Wahrer Gott und wahrer Marsianer?
Der Jesuitenpater, der die vatikanische Sternwarte leitet, legte kürzlich seine Theorien zur Schöpfungslehre dar. Gleichzeitig erklärte er, täglich von Glaubenszweifeln geplagt zu werden.

Pater Coyne ist seit 1978 verantwortlich für die vatikanische Sternwarte.
Der Priester umschiffte die Frage gut jesuitisch mit dem Verweis, daß es neben Zufall oder Gott auch die „Fruchtbarkeit des Universums“ gebe.
Im Universum gebe es 10 hoch 22 Sterne. Vor rund 14 Milliarden Jahren habe alles mit dem Urknall begonnen, wußte der Jesuit zu berichten.
Durch das Entstehen und Vergehen der Sterne seien jene Elemente hervorgebracht worden, aus denen alles zusammengesetzt ist – „wir eingeschlossen“.
Der Mensch bestehe im wahrsten Sinne aus Sternenstaub. Nur im Inneren der Sterne hätte genug Kohlenstoff entstehen können, um Fußnägel, Ohrläppchen und den Rest der Schöpfung hervorzubringen.
Auf die Frage nach Gott antwortet Pater Coyne, daß von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus „natürlich“ nichts über Gott und die Frage seiner Existenz oder seines Schöpfertums ausgesagt werden könne.
Er glaube, daß Gott das Universum so geschaffen habe, um seine schöpferische Kraft und seinen Dynamismus mit dem Universum zu teilen.
Gott habe das Universum nicht wie eine Maschine konstruiert, die ihre Arbeit verrichtet. Vielmehr habe er seine Liebe mit dem Universum teilen wollen.
Deshalb liege jeder falsch, der die neodarwinistische Evolutionstheorie für mit dem christlichen Glauben unvereinbar halte, erklärt der Jesuit mit einem Seitenhieb gegen den Erzbischof von Wien:
„Die beiden sind nicht nur miteinander vereinbar, sondern die Evolutionstheorie verherrlicht Gott.“
Die Frage, ob Gott den Urknall geschaffen habe, bejaht der Jesuit, fügt aber hinzu, daß der Urknall nicht unbedingt einen Gott benötige. Man könne die Existenz Gottes weder widerlegen noch beweisen.
Der Jesuit erklärt weiter, daß er nicht begreifen könne, daß die Evolutionstheorie oft für atheistisch gehalten werde.
Weil in der Bibel stehe, daß Gott den Menschen erschaffen hat – entgegnet der Journalist.
„Das ist eine wunderschöne Geschichte, aber keine Wissenschaft“, antwortet der Priester: Die Bibel sei zwischen 2000 vor und 200 nach Christus von vielen Autoren aus unterschiedlichen Kulturen geschrieben worden: „Sie enthält eine Menge Wahrheiten, aber keine wissenschaftliche Wahrheit.“
Ob er an die Existenz von außerirdischem Leben glaube? – wird der Jesuit weiter gefragt.
Er erklärt, daß es weder Beweise dafür noch dagegen gebe. Darum könne man diese Frage nicht wissenschaftlich beantworten, sondern nur diskutieren, ob es im Universum Bedingungen für die Existenz von Leben gebe. Dafür würden immer mehr Erkenntnisse sprechen.
Auf die Frage, ob die Existenz von Außerirdischen für die Kirche ein Problem wäre, erklärt Pater Coyne, daß er einem solchen die folgende Frage stellen würde:
„Bist du intelligent?“ Bei einer positiven Antwort würde er weiterfragen: „Bist du spirituell?“ Und wenn er bejahe: „Habt ihr gesündigt?“
Dahinter stecke die Diskussion über die Erbsünde. Wenn der Außerirdische bejahe und erkläre von den Großeltern gehört zu haben, daß seine Urahnen einst gesündigt hätten, würde er fragen: „Wurdet ihr erlöst?“
Er stünde vor einem theologischen Problem, falls der Außerirdische dann erklären würde, daß Gott seinen einzigen Sohn zu ihnen geschickt habe:
„Ist es möglich, daß Gott seinen einzigen Sohn als wahren Gott und wahren Mensch zu uns und ihn zugleich als wahren Gott und wahren Marsianer auf einen anderen Planeten geschickt hat?“
Es sei nicht einfach, sich das vorzustellen, aber seine eingeschränkte Vorstellungskraft bedeute nicht, daß es nicht gehe.
