Bei Vorträgen in Frankreich sprach der Bischof einer brasilianischen Traditionalisten- Diözese auch über die Eigenschaften traditioneller Gläubiger. Er fand dabei Gutes und Schlechtes.
(kreuz.net) Während eines Aufenthalts in Frankreich führte die US-Webseite ‘Angelqueen’ ein Interview
mit Mons. Fernando Areas Rifan, dem Bischof der Apostolischen Administratur St. Jean Vianney von Campos
in Brasilien.
Der Bischof hielt sich im März in Frankreich auf, um vor Gläubigen der Tradition zu sprechen.
Im Interview sprach er auch über den Inhalt seiner Vorträge. Er habe dort dargelegt, daß ein Gläubiger
dem Lehramt der Kirche anhängen müsse, und die Einheit mit der Hierarchie und mit dem „Sensus Ecclesiae“
unterstrichen.
Der Bischof warnte auch davor, politische Überzeugungen und liturgische Fragen zu vermischen.
Außerdem erklärte er, daß die gegenwärtig Kirchenkrise die Progressisten in die Irre geführt habe –
und die Traditionalisten manchmal auch.
Bei seinen Vorträgen habe er – so Mons. Rifan – die Eigenschaften
traditioneller Gläubiger herausgestellt. Dazu gehörten ihre große Liebe zur Kirche, ihr großer Eifer
für das Heilige und anderes mehr.
Diese Eigenschaften seien auch vom früheren Kardinals Ratzinger hervorgehoben
worden, der die Gläubigen der Tradition als jene bezeichnete, welche die Liturgie nicht als eine spirituelle
Show ansehen würden, sondern als Begegnung mit dem lebendigen Gott, in dessen Gegenwart alles Tun unbedeutend
werde, weil nur diese Begegnung uns Zugang zum wahren Reichtum des Seins verschaffen könne.
Bischof
Rifan erklärte weiter, daß er auch die sieben Todsünden der Traditionalisten gesammelt habe.
In ihnen
würden die Versuchungen und Gefahren zum Ausdruck kommen, in welche diese Gläubigen fallen könnten
und denen sie manchmal auch tatsächlich erlägen:
Als erste Todsünde nennt der Bischof den Stolz. Er
bestehe im Gefühl, als ob die Gläubigen des Alten Ritus einige exklusive Einsichten in die Wahrheit
des Glaubens besitzen würden. Man begegne in diesem Zusammenhang auch der Vorstellung, „daß wir die
einzigen Katholiken sind, sozusagen die Retter der Kirche“.
Als zweite Todsünde sieht der Bischof einen
systematischen Mangel an Nächstenliebe: „Seht, wie sie einander hassen.“ Das sei das genaue Gegenteil
von dem, was die Heiden über die ersten Christen sagten. In diesen Bereich gehöre auch die Kunst, sich
die eigenen Freunde zu Feinden zu machen.
Die dritte Todsünde zeige sich in einer Tendenz zum schnellen
Verurteilen. Darin sei der Geist der Verdächtigung und der Verschwörungstheorien eingeschlossen.
Die
vierte Todsünde sei eine Skandalversessenheit sowie eine Kritiksucht, die zum System geworden sei.
Ein
Geist des Streites und des systematischen Ungehorsams sei die fünfte Todsünde. Sie beinhalte auch den
Ungeist der Unabhängigkeit von der Hierarchie und vom kirchlichen Lehramt.
Die sechste Todsünde sei
ein liturgischer Gruppengeist, der dem Motto anhange: „Außerhalb von uns gibt es kein Heil.“
Als siebte
und letzte Todsünde bezeichnet Mons. Rifan schließlich einen in Traditionalistenkreisen häufig anzutreffenden
Pessimismus, welcher der christlichen Hoffnung und dem Neuen Testament widerspreche.
Bis zu einem gewissen
Grad gehöre dazu auch eine Zufriedenheit mit der Abnormalität der eigenen Situation und mit den Fehlern
des menschlichen Teils der Kirche, als ob diese die eigenen Positionen rechtfertigen könnten.
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52 Lesermeinungen
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und die Sünde wider den Heiligen Geist Nicht nur von der liturgischen Seite, auch von der caritativen
Seite ist nachweisbar, dass die Tradi ein „Eigenleben“ außerhalb der Kirche führen. Ihre Selbstgerechtigkeit
will nur Störfaktor sein.
Grüßgott, virOblationis Es freut mich, daß Sie eine herzlichere Atmosphäre vorgefunden haben als ich.
