Keine Heilige Kommunion für einen autistischen Knaben
Ein Diözesanbischof in den USA ordnete kürzlich an, daß ein autistischer Bube seine bisherige Praxis des Kommunionempfanges nicht weiterführen darf.
(kreuz.net, Phoenix) Der zehnjährige Matthew Moran leidet seit seiner Geburt an einer „gemäßigt schweren“
Form von Autismus. Der Bube lebt im US-Bundesstaat Ariziona auf dem Gebiet der Diözese Phoenix.
Der
Autismus ist keine Geisteskrankheit, sondern ein Problem im zentralen Nervensystem. Die ersten Symptome
zeigen sich, wenn ein einjähriges Kind in Sprache, Gestik oder Blickkontakte keine Signale nach außen
sendet und mit 16 Monaten immer noch kein Wort spricht und nicht lacht.
Die Symptome seiner Krankheit
zeigen sich bei Matthew unter anderem darin, daß er auf bestimmte Farben und Oberflächen außerordentlich
empfindlich reagiert. Er kann darum nur ganz bestimmte Dinge essen und trinken.
Das führte auch zu einer
seltsamen Form des Kommunionempfanges.
Matthew empfing die Hostie in Begleitung seines Vaters. Nach wenigen
Sekunden nahm der Vater dem Kind die Hostie wieder aus dem Mund und konsumierte sie selber.
Diese Maßnahme
war notwendig, weil Matthew den Leib Christi ansonsten ausgespuckt hätte.
Doch Anfang März verbot der
Bischof von Phoenix, Mons. Thomas Olmsted, in einem Brief an die Familie diese Kommunionpraxis. Das berichtete
die Tageszeitung ‘The Arizona Repubic’.
Der Bischof erklärte, daß die Diözese nicht an Matthews Fähigkeit
zweifle, das Geschehen bei der Heiligen Kommunion zu verstehen. Doch solange Matthew nicht schlucke, empfänge
er die Kommunion nicht.
Das Kind müsse nach den Worten des Evangeliums in der Lage sein, die Hostie
zu nehmen und zu essen.
Der Brief des Bischofs stieß bei Vater Moran auf vollkommenes Unverständnis.
Der bischöfliche Entscheid habe bei ihm zuhause „Wut, Zorn und Frustration“ ausgelöst: „Wir sind deswegen
außer Sinnes“.
Er habe seinen Sohn zwei Jahre lang in den Religionsunterricht geschickt, um ihn auf
die Heilige Kommunion vorzubereiten: „Er verdient das“, erklärte der Vater, der zuhause den Haushalt
führt.
Es sei „schrecklich“ gewesen, als die Kommunion seinem Sohn am 26. Februar verweigert wurde,
bestätigte die Kindsmutter: „Matthew schrie und weinte, weil er die Kommunion nicht bekam.“
Doch ein
Sprecher der Diözese erklärte, daß es Matthew nicht grundsätzlich verboten sei, an der Heiligen Kommunion
teilzunehmen. Das Problem sei alleine die gegenwärtige Praxis.
In der Vergangenheit bot die Diözese
der Familie verschiedene Hostienformen an. Keine wurde vom Kind akzeptiert. Der Familie wurden auch Erziehungsmaterialien
und weitere Empfehlungen zur Verfügung gestellt – sogar ein Angebot für eine Elternfreizeit.
„Matthew
verdient es, in der Lage zu sein, die Heilige Kommunion ganz und vollständig zu empfangen“, erklärte
eine Vertreterin der diözesanen Seelsorgestelle für Behinderte: „Solange er dazu nicht in der Lage ist,
werden wir mit ihm daran arbeiten.“
Roberto Dell’Oro – ein Theologe an der Loyola Marymount Universität
in Los Angeles und selber Vater eines autistischen Sohnes – glaubt, daß die Diskussion um Matthew am
wesentlichen vorbeigehe: „Ich bin mir gewiß, Gott weiß, daß Matthew die Kommunion empfängt.“
Die
Eucharistie sei das Symbol einer tiefen Gemeinschaft in der Liebe: „Es ist heuchlerisch, auf solchen Kleinigkeiten
zu beharren. Wenn der Vater sich um die Hostie kümmert, was ist dann das Problem?“ – so der Theologe.
