Evolution
Wahrer Gott und wahrer Marsianer?
Der Jesuitenpater, der die vatikanische Sternwarte leitet, legte kürzlich seine Theorien zur Schöpfungslehre dar. Gleichzeitig erklärte er, täglich von Glaubenszweifeln geplagt zu werden.
(kreuz.net, Vatikan) Ob er das Universum für ein Zufallsprodukt oder für geplant halte, wurde der Jesuitenpater George Coyne (73) Mitte Februar von der liberalen Wochenzeitung ‘Zeit’ gefragt.

Pater Coyne ist seit 1978 verantwortlich für die vatikanische Sternwarte.

Der Priester umschiffte die Frage gut jesuitisch mit dem Verweis, daß es neben Zufall oder Gott auch die „Fruchtbarkeit des Universums“ gebe.

Im Universum gebe es 10 hoch 22 Sterne. Vor rund 14 Milliarden Jahren habe alles mit dem Urknall begonnen, wußte der Jesuit zu berichten.

Durch das Entstehen und Vergehen der Sterne seien jene Elemente hervorgebracht worden, aus denen alles zusammengesetzt ist – „wir eingeschlossen“.

Der Mensch bestehe im wahrsten Sinne aus Sternenstaub. Nur im Inneren der Sterne hätte genug Kohlenstoff entstehen können, um Fußnägel, Ohrläppchen und den Rest der Schöpfung hervorzubringen.

Auf die Frage nach Gott antwortet Pater Coyne, daß von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus „natürlich“ nichts über Gott und die Frage seiner Existenz oder seines Schöpfertums ausgesagt werden könne.

Er glaube, daß Gott das Universum so geschaffen habe, um seine schöpferische Kraft und seinen Dynamismus mit dem Universum zu teilen.

Gott habe das Universum nicht wie eine Maschine konstruiert, die ihre Arbeit verrichtet. Vielmehr habe er seine Liebe mit dem Universum teilen wollen.

Deshalb liege jeder falsch, der die neodarwinistische Evolutionstheorie für mit dem christlichen Glauben unvereinbar halte, erklärt der Jesuit mit einem Seitenhieb gegen den Erzbischof von Wien:

„Die beiden sind nicht nur miteinander vereinbar, sondern die Evolutionstheorie verherrlicht Gott.“

Die Frage, ob Gott den Urknall geschaffen habe, bejaht der Jesuit, fügt aber hinzu, daß der Urknall nicht unbedingt einen Gott benötige. Man könne die Existenz Gottes weder widerlegen noch beweisen.

Der Jesuit erklärt weiter, daß er nicht begreifen könne, daß die Evolutionstheorie oft für atheistisch gehalten werde.

Weil in der Bibel stehe, daß Gott den Menschen erschaffen hat – entgegnet der Journalist.

„Das ist eine wunderschöne Geschichte, aber keine Wissenschaft“, antwortet der Priester: Die Bibel sei zwischen 2000 vor und 200 nach Christus von vielen Autoren aus unterschiedlichen Kulturen geschrieben worden: „Sie enthält eine Menge Wahrheiten, aber keine wissenschaftliche Wahrheit.“

Ob er an die Existenz von außerirdischem Leben glaube? – wird der Jesuit weiter gefragt.

Er erklärt, daß es weder Beweise dafür noch dagegen gebe. Darum könne man diese Frage nicht wissenschaftlich beantworten, sondern nur diskutieren, ob es im Universum Bedingungen für die Existenz von Leben gebe. Dafür würden immer mehr Erkenntnisse sprechen.

Auf die Frage, ob die Existenz von Außerirdischen für die Kirche ein Problem wäre, erklärt Pater Coyne, daß er einem solchen die folgende Frage stellen würde:

„Bist du intelligent?“ Bei einer positiven Antwort würde er weiterfragen: „Bist du spirituell?“ Und wenn er bejahe: „Habt ihr gesündigt?“

Dahinter stecke die Diskussion über die Erbsünde. Wenn der Außerirdische bejahe und erkläre von den Großeltern gehört zu haben, daß seine Urahnen einst gesündigt hätten, würde er fragen: „Wurdet ihr erlöst?“

Er stünde vor einem theologischen Problem, falls der Außerirdische dann erklären würde, daß Gott seinen einzigen Sohn zu ihnen geschickt habe:

„Ist es möglich, daß Gott seinen einzigen Sohn als wahren Gott und wahren Mensch zu uns und ihn zugleich als wahren Gott und wahren Marsianer auf einen anderen Planeten geschickt hat?“

Es sei nicht einfach, sich das vorzustellen, aber seine eingeschränkte Vorstellungskraft bedeute nicht, daß es nicht gehe.