Ich meine, mich durchaus bemüht zu haben, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Aber ich erlebe immer
wieder, daß sich jemand lieber abwendet, als sich von mir auch nur die Kirchentür aufhalten zu lassen
und daß einfache Regeln des Umgangs und der Höflichkeit nicht beachtet werden. Zu geselligen Veranstaltungen
im Priorat gehe ich daher überhaupt nicht mehr. Einmal wurde eine ältere Dame während eines Gottesdienstes
ohnmächtig und jemand rief den Sanka… Außer mir leistete niemand der Dame und ihrer Tochter e Gesellschaft
Dann kam der Pater aus der Kirche und startete sofort durch ins Pfarrhaus, ohne nach den beiden zu sehen
(vielleicht hätte man der älteren Dame ja die Sterbesakremente spenden müssen; zumindest hätte geistlicher
Zuspruch gut getan). Und der Sanka vor dem Priorat war eigentlich nicht zu überhören und nicht zu übersehen,
ich kann mir also kaum vorstellen, daß der Pater nichts gemerkt hat, zumal es ja auch schon während
des Gottesdienstes deswegen unruhig gewesen war. Damals habe ich wirklich geglaubt, ich bin im falschen
Film. So kalt und abweisend, wie es bei mir ankommt, kann die Gemeinde doch gar nicht sein. Ich bin mittlerweile
auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, Messen im alten Ritus zu besuchen. Ich hoffe , daß diese unter
dem jetzigen Papst zahlreicher werden. Mich würden auch die Erfahrungen von weitern Gläubigen interessieren.
Ich grüße Sie herzlich.
#51 virOblationis 22:39:21 | Dienstag, 25. April 2006
Herzlichkeit Sofiairene schrieb: „…bei der Piusbruderschaft. Kaum je habe ich in 19 Jahren mit anderen
Gläubigen oder Patres ein freundliches Wort oder einen Gruß austauschen können… Hoffentlich ist die
Kälte, die mir jedes Mal entgegenströmt, nur Teil meiner Wahrnehmung…“ Was Sie schreiben, erstaunt
mich. Gewiß, es gibt auch in unserer Kapelle Gläubige, die mit anderen keinen Kontakt wünschen, und
die Patres haben nun einmal ganz unterschiedliche Charaktere. Insgesamt aber habe ich in der Kapelle schon
weit mehr Herzlichkeit gefunden, als in den NOM-Gemeinden, die ich früher kennengelernt habe. – Und das
im kühlen Norden!
#50 sofiairene 21:24:08 | Dienstag, 25. April 2006
systematischen Mangel an Nächstenliebe kenne auch ich von meinen Messebesuchen bei der Piusbruderschaft.
Kaum je habe ich in 19 Jahren mit anderen Gläubigen oder Patres ein freundliches Wort oder einen Gruß
austauschen können. Notiz wird höchstens genommen, wenn ich mich versehentlich auf einen besetzten Platz
setze. Das Begräbnis meiner Mutter wurde in würdig zelebriert, seelsorgerischer Beistand (Kondolenzbesuch,
Zuspruch) wurde mir jedoch nicht zuteill. Hoffentlich ist die Kälte, die mir jedes Mal entgegenströmt,
nur Teil meiner Wahrnehmung…
Egal ob Freimaurer oder nicht … … in der neuen „reformierten“ Liturgie sind in vielen Riten schwere
Defizite vorhanden (z.B. warum die massive Schwächung der Exorzismen im Taufritus?) Das heilige Messopfer
ist vielerorts, begünstigt durch die Liturgiereform Bunignis, zu einer völlig entsakralisierten Abendmahlsfeier
reduziert worden. Egal, wer jetzt Freimaurer war (ist) oder nicht, das Resultat zählt, die leeren Priesterseminare
und Kirchen zählen, die verloschene Volksfrömmigkeit zählt. Haarspalterei, wer jetzt wirklich Freimaurer
war oder nicht, ist doch Kinderkram. Die Freimaurer haben mit ihren Ideen gesiegt, das ist die Situation.
