Piusbruderschaft
Die sieben Todsünden der Traditionalisten
Bei Vorträgen in Frankreich sprach der Bischof einer brasilianischen Traditionalisten- Diözese auch über die Eigenschaften traditioneller Gläubiger. Er fand dabei Gutes und Schlechtes.
(kreuz.net) Während eines Aufenthalts in Frankreich führte die US-Webseite ‘Angelqueen’ ein Interview mit Mons. Fernando Areas Rifan, dem Bischof der Apostolischen Administratur St. Jean Vianney von Campos in Brasilien.

Der Bischof hielt sich im März in Frankreich auf, um vor Gläubigen der Tradition zu sprechen.

Im Interview sprach er auch über den Inhalt seiner Vorträge. Er habe dort dargelegt, daß ein Gläubiger dem Lehramt der Kirche anhängen müsse, und die Einheit mit der Hierarchie und mit dem „Sensus Ecclesiae“ unterstrichen.

Der Bischof warnte auch davor, politische Überzeugungen und liturgische Fragen zu vermischen.

Außerdem erklärte er, daß die gegenwärtig Kirchenkrise die Progressisten in die Irre geführt habe – und die Traditionalisten manchmal auch.

Bei seinen Vorträgen habe er – so Mons. Rifan – die Eigenschaften traditioneller Gläubiger herausgestellt. Dazu gehörten ihre große Liebe zur Kirche, ihr großer Eifer für das Heilige und anderes mehr.

Diese Eigenschaften seien auch vom früheren Kardinals Ratzinger hervorgehoben worden, der die Gläubigen der Tradition als jene bezeichnete, welche die Liturgie nicht als eine spirituelle Show ansehen würden, sondern als Begegnung mit dem lebendigen Gott, in dessen Gegenwart alles Tun unbedeutend werde, weil nur diese Begegnung uns Zugang zum wahren Reichtum des Seins verschaffen könne.

Bischof Rifan erklärte weiter, daß er auch die sieben Todsünden der Traditionalisten gesammelt habe.

In ihnen würden die Versuchungen und Gefahren zum Ausdruck kommen, in welche diese Gläubigen fallen könnten und denen sie manchmal auch tatsächlich erlägen:

Als erste Todsünde nennt der Bischof den Stolz. Er bestehe im Gefühl, als ob die Gläubigen des Alten Ritus einige exklusive Einsichten in die Wahrheit des Glaubens besitzen würden. Man begegne in diesem Zusammenhang auch der Vorstellung, „daß wir die einzigen Katholiken sind, sozusagen die Retter der Kirche“.

Als zweite Todsünde sieht der Bischof einen systematischen Mangel an Nächstenliebe: „Seht, wie sie einander hassen.“ Das sei das genaue Gegenteil von dem, was die Heiden über die ersten Christen sagten. In diesen Bereich gehöre auch die Kunst, sich die eigenen Freunde zu Feinden zu machen.

Die dritte Todsünde zeige sich in einer Tendenz zum schnellen Verurteilen. Darin sei der Geist der Verdächtigung und der Verschwörungstheorien eingeschlossen.

Die vierte Todsünde sei eine Skandalversessenheit sowie eine Kritiksucht, die zum System geworden sei.

Ein Geist des Streites und des systematischen Ungehorsams sei die fünfte Todsünde. Sie beinhalte auch den Ungeist der Unabhängigkeit von der Hierarchie und vom kirchlichen Lehramt.

Die sechste Todsünde sei ein liturgischer Gruppengeist, der dem Motto anhange: „Außerhalb von uns gibt es kein Heil.“

Als siebte und letzte Todsünde bezeichnet Mons. Rifan schließlich einen in Traditionalistenkreisen häufig anzutreffenden Pessimismus, welcher der christlichen Hoffnung und dem Neuen Testament widerspreche.

Bis zu einem gewissen Grad gehöre dazu auch eine Zufriedenheit mit der Abnormalität der eigenen Situation und mit den Fehlern des menschlichen Teils der Kirche, als ob diese die eigenen Positionen rechtfertigen könnten.
      
