Sicherheit im Irak + Salzburger Kindermord + Bischof Gerhard Ludwig Müller auf Spanisch + Blick in den Kaffeesatz + Stille „Stille Nacht“
Sicherheit im Irak
Vatikan. Der irakische Außenminister Hoshy Zebari versprach dem Heiligen Vater, Papst
Johannes Paul II., gestern bei einer Audienz den Schutz der Regierung für die Christen seines Landes.
In der anschließenden Unterredung mit dem vatikanischen Ministerpräsidenten, Kardinalstaatssekretär
Angelo Sodano (77) wurde die gegenwärtige Situation im Irak besprochen. Zebari bedankte sich für die
Hilfe der Kirche im Irak. Er versicherte, daß die irakische Regierung die Religionsfreiheit und die christlichen
Gemeinden verteidigen werde. Seit August sind christliche Kirchen im Irak ein bevorzugtes Ziel von Terroranschlägen.
Im Irak sind rund 3% der Bevölkerung christlich, davon 70% Katholiken des chaldäischen Ritus.
Salzburger
Kindermord
Österreich. Die sozialistische Landeshauptfrau (Regierungschefin) im österreichischen Bundesland
Salzburg, Gabrielle Burgstaller, habe definitiv die Anweisung gegeben, die Kinderabtreibung an Salzburgs
Landesklinik einzuführen. Das erklärte der Landeshauptmannstellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) gestern
nach der Regierungssitzung. „Das ist eine Entwicklung, die wir ablehnen und die zum Schaden der Landeskrankenanstalten
erfolgt“, meinte Haslauer. Das Klima in der Koalition sei frostig geworden. Haslauer bezeichnete die personellen
und inhaltlichen Entscheide der SPÖ als rücksichtslos. Den angekündigten Koalitionsbruch werde es dennoch
nicht geben. Die Schonfrist für die Kleinen: Statt der ursprünglich geplanten Kinderabtreibung schon
ab Januar, will die Kinderabtreibungsfreundin Burgstaller diese erst im April umsetzen. Salzburg zählt
neben Vorarlberg und Tirol zu jenen österreichischen Bundesländern, die bisher keine Kinderabtreibungen
in Landeskrankenhäusern durchgeführt haben.
Bischof Gerhard Ludwig Müller auf Spanisch
Deutschland.
Vergangenen Samstag ließ sich Bischof Gerhard Ludwig Müller (56) gut eine Stunde auf dem Adventmarkt
in Weiden in der Oberpfalz (90 km nördlich von Regensburg) blicken. Die „Amberger Zeitung“ berichtete
von einer Begegnung des Bischofs mit einer peruanischen Frau. Beim Erbseneintopf der Bundeswehr wurde
seine Exzellenz von einem freundlichen „Buenos dias“, „Guten Tag“ überrascht. Die Stimme kam von Hortenica
Stock, die in Deutschland verheiratet ist. Am Samstag ist sie extra zum Adventmarkt gefahren, um dem Bischof
für seine Peru-Hilfe zu danken. Sie hatte darüber im Bistumsblatt gelesen. Bischof Müller unterhielt
sich mit ihr in ihrer Muttersprache. Sein Spanisch? Frau Stock meinte: „Perfekt“.
Blick in den Kaffeesatz
Deutschland. Zum Jahreswechsel blicken die Forscher Matthias Horx aus Wien und Eike Wenzel aus Hildesheim
auf Zukunftstrends. Die evangelische Nachrichtenagentur ‘idea’ dokumentiert einen ‘Trendletter’ der beiden
Wissenschaftler. Hochkonjuktur sei für alles Spirituelle angesagt. Selbst Wirtschaftsunternehmer suchten
Halt in der Religion. Die ‘Tante-Emma-Esoterik’ blühe allerdings jenseits der institutionalisierten Kirchen.
Für Horx ist klar, daß die Kirchen bei der Vermittlung emotionaler und Ritus-bezogener Glaubensinhalte
versagt haben. Für die Familie prophezeie der Trend ein Zweifaches. Zum einen breche das Familienfieber
aus. Nach der sexuellen Revolution suchten die Menschen robuste und verläßliche Werte. Andererseits
stünde eine immer gebildetere Generation von Frauen einem Heer von unsicheren Männern gegenüber. Dies
ließe auf eine Trennungswelle schließen.
Stille „Stille Nacht“
Polen. Im südpolnischen Podhale wird
heuer das Weihnachtsfest eine stille Feier. Nach einem Bericht der landesweit erscheinenden polnischen
Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ hat die Bauaufsichtsbehörde nach einem Erdbeben tiefe Risse im Mauerwerk
der dortigen Kirche festgestellt. Aus Sicherheitsgründen sind Gesang, Orgel und Glocken verboten. Es
sei schwer, meinte der örtliche Schuldirektor betrübt, sich eine Krippenfeier ganz ohne polnische Weihnachtslieder
vorzustellen.
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1 Lesermeinung
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Christdemokratischer Kindermord! Gestern habe ich die ZiB 2 gesehen. Es wurde eine Österreich-Karte gebracht
mit den Abtreibungsregelungen in den einzelnen unserer neun Bundesländer. Meiner Erinnerung nach, gibt
es jetzt nur mehr drei Bundesländer, in denen die Spitäler keine Abtreibung mehr durchführen: die schwarzen
Länder Vorarlberg und Tirol sowie das rote Burgenland. Welche Schande stellt das für eine angeblich
christliche Partei wie die ÖVP dar, die die Mehrheit der Landeshauptleute – also Regierungschefs – stellen!
Niederösterreich, wo die ÖVP sogar die Absolute hat, stellt es den Ärzten frei! Ebenso ist der Widerstand
der ÖVP in Salzburg eine leere Hülse geworden, und das hat die SPÖ auch gewußt, deswegen die autokratische
Verordnung der roten Landesfürstin. Gouverneur Schwarzenegger, leider vor einigen Jahren selbst auf Abtreibungskurs
umgeschwenkt, hatte mit seiner Diagnose auf dem Republikanischen Parteikonvent in New York recht: Österreich
wurde ein sozialistisches Land. Die Macht teilen sich zwei sozialistisch denkende Parteien: ÖVP und SPÖ.
Auch die Vorstellung der FPÖ ist nur mehr erbärmlich: eine Kopie der sozialistischen Altparteien. Wie
sagte doch Italiens Bossi von der Lega Nord: „Haider ist ein Transvestit. Er arbeitet für die Freimaurer
und Kommunisten.“ Er scheint recht gehabt zu haben. Die ÖVP bekommt von mir keine Stimme mehr!