„Die überwiegende Mehrheit ist dagegen“
Laut einem berühmten amerikanischen Journalisten gebe es gleich mehrere Gründe, warum eine weltweite Freigabe der Zelebration des tridentinischen Ritus am morgigen Ostersonntag unwahrscheinlich ist.
(kreuz.net,Vatikan) In seiner jüngsten Stellungnahme vom Karfreitag äußert sich der in kirchlichen
Belangen liberale, jedoch gewöhnlich sehr gut informierte Vatikanist der US-Wochenzeitung ‘National Catholic
Reporter’, John Allen, auch zu Spekulationen über die Alte Messe.Für ihn seien die Gerüchte, wonach am morgigen Ostersonntag die Zelebration der tridentinischen Messe freigegeben werde, obskur.
Nach Angaben eines von ihm befragten Vatikanbeamten, der ungenannt bleiben wollte, seien sich die Kardinäle bei ihren Diskussionen um die Freigabe des tridentinischen Ritus weitgehend einig gewesen: „Die überwiegende Mehrheit ist dagegen.“
Wenn es nach dem Präsidenten der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, gehen würde, sei die Zelebration der Messe nach dem Meßbuch von 1962 bereits freigegeben worden.
Papst Benedikt XVI. versuche jedoch auf einer „Basis der Übereinstimmung“ zu arbeiten. Und in diesen Belangen gebe es keine Übereinstimmung unter den Kirchenfürsten.
Nach der Meinung einer anderen ungenannten vatikanischen Quelle handle es sich hier um ein Thema, das noch nicht ausreichend durchdacht sei.
Es sei möglich, daß ein Dokument erarbeitet werde, von dem die wenigsten päpstlichen Berater wüßten. Dennoch gebe es über dieses Thema derzeit keine handfesten Tatsachen: „Was wir haben ist jede Menge Rauch auf der Suche nach einem Feuer.“
Vatikanist John Allen nennt noch einen weiteren Grund, warum er eine Freigabe des tridentinischen Ritus am morgigen Ostersonntag für unglaubwürdig hält:
Papst Benedikt XVI. lege wert darauf, wichtige Feste im liturgischen Kalender für sich selbst sprechen zu lassen. Das sei auch der Grund gewesen, warum er nicht wollte, daß seine erste Enzyklika in der Weihnachtszeit erscheinen sollte.
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Dienstag, 18. April 2006 09:26
Laurentius2: Danke Toby
Hier Statistik, dort anti-christliche Ideologie.
Hier Mathematik und Geschichtswissenschaft, dort das Palm-Ström-Prinzip.
Hier Glaube, dort Unglaube.
Hier Mathematik und Geschichtswissenschaft, dort das Palm-Ström-Prinzip.
Hier Glaube, dort Unglaube.
Dienstag, 18. April 2006 07:55
Toby: @ Bernardin
Also, jetzt wollen wir die Kirche doch mal im Dorf lassen. Wenn ganz Deutschland bei den Reichstagswahlen
1932/33 so gewählt hätte wie die katholischen Wähler, wäre uns die braune Brut erspart geblieben.
Hierbei handelt es sich nicht um Meinung, sondern um Sachkenntnis, eine reine Frage der Statistik und Mathematik.
Hierbei handelt es sich nicht um Meinung, sondern um Sachkenntnis, eine reine Frage der Statistik und Mathematik.
Dienstag, 18. April 2006 00:01
Bernardin †: Laurentius2
Für diesen Unsinn sollte Laurentius etwas schmoren…Für wie dumm werden eigentlich die Menschen voin heute gehalten? Katholiken anti 3.Reich? Es wäre toll gewesen, wenn alle Bischöfe und Katholiken der braunen Gefahr widerständen hätten!
Montag, 17. April 2006 10:48
Laurentius2: Zur Hitlerwahl – Katholiken blieben mehrheitlich resistent !!!
Und nicht zu vergessen …
die katholischen Gebiete blieben Hitlerresistent, etwas, das unsere Von-früh-bis-spät-Vergangenheitsbewältiger gerne unter den Teppich kehren, obwohl sonst jedes Staubkörnchen in der jüngeren deutschen Geschichte unter die Lupe genommen wird! Ist ja auch logisch, Marx wäre Christus ja dann sogar realpolitisch unterlegen: „rote“ Regionen wie die meisten Großstädte oder Sachsen, Thüringen etc. wurden ja 1932 zu „braunen“ Regionen …
Übrigens: Dieser Papst steht für ein kulturelles Europa, das sich nicht erst mit Auschwitz definiert und das ist wunderbar ! ( der jüdisch-französische Philosoph Finkielkraut, aus dem Gedächtnis zitiert).
die katholischen Gebiete blieben Hitlerresistent, etwas, das unsere Von-früh-bis-spät-Vergangenheitsbewältiger gerne unter den Teppich kehren, obwohl sonst jedes Staubkörnchen in der jüngeren deutschen Geschichte unter die Lupe genommen wird! Ist ja auch logisch, Marx wäre Christus ja dann sogar realpolitisch unterlegen: „rote“ Regionen wie die meisten Großstädte oder Sachsen, Thüringen etc. wurden ja 1932 zu „braunen“ Regionen …
Übrigens: Dieser Papst steht für ein kulturelles Europa, das sich nicht erst mit Auschwitz definiert und das ist wunderbar ! ( der jüdisch-französische Philosoph Finkielkraut, aus dem Gedächtnis zitiert).
Montag, 17. April 2006 10:30
Sirilo: @Dr. Regazzoni
Hitler wurde keineswegs demokratisch gewählt. Er kam durch eine von der Kamarilla um Hindenburg eingefädelte Intrige in das Amt des Reichskanzlers. Die darauffolgenden Reichtagswahlen vom März 1933 waren nicht mehr frei; der vorausgehende Reichstagsbrand lieferte den Vorwand zur Verfolgung politischer Gegner und zur Behinderung der demokratischen Parteien; trotzdem erreichte die NSDAP bei dieser letzten Wahl nicht die absolute Mehrheit.
Montag, 17. April 2006 09:36
Stimme aus Wien: Dr. Carlo Regazzoni
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Habe auch mit keinen Wort gesagt, dass am 2. WK schuld die damalige
Liturgie war. Ich wollte nur sagen, dass es größere und dringendere Probleme in der Welt gibt als die
Frage nach der Liturgie.
Aus der Wortmeldung von E.S. ist zu entnehmen, dass mit der Wiedereinführung der alten Liturgie, alle Probleme der Welt gelöst wären. Mein Beispiel mit dem 2. WK spricht dagegen.
Denn, die Aufgabe der Liturgie,den Christen in seinem Glauben zu stärken, wird nicht nur durch die tridentinische Messe gewährleistet. Sie wissen schon: die KAth. Kirche kennt einige Riten und Liturgien.
Aus der Wortmeldung von E.S. ist zu entnehmen, dass mit der Wiedereinführung der alten Liturgie, alle Probleme der Welt gelöst wären. Mein Beispiel mit dem 2. WK spricht dagegen.
Denn, die Aufgabe der Liturgie,den Christen in seinem Glauben zu stärken, wird nicht nur durch die tridentinische Messe gewährleistet. Sie wissen schon: die KAth. Kirche kennt einige Riten und Liturgien.
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