Die Kirche muß über den Teufel reden
Ein Kardinal und ehemaliger päpstlicher Hoftheologe verfaßte kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt, ein Vorwort für das jüngste Buch eines sehr bekannten italienischen Exorzisten.

Geschrieben hat er es für das Mitte Dezember erschienene Buch „Erfahrungen und Gedanken von Don Gabriel Amorth“. Der Autor ist ein römischer Paulinerpater, der als Exorzist weltberühmt wurde und die ‘Internationale Exorzistenvereinigung’ gegründet hat.
Kardinal Cottier erinnert an einige Grundregeln im Zusammenhang mit dem Teufel.
Die Sünde werde nicht vom Teufel, sondern durch den freien Willen begangen. Dem Teufel sei die Macht nicht gegeben, bis in das menschliche Herz einzudringen, um es zu beeinflussen. Das könne nur Gott tun. Der Teufel wirke immer nur von außen, auf die Einbildungskraft und auf die Gefühle.
Der Dämon wirke durch Versuchung und Täuschung, erläutert Kardinal Cottier, und erklärt das mit dem Wort Christi, der den Teufel im achten Kapitel des Johannesevangelium einen Lügner nennt.
Satan könne Irrtümer verursachen, Illusionen erzeugen und Laster – mehr noch als sie hervorzurufen – fördern.
Der Teufel sei als gewöhnlicher Versucher weitaus gefährlicher, als wenn er außergewöhnliche Zeichen hervorbringe. Es sei darum kein Zufall, daß es im Vater Unser heiße: „Und führe uns nicht in Versuchung“.
Der Christ könne gegen die Sünde siegreich kämpfen. Dazu brauche er Gebet, Klugheit und Demut. Er müsse auch um die Zerbrechlichkeit der menschlichen Freiheit wissen und sich auf die Sakramente stützen, besonders auf die Beichte und die Eucharistie.
Der Heilige Thomas von Aquin († 1274) und der Heilige Johannes vom Kreuz († 1591) erklären, daß der Mensch drei Versuchern ausgesetzt ist: dem Teufel, der Welt und sich selber, das heißt, der Selbstliebe.
Johannes vom Kreuz habe vor allem unterstrichen, daß sich der Mensch selber der größte Versucher ist.
Es wäre darum wünschenswert, daß die Gläubigen angesichts der diabolischen Täuschung ein immer tieferes Wissen von der christlichen Lehre besäßen. In diese Richtung müsse das Apostolat gelenkt werden.
Der Exorzist könne zweifellos ein Guter Samariter sein, aber er sei nicht der Gute Samariter. Schlimmer als die Besessenheit sei nämlich die Sünde: „Ein Sünder, der in seiner Sünde verharrt, ist schlimmer dran als ein Besessener.“
Kardinal Cottier betont auch, daß es behauptete Fälle von Besessenheit gibt, die ins Sprechzimmer des Psychiaters gehören.
Im Zweifelsfall müsse man beide, den Psychiater und den Exorzisten konsultieren.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Freitag, 23. Juni 2006 21:50
monti: Wie der Teufel arbeitet,
zeigt sehr eindringlich der Film „Im auftrag des Teufels“ mit Keanu Reeves und Al Pacino. Kann ich nur jedem empfehlen.
Donnerstag, 27. April 2006 12:18
Stefan Fischer: Dämonische Alkoholsucht
Teuflische Besessenheit, wie sie heute in vielen getarnten Varianten auftritt, ist ohne christliche Sachkenntnisse eines rel. Fachmannes (z.B. Exorzist) nicht beurteilbar! Außenstehende Skeptiker sollten auf diesem Gebiet aufhorchen lernen. Das Wirken Satans ist eng mit der Geschichte und Zukunft der Kirche verbunden. So sagte die kath. Visionärin Anna Katharina Emmerich 1823 voraus, dass Luzifer 50 oder 60 Jahre vor dem Jahre 2000 n.Chr. wieder auf eine Zeitlang freigelassen werden solle.( Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus, S.331, Christiana Verl.) Wer ein wenig mitdenkt, weiß nun, dass hier nur die politischen und völkerrechtlichen Verbrechen der Nationalsozialisten und Kommunisten gemeint sein können. Jener teuflische Einfluss, der die Menschen zu solchem Unmenschentum trieb, war übermenschlich. Hitler und Stalin zeigten viele übereinstimmende Symptome von dämonischer Besessenheit. Auch heute gibt es Besessenheit. Beispielsweise gewisse Sonderformen von Alkoholsüchten. Näheres unter: Die Minzkur für Alkoholkranke.
Mittwoch, 19. April 2006 07:26
deusexmachina: contrapunctus
Als denkender Mensch stelle ich fest, dass die Anzahl der Dämonengläubigen in Deutschland dankenswerterweise
sinkt, und das trotz der bemühten Umtriebe gewisser Organisationen mit esoterisch-mystisch angehauchten
Praktiken, die immer auch die katholischen Kreise umfassen.
Die Bischöfe wären gut beraten, sich von derlei Ammenmärchen endlich einmal zu verabschieden.