Verführerische Ideen für die einfache Geister und für die aufmümpfigen hochmütigen Geister. Und derer
haben wir viele. Eine Wieder-Hinwendung zu Gott brauchen wir, wie sie in vollkommener Art und Weise in
der überlieferten Liturgie zum Ausdruck kommt. Das ist die Reform, die unsere Zeit braucht. Der freimaurerische
Wahlspruch: „Novus Ordo (Saeclorum) ab Chao“ – „Die neue (Welt-)Ordnung aus dem Chaos heraus“ Tja, ich
füge in künstlerischer Freiheit hinzu: „Vom Novus Ordo Missae zum Novus Ordo Saeclorum“ Ernst
Kann ja sein, dass ich heute einfach zu viel Zeit hatte: Aber das Verdikt Ihres Idols vom 21.11.1974 lässt
nicht nur immer wieder zitieren: Jeder Befürworter des NOM riskiert demnach sein Seelenheil! „Die einzige
Einstellung der Treue zur Kirche und zur katholischen Lehre besteht in der kategorischen Ablehnung der
Reform, wenn uns an unserem Heil etwas gelegen ist“ (zit. nach Bugnini, Die Liturgiereform, 1987, S. 318).
Rufmörder war der Tittularerzbischof nicht selten selbst: Im Brief an Freunde und Wohltäter Nr. 10 vom
27. März 1976 hat er die treibende Kraft der Reform als „Freimaurer“ bezeichnet. Das wurde als Faktum
dargestellt, obwohl es nur eine Rufmordkampagne war! Und die wird noch heute fortgesetzt, 26 Jahre nach
dem Ableben Bugninis (ebd., S. 303, Fn. 9). Der Vatikan hat, damals äußerste Seltenheit, eine Beteiligung
des Liturgiereformers an freimaurerischen Beziehungen strikt dementiert (OSSERVATORE ROMANO vom 10.10.1976).
Aber Sie werden dann vermutlich sagen: Der Chefredakteur des O.R. war eben auch Freimaurer!
@Athanasius Nun, daß er wohl seinen Frust hier nur ausleben will, erscheint plausibel. Aber gib Dich
nicht zu sehr mit solchen Leuten ab; es ist wohl besser, für ihn zu beten.
@Rufmörder Otterbeck Ihre Darstellungen sind wohl zu solch einer Schimpferei verkommen, dass keiner Sie
noch au sérieux nehmen wird. Auch Ihr völlig irreeller Wahnsinn (1976 war Ihnen nach die „nachkonziliare
Krise beendet“ – also die Tradition marginalisiert, was ja Ihr Ziel ist, und was Sie hier mit Beschimpfung
herbeiführen wollen), und Ihre Hetze gegen den überlieferten Römischen Ritus, der Ihrer Meinung nach
wertlos wäre, beweisen dies. Sie, „Dr.“ Otterbeck, haben bloss böse Absichten. Sie streiten hier eigene
Frustrationen ab. Erzbischof Lefebvre war wirklich kein „faschistischer Altfranzose“, ebensowenig sein
Vater. Der (René Lefebvre) wurde übrigens 1944 im Konzentrationslager Sonnenburg mit einem „kurzen Prozess“
von der SS erschossen. Seinen Sohn, Träger der Bischofswürde, als „Klerofaschist“ und noch schlimmeres
zu bezeichnen, ist Rufmord (und Sünde) – gerade für Sie, mit Ihrer Herkunft.
#45 Dr. Otterbeck 09:09:42 | Samstag, 22. April 2006
Quanta cura Die V 2 Kirche macht keinen „kurzen Prozess“; kurzer Prozess ist Ausdruck für eine so gen.
standrechtliche Verurteilung, bei der SS: Genickschuss. Machen Sie mal eine Meinungsumfrage unter Sedisvakantisten:
99,8 % für die Todesstrafe bei Abtreibung?? Lefebvre hat genau das Gegenteil dessen bewirkt, was er zu
bewirken vorgibt. Er hat die „Alte Messe“ zu einem esoterischen Ritual einer klerofaschistischen Clique
verkommen lassen. DAS spielt den Feinden Kirche in die Hand. Niemand hat der Durchsetzung der Liturgiereform
(auf überhastete, teils peinliche Art) so sehr Vorschub geleistet, wie die aberwitzigen Traktate der
frühen 1970er Jahre der extremen Rechten. Und zu den rechtswidrigen Weihen („kurzer Prozess“?) kam es
nicht zufällig erst 1976, als nämlich sich das Ende der nachkonziliaren Krise abzeichnete. Es ist ein
persönlicher Racheakt eines „Altfranzosen“ an einem „Christdemokraten“ gewesen und das macht der Kirche
jetzt noch jahrzehntelang Ärger.