52 Lesermeinungen
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#53   stat crux   15:10:04 | Mittwoch, 10. Mai 2006
und die Sünde wider den Heiligen Geist
Nicht nur von der liturgischen Seite, auch von der caritativen Seite ist nachweisbar, dass die Tradi ein „Eigenleben“ außerhalb der Kirche führen. Ihre Selbstgerechtigkeit will nur Störfaktor sein.
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#52   sofiairene   13:51:55 | Sonntag, 30. April 2006
Grüßgott, virOblationis
Es freut mich, daß Sie eine herzlichere Atmosphäre vorgefunden haben als ich. Ich meine, mich durchaus bemüht zu haben, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Aber ich erlebe immer wieder, daß sich jemand lieber abwendet, als sich von mir auch nur die Kirchentür aufhalten zu lassen und daß einfache Regeln des Umgangs und der Höflichkeit nicht beachtet werden. Zu geselligen Veranstaltungen im Priorat gehe ich daher überhaupt nicht mehr.
Einmal wurde eine ältere Dame während eines Gottesdienstes ohnmächtig und jemand rief den Sanka… Außer mir leistete niemand der Dame und ihrer Tochter e Gesellschaft Dann kam der Pater aus der Kirche und startete sofort durch ins Pfarrhaus, ohne nach den beiden zu sehen (vielleicht hätte man der älteren Dame ja die Sterbesakremente spenden müssen; zumindest hätte geistlicher Zuspruch gut getan). Und der Sanka vor dem Priorat war eigentlich nicht zu überhören und nicht zu übersehen, ich kann mir also kaum vorstellen, daß der Pater nichts gemerkt hat, zumal es ja auch schon während des Gottesdienstes deswegen unruhig gewesen war. Damals habe ich wirklich geglaubt, ich bin im falschen Film.
So kalt und abweisend, wie es bei mir ankommt, kann die Gemeinde doch gar nicht sein. Ich bin mittlerweile auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, Messen im alten Ritus zu besuchen. Ich hoffe , daß diese unter dem jetzigen Papst zahlreicher werden. Mich würden auch die Erfahrungen von weitern Gläubigen interessieren. Ich grüße Sie herzlich.
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#51   virOblationis   22:39:21 | Dienstag, 25. April 2006
Herzlichkeit
Sofiairene schrieb:
„…bei der Piusbruderschaft. Kaum je habe ich in 19 Jahren mit anderen Gläubigen oder Patres ein freundliches Wort oder einen Gruß austauschen können… Hoffentlich ist die Kälte, die mir jedes Mal entgegenströmt, nur Teil meiner Wahrnehmung…“
Was Sie schreiben, erstaunt mich. Gewiß, es gibt auch in unserer Kapelle Gläubige, die mit anderen keinen Kontakt wünschen, und die Patres haben nun einmal ganz unterschiedliche Charaktere. Insgesamt aber habe ich in der Kapelle schon weit mehr Herzlichkeit gefunden, als in den NOM-Gemeinden, die ich früher kennengelernt habe. – Und das im kühlen Norden!
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#50   sofiairene   21:24:08 | Dienstag, 25. April 2006
systematischen Mangel an Nächstenliebe
kenne auch ich von meinen Messebesuchen bei der Piusbruderschaft. Kaum je habe ich in 19 Jahren mit anderen Gläubigen oder Patres ein freundliches Wort oder einen Gruß austauschen können. Notiz wird höchstens genommen, wenn ich mich versehentlich auf einen besetzten Platz setze. Das Begräbnis meiner Mutter wurde in würdig zelebriert, seelsorgerischer Beistand (Kondolenzbesuch, Zuspruch) wurde mir jedoch nicht zuteill. Hoffentlich ist die Kälte, die mir jedes Mal entgegenströmt, nur Teil meiner Wahrnehmung…
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#49   Ernst Rü. Dicker   22:12:29 | Montag, 24. April 2006
Egal ob Freimaurer oder nicht …
… in der neuen „reformierten“ Liturgie sind in vielen Riten schwere Defizite vorhanden (z.B. warum die massive Schwächung der Exorzismen im Taufritus?)
Das heilige Messopfer ist vielerorts, begünstigt durch die Liturgiereform Bunignis, zu einer völlig entsakralisierten Abendmahlsfeier reduziert worden. Egal, wer jetzt Freimaurer war (ist) oder nicht, das Resultat zählt, die leeren Priesterseminare und Kirchen zählen, die verloschene Volksfrömmigkeit zählt.
Haarspalterei, wer jetzt wirklich Freimaurer war oder nicht, ist doch Kinderkram. Die Freimaurer haben mit ihren Ideen gesiegt, das ist die Situation.
Verführerische Ideen für die einfache Geister und für die aufmümpfigen hochmütigen Geister. Und derer haben wir viele.
Eine Wieder-Hinwendung zu Gott brauchen wir, wie sie in vollkommener Art und Weise in der überlieferten Liturgie zum Ausdruck kommt. Das ist die Reform, die unsere Zeit braucht.
Der freimaurerische Wahlspruch: „Novus Ordo (Saeclorum) ab Chao“ – „Die neue (Welt-)Ordnung aus dem Chaos heraus“
Tja, ich füge in künstlerischer Freiheit hinzu:
„Vom Novus Ordo Missae zum Novus Ordo Saeclorum“
Ernst
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#48   Dr. Otterbeck   18:53:25 | Montag, 24. April 2006
Kann ja sein,
dass ich heute einfach zu viel Zeit hatte: Aber das Verdikt Ihres Idols vom 21.11.1974 lässt nicht nur immer wieder zitieren: Jeder Befürworter des NOM riskiert demnach sein Seelenheil! „Die einzige Einstellung der Treue zur Kirche und zur katholischen Lehre besteht in der kategorischen Ablehnung der Reform, wenn uns an unserem Heil etwas gelegen ist“ (zit. nach Bugnini, Die Liturgiereform, 1987, S. 318).
Rufmörder war der Tittularerzbischof nicht selten selbst: Im Brief an Freunde und Wohltäter Nr. 10 vom 27. März 1976 hat er die treibende Kraft der Reform als „Freimaurer“ bezeichnet. Das wurde als Faktum dargestellt, obwohl es nur eine Rufmordkampagne war! Und die wird noch heute fortgesetzt, 26 Jahre nach dem Ableben Bugninis (ebd., S. 303, Fn. 9). Der Vatikan hat, damals äußerste Seltenheit, eine Beteiligung des Liturgiereformers an freimaurerischen Beziehungen strikt dementiert (OSSERVATORE ROMANO vom 10.10.1976). Aber Sie werden dann vermutlich sagen: Der Chefredakteur des O.R. war eben auch Freimaurer!