Abschließend erinnert sich Pater Coyne an einen Vortrag, den er vor etwa zehn Jahren in Triest hielt. Er sei dabei „zufällig“ als Priester gekleidet gewesen. Nach dem Vortrag habe ihm jemand gesagt, daß es ein großer Trost sei, angesichts der Unsicherheit wissenschaftlicher Ergebnisse den sicheren Hafen des Glaubens anlaufen zu können.

Er habe darauf seinen Priesterkragen entfernt und erklärt: „Sie irren sich total.“

Der Glaube sei kein sicherer Hafen, sondern eine Herausforderung. Er wache jeden Morgen mit „gesunden“ Glaubenszweifeln auf.

Pater Coyne ist 1933 im US-Bundesstaat Maryland im Nordosten der USA geboren. 18jährig wurde er Jesuit. Er studierte anschließend Theologie, Mathematik, Astronomie und Philosophie und promovierte über die Oberflächenstruktur des Mondes. Seit 1978 leitet der Jesuit die vatikanische Sternwarte in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo, 25 Kilometer südöstlich von Rom. Während der Amtszeit von Johannes Paul II. bemühte er sich um eine „Rehabilitation“ von Galileo Galilei.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Marcelus   11:23:51 | Sonntag, 19. April 2009
Der Jesuitenpater hat eine wichtige Diskussion über menschenähnliche, aber nichtmenschliche
intelligenzbegabte Kreaturen angesprochen,
denn die Menschheit, also die Nachkommen des ersten Menschenpaares Adam und Eva, wurde zwar aus dem irdischen Paradies, dem Garten Eden, verbannt, und der Garten Eden zerstört, und der vertriebene Mensch sowohl leiblich, als auch seelisch, mit dem Verlust der heiligmachenden Gnade und mit dem Verlust der gesamten Gnade Gottes über Leib und Seele bestraft,
und wir sehen auch, daß seit dieser Zeit dem gesamten Planeten Erde die Gnade Gottes entzogen ist, und allen Kreaturen, die dort leben,
aber tatsächlich ist der gesamten materiellen Welt (dem ganzen materiellen Weltall [Universum]) die Gnade Gottes entzogen, und nicht nur dem Planeten Erde, weil immer noch ein gewaltiger Krieg zwischen Gott und dem Luzifer, um die Menschenseelen, tobt, und zwar nicht mehr im nichtmateriellen Himmelreich, weil von dort der Satan und dessen böse gewordene Engel bereits ausgesperrt wurde, aber immer noch auf dem Planeten Erde und auch überall außerhalb des Planeten Erde, wo sich Menschen, also Nachkommen Adams und Evas, befinden.
Aber Gott hat sich auf dem Planeten Erde, der Heimstätte der Nachkommen Adams und Evas, als einfacher Mensch inkarniert, um die von Ihm abgefallene Menschheit wieder mit Gottes unendlicher Gerechtigkeit, aus unendlicher Barmherzigkeit heraus, zu versöhnen,
und diese Versöhnung mit Gott gilt für die gesamte Menschheit, auf Erden, aber auch außerhalb Erdens, und die Menschheit ist immerhin „Gottes Bild und Gleichnis“ (Gn 1,27).
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#16   Sirilo   14:22:50 | Mittwoch, 12. April 2006
Petrus II – Jesus zum Alter der Erde (2)
Nein, Sie haben meine Frage immer noch nicht beantwortet. Ich weiß immer noch nicht, wo geschrieben steht, Jesus habe gesagt, die Erde sei 4000 Jahre alt.
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#15   Jörg Guttenberger, Köln   12:52:30 | Mittwoch, 12. April 2006
Petrus2 – Sirillo
Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine naturwissenschaftlichen, sondern ausschließlich Glaubensaussagen machen will!
Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen.
Genauso ist die Bibel zu verstehen. An den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen , die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht dargestellt.
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#14   PetrusII   11:39:59 | Mittwoch, 12. April 2006
Sirilo
Lieber Sirilo,
manche Dinge stehen leider nicht in der Bibel, sondern in anderen Büchern, bzw. wurden von der Kirche mündlich überliefert. Der Glaube stützt sich nicht nur auf die Bibel. Sie kennen ja bestimmt Leute, die immer gleich mit der Bibel kommen, und jeden Text daraus kennen. Vergessen Sie aber bitte nicht, von wem (Person) diese Bibel geschrieben wurde.
Die Antwort zu Ihrer Frage habe ich bereits beantwortet.
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#13   Sirilo   10:35:51 | Mittwoch, 12. April 2006
Petrus II
Hallo! Könnten Sie bitte freundlicherweise meine gestern um 19:15 Uhr gestellte Frage beantworten?