Die Hauptaufgabe der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften aus Sicht der V2-Kirchen-Hierarchie erkennt man anhand
der Ausführungen von Bischof Rifan (von dem ich eine bessere Meinung hatte; noch als Priester hat ihn
sogar Erzbischof Lefebvre gelobt; aber was tut man nicht alles für einen Bischofshut aus Rom) sehr gut:
Die Bekämpfung der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Bewahrung der alten Liturgie oder der Sakramente
in ihrer überlieferten Form ist es jedenfalls nicht. Was diese Reisläufer und Wadlbeisser übersehen:
Gäbe es die FSSPX nicht, wäre mit ihnen selbst schnell kurzer Prozeß gemacht. Ohne FSSPX kein Bischof
Rifan von der großen Lippe. Der Gatte der Evelin
#42 Dr. Otterbeck 13:48:39 | Donnerstag, 20. April 2006
Mit anderen Worten: KEIN Martyrium zugunsten der Tradition?? Na also. Niemand ist berechtigt, andere stellvertretend
ins Martyrium zu schicken (deshalb musste z.B. Pius XII. schweigen); aber wer doch nur einen Kampf auf
einer intellektuellen Spielwiese kämpft, sollte doch die Rückfrage, wie ernst es der „Tradition“ mit
ihrem Anliegen ist, nicht als „Blahblah…“ abtun. Der Ernstfall für Ihre Tradition ist eben nicht der
NOM, nicht einmal Jesus Christus, sondern die „derrière-boutique“ mit allerhand Klamotten, die der Hl.
Pius X. niemals mit „traditionalistes“ gemeint hat.
#41 Athanasius 13:30:33 | Donnerstag, 20. April 2006
@Dr. Otterbeck… Blah, blah, blah. Ich irre mich vielleicht, aber die Priester die in Litauen 1970er
nicht die reformierte Messe annahmen, wurden von den Kommunisten aktiv verdächtigt. Sie waren Traditionalisten,
und 1988, am 30. Juni, sandte das Presseministerium von Moskau noch auf Radio Pravda aus, daß „heute
der Klero-Faschist Marcel Lefebvre vier faschistische Bischöfe geweiht hat“. Übrigens kann ich Ihnen
die gleiche Frage stellen, denn die Krypto-Modernisten und Krypto-Protestanten in der nachkonziliaren
Kirche kompromittieren ohne Ende mit Machthabern. Zum weiteren werde ich wohl nur einen Heiligen zitieren
müssen. „Die wahren Freunde des Volkes sind nicht die Revolutionären, sondern die Traditionalisten.“ –
Hl. Papst Pius X., Motu-Proprio ‘Notre Charge Apostolique’, 1909. Und was die Hl. Theresia von Lisieux
gesagt hat, hat sie so gesagt. Und das ist das größte Motto der meisten Traditionspriester in der hl.
Römischen Kirche (etwa der FSSPX) schlechthin.
#40 Dr. Otterbeck 12:54:09 | Donnerstag, 20. April 2006
Ste. Thérèse zur Kronzeugin des Traditionalismus zu machen ist ja wohl etwas frech, lb. Athanasius.
Mir ist jedenfalls bislang nicht bekannt, dass auch nur ein einziger Traditionalist irgendwo in der Welt
sein Leben hingab für das Evangelium. Blutzeugen? Martyrer? Opfer? Viele Tausende Christen, Katholiken,
Orthodoxe, Protestanten, haben im totalitären 20. Jh. ihr Leben gelassen für Christus, so viele wie
nie zuvor, nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch relativ zur Zahl der Getauften. Der Traditionalismus
hat bislang nirgendwo „bis aufs Blut“ für Christus gelitten. Oder irre ich? Ein Indiz mehr dafür, dass
es sich um eine latent totalitäre Attitüde handelt, also eigentlich um „Limitatio“ Christi statt imitatio
Christi, Beschränkung des Evangeliums, nicht Verkündigung.
#39 virOblationis 08:29:59 | Donnerstag, 20. April 2006
sog. Sieben Todsünden Die Siebenzahl weist darauf hin, daß es dem Bischof kaum um die exakte Feststellung
des Schweregrades der aufgezählten Sünden ging, sondern vielmehr um eine Abwandlung der volkstümlich
sog. „Sieben Todsünden“ (so, wie man beispielsweise „Zehn Gebote für Autofahrer“ o.Ä. formuliert hat):
Hoffart (Demut) Neid (wohlwollende Liebe) Zorn (Geduld) Geiz (Freigebigkeit) Unmäßigkeit (Nüchternheit)
Unkeuschheit (Keuschheit) Trägheit (Eifer im Guten) In meiner Aufzählung der „Sieben Todsünden“ habe
ich die entgegengesetzten Tugenden in Klammern mit aufgeführt.