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#47   Irenäus   20:31:50 | Samstag, 22. April 2006
@Athanasius
Nun, daß er wohl seinen Frust hier nur ausleben will, erscheint plausibel. Aber gib Dich nicht zu sehr mit solchen Leuten ab; es ist wohl besser, für ihn zu beten.
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#46   Athanasius   20:17:51 | Samstag, 22. April 2006
@Rufmörder Otterbeck
Ihre Darstellungen sind wohl zu solch einer Schimpferei verkommen, dass keiner Sie noch au sérieux nehmen wird. Auch Ihr völlig irreeller Wahnsinn (1976 war Ihnen nach die „nachkonziliare Krise beendet“ – also die Tradition marginalisiert, was ja Ihr Ziel ist, und was Sie hier mit Beschimpfung herbeiführen wollen), und Ihre Hetze gegen den überlieferten Römischen Ritus, der Ihrer Meinung nach wertlos wäre, beweisen dies. Sie, „Dr.“ Otterbeck, haben bloss böse Absichten. Sie streiten hier eigene Frustrationen ab. Erzbischof Lefebvre war wirklich kein „faschistischer Altfranzose“, ebensowenig sein Vater. Der (René Lefebvre) wurde übrigens 1944 im Konzentrationslager Sonnenburg mit einem „kurzen Prozess“ von der SS erschossen. Seinen Sohn, Träger der Bischofswürde, als „Klerofaschist“ und noch schlimmeres zu bezeichnen, ist Rufmord (und Sünde) – gerade für Sie, mit Ihrer Herkunft.
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#45   Dr. Otterbeck   09:09:42 | Samstag, 22. April 2006
Quanta cura
Die V 2 Kirche macht keinen „kurzen Prozess“; kurzer Prozess ist Ausdruck für eine so gen. standrechtliche Verurteilung, bei der SS: Genickschuss. Machen Sie mal eine Meinungsumfrage unter Sedisvakantisten: 99,8 % für die Todesstrafe bei Abtreibung??
Lefebvre hat genau das Gegenteil dessen bewirkt, was er zu bewirken vorgibt. Er hat die „Alte Messe“ zu einem esoterischen Ritual einer klerofaschistischen Clique verkommen lassen. DAS spielt den Feinden Kirche in die Hand. Niemand hat der Durchsetzung der Liturgiereform (auf überhastete, teils peinliche Art) so sehr Vorschub geleistet, wie die aberwitzigen Traktate der frühen 1970er Jahre der extremen Rechten. Und zu den rechtswidrigen Weihen („kurzer Prozess“?) kam es nicht zufällig erst 1976, als nämlich sich das Ende der nachkonziliaren Krise abzeichnete. Es ist ein persönlicher Racheakt eines „Altfranzosen“ an einem „Christdemokraten“ gewesen und das macht der Kirche jetzt noch jahrzehntelang Ärger.
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#44   Evelin   00:08:43 | Freitag, 21. April 2006
Die Hauptaufgabe der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften
aus Sicht der V2-Kirchen-Hierarchie erkennt man anhand der Ausführungen von Bischof Rifan (von dem ich eine bessere Meinung hatte; noch als Priester hat ihn sogar Erzbischof Lefebvre gelobt; aber was tut man nicht alles für einen Bischofshut aus Rom) sehr gut: Die Bekämpfung der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Bewahrung der alten Liturgie oder der Sakramente in ihrer überlieferten Form ist es jedenfalls nicht.
Was diese Reisläufer und Wadlbeisser übersehen: Gäbe es die FSSPX nicht, wäre mit ihnen selbst schnell kurzer Prozeß gemacht. Ohne FSSPX kein Bischof Rifan von der großen Lippe.
Der Gatte der Evelin
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#43   Benedikt   22:34:27 | Donnerstag, 20. April 2006
Achtens und neuntens
Mgr Rifan hat
– Unfähigkeit zur Selbstkritik und
– Unfähigkeit zur Selbstreflektion
vergessen.
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#42   Dr. Otterbeck   13:48:39 | Donnerstag, 20. April 2006
Mit anderen Worten:
KEIN Martyrium zugunsten der Tradition?? Na also. Niemand ist berechtigt, andere stellvertretend ins Martyrium zu schicken (deshalb musste z.B. Pius XII. schweigen); aber wer doch nur einen Kampf auf einer intellektuellen Spielwiese kämpft, sollte doch die Rückfrage, wie ernst es der „Tradition“ mit ihrem Anliegen ist, nicht als „Blahblah…“ abtun. Der Ernstfall für Ihre Tradition ist eben nicht der NOM, nicht einmal Jesus Christus, sondern die „derrière-boutique“ mit allerhand Klamotten, die der Hl. Pius X. niemals mit „traditionalistes“ gemeint hat.
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#41   Athanasius   13:30:33 | Donnerstag, 20. April 2006
@Dr. Otterbeck…
Blah, blah, blah. Ich irre mich vielleicht, aber die Priester die in Litauen 1970er nicht die reformierte Messe annahmen, wurden von den Kommunisten aktiv verdächtigt. Sie waren Traditionalisten, und 1988, am 30. Juni, sandte das Presseministerium von Moskau noch auf Radio Pravda aus, daß „heute der Klero-Faschist Marcel Lefebvre vier faschistische Bischöfe geweiht hat“. Übrigens kann ich Ihnen die gleiche Frage stellen, denn die Krypto-Modernisten und Krypto-Protestanten in der nachkonziliaren Kirche kompromittieren ohne Ende mit Machthabern.
Zum weiteren werde ich wohl nur einen Heiligen zitieren müssen.
„Die wahren Freunde des Volkes sind nicht die Revolutionären, sondern die Traditionalisten.“ – Hl. Papst Pius X., Motu-Proprio ‘Notre Charge Apostolique’, 1909.
Und was die Hl. Theresia von Lisieux gesagt hat, hat sie so gesagt. Und das ist das größte Motto der meisten Traditionspriester in der hl. Römischen Kirche (etwa der FSSPX) schlechthin.
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#40   Dr. Otterbeck   12:54:09 | Donnerstag, 20. April 2006
Ste. Thérèse
zur Kronzeugin des Traditionalismus zu machen ist ja wohl etwas frech, lb. Athanasius. Mir ist jedenfalls bislang nicht bekannt, dass auch nur ein einziger Traditionalist irgendwo in der Welt sein Leben hingab für das Evangelium. Blutzeugen? Martyrer? Opfer?