Stattdessen tun sie sich schwer mit der realen Welt, d.h. nur wenige sind bereit, die tatsächlich vorhandenen Probleme als solche zu erkennen bzw. die gebotenen Lösungswege einzuschlagen; stattdessen flieht man sich in ominöses Dämonen- und Geistergeschwurbel. Das mag verzeihlich erscheinen, da dieses fiktive Gebiet mittlerweile praktisch das einzige ist, auf das Kleriker noch einen Hoheitsanspruch anmelden können, sollte angesichts hinreichend vorhandener REALER Probleme allerdings doch eher in die Klamottenkiste des traditionellen Aberglaubens gehören.
Ich empfehle das Studium von kreuz.net, das am Eigenbeispiel über die Gefahren esoterischer Gedankenverirrungen informiert.
Die Bischöfe wären gut beraten, sich von derlei Ammenmärchen endlich einmal zu verabschieden.
Stattdessen tun sie sich schwer mit der realen Welt, d.h. nur wenige sind bereit, die tatsächlich vorhandenen Probleme als solche zu erkennen bzw. die gebotenen Lösungswege einzuschlagen; stattdessen flieht man sich in ominöses Dämonen- und Geistergeschwurbel. Das mag verzeihlich erscheinen, da dieses fiktive Gebiet mittlerweile praktisch das einzige ist, auf das Kleriker noch einen Hoheitsanspruch anmelden können, sollte angesichts hinreichend vorhandener REALER Probleme allerdings doch eher in die Klamottenkiste des traditionellen Aberglaubens gehören.
Ich empfehle das Studium von kreuz.net, das am Eigenbeispiel über die Gefahren esoterischer Gedankenverirrungen informiert.
Mittwoch, 19. April 2006 06:38
Adelgunde Mertensacker: Die Kirche muß über den Teufel reden
Die Kirche muß über den Teufel reden
Als Exorzist stelle ich fest, daß die Anzahl der dämonisch Belasteten in Deutschland steigt. Schuld daran sind nicht zuletzt esoterische Praktiken, die immer mehr auch in katholische Kreise eindringen.
Die Bischöfe wären gut beraten, dieses Phänomen zu beobachten.
Stattdessen tun sie sich nach wie vor schwer mit dieser seelsorglichen Notlage, d.h. nur wenige sind bereit, die Erlaubis zu einem großen Exorzismus zu erteilen.
So wurde z.B. ein Besessener aus der Erzdiözese Paderborn ins Saarland zu einem Exorzisten geschickt.
Belastete berichten mir regelmäßig, daß sie vergeblich bei den Priestern um Hilfe gebeten haben.
Nachdem der Fall „Anneliese Michel“ in der Presse Schlagzeilen machte, geht die Angst um.
Ich empfehle das Buch „Irrwege des Glücks – Esoterische Medizin von A-Z“, das über die Gefahren esoterischer Praktiken gründlich aufklärt und über mich gegen Selbstkostenspende von 5 Euro bezogen werden kann.
Pfr. Winfried Pietrek, Lippstädter Str. 42, 59329 Wadersloh
Als Exorzist stelle ich fest, daß die Anzahl der dämonisch Belasteten in Deutschland steigt. Schuld daran sind nicht zuletzt esoterische Praktiken, die immer mehr auch in katholische Kreise eindringen.
Die Bischöfe wären gut beraten, dieses Phänomen zu beobachten.
Stattdessen tun sie sich nach wie vor schwer mit dieser seelsorglichen Notlage, d.h. nur wenige sind bereit, die Erlaubis zu einem großen Exorzismus zu erteilen.
So wurde z.B. ein Besessener aus der Erzdiözese Paderborn ins Saarland zu einem Exorzisten geschickt.
Belastete berichten mir regelmäßig, daß sie vergeblich bei den Priestern um Hilfe gebeten haben.
Nachdem der Fall „Anneliese Michel“ in der Presse Schlagzeilen machte, geht die Angst um.
Ich empfehle das Buch „Irrwege des Glücks – Esoterische Medizin von A-Z“, das über die Gefahren esoterischer Praktiken gründlich aufklärt und über mich gegen Selbstkostenspende von 5 Euro bezogen werden kann.
Pfr. Winfried Pietrek, Lippstädter Str. 42, 59329 Wadersloh
Samstag, 15. April 2006 14:59
Elendester Sünder: Lieber Onan,
welches Licht am Ende des Tunnels?
Samstag, 15. April 2006 13:02
Onan †: traurig daß es solche relikte im 21.Jhdt. noch gibt
„Der Exorzist könne zweifellos ein Guter Samariter sein, aber er sei nicht der Gute Samariter. Schlimmer
als die Besessenheit sei nämlich die Sünde: „Ein Sünder, der in seiner Sünde verharrt, ist schlimmer
dran als ein Besessener.“ „
hauptsache alle ordnen sich unter und tanzen nach unserer pfeife, oder wie?
Jahrhunderte der Aufklärung und einige wollen noch immer das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen.
hauptsache alle ordnen sich unter und tanzen nach unserer pfeife, oder wie?
Jahrhunderte der Aufklärung und einige wollen noch immer das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