In der Ausgabe der Bistumszeitung ‘The Catholic Sun’ von Mitte März erklärte der Leiter der Behindertenpastoral
erneut, daß die Diözese bereit sei, mit dem Kind zu arbeiten, und betonte zugleich, daß der Empfang
der Eucharistie nicht einer anderen Person delegiert werden könne.
Die Form des Empfanges sei nicht
dem Empfänger überlassen, sondern eine objektive, gnadenerfüllte Wirklichkeit.
Email-Adressen der Empfänger
22 Lesermeinungen
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#22 Dr. Otterbeck 10:26:09 | Samstag, 22. April 2006
Kurzer Prozess Die Leichtfertigkeit, mit der hier andere zu „Häretikern“ erklärt werden, spricht doch
für sich. Die Inquisition hat sich wenigstens die Mühe gemacht, einen Fall erst einmal zu untersuchen
(„inquisitio“). Die Attitüde selbsternannter Mikroinquisitoren (online!) imitiert ein Gebaren des kirchlichen
Amtes, das es so nicht gab. Auch wenn bspw. Pius XI. zwei deutsche Theologen kurzerhand „a divinis“ suspendierte
(wegen Antisemitismus), beachtete Rom immer ein Mindestmaß rechtlicher Form! Die Hysterie, mit der Einzelne
meinen, sie könnten das wahre Rom aus Einzelzitaten päpstlicher Verlautbarungen nach subjektivem Geschmack
„neu erfinden“, beleidigt nicht nur das Papsttum, sondern auch seine Gegner. Denn die konfessionellen
Gegner des Papsttums haben (bis 1970) sich wenigstens die Mühe gemacht, ihre Gegnerschaft aus christlichen
Motiven zu begründen. Dass es einem Titularerzbischof einmal einfallen könnte, mit einer virtuellen
Romanité (zusammengesetzt aus Originalzitaten) gegen Rom zu „marschieren“, war unvorstellbar –- und fand
genau deshalb statt. Ich erinnere abermals an den Zynismus, mit dem der Greis 1988 zu Guitton sagte: Wenn
es ein Zeichen vom Himmel gibt, dass ich die Bischofsweihen lassen soll, dann lasse ich sie. („Du sollst
Deinen Herrn und Gott nicht versuchen!“ hieß es doch irgendwo…) Aber Guitton möge doch bitte darauf
verzichten, einen tödlichen Verkehrsunfall zu verursachen, nur um ihm diese Zeichen zu suggerieren. Redet
so ein Mensch, der an Christus glaubt??
Kleinkrämerei also mal ehrlich. die hostie ist in dem sinne nicht so wichtig wie der ritus des verabreichends.
die hostie ist doch nur mittel zum zweck. der arme kerl kann einem wirklich keid tun. das wäre genauso,
als würde jemand vorm sozialamt verhungern, nur weil die gerade ein unwichtiges dokument nicht finden
@Ketzer Isl. Sie sind offensichtlich Häretiker, da Sie die reelle Anwesenheit Jesu Christi in der konsekrierten
hl. Hostie leugnen. Das ist erst Blasphemie. @Kurtl Sie übertreiben und werfen Leuten Lüge vor, erst
dás ist eine Sünde die strafbar ist. Oder wie der Herr Jesus Christus sagt: Wer seinen Bruder Raka nennt,
der ist strafbar vor dem Sanhedrin. Ich habe unten eine gute Lösung für dieses nichtProblem entworfen,
nämlich der Empfang eines kleinen Tropfens des kostbaren Blutes aus dem Kelch durch diesen Jungen. Das
ist durchaus möglich, ich habe es bereits in tridentinischen hl. Messen geschehen sehen. Jedes Kind sollte
zum Hl. Tische kommen, aber das heisst nicht, jeder müsse eine grosse konsekrierte Hostie bekommen. Die
Reaktionen vieler hier, und vielleicht der Eltern, sind quasi Hussitisch. Ein Partikel der hl. Hostie
reicht aus: das ist der ganze Christus, der dort mit Seele, Gottheit, Leib und Blut anwesend ist.