Viele Tausende Christen, Katholiken, Orthodoxe, Protestanten, haben im totalitären 20. Jh. ihr Leben gelassen für Christus, so viele wie nie zuvor, nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch relativ zur Zahl der Getauften. Der Traditionalismus hat bislang nirgendwo „bis aufs Blut“ für Christus gelitten. Oder irre ich? Ein Indiz mehr dafür, dass es sich um eine latent totalitäre Attitüde handelt, also eigentlich um „Limitatio“ Christi statt imitatio Christi, Beschränkung des Evangeliums, nicht Verkündigung.
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#39   virOblationis   08:29:59 | Donnerstag, 20. April 2006
sog. Sieben Todsünden
Die Siebenzahl weist darauf hin, daß es dem Bischof kaum um die exakte Feststellung des Schweregrades der aufgezählten Sünden ging, sondern vielmehr um eine Abwandlung der volkstümlich sog. „Sieben Todsünden“ (so, wie man beispielsweise „Zehn Gebote für Autofahrer“ o.Ä. formuliert hat):
Hoffart (Demut)
Neid (wohlwollende Liebe)
Zorn (Geduld)
Geiz (Freigebigkeit)
Unmäßigkeit (Nüchternheit)
Unkeuschheit (Keuschheit)
Trägheit (Eifer im Guten)
In meiner Aufzählung der „Sieben Todsünden“ habe ich die entgegengesetzten Tugenden in Klammern mit aufgeführt.
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#38   expedit   08:12:05 | Donnerstag, 20. April 2006
Todsünden
Im Kleinen Katechismus aus dem Kompendium der christlichen Lehre des heiligen Papstes Pius X. (Druck 1984 im Mediatrix-Verlag Wien) lese ich, dass eine Todsünde eine Übertretung des göttlichen Gesetzes in einer wichtigen Sache ist, wenn sie mit voller Erkenntnis und freier Überlegung geschieht.
Diese Todsünde ist also eine schwere Sünde, weil sie die Seele tötet, das heißt ihr die Gnade Gottes, nämlich das übernatürliche Leben raubt und den Sündern der Verdammnis schuldig macht.
Die Todsünde raubt uns alle bisherigen erworbenen Verdienste oder nimmt ihnen ihren Wert und macht den Menschen unfähig, für das ewige Leben verdienstliche Werke zu vollbringen. Sie macht den Menschen auch noch mehr zum Bösen geneigt!
Hat das Mons. Fernando Areas Rifan, Bischof der Apostolischen Administratur St. Jean Vianney von Campos in Brasilien tatsächlich wirklich so gemeint?
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
Denn solche Todsünden finden wir doch überall! In allen Gruppen, egal ob Modernisten, Traditionalisten oder sonst eine Gruppierung!
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#37   Athanasius   18:26:00 | Mittwoch, 19. April 2006
@Otterbeck
Ihr Lyrium zu Paul VI. (den Sie als „Montini“ bezeichnen, was ich ja eher von Sedisvakantisten erwarte), nimmt kein Ende. Der Novus Ordo (der alle Optionen freigibt, auch um eine Feier ohne Erwähnung von „Opfer“ zu zelebrieren) stellt einem Ende dem Ritual? Ja, der ganzen hl. Messe, der täglichen Zelebration, der wenigstens äusseren Ehrfurcht. Das alles hat dieser N.O.M. ein Ende gesetzt. Und dem Kirchgang der Massen. Der Tridentinischer Ritus ist kein blosses Ritual, wenn Sie soetwas behaupten, verurteilen Sie direkt Heiligen wie die hl. Theresia von Lisieux, die sagte, dass sie direkt ihre Leben geben würde um nur eine Zeile des überlieferten römischen Ritus zu behalten. Den Hl. Pater Pio auch, der nur den Vetus Ordo zelebriert hat. Sie bringen hier wieder die billige Frage der Sprachen hervor, aber zur Wichtigkeit von sowohl Latein, Griechisch als Hebräisch, empfehle ich Ihnen „Veterum sapientia“, von Johannes XXIII. (1962). Es geht ja auch gar nicht um die Sprache an sich.
Aber Sie sind ja Akademiker, und Sie werden es wohl besser wissen als die Heiligen der Römischen Kirche und besser als das Konzil von Trient (und sogar besser als Vaticanum II. das die Erhaltung vom Latein sowie der vielen Riten befahl).
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#36   mahner   14:40:34 | Mittwoch, 19. April 2006
Das Problem bei Pius X ist…
daß es sehr vernünftige Priester gibt, die dem o.g. Bild nicht entsprechen, und eben solche, auf die diese 7 Punkte voll und ganz zutreffen, solche, die die jetzige Annäherung hintertreiben wollen und die kluge Köpfe wie einen P. Maessen hinauswerfen…
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#35   Laurentius2   13:52:05 | Mittwoch, 19. April 2006
Piuspredigt
Vor einigen Jahren habe ich einmal die Predigt eines Pius-Priesters gehört, welche in dieselbe Richtung ging. das hat mich wiederum umso mehr überzeugt, daß diese Priester einfach sehr gut sind !
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#34   Dr. Otterbeck   12:06:07 | Mittwoch, 19. April 2006
Montini n’est pas Loisy
Athanasius I und II haben hier wieder ihr Lieblingsthema ausgepackt. Die Konfusion von Modernismus I und II.
Richtig zitierten Ath. I+II, dass Loisy, der Urheber des (1909 von ihm selbst für gescheitert erklärten!) M I, es liebte („dire la messe“), täglich die Messe aufzusagen.
Das müsste zu denken geben. Die bloße Feier des alten Ritus garantiert eben nicht die Korrektheit des Glaubens. Selbst der Urheber des „klassischen“ Modernismus war im „klassischen“ Ritus bewandert, zelebrierte gern. Das ist die Klippe: Der Ritus kann zum Ritual herabsinken (was er aus sich nicht ist); ein Ritual ist aber mit jedweder Weltanschauung vereinbar, ein Ritus nicht.
Daher hat der Novus Ordo Montinis diese Gefahr verringert, entgegen aller üblen Nachrede (cf. Prooemium zum Missale 1970; lesen!). War aber schon die Einführung der lat. Liturgie (ggü. der griechischen) „Modernismus“? Jawohl. Es gibt einen notwendigen Modernismus, ebenso wie wie eine notwendige Intransigenz. Angst davor hat nur, wer eben nicht darauf vertraut, dass Christus seine Kirche mittels konkreter Entscheidungen des Amtes zu führen vermag. Päpste und Konzilien irren im allgemeinen nicht. Von dort ergeht die je aktuelle Abgrenzung des Unveränderlichen vom Veränderlichen. Wer darauf nicht mehr vertrauen kann, der ist faktisch „Protestant“ und muss sich sein persönliches Bekenntnis aus Schrift und Tradition nach gusto zusammenbasteln.