Todsünden Im Kleinen Katechismus aus dem Kompendium der christlichen Lehre des heiligen Papstes Pius
X. (Druck 1984 im Mediatrix-Verlag Wien) lese ich, dass eine Todsünde eine Übertretung des göttlichen
Gesetzes in einer wichtigen Sache ist, wenn sie mit voller Erkenntnis und freier Überlegung geschieht.
Diese Todsünde ist also eine schwere Sünde, weil sie die Seele tötet, das heißt ihr die Gnade Gottes,
nämlich das übernatürliche Leben raubt und den Sündern der Verdammnis schuldig macht. Die Todsünde
raubt uns alle bisherigen erworbenen Verdienste oder nimmt ihnen ihren Wert und macht den Menschen unfähig,
für das ewige Leben verdienstliche Werke zu vollbringen. Sie macht den Menschen auch noch mehr zum Bösen
geneigt! Hat das Mons. Fernando Areas Rifan, Bischof der Apostolischen Administratur St. Jean Vianney
von Campos in Brasilien tatsächlich wirklich so gemeint? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
Denn solche Todsünden finden wir doch überall! In allen Gruppen, egal ob Modernisten, Traditionalisten
oder sonst eine Gruppierung!
#37 Athanasius 18:26:00 | Mittwoch, 19. April 2006
@Otterbeck Ihr Lyrium zu Paul VI. (den Sie als „Montini“ bezeichnen, was ich ja eher von Sedisvakantisten
erwarte), nimmt kein Ende. Der Novus Ordo (der alle Optionen freigibt, auch um eine Feier ohne Erwähnung
von „Opfer“ zu zelebrieren) stellt einem Ende dem Ritual? Ja, der ganzen hl. Messe, der täglichen Zelebration,
der wenigstens äusseren Ehrfurcht. Das alles hat dieser N.O.M. ein Ende gesetzt. Und dem Kirchgang der
Massen. Der Tridentinischer Ritus ist kein blosses Ritual, wenn Sie soetwas behaupten, verurteilen Sie
direkt Heiligen wie die hl. Theresia von Lisieux, die sagte, dass sie direkt ihre Leben geben würde um
nur eine Zeile des überlieferten römischen Ritus zu behalten. Den Hl. Pater Pio auch, der nur den Vetus
Ordo zelebriert hat. Sie bringen hier wieder die billige Frage der Sprachen hervor, aber zur Wichtigkeit
von sowohl Latein, Griechisch als Hebräisch, empfehle ich Ihnen „Veterum sapientia“, von Johannes XXIII.
(1962). Es geht ja auch gar nicht um die Sprache an sich. Aber Sie sind ja Akademiker, und Sie werden
es wohl besser wissen als die Heiligen der Römischen Kirche und besser als das Konzil von Trient (und
sogar besser als Vaticanum II. das die Erhaltung vom Latein sowie der vielen Riten befahl).
Das Problem bei Pius X ist… daß es sehr vernünftige Priester gibt, die dem o.g. Bild nicht entsprechen,
und eben solche, auf die diese 7 Punkte voll und ganz zutreffen, solche, die die jetzige Annäherung hintertreiben
wollen und die kluge Köpfe wie einen P. Maessen hinauswerfen…
#35 Laurentius2 13:52:05 | Mittwoch, 19. April 2006
Piuspredigt Vor einigen Jahren habe ich einmal die Predigt eines Pius-Priesters gehört, welche in dieselbe
Richtung ging. das hat mich wiederum umso mehr überzeugt, daß diese Priester einfach sehr gut sind !
#34 Dr. Otterbeck 12:06:07 | Mittwoch, 19. April 2006
Montini n’est pas Loisy Athanasius I und II haben hier wieder ihr Lieblingsthema ausgepackt. Die Konfusion
von Modernismus I und II. Richtig zitierten Ath. I+II, dass Loisy, der Urheber des (1909 von ihm selbst
für gescheitert erklärten!) M I, es liebte („dire la messe“), täglich die Messe aufzusagen. Das müsste
zu denken geben. Die bloße Feier des alten Ritus garantiert eben nicht die Korrektheit des Glaubens.
Selbst der Urheber des „klassischen“ Modernismus war im „klassischen“ Ritus bewandert, zelebrierte gern.
Das ist die Klippe: Der Ritus kann zum Ritual herabsinken (was er aus sich nicht ist); ein Ritual ist
aber mit jedweder Weltanschauung vereinbar, ein Ritus nicht. Daher hat der Novus Ordo Montinis diese Gefahr
verringert, entgegen aller üblen Nachrede (cf. Prooemium zum Missale 1970; lesen!). War aber schon die
Einführung der lat. Liturgie (ggü. der griechischen) „Modernismus“? Jawohl. Es gibt einen notwendigen
Modernismus, ebenso wie wie eine notwendige Intransigenz. Angst davor hat nur, wer eben nicht darauf vertraut,
dass Christus seine Kirche mittels konkreter Entscheidungen des Amtes zu führen vermag. Päpste und Konzilien
irren im allgemeinen nicht. Von dort ergeht die je aktuelle Abgrenzung des Unveränderlichen vom Veränderlichen.