Abschließend erinnert sich Pater Coyne an einen Vortrag, den er vor etwa zehn Jahren in Triest hielt. Er sei dabei „zufällig“ als Priester gekleidet gewesen. Nach dem Vortrag habe ihm jemand gesagt, daß es ein großer Trost sei, angesichts der Unsicherheit wissenschaftlicher Ergebnisse den sicheren Hafen des Glaubens anlaufen zu können.
Er habe darauf seinen Priesterkragen entfernt und erklärt: „Sie irren sich total.“
Der Glaube sei kein sicherer Hafen, sondern eine Herausforderung. Er wache jeden Morgen mit „gesunden“ Glaubenszweifeln auf.
Pater Coyne ist 1933 im US-Bundesstaat Maryland im Nordosten der USA geboren. 18jährig wurde er Jesuit. Er studierte anschließend Theologie, Mathematik, Astronomie und Philosophie und promovierte über die Oberflächenstruktur des Mondes. Seit 1978 leitet der Jesuit die vatikanische Sternwarte in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo, 25 Kilometer südöstlich von Rom. Während der Amtszeit von Johannes Paul II. bemühte er sich um eine „Rehabilitation“ von Galileo Galilei.
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Mittwoch, 12. April 2006 14:22
Sirilo: Petrus II – Jesus zum Alter der Erde (2)
Nein, Sie haben meine Frage immer noch nicht beantwortet. Ich weiß immer noch nicht, wo geschrieben steht, Jesus habe gesagt, die Erde sei 4000 Jahre alt.
Mittwoch, 12. April 2006 12:52
Jörg Guttenberger, Köln: Petrus2 – Sirillo
Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine naturwissenschaftlichen, sondern ausschließlich
Glaubensaussagen machen will!
Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen.
Genauso ist die Bibel zu verstehen. An den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen , die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht dargestellt.
Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen.
Genauso ist die Bibel zu verstehen. An den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen , die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht dargestellt.
Mittwoch, 12. April 2006 11:39
PetrusII: Sirilo
Lieber Sirilo,
manche Dinge stehen leider nicht in der Bibel, sondern in anderen Büchern, bzw. wurden von der Kirche mündlich überliefert. Der Glaube stützt sich nicht nur auf die Bibel. Sie kennen ja bestimmt Leute, die immer gleich mit der Bibel kommen, und jeden Text daraus kennen. Vergessen Sie aber bitte nicht, von wem (Person) diese Bibel geschrieben wurde.
Die Antwort zu Ihrer Frage habe ich bereits beantwortet.
manche Dinge stehen leider nicht in der Bibel, sondern in anderen Büchern, bzw. wurden von der Kirche mündlich überliefert. Der Glaube stützt sich nicht nur auf die Bibel. Sie kennen ja bestimmt Leute, die immer gleich mit der Bibel kommen, und jeden Text daraus kennen. Vergessen Sie aber bitte nicht, von wem (Person) diese Bibel geschrieben wurde.
Die Antwort zu Ihrer Frage habe ich bereits beantwortet.
Mittwoch, 12. April 2006 10:35
Sirilo: Petrus II
Hallo! Könnten Sie bitte freundlicherweise meine gestern um 19:15 Uhr gestellte Frage beantworten?