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#33   hallomal   11:28:05 | Mittwoch, 19. April 2006
die sieben todsünden der traditionalisten
ja da kann ich dem Herrn Bischof nicht widersprechen, diesen Geist findet man ein der katholischen Kirche zu
hauf, und du gehst als fremder rein und genauso gehst du wieder raus, sie sind alle nur noch für sich selbst da.
leider leider von der lehre ist nur noch die leere des handels vorhanden, bedauerlichweise schrecklich.
auf der suche nach gott mit jesus ist wortwörtlich alles vorhanden aber da gelebt ist es nicht.
bitte arbeiten sie daran die menschen zur christlichen aktivität hin zu verändern.
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#32   Pünktchen   10:47:44 | Mittwoch, 19. April 2006
Aurelius, Athanasius
Aurelius:
ich bin kein Traditionalist. Ich bin katholisch
Das ist alles trefflich gesagt! Danke!
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#31   Aurelius   10:37:19 | Mittwoch, 19. April 2006
@ Athanasius
[Schlimm] ist vor allem, daß „Indult-Traditionalisten“ – etwa wie Aurelius –
Nette Klassifizierung –- „Indult-Traditionalist“. Wenn’s nicht so traurig wäre, wäre es wirklich zum Lachen.
Aber ich bin kein Traditionalist.
Ich bin katholisch.
sich bloß freuen über Kritik an die Mit-‘Traditionalisten’, während man sich davor scheut auch nur kleinstes an Kritik auszuüben den Modernisten in der Hierarchie gegenüber.
Ob ich mich „scheue“, Kritik an denjenigen, die Sie „Modernisten“ zu nennen pflegen, können Sie gar nicht beurteilen. Insofern ist Ihre Bemerkung hier absolut fehl am Platze und ist darüber hinaus auch noch
Sehr peinlich.
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#30   Marcel   09:33:34 | Mittwoch, 19. April 2006
Hauptsünden sind nicht Todsünden
Thaddeus schrieb: Müsste es nicht, wenn schon, richtig heißen: Sieben Hauptsünden…?
In der Tat. Doch was stört dieser grundsätzliche Unterschied schon eine unnütze Diskussion?
Es ist neben Ihnen nur sehr wenigen Teilnehmern aufgefallen, daß man den englischen Originalbegriff „Capital sin“ des Mgr. Rifan nicht mit Todsünde, sondern mit Hauptsünde übersetzen müßte. Womöglich verwenden die Übersetzer dann für den englischen Begriff „mortal sin“ bzw. „grave sin“ etwas wie „Supertodsünde“ oder eine andere lustige Form der Klimax. Auch ist der alte Katechismus offenbar nicht mehr so recht bekannt, der von den sieben Hauptsünden spricht, nicht von den sieben Todsünden.
Daß die Hauptsünden den Weg zur Todsünde ebnen, ist wahr, steht aber auf einer anderen Seite (im Katechismus).
Ergo: Oberflächlich übersetzt, oberflächlich gelesen, oberflächlich gedacht, oberflächlich diskutiert. Also passend zum oberflächlichen Text eines inzwischen oberflächlich denkenden Autors, der tiefergehend durchaus weiß, daß ihm die Karriere wichtiger ist als die Wahrheit.
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#29   Athanasius   09:22:15 | Mittwoch, 19. April 2006
Schlimm,
ist vor allem, daß „Indult-Traditionalisten“ – etwa wie Aurelius – sich bloß freuen über Kritik an die Mit-‘Traditionalisten’, während man sich davor scheut auch nur kleinstes an Kritik auszuüben den Modernisten in der Hierarchie gegenüber. Sehr peinlich.
Auch frage ich mal etwa einem Aurelius, ob er denn findet, daß der alte P. Rifan, auch schuldig an diesen ‘Todsünden’ ist, denn auch er hat – viel öfter und viel mehr als ein gemäßigter Mgr. Bernard Fellay – harte Kritik ausgeübt, wobei er Johannes-Paul II. anklagte, bis zur Apostasie (zum „Gebetstreffen Assisi 1986“).
Wie Mr Gillibrand gut gesagt hat: In einem Krieg gehört es sich auf die Gegner zu schießen (präzise und mit scharfer Munition!), nicht die eigenen Mitsoldaten zu beschießen, zu demoralisieren und anzugreifen (wie S.Exz. F.A. Rifan dies bereits 2002 tat in dem jeden ‘anathemisierte’, der ohne „vatikanisches Erlaubnis“ ein römisch-katholisches Apostolat ausübt).
Es soll doch kaum wundern, daß dann logische, nüchterne Leute (sowohl Neokonservativen, Modernisten und Ultratraditionalisten in der Kirche), glauben er habe die Lager gewechselt. Sogar Cottier O.P. sagte schon 2001: „Sie haben die Gültigkeit der Neuen Messe anerkannt. Bald werden sie ihn auch zelebrieren ab und zu.“ Und er bekam recht.
Mit Glaube und Glaubenspraxis lässt sich aber nicht politisieren und kompromittieren, etwas was S.Exz. Bernard Fellay FSSPX gut versteht!
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#28   Thaddäus   07:38:41 | Mittwoch, 19. April 2006
Sieben Todsünden?
Müsste es nicht, wenn schon, richtig heißen: Sieben Hauptsünden…?
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#27   bonifatius   22:21:28 | Dienstag, 18. April 2006
Wesen des Christseins
Bin kein „Tradi“, schätze aber die Werte meiner christlichen Vorfahren sehr.
Verehrter Bischof Rifan, „christlich ist nicht die Gesellschaft, in der niemand sündigt, sondern die, in der viele Buße tun!“ (Davila)
Wo sind die Bußfertigen der Neo’s, der Progresisten, auch der Tradis?!
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#26   QUIS UT DEUS   21:47:57 | Dienstag, 18. April 2006
Bischof Castro Mayer würde weinen!!
Bischof Castro Mayer würede weinen wenn er noch unter uns wäre und sieht was man aus seinem grossen Erbe gemacht hat!
Aber ich bin sicher er ist im Himmel und bittet in diesem Augenblick bei Jesus + Maria Sie mögen den Bischof und die V Kirche doch bekehren,aber haben wir Geduld,es wird kommen wenn der Herr will!
Keine Angst ER hat alles im Griff nur wir nicht,leider!
