„Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“
In einem Interview gab P. Peter Lang von der Piusbruderschaft eine Einschätzung über die Versöhnung seiner Bruderschaft mit dem Vatikan. Dabei stellte er fest, daß Meldungen über eine baldige Aussöhnung mehr als bloße Gerüchte seien.
(kreuz.net/Kathnews.de) Benjamin Greschner vom katholischen Nachrichtenportal Kathnews.de unterhielt sich
kürzlich mit Pater Peter Lang FSSPX vom Deutschen Distrikt der Piusbruderschaft in Stuttgart.An verschiedensten Stellen wird über eine eventuelle und baldige Aussöhnung der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit dem Heiligen Stuhl gemunkelt. Was ist dran an diesen Gerüchten?
Es ist richtig, daß die Gerüchte fast schon ins Kraut schießen. Durch das Medium Internet ist die Welt sehr klein geworden, und daher sind Vermutungen, irgendwo in Amerika oder Argentinien ausgesprochen, Minuten oder Stunden später auf der ganzen Welt als „Wahrheit“ verbreitet.

Viele Diözesanbischöfe und Kardinäle moderner Coloeur kalkulieren das Horrorszenarium „Aussöhnung Roms mit der Priesterbruderschaft St. Pius X.“ bereits ein, denn sie werden in ihren Äußerungen und Angriffen gegenüber unserer Priesterbruderschaft St. Pius X. deutlich vorsichtiger und zurückhaltender. Meldungen über eine baldige Aussöhnung sind also etwas mehr als bloße Gerüchte.
Einige Kardinäle fordern als Grundvoraussetzung zur Aussöhnung offenbar, daß die Priesterbruderschaft St. Pius X. das Zweite Vatikanische Konzil anerkennt. Wird es jemals zu einer Anerkennung dieses Konzils durch die FSSPX kommen?
Im Zweiten Vatikanischen Konzil liegt in der Tat das große Problem der Aussöhnung. In diesem Konzil ist der neue, liberale, ökumenische, religionsfreiheitliche Weg der Katholischen Kirche festgeschrieben, und daher kann die Priesterbruderschaft St. Pius X. dieses Konzil als Ganzes nie akzeptieren.
Erzbischof Lefebvre hat immer gesagt, daß wir dieses Konzil im Lichte der Tradition annehmen. Aber es ist klar, daß durch das Sieb der Tradition vieles nicht hindurchfallen wird und deshalb notwendigerweise wieder geändert beziehungsweise abgeschafft werden muß.
Genügt Ihnen wenigstens die Zulassung der tridentinischen Heiligen Messe auf der ganzen Welt?
Wenn die Zelebration der Heiligen Messe im tridentinischen Ritus wieder auf der ganzen Welt zugelassen wird, dann ist dies lobenswert und wird von uns nur begrüßt. Aber die Feier der Heiligen Messe ist nicht alles.
Sie ist der Kern der katholischen Religion, aber mit dem Kern muß auch das katholische Umfeld, also die gesamte Lehre, in welche die Heilige Messe eingebettet ist und welche die tridentinische Heilige Messe in der besten Form zum Ausdruck bringt, zusammenpassen.
Wir können unmöglich den Sackgassenweg der Priesterbruderschaft St.
Petrus beschreiten, welche die tridentinische Heilige Messe gleichsam aus dem großen Kontext der katholischen
Lehre herausgeschnitten und ihren Kampf um die Tradition auf diesen Kern beschränkt hat. Damit sind sie
Nostalgiker, Folkloriker oder wie man es auch nennen mag, geworden. Damit hat sie aber de facto den Kampf
um die Tradition und den Kampf um die Gesundung der Katholischen Kirche aufgegeben.
Ihre Publikationen, denen jede Kritik an den modernen Irrtümern der Katholischen Kirche, also am Umfeld der Heiligen Messe fehlt, sind damit zahn- und kraftlos geworden. Diesen Weg der oberflächlichen und ungeduldigen Aussöhnung mit Rom brauchen wir deshalb nicht zu gehen, da es ihn schon gibt und seine Falschheit mehr als offensichtlich ist.
