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Die Vollendung der Schöpfung + Vergebung für Mohammed in der Hölle + „Wie Christus am Kreuz“ + Mehr Gelassenheit + Netzwerke gegen die Todeskultur
Die Vollendung der Schöpfung

Wie Jona im Bauch des Fisches, so blieb auch der gekreuzigte Christus im Verlauf eines Sabbats „verschlungen“ im Innern der Erde (vgl. Mt 12, 40). Es war wirklich „dieser Sabbat ein großer Feiertag“, wie der Evangelist Johannes schreibt (19, 31): der feierlichste der Geschichte, denn an ihm führte der „Herr über den Sabbat“ (Mt 12, 8) das Schöpfungswerk zur Vollendung (vgl. Gen 2, 1-4a), indem er den Menschen und den gesamten Kosmos in die Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes erhob (vgl. Röm 8, 21). Nachdem dieses außerordentliche Werk vollbracht war, ist der leblose Leib vom lebendigen Atem Gottes durchweht worden, hat das Hindernis des Grabes gesprengt und ist glorreich auferstanden.

Auszug aus der Osterbotschaft von Papst Benedikt XVI.
Ganze Botschaft lesen.

Vergebung für Mohammed in der Hölle

Italien. Der Direktor der italienischen Zeitung ‘Studi Cattolici’, Cesare Cavalleri, der der Laienorganisation ‘Opus Dei’ nahesteht, hat sich für die Veröffentlichung eines Bildes entschuldigt, das den Propheten Mohammed in der Hölle darstellt. Wie die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ am gestrigen Ostersonntag berichtete, habe Cavallerei – nach einem Sturm der Entrüstung – in „christlicher Weise“ alle Moslems um Vergebung gebeten, die sich durch die Abbildung angegriffen gefühlt hätten.

„Wie Christus am Kreuz“

Polen. Jozef Kardinal Glemp, der Primas der Katholischen
Kirche in Polen, hat in seinem Hirtenbrief zu Ostern das Leiden des
verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gewürdigt. Der polnische Papst
habe die Welt so geliebt, „daß er nicht zögerte, vor den Augen der
Welt zu leiden und zu sterben – wie Christus am Kreuz“, meinte Kardinal Glemp in dem Hirtenbrief für die Erzdiözese Warschau.

Mehr Gelassenheit

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat Italien zu Eintracht und mehr Gelassenheit aufgerufen. Die Politiker müßten sich vom Gemeinwohl leiten lassen, sagte der Heilige Vater gestern auf dem Petersplatz. Der Papst nahm damit Bezug auf den anhaltenden Streit um den Ausgang der italienischen Parlamentswahl: Ministerpräsident Silvio Berlusconi weigert sich, einen Sieg des Mitte-Links-Bündnisses unter Romano Prodi anzuerkennen.