Mittwoch, 12. April 2006 10:19
PetrusII: Beweis von GOTTES EXISTENZ
Pilatus fragte Jesus am Karfreitag: Bist Du Jesus Christus der Sohn des Lebendigen Gottes
Jesus gab ihm die Antwort:Ja ich bin es
Die Worte unseres Herrn Jesus Christus sind Beweis genug. Doch die Juden damals konnten es nicht ertragen und schrien: Hinweg mit diesem. Sein Blut komme über uns und unseren Kindern. Wir haben keinen König nur den Kaiser.
Die Bibel enthält eine Menge Wahrheiten, aber keine wissenschaftliche Wahrheit
In der Bibel gab es eine Stadt Namens Jerusalem. Die Wahrheit ist, und sogar wissenschaftlich bezeugt, diese Stadt hat es wirklich gegeben. So was! Da ist ja schon wieder ein Beweis
Das ist der neue Geist des V2. Die Bibel wird geleugnet, die Auferstehung wird geleugnet, Gott wird geleugnet. Zum Alter der ErdeLesen Sie bitte die Bücher meiner hochverehrten Freundin Anna Katharina Emmerich
Jesus gab ihm die Antwort:Ja ich bin es
Die Worte unseres Herrn Jesus Christus sind Beweis genug. Doch die Juden damals konnten es nicht ertragen und schrien: Hinweg mit diesem. Sein Blut komme über uns und unseren Kindern. Wir haben keinen König nur den Kaiser.
Die Bibel enthält eine Menge Wahrheiten, aber keine wissenschaftliche Wahrheit
In der Bibel gab es eine Stadt Namens Jerusalem. Die Wahrheit ist, und sogar wissenschaftlich bezeugt, diese Stadt hat es wirklich gegeben. So was! Da ist ja schon wieder ein Beweis
Das ist der neue Geist des V2. Die Bibel wird geleugnet, die Auferstehung wird geleugnet, Gott wird geleugnet. Zum Alter der ErdeLesen Sie bitte die Bücher meiner hochverehrten Freundin Anna Katharina Emmerich
Mittwoch, 12. April 2006 05:42
deusexmachina: @Sirilo
IIRC steht dieses Alter nirgendwo in der Bibel, sondern wurde von einem ehrenwerten und sich wohlmeinenden
Geistlich aus den in der Bibel angegebenen Altersspannen von Moses, Abraham etc. berechnet.
Ich finde, der zitierte Priester hat ausgezeichnet demonstriert, wie man Gottesglaube und Menschenverstand unter einen Hut bekommt. Das muss m.E. auch so sein, denn schließlich ist eben dieser Verstand Teil des „Ebenbildes Gottes“.
Richtig ist: Naturwissenschaft und speziell die Theorien von Urknall und Evolution machen keine Aussagen über Gott. Allerdings, und das ist manchen Fanatikern natürlich schon zuviel, erlauben sie eine weitgehende ERklärung dieser Zusammenhänge, ohne auf ein göttliches Prinzip zurückgreifen zu müssen. So bleibt es jedem anheim gestellt, ob er „sein“ Universum mit oder ohne „Gott“ sieht – beweisen wird man weder das eine noch das andere je können.
Ich finde, der zitierte Priester hat ausgezeichnet demonstriert, wie man Gottesglaube und Menschenverstand unter einen Hut bekommt. Das muss m.E. auch so sein, denn schließlich ist eben dieser Verstand Teil des „Ebenbildes Gottes“.
Richtig ist: Naturwissenschaft und speziell die Theorien von Urknall und Evolution machen keine Aussagen über Gott. Allerdings, und das ist manchen Fanatikern natürlich schon zuviel, erlauben sie eine weitgehende ERklärung dieser Zusammenhänge, ohne auf ein göttliches Prinzip zurückgreifen zu müssen. So bleibt es jedem anheim gestellt, ob er „sein“ Universum mit oder ohne „Gott“ sieht – beweisen wird man weder das eine noch das andere je können.
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