Wie soll dann Ihr Weg der Aussöhnung mit Rom aussehen?
Unser Weg der Aussöhnung mit Rom kann nur über eine radikale Aufarbeitung des Zweiten Vatikanischen Konzils führen. Dafür ist momentan die Zeit – mit Schmerz und Klage muß dies festgestellt werden – noch nicht reif.
Es muß befürchtet werden, daß unser Papst – wie es bei Katharina Emmerich zu lesen ist – zuerst über die Leichen seiner Priester, Bischöfe und Kardinäle schreiten muß, bis ihm völlig klar geworden ist, wo der Weg der Katholischen Kirche verläuft – sicherlich nicht auf dem Morast des Vatikanums II.
Würden Sie unseren Lesern kurz die Unterschiede zwischen der Messe Pius V. und der Messe Pauls VI. erläutern und warum Sie letztere ablehnen?
Papst Pius V. war der Überzeugung, daß die Heilige Messe als die unblutige und geheimnisvolle Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christi von Kalvaria zu seiner Zeit in der äußeren Feier ihre beste Form gefunden hat und deshalb hat er den tridentinischen Ritus für alle Zeiten festgeschrieben.
Allein schon diese Tatsache hätte Papst Paul VI. zur Erkenntnis
bringen müssen, die heutige, verderbliche und die Katholische Kirche in den Ruin treibende Form der Heiligen
Messe zu unterlassen. Aber der Mensch in seiner Selbstüberschätzung – wie im Paradies – glaubte einen
Meßritus schaffen zu müssen, der endlich dem Menschen den ihm gebührenden Platz gibt: Die Messe wurde
zur gemeinschaftlichen Mahlfeier mit Betonung auf ‘gemeinschaftlich’ als der neuen Quelle aller Gnaden
und Hilfen.
Dagegen stellt die tridentinische Heilige Messe die Menschen unter das Kreuz, also mitten in den ungeheuerlichen Strom der sieben Gnadenquellen hinein. Die tridentinische Heilige Messe kann daher nie mit Blickrichtung zum Volk zelebriert werden, da sie theozentrisch, allein auf Gott ausgerichtet ist.
Der Priester als reines Werkzeug Jesu Christi und nicht als Selbstdarsteller und Moderator, hat die große Berufung, den Menschen den Zugang zu den unendlich großen und wertvollen Schätzen des Kreuzes und der Verdienste Jesu Christi zu ermöglichen. Es bleibt immer ein unumstößliches Gesetz, daß wir allein in und mit Jesus Christus vollkommen werden und das ewige Ziel erreichen können.
Dagegen ist der Priester in der neuen Messe ein Moderator, der Vorsitzende einer rein innerweltlichen Veranstaltung, und daher wird diese Messe auch versus populum – zum Volk hin – gefeiert. Die Neue Messe ist ein Mahl und bei einem Mahl schaut man sich logischerweise gegenseitig an.
Wo bleibt hier die Ausrichtung auf Gott? Braucht in der Neuen Messe der Mensch Gott nicht mehr? Reicht den Menschen das Gesellschaftserlebnis? Übernimmt dies die Stelle Gottes?
Die Neue Messe schneidet den Menschen von Gott ab, sie isoliert ihn. Die Neue Messe ist Hybris pur, sie ist der moderne Turmbau zu Babel. Die Neue Messe ist weltweiter Protestantismus mit der erweiterten Parole: Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.
Hoffen Sie unter Papst Benedikt XVI. auf eine Katholische Kirche der Tradition oder befürchten Sie unter ihm eine Fortsetzung der letzten 40 Jahre?
Eines ist unverkennbar, daß unser derzeitiger Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., deutlich konservativer und offener für die Tradition als sein Vorgänger Johannes Paul II ist.
Wenn man die Biographie von Papst Benedikt XVI. liest, von ihm selber verfaßt, dann ist es mit Händen zu greifen, daß er die Tradition aus seiner Kindheit kennt, schätzt und vor allem auch versteht, aber seine modernistische Seele hat derzeit noch das Übergewicht. Bei Papst Johannes Paul II. gab es nur die modernistische Seele, aber bei unserem jetzigen Papst gibt es auch noch die traditionelle Seele, und das ist unsere Hoffnung.