Wer darauf nicht mehr vertrauen kann, der ist faktisch „Protestant“ und muss sich sein persönliches Bekenntnis
aus Schrift und Tradition nach gusto zusammenbasteln.
die sieben todsünden der traditionalisten ja da kann ich dem Herrn Bischof nicht widersprechen, diesen
Geist findet man ein der katholischen Kirche zu hauf, und du gehst als fremder rein und genauso gehst
du wieder raus, sie sind alle nur noch für sich selbst da. leider leider von der lehre ist nur noch die
leere des handels vorhanden, bedauerlichweise schrecklich. auf der suche nach gott mit jesus ist wortwörtlich
alles vorhanden aber da gelebt ist es nicht. bitte arbeiten sie daran die menschen zur christlichen aktivität
hin zu verändern.
@ Athanasius [Schlimm] ist vor allem, daß „Indult-Traditionalisten“ – etwa wie Aurelius – Nette Klassifizierung
–- „Indult-Traditionalist“. Wenn’s nicht so traurig wäre, wäre es wirklich zum Lachen. Aber ich bin
kein Traditionalist. Ich bin katholisch. sich bloß freuen über Kritik an die Mit-‘Traditionalisten’,
während man sich davor scheut auch nur kleinstes an Kritik auszuüben den Modernisten in der Hierarchie
gegenüber. Ob ich mich „scheue“, Kritik an denjenigen, die Sie „Modernisten“ zu nennen pflegen, können
Sie gar nicht beurteilen. Insofern ist Ihre Bemerkung hier absolut fehl am Platze und ist darüber hinaus
auch noch Sehr peinlich.
Hauptsünden sind nicht Todsünden Thaddeus schrieb: Müsste es nicht, wenn schon, richtig heißen: Sieben
Hauptsünden…? In der Tat. Doch was stört dieser grundsätzliche Unterschied schon eine unnütze Diskussion?
Es ist neben Ihnen nur sehr wenigen Teilnehmern aufgefallen, daß man den englischen Originalbegriff „Capital
sin“ des Mgr. Rifan nicht mit Todsünde, sondern mit Hauptsünde übersetzen müßte. Womöglich verwenden
die Übersetzer dann für den englischen Begriff „mortal sin“ bzw. „grave sin“ etwas wie „Supertodsünde“
oder eine andere lustige Form der Klimax. Auch ist der alte Katechismus offenbar nicht mehr so recht bekannt,
der von den sieben Hauptsünden spricht, nicht von den sieben Todsünden. Daß die Hauptsünden den Weg
zur Todsünde ebnen, ist wahr, steht aber auf einer anderen Seite (im Katechismus). Ergo: Oberflächlich
übersetzt, oberflächlich gelesen, oberflächlich gedacht, oberflächlich diskutiert. Also passend zum
oberflächlichen Text eines inzwischen oberflächlich denkenden Autors, der tiefergehend durchaus weiß,
daß ihm die Karriere wichtiger ist als die Wahrheit.
#29 Athanasius 09:22:15 | Mittwoch, 19. April 2006
Schlimm, ist vor allem, daß „Indult-Traditionalisten“ – etwa wie Aurelius – sich bloß freuen über Kritik
an die Mit-‘Traditionalisten’, während man sich davor scheut auch nur kleinstes an Kritik auszuüben
den Modernisten in der Hierarchie gegenüber. Sehr peinlich. Auch frage ich mal etwa einem Aurelius, ob
er denn findet, daß der alte P. Rifan, auch schuldig an diesen ‘Todsünden’ ist, denn auch er hat – viel
öfter und viel mehr als ein gemäßigter Mgr. Bernard Fellay – harte Kritik ausgeübt, wobei er Johannes-Paul
II. anklagte, bis zur Apostasie (zum „Gebetstreffen Assisi 1986“). Wie Mr Gillibrand gut gesagt hat: In
einem Krieg gehört es sich auf die Gegner zu schießen (präzise und mit scharfer Munition!), nicht die
eigenen Mitsoldaten zu beschießen, zu demoralisieren und anzugreifen (wie S.Exz. F.A. Rifan dies bereits
2002 tat in dem jeden ‘anathemisierte’, der ohne „vatikanisches Erlaubnis“ ein römisch-katholisches Apostolat
ausübt). Es soll doch kaum wundern, daß dann logische, nüchterne Leute (sowohl Neokonservativen, Modernisten
und Ultratraditionalisten in der Kirche), glauben er habe die Lager gewechselt. Sogar Cottier O.P. sagte
schon 2001: „Sie haben die Gültigkeit der Neuen Messe anerkannt. Bald werden sie ihn auch zelebrieren
ab und zu.“ Und er bekam recht. Mit Glaube und Glaubenspraxis lässt sich aber nicht politisieren und
kompromittieren, etwas was S.Exz. Bernard Fellay FSSPX gut versteht!