@Blasphemie Was ich hier von ultrakatholischer Seite so über den Hostienempfang lese, ist für mich die
pure Blasphemie. Da wird von Seite der Kirche dem Schöpfer des Universums (oder dem Urheber des Urknalls)
vorgeschrieben, wie er sich bitteschön in Form einer Hostie in den Menschen hineinzubegeben habe!! Das
ist ja ungeheuerlich – hier werden der einenden Kraft des Universums Vorschriften von einem Teil der Bewohner
eines kleinen Planeten im Weltall gemacht – als ob Gott nicht selbst alle Macht hätte, mit dem Menschen
in kontakt zu treten, wie, wo und wann er will!! Und das auf dem Rücken eines kleinen behinderten Jungen.
Dieser Bischof verdient den Namen Christ nicht und gehört auf der Stelle suspendiert. Ich hoffe, die
Familie des Jungen findet eine christliche Gemeinde, die Gott wirklich dient u. nicht blasphemisch ist.
Noch einmal @römisch katholisch: Sag ich doch. Ich bin selber Österreicherin. Bub ist völlig in Ordnung.
Bube (mit e im Auslaut) ist es nicht. Das sind zwei verschiedene Wörter.
#17 kurt usar 20:36:14 | Donnerstag, 13. April 2006
haarspaltereien und himmelschreiend die erwägungen über form und art des kommunionempfangs hier sind
für mich haarspaltereien… weh euch,ihr pharisäer und schriftgelehrten… und,bitte,schluss mit dem
himmelschreienden unsinn vom aufopfern der leiden… das ist nur hohn… unser herr und heiland hat genug
gelitten… draufgaben braucht es nicht.
#16 Beobachterin 16:38:52 | Donnerstag, 13. April 2006
traurig Das ist eine sehr traurige Geschichte. Noch trauriger ist es, daß offenbar niemand da ist, der
den Bischof zur Einsicht bringt. Hier wäre ein couragierter Priester gefragt, der dem Jungen die Kommunion
reicht und das bisherige Vorgehen des Vaters akzeptiert – was eine wunderbare Lösung für diesen kranken
Jungen beim Empfang der Kommunion darstellt.
ganze Hostie? Muss denn der Junge gleich eine ganze Hostie empfangen? Es könnte ja auch ein kleines Stückchen
sein? Aber in den Mund nehmen und wieder ausspucken das ist doch Unsinn. Eine andere Möglichkeit wäre
ein Tropfen oder ein Schluck des hl. Blutes. Wenn es dem Jungen klar ist, was die hl. Kommunion ist, dann
wird es ihm egal sein, ob er eine ganze Hostie empfängt oder ein Stück davon oder ob er nun einen Schluck
aus dem Kelch bekommt. Hauptsache ist doch er empfängt Christus. @Eris: In der Schweiz und in Österreich
nennt man die Knaben „Bub“ oder „Bube“. Das ist kein Schimpfwort. Im Schweizerdeutschen gibt es für die
Knaben gar keinen anderen Ausdruck als Bub.
Sprachlicher Einwand Ein Bub ist kein Bube. Ein Bube ist z.B. ein Spitzbube, auf jeden Fall ist es ein
Schimpfwort. In seiner nicht zusammengesetzten Form findet es sich z.B. in Schillers „Kabale und Liebe“,
als der Intrigant hofft, seinen Auftraggeber dereinst neben sich auf dem Schafott zu sehen: „ Es soll
mich Kitzeln, Bube, mit dir verdammt zu sein.“ Wenn kreuz.net Bub nicht gefällt, schreiben Sie halt Knabe
oder Junge.
#13 virOblationis 13:42:36 | Donnerstag, 13. April 2006
Anrufung der hl. Juliana von Falconieri Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die hl. Johanna von Falconieri
(19.6.). Als sie auf dem Sterbebett lag, war es ihr wegen Erbrechens nicht möglich zu kommunizieren. –
Jemand anders an ihrer Stelle kommunizieren zu lassen, wie in dem Bericht aus den USA beschrieben, kam
ihr nicht in den Sinn; so etwas ist ja auch abwegig. Stattdessen bat sie den anwesenden Priester darum,
ihr die hl. Hostie mit dem Corporale auf die mit einem Tuch bedeckte Brust zu legen, um den eucharistischen
Heiland anzubeten. – So könnte, wie bereits vorgeschlagen, der Junge geistig kommunizieren. Bei der Heiligen
nun ereignete sich ein Wunder: Die um ihre Oberin versammelten Schwestern und der Priester sahen die hl.