Seine Auffassungen von der Religionsfreiheit, von der Trennung von Staat und Kirche, seine ökumenischen Eskapaden, stimmen uns traurig und zeigen, daß derzeit eine echte und baldige Aussöhnung noch nicht möglich ist.
Wir hoffen aber, daß die Standesgnaden und manche negative persönliche Erlebnisse ihn immer mehr zur Erkenntnis bringen werden, daß allein die Tradition in ihrer ganzen Lebendigkeit und vor allem der Antiliberalismus der einzig mögliche Weg ist.
© Artikelbild: Latin Mass Society
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Samstag, 3. Juni 2006 10:38
Dr. Otterbeck: „All die Nachrichten,
welche glaubenslose Blätter unter Mithilfe intrigierender Diplomaten über die angebliche Uneinigkeit
der Väter untereinander und mit dem Papste in die Welt sandten, waren erdichtet, in der Absicht, das
Ansehen des Konzils zu untergraben, die guten Absichten des Hl. Vaters zu verdächtigen, gegen die Beschlüsse
des Konzils Misstrauen zu erwecken. Es war die Wut der Hölle, die sich vor der hier drohenden Gefahr
aufbäumte. Doch nichts konnte den von Jesus Christus beschützten Gang der Konzilsarbeiten aufhalten.“
Joseph Blum, Das Leben des hl. Vaters Papst Pius IX. Ein Volksbuch, Einsiedeln u.a. 1876, S. 170.
Joseph Blum, Das Leben des hl. Vaters Papst Pius IX. Ein Volksbuch, Einsiedeln u.a. 1876, S. 170.
Samstag, 15. April 2006 15:43
Laurentius2: @Athanasius
Gratias vobis ago, Athanasius ! Textum incredibile est. Cur nonnunquam de eo audivi ?
Christus resurrexit !
Gesegnetes Osterfest !
Christus resurrexit !
Gesegnetes Osterfest !
Samstag, 15. April 2006 13:19
Agiafortuni: Filip Jovic: was nur ein Blinder bestreiten kann
Man muss schon über eine ungeheure Dosis an Blindheit verfügen, um zu beahupten Jopa II und Benedikt XVI seien keine Modernisten gewesen. Zwar räume ich Ihnen einen, dass sie sich um einen kirchlich vertretbaren Modernismus bemüht haben, aber solche Dinge, wie die Predigt in de lutherischen Kirche, der Besuch in der Synagoge, das zweifache Jammerspiel von Assisi und schliesslich seine skandalösen Schuldbekenntnisse lassen sich kaum aus dem katholischen Glaubensverständnis begründen. Ausserdem hat sich Jopa II niemals bemüht. der Diffamierungskampagne gegen seinen Vorgänger Pius XII entgegenzuwirken. Genügt Ihnen das nicht?
Freitag, 14. April 2006 23:43
Filip Jovic: P. Lang sehr lieblos gegenüber Petrusbruderschaft
P. Lang: „Wir können unmöglich den Sackgassenweg der Priesterbruderschaft St. Petrus beschreiten.“
Sackgassenweg? Mehrere Priester konnten Lefebvre nicht darin folgen, dass er schweren Ungehorsam gegenüber dem Stellvertreter Christi (den die Weihe von vier Priestern zu Bischöfen) als Mittel für diesen „Kampf um die Tradition“ benutzte. Die Priester der 1988 gegründeten Petrusbruderschaft haben erkannt, dass bei ihrem Einsatz für die Tradition die Einheit mit dem Papst niemals aufgegeben werden darf.
P. Lang: „Damit sind sie Nostalgiker, Folkloriker oder wie man es auch nennen mag, geworden. Damit hat sie aber de facto den Kampf um die Tradition und den Kampf um die Gesundung der Katholischen Kirche aufgegeben.“
„Nostalgiker“, „Folkloriker“? Das ist beleidigend. Nicht nur für Angehörige der Petrusbruderschaft , sondern auch für so viele Menschen – Einzelne, Ehepaare, Familien, Pfadfinder, Priester – , die in den vergangenen fast 18 Jahren etwas bei der Petrusbruderschaft erleben konnten, dass den lieblosen Behauptungen P. Langs diametral widersprechen.