Und an die Pro Rifan wie feiert Ihr die Hl. Messen im Karneval Kostüm etc.
Ich bete für Euch und schliesse Euch jeden Tag in der
Hl. Messe ein damit Ihr Euch bekehrt!
Und Eure geistige Blindheit zu Ende ist!
Behüt Euch Jesus ,Maria,Josef und der Hl.Erzengel Michael!
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#25   Gillibrand   21:21:15 | Dienstag, 18. April 2006
„Friendly fire“
In war the general idea is to attack the enemy, not your own side. If this is genuine humility he is wrong, if this is false humility, he is wrong.
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#24   expedit   16:55:40 | Dienstag, 18. April 2006
Die 7 Todsünden der MODERNISTEN!
Oh, pardon!
Die gibt es ja gar nicht!
Es gibt ja nur 7 Todsünden bei den TRADITIONALISTEN!
Oder?
Also, ehrlich!
Es soll ja 7 Todsünden geben! Aber die heißen doch anders!
Und dann kann man doch NICHT, weder bei den MODERNISTEN noch bei den TRADITIONALISTEN PAUSCHAL eine solche Aussage machen!
Jeder einzelne Mensch ist doch unterschiedlich und für sich selbst verantwortlich!
Da kann man doch weder als Bischof noch als ein sonstiges Menschlein, eine solche Pauschalierung vornehmen!
Das klingt ja auch fast nach Sippenhaft!
Daher der Titel „Die 7 Todsünden der MODERNISTEN!“, um endlich einmal aufzuwachen!
Leider kann jeder Mensch 7 Todsünden begehen!
Aber dafür haben wir von Gott auch die Willensfreiheit bekommen!
Und diese Willensfreiheit lass ich mir weder von Modernisten noch Traditionalisten wegnehmen!
Und ein solcher Bischof, der so etwas von sich gibt, muss ja acht geben, dass er nicht einst selbst in einem Istmus (vielleicht von Korinth?) STECKEN bleibt!
So, dann warte ich gerne auf ein Contra!
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#23   Karl Murx   16:52:21 | Dienstag, 18. April 2006
@Eckner
Thomas kommt nicht mit einer neuen These, sondern beschreibt sachliche Gegebenheiten. Ohne die Realunterscheidung von Person und Natur wäre das Konzil von Chalzedon ein terminologischer Firlefanz.
Thomas zieht aus den Texten des Konzils von Chalzedon die sachlichen Konsequenzen und er ist laut Berger der erste Theologe des Mittelalters, der dieses Konzil „in extenso“ zitiert und ausgiebig damit arbeitet. (David Berger, Thomismus, Köln 2001, Kapitel: Ein einziges Sein in Christus, Seite 291). Übrigens wäre ja auch schon das Konzil von Nizäa hinfällig, wenn eine sachliche Unterscheidung zwischen Hypostase und Ousia nicht gegeben wäre.
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#22   centesimus annus   16:43:00 | Dienstag, 18. April 2006
göttlich
wie sich aufgrund dieses beitrages die sog. traditionalisten gegenseitig zerfleischen und dabei findet sich in der jetzigen postingliste bereits für jede der behauptungen des bischofs mindestens eine belegstelle. besonders göttlich finde ich ja thomas von aquin als grundpfeiler des konzils von chalcedon, da muss ich wirklich sagen, hut ab, soetwas wär einem linkskatholiken wie ich es einer bin im traum nicht eingefallen, so viel alkohol gibt es gar nicht auf der welt.
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#21   Evelin   16:16:46 | Dienstag, 18. April 2006
Vielleicht wäre es besser gewesen,
wenn der Bischof seinen „Beichtspiegel“ über „Tradis“ (ich persönlich goutiere eigentlich „traditionalistisch“ nicht, denn ich bin römisch-katholisch) in einem überregionalen Fastenhirtenbrief zusammengefasst hätte.
Mit ein bisschen mehr objektiven Grundlagen beispielsweise, warum diejenigen Hauptsünden denn so oft durchaus vorkämen.
Zu seiner Person: es ist eben oft so, dass manche früher sehr sehr scharf waren (schärfer als die FSSPX), und dann auf einmal sich um fast 180 Grad wenden.
Als S. E . Bischof Rifan das letzte Mal in Österreich war, hat so ein häßlicher sündiger „Tradi“ wie der „Gatte der Evelin“ beispielsweise Rifan für die sozialen Werke der Apostolischen Administratur 100 Euro gespendet.
Und man stelle sich vor, „Tradis“ gehen sogar beichten.
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#20   Sulpicius   16:15:24 | Dienstag, 18. April 2006
Bischof Rifan…
… und seine „Heile-heile-Gänschen“-Mentalität…
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#19   Sozialkatholisch   16:14:04 | Dienstag, 18. April 2006
Sind alle Tradis böse?
Diese Vorwürfe als Todsünden zu bezeichnen ist nicht recht. Das einzige was man als Todsünde bezeichnen könnte ist, wenn ein Tradi wirklich denken würde, das alles außerhalb der Tradition verloren, sprich gottlos wäre. Allein schon alle Tradsis über einen Kamm scheren ist unrecht. Es ist vielleicht manchmal wirklich schwer zu den einen oder anderen Tradi Zugang zu bekommen, aber deshalb gleich allen Hass zu unterstellen. Böcke und Schafe gibt es überall und wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt gleichzeitig mit 3 Fingern auf sich selbst (natürlich nur wenn er noch alle hat).
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#18   Aurelius   15:56:44 | Dienstag, 18. April 2006
Den Nagel auf den Kopf getroffen
Bischof Rifan hat mit seiner Kritik den Nagel auf den Kopf getroffen, wie es hier zahllosen Beiträgen ersichtlich ist.
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#17   Horst Eckner †   15:53:22 | Dienstag, 18. April 2006
@karl murx:
Wie Du vielleicht weißt, ist das Dogma von Chalkedon etliche Jahrhunderte älter als Thomas. Insofern kann NICHTS von Thomas „Pfeiler des Dogmas von Chalkedon“ sein. Pfeiler von Chalkedon sind die Bibel und die früheste Kirchengeschichte/Patristik. Alles weitere muss sich daran messen – nicht umgekehrt.
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#16   Karl Murx   15:07:35 | Dienstag, 18. April 2006
Welche andere Terminologie?