Hostie verschwinden. Sie war in die Heilige eingegangen, die auf diese Weise wunderbar kommunizierte.
Nach St. Julianas Tod am 19. Juni 1341 entdeckte man beim Waschen des Leichnams nahe dem Herzen das eingedrückte
Abbild einer Hostie. – Wenn Juliana auch eine besondere Gnade zuteil wurde, so hat doch auch sie vor der
Schwierigkeit gestanden, kommunizieren zu wollen und es nicht zu können. So wäre es möglich, sie anzurufen,
um dem Jungen zu helfen, so daß er vielleicht den Zwang, das Allerheiligste auszuspeien, überwindet.
#12 Augustinus 13:34:58 | Donnerstag, 13. April 2006
@Hrodgar Der Bischof & der Vater zweifeln nicht daran, dass der Junge die Handlung um die hl. Kommunion
versteht. Das erkennt man auch am Verhalten des Jungen. Für mich ein Hinweis, die mögliche (bei Autismus
aber nicht unbedingt vorhandene) geistige Behinderung läßt zu, über den geistlichen Aspekt der Kommunion
zu sprechen, die auch die Gemeinschaft ermögicht. Die spezifischen Umstände kenne ich natürlich nicht.
Bezüglich der Auffassung, was der Leib und das Blut Christi in der Kommunion sind, empfehle ich die Lektüre
von Didache aus dem frühen Christentum. Ich will mit meinem Posting niemanden verletzen und bitte Sie
deshalb auch um Verzeihung. Es gibt Fälle, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene das unfreiwillige Leid
innerlich annehmen, um es Christus aufzuopfern. Vor wenigen Wochen zum beispiel durfte ich einer Sterbenskranken
Frau begegnen, die durch dieses Aufopfern so gelöst und froh aussah, dass ich ehrfürchtig und tief beeindruckt
wurde. Ich kenne mehrere Schicksale von Kindern & Jugendlichen, die ihr eigenes tödliches Leid Christus
gewidmet haben. Das Leid der Eltern bleibt unermesslich und wird alleine nur durch die Hoffnng auf das
Wiedersehen im Himmel gemildert. Ich möchte nicht provozierend verstanden werden, sondern schlicht als
besondere von Gott geschenkte Gnade, duch die Liebe das Leid zu ertragen. Sie haben mit Ihrem Kind sicher
genau das auf die persönliche Weise gemacht, eben in der Sprache der Liebe zwischen Kind und Vater. Gottes
Segen Augustinus
Würdige Kommunion Das der Vater verärgert ist und das der Junge sich ausgegrenzt fühlt kann ich verstehen.
Ich denke aber auch, das wenn auf allen Seiten ein guter Wille vorhanden ist eine Lösung des Problems
möglich ist. Das träufeln des Blutes Christie in den Mund des Jungen könnte eine Lösung sein. Man
muss aber auch sagen das durch bestimmte Verhaltensweisen der letzten Jahrzehnte die Ehrerbietung vor
dem allerheiligsten Altarsakraments (heute ist die Gründonnerstag) sehr gelitten hat. Man muss versuchen
vernünftige Wege zu finden die Ehrfurcht wieder mehr zu wecken und nicht zu viele neue Wege zu gehen.
na dann Erklären Sie mal einem Autisten, daß er eine „geistige Kommunion“ einnehmen soll, oder einfach
sein Leiden des Ausgestoßenseins dem Liebenden Gott aufopfern. Klasse Einfall, wenn Sie das geschafft
haben, dann haben Sie den Autismus nebenbei geheilt. Das wäre natürlich am schönsten. Ist aber völlig
weltfremd. Und Klar hat Jesus was von „essen“ gesagt. ich denke nicht, daß jeder Einzelfall der denkbar
wäre in der Bibel abgebildet ist. Ganz nebenbei: wer von Ihnen hat schon mal Blutwurst gegessen? Des
Blutigen soll sich der Heidenchrist enthalten. Auch Bibel. Jetzt werden Sie sagen: Jaaa, aber es ging
doch um Opferblut, um Heidenopfer und um die Tischgemeinschaft mit Judenchristen… Sehen Sie. Und so
schnell relativieren Sie die Bibel (oder sind hier Jehovas Zeugen dabei? Die relativieren die Bibel nämlich
anders!) Wie war das – um bei Krankheit zu bleiben – mit der gekrümmten Frau? Zu lange schon musste Sie
leiden, um den Shabbat auch noch abwarten zu sollen, meinte Jesus. Oder die Syrophönizierin? Berührt
gegen jedes Tabu den Rabbi…Ihr glaube hat ihr geholfen, nicht ihre Gesetzestreue. Ich sage Ihnen nur
eines: Ich habe 1/2 jahr mit meinem Kind auf der Krebsstation zugebracht. Kranke Kinder brauchen alles,
nur keine Theologiestunden über Geistige Kommunion und Aufopferung ihres Leidens. Sie brauchen den unbedingten
Schutz der Gemeinschaft, nicht die Ausgrenzung. Und wenn Ihr Gott hier die Ausgrenzung verlangt, dann
ist es kein liebender Gott.