Netzwerke gegen die Todeskultur

Deutschland. In seiner Predigt zum gestrigen Ostersonntag rief der Augsburger Bischof, Mons. Walter Mixa, die Gläubigen zu einem breiten gesellschaftlichen Pakt gegen Abtreibung auf. Jeder Einzelne müsse sich „der herrschenden Kultur des Todes in unserem Lande“ widersetzen, betonte Mons. Mixa im Augsburger Dom laut des vorab veröffentlichten Predigttexts. Familien und christliche Gemeinden müßten Netzwerke des Lebens sein, in denen Mütter in besonderen Notlagen wahrgenommen und liebevoll aufgefangen werden.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Benedikt   11:20:40 | Mittwoch, 26. April 2006
Protestant
Das „sola fide“ Prinzip scheint auch ein Prinzip Mgr. Lefebvres gewesen zu sein. Aus sola scriptura hat er sola traditio gemacht.
Kein Wunder, dass Protestanten wie dieser schwedische Pfarrer sich zu dieser Lehre hingezogen fühlen. Statt Traditionalismus sollte man das wohl eher Neoprotestantismus nennen.
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#11   Dr. Otterbeck   10:38:10 | Dienstag, 25. April 2006
Catharina:
„Benedikts Worte sind häretisch…“ doziert Karl Murx (Murx!) und leitet das aus Rahner her. Welch Beweis! Es wird uns leider nicht gelingen, mit der Heiligen Schrift dagegen zu argumentieren, denn die ist auch „häretisch“.
Das Credo des Erzbischofs Lefebvre lautet nunmal:
„Der Atheismus beruht auf der Erklärung der Menschenrechte. Die Staaten, die sich seither zu diesem offiziellen Atheismus bekennen, befinden sich in einem Zustand dauernder Todsünde. (…) Mit Recht können wir daher sagen, dass sich diese Massen zur Hölle hinabbewegen.“ Und in derselben Predigt vom 01.11.1990 (zu Ecône): „Wegen des Abfalls vom Glauben, der in Rom herrscht, müssen wir mit ansehen, wie die Seelen in Massen der Hölle zustreben.“ Also: mind. 99,8 % sogar der Katholiken?? Er sagt: „Die heilige Messe ist das Leben Jesu.“ Und: „Er will Gott bleiben, nicht nur im Himmel, sondern auch auf Erden. Deshalb will Er für seine Armee Soldaten.“ Denn: „Der Priester ist derjenige, der die heiligen Dinge gibt. Sacrificium, sacrum faciens.“ Das muss man sehr gründlich durchdenken, weil es ja voller „katholischer“ Begriffe ist. Aber diese Begriffe bezeichnen m.E. nicht dieselbe Realität. „Er“, der da Soldaten will, Priester, die „exklusiv“ heilige Dinge geben, das „Messopfer“ als Leben Jesu… Ist das Jesus? Das Ewige Wort des Vaters? Oder doch eine Limitatio Christi auf die geweihten Hände des „Priesters“ (des Druiden?)
Wir werden darüber noch nachdenken.
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#10   catharina   10:21:18 | Dienstag, 18. April 2006
@ Karl Murx
Zur alles überbietenden Erkenntnis Jesus Christi gehören nicht nur die – gewiß wichtigen – Aussagen der Konzilien und der thomistischen Scholastik. Auch die Heilige Schrift, die uns Worte unseres Herrn überliefert, will vernommen und liebevoll-ehrfürchtig meditiert werden. Das hat unser Papst ohne Zweifel getan. Dabei hat er auch Worte nicht ausgeblendet, die mit der christologischen Spekulation des arianischen Zeitalters nicht so leicht in Einklang zu bringen sind. Jesus sagt doch deutlich, daß z.B. Seine Worte und Seine Lehren nicht Seine Worte und Lehren sind, sondern die des Vaters. Er hat nicht als Scholastiker gesprochen. SOmit muß es auch dem Theologen, a fortiori dem Papst erlaubt sein, sich einmal nicht-scholastisch auszudrücken, oder?
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#9   gunther maria michel   23:57:35 | Montag, 17. April 2006
centesimus annus:
Sehr richtig.
Für einen Christen, der in der beseliginden Anschauung des dreifaltigen Gottes, in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, der hl. Jungfrau und Gottesmutter und allen Heiligen die Ewigkeit verbringen will, wäre das muslimische Paradies die Hölle. Da ist nämlich von einer visio beatifica keine Rede, stattdessen von schlaraffenlandähnlichen Zuständen.
Umgekehrt wäre offenbar der Himmel des Christentums für einen hardliner-Muslim die Hölle.
Offenkundig besteht da eine gegenseitige Unverträglichkeit.
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#8   Knecht Dummspecht †   23:30:33 | Montag, 17. April 2006
MTV freut sich…
… über noch mehr kostenlose Werbung.
Ich verstehe einfach nicht, weshalb man den Sender nicht schlicht und einfach ignoriert.
MTV hat so oder so kein Niveau (mehr) da wird auch so eine Sendung nichts dran ändern.
Die Zielgruppe sollen angeblich die 14-29 Järhigen sein, ehrlich gesagt hat mich der Sender seit meinem 18. Lebensjahr nicht mehr angesprochen. Ich glaube da wird es auch anderen so ergehen.
Jedes Skandälchen, jeder Aufreger dient ganz einfach der Aufmerksamkeit; angesichts des ganzen Mülls wie Gerichtssendungen, Talkshows, Container-TV, 0190-ruf-mich-an, 0190-Ratespielen-zum-abzocken etc… frage ich mich, warum darauf überhaupt noch jemand eingeht. Da gibt es doch auch keine Proteste, man schaltet erst gar nicht ein. Warum hier nicht genauso?!?