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#12   PetrusII   10:19:35 | Mittwoch, 12. April 2006
Beweis von GOTTES EXISTENZ
Pilatus fragte Jesus am Karfreitag: Bist Du Jesus Christus der Sohn des Lebendigen Gottes
Jesus gab ihm die Antwort:Ja ich bin es
Die Worte unseres Herrn Jesus Christus sind Beweis genug. Doch die Juden damals konnten es nicht ertragen und schrien: Hinweg mit diesem. Sein Blut komme über uns und unseren Kindern. Wir haben keinen König nur den Kaiser.
Die Bibel enthält eine Menge Wahrheiten, aber keine wissenschaftliche Wahrheit
In der Bibel gab es eine Stadt Namens Jerusalem. Die Wahrheit ist, und sogar wissenschaftlich bezeugt, diese Stadt hat es wirklich gegeben. So was! Da ist ja schon wieder ein Beweis
Das ist der neue Geist des V2. Die Bibel wird geleugnet, die Auferstehung wird geleugnet, Gott wird geleugnet. Zum Alter der ErdeLesen Sie bitte die Bücher meiner hochverehrten Freundin Anna Katharina Emmerich
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#11   deusexmachina   05:42:44 | Mittwoch, 12. April 2006
@Sirilo
IIRC steht dieses Alter nirgendwo in der Bibel, sondern wurde von einem ehrenwerten und sich wohlmeinenden Geistlich aus den in der Bibel angegebenen Altersspannen von Moses, Abraham etc. berechnet.
Ich finde, der zitierte Priester hat ausgezeichnet demonstriert, wie man Gottesglaube und Menschenverstand unter einen Hut bekommt. Das muss m.E. auch so sein, denn schließlich ist eben dieser Verstand Teil des „Ebenbildes Gottes“.
Richtig ist: Naturwissenschaft und speziell die Theorien von Urknall und Evolution machen keine Aussagen über Gott. Allerdings, und das ist manchen Fanatikern natürlich schon zuviel, erlauben sie eine weitgehende ERklärung dieser Zusammenhänge, ohne auf ein göttliches Prinzip zurückgreifen zu müssen. So bleibt es jedem anheim gestellt, ob er „sein“ Universum mit oder ohne „Gott“ sieht – beweisen wird man weder das eine noch das andere je können.
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#10   Jörg Guttenberger, Köln   01:02:05 | Mittwoch, 12. April 2006
Wahrer Gott und wahrer Marsianer
Der Hinweis auf gesunde Glaubenszweifel ist natürlich nur ein zersetzendes Showgeschäft. Die Liebe des Herrn gibt uns zwar keine (von außen kommende) Sicherheit, wohl aber (von innen kommende) Gewißheit!
Daher ist der Glaube sehr wohl ein sicherer Hafen („und müßte ich auch wandeln in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn Du bist bei mir“ und andere Psamlverse sowie Worte des Herrn!). Erst hieraus, aber erst an 2. Stelle, kommt die Pflicht, sich den (wie mit allen zwischenmenschlichen Beziehungen) verbundenen Aufgaben zu stellen und durch ihre Erfüllung zu wachsen. Das Wort „Herausforderung“ wirkt hier reichlich überspitzt!
Gerade für einen Jesuiten, der sowohl das verknüpfende Denken der Meditation als auch das analytische Denken der Wissenschaft gelernt hat – beide Denkformen gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes, beide gemeinsam bilden das Ganze – sind die Ausführungen des Paters äußerst dünn und unbefriedigend!
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#9   Sirilo   19:15:19 | Dienstag, 11. April 2006
@Petrus II – Jesus zum Alter der Erde
Können Sie bitte die Stelle in den Evangelien angeben, wo Jesus nach dem Alter der Erde gefragt wird? (Ich habe das Neue Testament hier vor mir liegen, finde die Stelle aber nicht.)
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#8   PetrusII   15:41:22 | Dienstag, 11. April 2006
Glaube wie ein Kind
Leider kommen anscheinend immer mehr hoch Studierte in Glaubenszweifel. Je mehr sie studieren, desto mehr verlieren sie den Glauben. Vergisst ja nicht, dass auch der Widersacher die Geheimnisse der Schöpfung kennt. Gerade in der Wissenschaft versucht er seine Hand anzulegen. Gibt es einen Gott? Nein – lässt sich ja auch nicht beweissen-
Wer ist wie Gott? Freilich lässt es sich beweissen. Durch Jesus Christus wurde uns alles gelehrt. Jesus wurde einmel nach dem alter der Erde gefragt. Als Antwort gab ER damals 4000 Jahre an. Leider weiss ich nicht mehr, ob er genau 4000 Jahre gesagt hat, oder 3997 Jahre. Nur wenn Ihr werdet wie die Kinder könnt ihr in das Himmelreich eingehen. Kinder sind unschuldig, und bekannterweise auch nicht studiert. Glaubt so und seid wie die Kinder. -Nicht kindisch-