#8 Augustinus 11:59:29 | Donnerstag, 13. April 2006
Interessanter Fall Der Bericht ist ein interessanter Fall: Über das Wesen und die Wichtigkeit des Leibes
Christi zu wissen, die Kommunion zu wollen, vorbereitet sein aber nicht kommunizieren können. Vielfach
haben wir es ansonsten mit Leuten zu tun, die wenig über das Mysterium des Leibes Christi wissen, nicht
vorbereitet sind und gedankenlos kommunizieren. Ich bin kein Theologe, aber ich denke mir, dass das geistige
Opfer durch die körperliche Beeinträchtigung groß ist und – zum Guten genutzt – auch viele Gnaden für
den Jungen herabrufen wird. Die Diözese tut gut daran, sich weiter mit dem konkreten Fall zu beschäftigen,
in dieser Zeit empfiehlt es sich, den Buben über die Gebete für eine geistige Kommunion und dessen Wirkung
aufzuklären. Durch das Opfer des schmerzhaften Verzichts ist diese geistige Kommunion auf jeden Fall
sehr gnadenreich, denn Christus schaut auf das Herz. LG Augustinus
#7 Don Bosco 11:48:38 | Donnerstag, 13. April 2006
Geistige Kommunion Grüß GOTT in die Runde! Ist die Geistige Kommunion, die von vielen Heiligen empfohlen
wurde, wirklich so in Vergessenheit geraten? Damit ist doch das Problem auf einen Schlag gelöst! Siehe
Link: www.adorare.de/geistkomm.html
@ Hrodgar …dieses und jenes uns prüfen und immer komplizierter werden. mann kann aber auch einfach
hergehen und es so machen, wie es diesem kleinen Menschen vertraut ist und ganz unkompliziert und natürlich
ist… So unkompliziert ist das aber nicht. Die Konsumierung der Hostie gehört eigentlich wesentlich
zur Kommunion dazu. Und kommen Sie da nicht mit Jesus-Worten. Jesus fordert eindeutig, dass sein Fleisch
(Hostie) gegessen werden muss, um Anteil zu haben. Der Bezug auf irgendwelche anderen Stellen führt nur
zu einer Aufweichung dessen, was die Kommunion bedeutet. Und Sentenzen wie „Der weiß schon, wie es gemeint
ist“ haben zu einer unglaublichen Erosion des Glaubens und der Ehrfurcht geführt. Dieser Weg ist eine
Sackgasse.
man kann auch… …dieses und jenes uns prüfen und immer komplizierter werden. mann kann aber auch einfach
hergehen und es so machen, wie es diesem kleinen Menschen vertraut ist und ganz unkompliziert und natürlich
ist… Und wenn der Papa auch den Glauben hat… So grenzt es den Jungen am wenigsten aus. Aber gut, Macht
das unter Euch aus. Geht mich als Heiden nichts an. War auch nur eine Einrede, zu bedenken, daß es für
den Jungen das Beste sein mag, so natürlich und selbstverständlich zu leben wie irgend möglich. Und
ddas es wiedermal unlogisch ist, auf der einen Seite einen Liebenden Aufopfernden Herrn Jesus zu verkünden,
der sich am Kreuz abschlachten läßt und auf der anderen Seite diesem Jesus solche Spitzfindigkeiten
zu unterschieben, daß seine Gnadengabe „ungültig“ sei, wenn sie zwar glaubenden Herzens und Sinnes aber
mit einem Formfehler empfangen wird. Jesus sagte mal: Ist denn der Mensch für das Gesetz da oder das
Gesetz für den Menschen. Bedenkt das einmal. Eure Eigenen Aussagen müssen wenigstens zusammenpassen.
