sehr wohl die Auslegung des Islam, der den Menschen stark einschränkt oder, in einem anderen Fall, den Djihad ausruft. Genauso kritisiere ich die Hardcore-Protstanten in den USA und die katholizistischen Auswüchse eniger User. Das ist Meinungsfreiheit. Denn so schränke ich andere nicht ein, sondern teile Ihnen meinen Standpunkt mit. Ich freue mich aber, in Ihnen einen diskutablen User gefunden zu haben.
Mittwoch, 12. April 2006 16:52
Benedikt: @ Loc Fethyr
Eine Krankheit ist Homosexualität in der Tat nicht. Aber was nach Meinung der Kirche Sünde ist, das überlassen Sie mal hübsch dem Lehramt. Wenn Sie nicht katholisch sind, kann Ihnen diese Auffassung auch egal sein. Im Islam ist das Verspeisen von Schwein eine Sünde. Interessiert Sie das auch?

Wegen mir können Sie ja die Auffassungen kritisieren, mit Verhetzung hat allein die Feststellung/ Behauptung, dass HS Sünde ist gar nichts zu tun. Davon unabhängig stimme ich Ihnen dabei zu, dass einige Beiträge durchaus einen Charakter haben, der mit dem Katechismus der Kirche (wonach Homosexuellen mit Anstand und Takt zu begegnen ist) durchaus nicht übereinstimmt.
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