P. Lang: „Diesen Weg der oberflächlichen und ungeduldigen Aussöhnung mit Rom brauchen wir deshalb nicht zu gehen, da es ihn schon gibt und seine Falschheit mehr als offensichtlich ist.“
Hochmut schützt auch einen hohen Vertreter der Piusbruderschaft nicht vor dem Fall! Grotesk und herzlos ist die Behauptung, dass der große marianische Papst Johannes Paul II. und sein Nachfolger eine „modernistische Seele“ hätten.
Sackgassenweg? Mehrere Priester konnten Lefebvre nicht darin folgen, dass er schweren Ungehorsam gegenüber dem Stellvertreter Christi (den die Weihe von vier Priestern zu Bischöfen) als Mittel für diesen „Kampf um die Tradition“ benutzte. Die Priester der 1988 gegründeten Petrusbruderschaft haben erkannt, dass bei ihrem Einsatz für die Tradition die Einheit mit dem Papst niemals aufgegeben werden darf.
P. Lang: „Damit sind sie Nostalgiker, Folkloriker oder wie man es auch nennen mag, geworden. Damit hat sie aber de facto den Kampf um die Tradition und den Kampf um die Gesundung der Katholischen Kirche aufgegeben.“
„Nostalgiker“, „Folkloriker“? Das ist beleidigend. Nicht nur für Angehörige der Petrusbruderschaft , sondern auch für so viele Menschen – Einzelne, Ehepaare, Familien, Pfadfinder, Priester – , die in den vergangenen fast 18 Jahren etwas bei der Petrusbruderschaft erleben konnten, dass den lieblosen Behauptungen P. Langs diametral widersprechen.
P. Lang: „Diesen Weg der oberflächlichen und ungeduldigen Aussöhnung mit Rom brauchen wir deshalb nicht zu gehen, da es ihn schon gibt und seine Falschheit mehr als offensichtlich ist.“
Hochmut schützt auch einen hohen Vertreter der Piusbruderschaft nicht vor dem Fall! Grotesk und herzlos ist die Behauptung, dass der große marianische Papst Johannes Paul II. und sein Nachfolger eine „modernistische Seele“ hätten.
Freitag, 14. April 2006 22:35
Sulpicius: Guido Horst in der DT vom 15.4.2006 zum Thema:
Freitag, 14. April 2006 21:18
Stimme aus Wien: Die Pius Bruderschaft ist eine Sekte und Schismatisch
@Angelo,ihre Tastatur, glüht schon nach ihren Schießübungen
@Tridentinus:Sie weisen auf ein Nervenleiden hin, an dem Sie leiden.
@Athanasius: Ihr selbstzufriedenes Verhalten zeigt sich auch darin, daß anstatt Argumente zu geben, Sie Ihre irrigen Positionen und Beschimpfungen einfach noch mal wiederholen. Wie ein kleines Kind.
@AngeloIII:[fett]Aber eben die Pius Anhänger sind schon immer Beleidigend gewesen und können nicht in einem normalen Dialog verhandeln, weil diese in einer Unrealen Welt leben![fett]
Wie könnte man AngeloIII widersprechen?
@Tridentinus:Sie weisen auf ein Nervenleiden hin, an dem Sie leiden.
@Athanasius: Ihr selbstzufriedenes Verhalten zeigt sich auch darin, daß anstatt Argumente zu geben, Sie Ihre irrigen Positionen und Beschimpfungen einfach noch mal wiederholen. Wie ein kleines Kind.
@AngeloIII:[fett]Aber eben die Pius Anhänger sind schon immer Beleidigend gewesen und können nicht in einem normalen Dialog verhandeln, weil diese in einer Unrealen Welt leben![fett]
Wie könnte man AngeloIII widersprechen?
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