Ihr braucht nicht mit meinem Glauben zusammenpassen, aber in sich sind solche Widersprüche irgendwie
unpassend. Und nochwas: Ich schreibe keinem was vor, mache nur auf offensichtliche Widersprüche zwischen
Anspruch und Wirklichkeit aufmerksam.
#4 Athanasius 11:07:26 | Donnerstag, 13. April 2006
Man kann auch… …durchaus ein Tropfen des kostbaren Blutes diesem Kinde geben. Das wird er wohl nicht
‘ausspucken’. Oft liegt es auch an den Eltern. Ausspucken und das mit den Händen anfassen kann nicht
toleriert werden. Aber die Handkommunion macht man in Arizona doch auch schon. Die richtige Einstellung
der Eltern zum kostbarsten Sakrament des Altar könnte deswegen auch schon verloren gegangen sein. Aber
Lösungen gibt es sowieso. Kein Problem. Kniend kommuniziert man leider in den Novus Ordo Pfarreien der
USA wohl nicht, weshalb stellt die redaktion denn eine Kommunionbankphoto zum Artikel?
@ Hrodgar Ich sagte ja schon: Um das wirklich beurteilen zu können müsste man wissen, welche anderen
Arten der Kommunion der Familie angeboten wurden. Sind diese nämlich akzeptabel, dann liegt die Verantwortung
bei der Familie, die trotz dieser akzeptablen Vorschläge nicht auf diese in der Tat ungewöhnliche Art
der Kommunion verzichten will. Man könnte dem Jungen z.B. kleine Partikel geben. Schwer kranken, die
nicht mehr richtig schlucken können (wie es zB bei Terri Schiavo war) bekommen mW einen Tropfen des Hl.
Blutes auf die Zunge geträufelt. Allerdings ist es durchaus möglich, dass andere Kommunionarten nicht
vorgenommen werden können, weil für einen Autisten diese Veränderung unter Umständen schon problematisch
ist. Aber das kann man nicht genauer wissen; aus dem Text geht auch nichts genaueres hervor, daher würde
ich mich mit vernichtenden Urteilen über die Gesamtkirche lieber erstmal zurückhalten.
Verstehen Sie jetzt? Einem Kranken die Stärkung zu verweigern wegen eines Formaltheologischen Grundgsatzes.
Das ist grausam ohne Ende! Mir bedeutet die Kommunion als Heide nichts, klar. Aber dieser Junge „weinte
und schrie“. Es ist ihm ein Herzensanliegen. Er glaubt daran. Wenn Euer Gott aus einem Stück Brot einen
Leib Christi machen kann, warum muß dann der Vorgang des Schluckens physikalisch exakt durchgeführt
werden, damit das, was Ihr sonst als „Wunder“ oder „Mysterium“ betrachtet, stattfinden kann? Und: Wo zieht
man die Grenze? Muß ein Verdauen stattfinden? Oder eine Umsetzung der aufgenommenen Nährstoffe in Zellmaterial
des Menschen? Was, wenn ein Schwer kranker die Kommunion empfängt und nach dem Schlucken verstirbt? Ist
sie dann „Ungültig“ Ist Euer Gott nicht in der Lage, diese „Gnadeneingießung“ in Menschen vorzunehmen,
die nicht ein Stück Brot schlucken können? Ist Schlucken statt Spucken somit Heilsnotwendig? Oder bekommt
der Junge eine Dispens, sodaß er nach Bischöflicher Freistellung dieser Gnadengabe nicht mehr bedarf?
Warum macht man es nicht wie bei Aussätzigen früher: Man feiert über den Jungen eine Totenmesse und
lässt ihn gesellschaftlich sterben, dokumentiert so die Amtliche Ausgrenzung. Solch unmenschliche Gemeinheit
macht mich nur noch wütend!
Oho… Ja, wie schön wäre das, wenn man immer so dermaßen buchstabengetreu auf die Vorschriften beim
Kommunionempfang achten würde. Da allerdings wird immer gern über gewisse Mißstände großzügig hinweggesehen.
Frage: Welche anderen Arten des Kommunionempfangs wurden der Familie denn angeboten? Das wäre mal interessant
zu wissen.