Die andere Terminologie Bendikts XVI. besteht einfach darin, daß für ihn Sein und Wesenheit, Person und Natur dasselbe sind. Das geht ganz klar aus dem Text hervor.
Und genau das ist es ja, was ich kritisiere, denn Wesenheit und Sein sind real unterschieden, so wie Potenz und Akt.
Ratzinger weiß sehr genau, wovon er spricht, denn die thomistische Realdistinktion ist gerade der Pfeiler des Dogmas von Chalzedon. Deswegen ist ja genau das Gegenteil die Lehre des Existenzialismus, der das Sein zum Wesensbestandteil der Natur macht. Da ist für die hypostatische Union im eigentlichen Sinne gar kein Platz mehr. Aber unser Jungschnösel Athanasius I, II, III, IV etc. weiß es mal wieder besser. Was meint denn denn Ratziputin damit nun, wenn er von einer „communion existentielle“ spricht?
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#15   AthanasiusII   14:50:16 | Dienstag, 18. April 2006
Fortsetzung
Hier etwas vom „alten“ P. Rifan.
www.sspx.ca/…ns_Consecrations.htm
www.sspx.ca/…araisaic_Scandal.htm
Den Traditionalisten Vorwürfe zu machen, paßt nicht im Lichte der Skandale der letzten vierzig Jahre. Und wie hier beweist wird: Anklagen S.Exz. Rifan werden von sowohl Neokonservativen wie moderat-neomodernistischen Verteidigern einer – zwar gemäßigten – liturgischen und theologischen Revolution, verwendet (mißbraucht?), um dem zahlenmäßig noch immer wachsenden Kampfe für die und dem Ansturm von der römisch-katholischen Tradition ein „endgültiges Halt zu bieten“.
Es beschädigt die Bewegung für die Wiedererstellung enorm. Warum tut Bischof Rifan das auch der kanonisch errichteten Kongregation Priesterbruderschaft St. Pius X., dem „Werk Gottes für die Restoration Seiner katholischen Kirche“ (wie sowohl Kardinal Gagnon, der 1987 allerdings einem feierlichen Hochamt des „suspendirten“ Mons. Lefebvres beiwohnte, und Padre Rifan ehemals die FSSPX bezeichneten), an?
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#14   Athanasius   14:43:28 | Dienstag, 18. April 2006
Nochmal…
…vonder misslungenen Ironie gegen die Traditionalisten des „Horst Eckner“ abgesehen, muss ich zu Hn. Karl Murx sagen, daß diese Aussagen über Benedikt XVI. (etwa „Ratzputin“) nicht hierher gehören, so wie auch die Anklage wegen „Häresie“ ihm gegenüber weil er eine andere Terminologie verwendet, ohne Fundament bleibt.
Zur Sache des Hochwürdigsten Bischof Fernando Arêas Rifan ist es einfach so, daß die Kritik gegen Tradis sehr einseitig ist. Wenn man mein Beitrag unten gelesen hätte, hätten die ‘neokonservativen’ und progressistischen Schreiberlinge hier gewußt, daß Rifan mit einigen „Hauptsünden“ völlig recht hat.
Er schweigt aber darüber, wo er früher selber ja heftig kritisierte und schimpfte. Diözesanbischof Antônio de Castro Mayer war weitaus kritischer und vehementer in seinen Aussagen Paul VI., Johannes-Paul II., den liturgischen Neuerungen und den Modernisten gegenüber als etwa ein Erzbischof Marcel Lefebvre war. Rifan war Sekretär von De Castro Mayer. Rifan hat sich wirklich verwandelt, vielleicht müde von der langen Dauer der nachkonziliaren Krise in unserer geliebten römisch-katholischen Kirche.
Hauptsünden gibt es sicher, aber Rifan müßte auch wissen, daß ein Mensch ohne Glaube schon gar nicht Gott gefallen kann. Deswegen ist Kritik an die Hierarchie und die Krisenursachen benötigt, keine interne kleine Streitigkeiten und Ärgenisse.
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#12   Karl Murx   14:09:32 | Dienstag, 18. April 2006
Definition der Liebe, Stolz etc…?
Da der überlieferte Ritus der Messe und alle überlieferten Sakramente der Kirche die Glaubenswahrheiten enthalten, sind wir mir recht stolz auf dieses Erbe, was wir freilich als eine Gnade ansehen sollten.
Was die Kritik am angeblichen Lehramt (Leeramt?) angeht, so fände ich eine Erklärung schätzenswert, inwiefern ein Christus, der nach Benedikt XVI. aus zwei Seinden besteht und nur eine „existentielle Communio mit Gott“ www.phpbbserver.com/phpbb/viewtopic.php?t=456&mforum=l… ist, der eine Christus sein kann. Wie man an der Osterpredigt von Ratzputin sieht, benutzt er den Begriff der Person nicht als das, was der Natur das Sein gibt, sondern wie Nestorius den Begriff „Prosopon – Maske“, eben nicht als Hypostase. Es gibt nach Ratzinger also zwei Sein in Christus, die eine Gemeinschaft bilden und nicht zwei Naturen (die das Sein nicht enthalten), die in der Hypostase (Person) des Logos subsisitieren. Ich warte angesichts der Entscheidung von Pius XI. zu den sogenannten 24 thomistischen Thesen, wovon die Realunterscheidung von Sein und Wesenheit eine ist, wie denn Jesus zusätzlich zu seiner menschlichen Natur, auch eine menschliche Existenz haben konnte, von der mir jetzt zu Ostern versichert wird, es sei eine Gemeinschaft des Seins. Es gibt in Christus numerisch nur ein Sein, aber zwei Naturen. Ich warte also darauf, daß Rifan nachweist, weshalb ich keine sachlichen Gründe haben sollte, Frankenchurch diese Irrtümer vorzuwerfen.
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#11   Agiafortuni   14:00:30 | Dienstag, 18. April 2006
Frage an Bischof Rifan
Heisst für Bischof Rifan „sentire cum ecclesia“, dass wir uns von skandalösen Handlungen JP I wie das Schuldbekenntnis, das zweifache Jammerspiel von Assisi, der Besuch in der Synagoge usw. nicht distnazieren dürfen. Heisst es das man gegenüber einer skandalösen Handlung wie jene Kardinal Meissners, der es vorzog ein ehemaliges Kloster in ein Wellnesszentrum umwandeln zu lassen anstatt den Verkauf an die Piusbruderschaft zu billigen, einfach schweigen soll. Kennt Hochwürden die Ekklesiologie Benedikt XVI?
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#10   PetrusII   13:44:39 | Dienstag, 18. April 2006
Todsünden?