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#7   Anonymus   22:20:30 | Montag, 17. April 2006
Gleiches Recht für Alle
Schon wieder müssen sich Europäer für Satire über den Propheten Mohammed entschuldigen und deshalb wollen wir auch keine „Satire“ auf einen Sender der kulturellen Fremdherrschaft haben. Es ist unerträglich wenn ab 3. Mai eine Hetzserie anlaufen soll mit einen Papst der auf einen Kinderhüpfstock herumhampelt, daß ist eine Beleidung für jeden glaubenstreuen Katholiken und deshalb unterstütze ich : www.stoppt-popetown.de
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#6   centesimus annus   17:58:29 | Montag, 17. April 2006
Himmel und Hölle
Ich lese: „Tja, die Muslime sehen in der Regel alle Christen in der Hölle“
Naja, wenn man sich die muslimischen Vorstellungen des Himmels ansieht würde ich mich eher fragen: welcher brave, katholische und rechtgläubige Katholik kann da schon hin wollen …
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#5   Karl Murx   16:41:26 | Montag, 17. April 2006
Wer, oder was ist der lebendige Atem Gottes?
Die Ansprache Benedikts XVI. läßt mehr Fragen offen, als sie beantwortet. Die Ansprache sucht nach terminologischen Anknüpfungspunkten jeneseits der ersten 7 Konzilien, welche nicht die Ohren der anderen „abrahamitischen“ Religionen verletzen. So gesehen ist es völlig offen, ob der lebendige Atem Gottes die Person des Hl.Geistes ist, oder aber ein pantheistisches Lebensprinzip, welches man als Seele Jesu und aller Menschen ansehen könnte. Ein solches Konzept schließt noch nicht einmal die Ganztodtheorie aus. Die französische Ansprache www.phpbbserver.com/phpbb/viewtopic.php?t=456&mforum=l… regelrecht häretisch, wenn er Benedikt davon spricht, daß in Christus zwei „Esse“ wären:„Sa vie n’était pas seulement la sienne, elle était une communion existentielle avec Dieu et un être incorporé en Dieu, et c’est pourquoi cette vie ne pouvait pas lui être véritablement enlevée. „ Eine existenzielle Communio zweier Seinder ist aber etwas anderes, als die numerische Einheit des Esse in Christus. „Unio in persona est Unio ad Esse“, wie Thomas sagt. Mit Thomas zu sprechen, findet in Christus die Communicatio zweier Essenzen, ungeschaffen und geschaffen, in der numerischen Einheit des ungeschaffenen Seinsaktes des Logos statt. Zweifler können ja D.Berger fragen, aber auch der paraphrasiert nur die Dogmatik von Diekamp. Benedikts Worte sind häretisch und sind auf dem Hintergrund des vornizÄanischen Dynamismus Rahners zu verstehen.
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#4   Laurentius2   16:09:52 | Montag, 17. April 2006
@gunther
Und genau deswegen leisteten die arianischen „Christen“ in Nordafrika und Spanien auch sowenig geistigen (wie auch militärischen) Widerstand gegen die mohammedanischen Angreifer. Ist unser Christentum heute nicht wieder ähnlich „arianisch“ ?
Etwas zu Mohammed in der Hölle zu sagen, ist lebensgefährlich. Deshalb tue ich’s auch nicht.
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#3   virOblationis   14:26:24 | Montag, 17. April 2006
Pakt gegen Abtreibung
„…der Augsburger Bischof…[rief] die Gläubigen zu einem breiten gesellschaftlichen Pakt gegen Abtreibung auf.“
Ob er bei jener Gelegenheit auch ein Wort zu dem Verhalten der deutschen Bischöfe sagte, deren unvergleichlicher Einsatz im Kampf gegen die Abtreibung durch Joh. Paul II. in seiner Ausrichtung ein wenig korrigiert werden mußte?
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#2   gunther maria michel   11:48:07 | Montag, 17. April 2006
Mohammed in der Hölle:
Tja, die Muslime sehen in der Regel alle Christen in der Hölle, sofern diese rechtgläubig sind und an die trinitarischen und christologischen Dogmen glauben. Von den sieben Höllen steht für die Christen die Laza offen, das lodernde Feuer, das in 70:15 erwähnt wird: „Ja, die Flammende. Zerrend am Kopfhaar. Ruft den, der den Rücken wendend sich abkehrt.“
Gute und von Allah akzeptierte Christen sind nur solche, die nicht an die Dreifaltigkeit Gottes und an die wahre Gottheit Jesu Christi glauben.
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#1   Aurelius   10:24:14 | Montag, 17. April 2006
zu „Mehr Gelassenheit“
Die Politiker müßten sich vom Gemeinwohl leiten lassen, sagte der Heilige Vater gestern auf dem Petersplatz.
Der Heilige Vater sagte das nicht auf dem Petersplatz sondern auf der Loggia, aber daß kreuz.net sich nicht immer um Details kümmert ist ja bekannt und spricht nicht gerade für journalistische Qualität. Es passt aber aber zum hier beheimateten Stammtischtraditionalismus…
ad rem: Ich fand die Ansprache des Heiligen Vaters sehr politisch geprägt. Er prangerte sehr viele verschiedene Krisen an und bezog Position, ohne dabei Menschen an den Pranger zu stellen. Er lenkte den Blick auf den Auferstandenen, der Hoffnung für die Leidtragenden und Unterdrückten ist.
Hier www.vatican.va/…_urbi-easter_ge.html der Wortlaut der Ansprache des Heiligen Vaters.
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