#27 bonifatius 22:21:28 | Dienstag, 18. April 2006
Wesen des Christseins Bin kein „Tradi“, schätze aber die Werte meiner christlichen Vorfahren sehr. Verehrter
Bischof Rifan, „christlich ist nicht die Gesellschaft, in der niemand sündigt, sondern die, in der viele
Buße tun!“ (Davila) Wo sind die Bußfertigen der Neo’s, der Progresisten, auch der Tradis?!
#26 QUIS UT DEUS 21:47:57 | Dienstag, 18. April 2006
Bischof Castro Mayer würde weinen!! Bischof Castro Mayer würede weinen wenn er noch unter uns wäre
und sieht was man aus seinem grossen Erbe gemacht hat! Aber ich bin sicher er ist im Himmel und bittet
in diesem Augenblick bei Jesus + Maria Sie mögen den Bischof und die V Kirche doch bekehren,aber haben
wir Geduld,es wird kommen wenn der Herr will! Keine Angst ER hat alles im Griff nur wir nicht,leider!
Und an die Pro Rifan wie feiert Ihr die Hl. Messen im Karneval Kostüm etc. Ich bete für Euch und schliesse
Euch jeden Tag in der Hl. Messe ein damit Ihr Euch bekehrt! Und Eure geistige Blindheit zu Ende ist! Behüt
Euch Jesus ,Maria,Josef und der Hl.Erzengel Michael!
#25 Gillibrand 21:21:15 | Dienstag, 18. April 2006
„Friendly fire“ In war the general idea is to attack the enemy, not your own side. If this is genuine
humility he is wrong, if this is false humility, he is wrong.
Die 7 Todsünden der MODERNISTEN! Oh, pardon! Die gibt es ja gar nicht! Es gibt ja nur 7 Todsünden bei
den TRADITIONALISTEN! Oder? Also, ehrlich! Es soll ja 7 Todsünden geben! Aber die heißen doch anders!
Und dann kann man doch NICHT, weder bei den MODERNISTEN noch bei den TRADITIONALISTEN PAUSCHAL eine solche
Aussage machen! Jeder einzelne Mensch ist doch unterschiedlich und für sich selbst verantwortlich! Da
kann man doch weder als Bischof noch als ein sonstiges Menschlein, eine solche Pauschalierung vornehmen!
Das klingt ja auch fast nach Sippenhaft! Daher der Titel „Die 7 Todsünden der MODERNISTEN!“, um endlich
einmal aufzuwachen! Leider kann jeder Mensch 7 Todsünden begehen! Aber dafür haben wir von Gott auch
die Willensfreiheit bekommen! Und diese Willensfreiheit lass ich mir weder von Modernisten noch Traditionalisten
wegnehmen! Und ein solcher Bischof, der so etwas von sich gibt, muss ja acht geben, dass er nicht einst
selbst in einem Istmus (vielleicht von Korinth?) STECKEN bleibt! So, dann warte ich gerne auf ein Contra!
@Eckner Thomas kommt nicht mit einer neuen These, sondern beschreibt sachliche Gegebenheiten. Ohne die
Realunterscheidung von Person und Natur wäre das Konzil von Chalzedon ein terminologischer Firlefanz.
Thomas zieht aus den Texten des Konzils von Chalzedon die sachlichen Konsequenzen und er ist laut Berger
der erste Theologe des Mittelalters, der dieses Konzil „in extenso“ zitiert und ausgiebig damit arbeitet.