Todsünden! Diese Bezeichnung sollte hier bestimmt nicht stehen. Was sind Todsünden? Ohne Ihre Beichte und Reue ist Mann/ Frau für immer verloren. Folglich kann ein Traditionalist nur verloren sein. Fehler ja, das haben wir alle. Todsünden, NEIN – hoffentlich haben wir keine.
Auffallend ist, dass gerade die nachkonziliare Kirche, oft gegen die Tradition, mit den oben angeführten Anschuldigungen vorgeht. (Siehe Äusserungen von Bischöfen und Priestern gegen die Tradis)
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#9   Markus-Antonius †   13:42:53 | Dienstag, 18. April 2006
Danke
Dem hw. Herrn Bischof Rifan sei für seine kritisch Analyse herzlich gedankt. Sehr entlarvend für viele Schreiberlinge hier im Forum. Genau die richtigen springen natürlich auch sofort darauf an. Ein herrliches Schauspiel!
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#8   Schorsch   13:31:47 | Dienstag, 18. April 2006
Leider
musste ich (als Tradi) die geäusserten sieben Todsünden, die HW. Bischof Rifan festgestellt hat, selber schon erfahren. Allerdings sollte berücksichtigt werden, daß auf uns seit Jahren eingedroschen wird (und nicht gerade zimperlich – wer kritisiert eigtl. das?). Und nicht jeder ist in der Lage solche Angriffe galant/rhetorisch zu parieren oder einfach wegzustecken. Ausserdem kommt die Gemeindesituation (lange Anfahrt usw.) erschwerend hinzu. Wir arbeiten an uns!
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#7   ottaviani   13:01:26 | Dienstag, 18. April 2006
der gute Mgr.
Die Mahnungen von Mgr. Rifan mögen zum Teil ihre berechtigung haben sie müssen aber im zusammenhang mit seiner Person gesehen werden
Dieser Mann hat sewinen geistlichen Vater Mgr de Castro Meyer wie ein Judas veraten in dem er alles auf eine liturgische orliebe reduziert aber keine kritische Worte mehr findet zum Vatikanum III ect die Priesterbruderschaft ist gt beraten sich von solchen römischen Lösungen fernzu halten
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#6   Athanasius   12:38:16 | Dienstag, 18. April 2006
Während…
…diese ‘sieben Hauptsünden’ durchaus gut einige Probleme im „Traditionalismus“ in der römisch-katholischen Kirche anprangern, ist es skandalös, daß Bischof Rifan nirgendwo im Interview auch nur Kritik an die Modernisten, und die gegenwärtige Kirchenführung ausübt, mal von dem Gefahr einer „modernistischen Predigt“ abgesehen. Hätte er das Hauptproblem (Neomodernismus und neue Liturgie) auch herbeigeholt, wäre die Kritik Seiner Exzellenz an die ‘Traditionalisten’ gut, ja lobenswert (kritische Reflexion gegenüber „uns“ selbst ist nie schlecht). Aber die skandalöse Stille und Schweigsamkeit von Rifan dem Neomodernismus gegenüber, macht diese Aussagen zu einem einseitigen Angriff, offensichtlich dadurch motiviert, daß er seine Position als Apostolischer Administrator nicht gefährden will. Aber gerade regularisierte Traditionalisten sollen doch Kritik äussern, denn diese trägt Früchte.
Bei Rifan findet man davon aber nichts. Er hat sich wirklich gewandelt. Ohne Zweifel. Und das ist keine Rhetorik von „Hard liner“-Tradis.
Zum übrigen ist das sakramentale Wirken von Bischof Rifan natürlich lobenswert, und er verdient immer unser Gebet und unser Vertrauen.
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#5   turk   12:30:58 | Dienstag, 18. April 2006
Hilfreicher Beitrag
Dank Seiner Exzellenz ein bedenkenswerter Beitrag, der schon in der Fastenzeit hätte erscheinen können / sollen.
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#4   Marcel   12:29:58 | Dienstag, 18. April 2006
Sieben: Schnee von gestern
Das US-Traditionsmagazin „The Remnant“ brachte schon vor einiger Zeit eine gute Erwiderung auf „Sieben“ des Bischof Rifan, von Christopher A. Ferrara & Michael J. Matt:
An Open Letter to Bishop Fernando Areas Rifan, www.remnantnewspaper.com/…-2006-0415-rifan.htm
Das wäre auch übersetzenswert. These – Antithese: schön nachkonziliar.
Auf die Rifan-Erwiderung des Thomas A. Droleskey habe ich schon verwiesen:
A Bishop’s Wonderland: A Response to Bishop Fernando Areas Rifan www.christorchaos.com/…shopsWonderland.html
„Die alte Kirche ist mir lieber“, schrieb einst Bischof Ziegelbauer. Mancher sagt „Der alte Rifan ist mir“ lieber, z.B. P. Rifan im Jahre 1988:
Pharaisaic Scnandal www.sspx.ca/…araisaic_Scandal.htm
Jetzt habe leider nur auf englische Artikel verwiesen. Das liegt daran, daß die US-Traditionalistas aktiver sind. :-)
Damit übergebe ich die Diskussion den Neocons.
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#3   wiener   12:27:27 | Dienstag, 18. April 2006
recht gute analyse
– stolz
– hass
– schnelles verurteilen
– skandalsucht
– ungehorsam gegenüber dem kirchlichen lehramt
– (zweck-) pessimismus
scheint jedenfalls ein kluger mann zu sein, der bischof von campos – anders als so manche vulgär-traditionalisten, die hier immer wieder das große wort führen.
man könnte noch hinzufügen:
– rufmord
– bösartigkeit
– eine (geradezu satanische) freude an fehlern und missbräuchen
– selbstzufriedenheit bis hin zu unerträglicher arroganz gegenüber papst und bischöfen
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#2   virOblationis   12:24:12 | Dienstag, 18. April 2006
Tradition
Immerhin, ohne die von ihm gebrandmarkten Traditionalisten wäre Msgr. Rifan nicht Bischof. – Renegaten verhalten sich oft am häßlichsten.
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#1   Romulus   12:23:42 | Dienstag, 18. April 2006
Recht hat dieser Bischof!
An alle Tradis von Tradi-Tratsch, Marcel, Gatte der Evelin, Brandenburgis, Karl Murx u.a.
LEST EUCH DEN ARTIKEL LANGSAM UND AUFMERKSAM DURCH!
ALLE TODSÜNDEN, DIE DER BISCHOF HIER BESCHREIBT, SIND IN IHREM AUFTRETEN HIER IM FORUM ZU FINDEN!
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