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#7   Credo   14:22:59 | Dienstag, 11. April 2006
‘Wahrer Gott und wahrer Marsianer?’
Meine Damen und Herren ich empfehle noch zu lesen
Gott als Zuschauer? P. Coyne und der Darwinismus – ab Seite 649 www.theologisches.net/THEO1005.pdf
Tagespost „War der Schöpfer Ahnungslos“ www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=17142
Die Zeit – „Der Artikel über den hier berichtet wird“ www.zeit.de/2006/08/P-Coyne
Es wurde geschrieben, „Coyne: Die Frage ist unzureichend formuliert. Es gibt eine dritte Komponente, und das ist die Fruchtbarkeit des Universums. 10 hoch 22 Sterne gibt es im Universum!“
LAUDETUR JESUS CHRISTUS
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#6   Benedikt   14:03:24 | Dienstag, 11. April 2006
1022 Sterne
Also, das wird der Astronom kaum gesagt haben. Jeder weiß ja, dass es mehr sind. Wird wohl einfach ein Irrtum sein, das Größenwort (Trillionen?) wird fehlen.
Vor ein paar Jahren kam eine Studie heraus, nach welcher es mehr Sterne im Universum als Sandkörner auf der Erde gibt. Unvorstellbare Dimensionen für einen kleinen Menschen.
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#5   FioreGraz   13:21:10 | Dienstag, 11. April 2006
Anzahl
Alleine in der Milchstraße gibts ca. 300 Milliarden Sterne.
Ich denke mal das der Astronom auch wirklich einer ist und sein Fachgebiet kennt und daher nicht solch einen Dummfug gesagt hat.
LG
Firoe
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#4   deepthought   13:14:29 | Dienstag, 11. April 2006
1022 Sterne
Zitat: Im Universum gebe es 1022 Sterne
Entweder ist der Verfasser des Artikels sträflich unsorgfältig oder er hat bereits im Kindergarten nicht richtig aufgepasst. Nach landläufiger Meinung und der dürften sich in diesem Fall wohl auch die konservativsten Katholiken anschliessen, gibt es doch etwas mehr als 1022 Sterne.
Ist mal wieder typisch für diese Webseite.
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#3   miroguh   13:11:30 | Dienstag, 11. April 2006
Falsch Wiedergegeben
Zitat: „Im Universum gebe es 1022 Sterne.“ Das ist falsch und von einem Astronom sicher niemals so gesagt worden. Wenn man etwas wiedergibt, dann doch bitte auch korrekt.
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#2   Markus-Antonius †   13:00:13 | Dienstag, 11. April 2006
Unverstand
Genau so ist es. Allerdings glaube ich, dass der Schreiber des Artikels den guten Pater absichtlich nicht verstehen will, um so seinem Artikel eine bestimmte Perspektive zu verleihen, die gerade hier sicher auf „fruchtbaren Boden“ fällt. Ich warte auf die Parolen der Sedisvakantisten (mit denen sich allerdings keine Diskussion lohnt) und der anderen Ewiggestrigen, die daraus wieder die abstrusesten Schlüsse ziehen, um ihr mittelalterliches Weltbild zu verteidigen und zum Angriff auf den Papst und die römische Kirche blasen.
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#1   wolfgang e.   12:19:25 | Dienstag, 11. April 2006
Unverstand
Offenbar hat die kreuz.net Redaktion weder Kardinal Schönborn noch P. George Coyne verstanden.
Auch Kardinal Schönborn sieht keinen prinzipiellen Widerspruch zwischen Evolutionstheorie und Schöpfung.
Kardinal Schönborn wehrt sich nur dagegen, aus der Evolutionstheorie abzuleiten, dass die Welt nicht von Gott erschaffen wurde. Dieser Schluss wäre tatsächlich absolut unwissenschaftlich, da die Naturwissenschaft gar nicht nach Gott fragt, und daher über Gott auch nichts aussagen kann. Die Evolutionstheorie kann den Atheismus nicht begründen. Wenn man das versucht, macht man die Theorie zur Ideologie.
Überhaupt wäre es auch falsch zu sagen: Der Urknall ist der Schöpfungsakt.
Die Schöpfung ist kein lange zurückliegendes Ereignis (Sieben Tage oder Urknall), sondern ein ständiger Vorgang: Die gesamte Schöpfung erhält ihr Sein ständig von Gott, sie würde sonst nicht existieren. Insoferne ist es für das Christentum belanglos, wie der Anfang aussah, und ob die Lebewesen evolutiv entstanden, oder dierekt geschaffen wurden.
Die menschliche Seele, die Freiheit, die Vernunft sind sowieso nicht aus der Evolutionstheorie erklärbar.
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