(David Berger, Thomismus, Köln 2001, Kapitel: Ein einziges Sein in Christus, Seite 291). Übrigens wäre
ja auch schon das Konzil von Nizäa hinfällig, wenn eine sachliche Unterscheidung zwischen Hypostase
und Ousia nicht gegeben wäre.
göttlich wie sich aufgrund dieses beitrages die sog. traditionalisten gegenseitig zerfleischen und dabei
findet sich in der jetzigen postingliste bereits für jede der behauptungen des bischofs mindestens eine
belegstelle. besonders göttlich finde ich ja thomas von aquin als grundpfeiler des konzils von chalcedon,
da muss ich wirklich sagen, hut ab, soetwas wär einem linkskatholiken wie ich es einer bin im traum nicht
eingefallen, so viel alkohol gibt es gar nicht auf der welt.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Bischof seinen „Beichtspiegel“ über „Tradis“ (ich persönlich
goutiere eigentlich „traditionalistisch“ nicht, denn ich bin römisch-katholisch) in einem überregionalen
Fastenhirtenbrief zusammengefasst hätte. Mit ein bisschen mehr objektiven Grundlagen beispielsweise,
warum diejenigen Hauptsünden denn so oft durchaus vorkämen. Zu seiner Person: es ist eben oft so, dass
manche früher sehr sehr scharf waren (schärfer als die FSSPX), und dann auf einmal sich um fast 180
Grad wenden. Als S. E . Bischof Rifan das letzte Mal in Österreich war, hat so ein häßlicher sündiger
„Tradi“ wie der „Gatte der Evelin“ beispielsweise Rifan für die sozialen Werke der Apostolischen Administratur
100 Euro gespendet. Und man stelle sich vor, „Tradis“ gehen sogar beichten.
Sind alle Tradis böse? Diese Vorwürfe als Todsünden zu bezeichnen ist nicht recht. Das einzige was
man als Todsünde bezeichnen könnte ist, wenn ein Tradi wirklich denken würde, das alles außerhalb
der Tradition verloren, sprich gottlos wäre. Allein schon alle Tradsis über einen Kamm scheren ist unrecht.
Es ist vielleicht manchmal wirklich schwer zu den einen oder anderen Tradi Zugang zu bekommen, aber deshalb
gleich allen Hass zu unterstellen. Böcke und Schafe gibt es überall und wer mit einem Finger auf andere
zeigt, zeigt gleichzeitig mit 3 Fingern auf sich selbst (natürlich nur wenn er noch alle hat).
Den Nagel auf den Kopf getroffen Bischof Rifan hat mit seiner Kritik den Nagel auf den Kopf getroffen,
wie es hier zahllosen Beiträgen ersichtlich ist.
@karl murx: Wie Du vielleicht weißt, ist das Dogma von Chalkedon etliche Jahrhunderte älter als Thomas.
Insofern kann NICHTS von Thomas „Pfeiler des Dogmas von Chalkedon“ sein. Pfeiler von Chalkedon sind die
Bibel und die früheste Kirchengeschichte/Patristik. Alles weitere muss sich daran messen – nicht umgekehrt.
Welche andere Terminologie? Die andere Terminologie Bendikts XVI. besteht einfach darin, daß für ihn
Sein und Wesenheit, Person und Natur dasselbe sind. Das geht ganz klar aus dem Text hervor. Und genau
das ist es ja, was ich kritisiere, denn Wesenheit und Sein sind real unterschieden, so wie Potenz und
Akt. Ratzinger weiß sehr genau, wovon er spricht, denn die thomistische Realdistinktion ist gerade der
Pfeiler des Dogmas von Chalzedon. Deswegen ist ja genau das Gegenteil die Lehre des Existenzialismus,
der das Sein zum Wesensbestandteil der Natur macht. Da ist für die hypostatische Union im eigentlichen
Sinne gar kein Platz mehr. Aber unser Jungschnösel Athanasius I, II, III, IV etc. weiß es mal wieder
besser. Was meint denn denn Ratziputin damit nun, wenn er von einer „communion existentielle“ spricht?
#15 AthanasiusII 14:50:16 | Dienstag, 18. April 2006
Fortsetzung Hier etwas vom „alten“ P. Rifan. www.sspx.ca/…ns_Consecrations.htm www.sspx.ca/…araisaic_Scandal.htm
Den Traditionalisten Vorwürfe zu machen, paßt nicht im Lichte der Skandale der letzten vierzig Jahre.
Und wie hier beweist wird: Anklagen S.Exz. Rifan werden von sowohl Neokonservativen wie moderat-neomodernistischen
Verteidigern einer – zwar gemäßigten – liturgischen und theologischen Revolution, verwendet (mißbraucht?),
um dem zahlenmäßig noch immer wachsenden Kampfe für die und dem Ansturm von der römisch-katholischen
Tradition ein „endgültiges Halt zu bieten“. Es beschädigt die Bewegung für die Wiedererstellung enorm.
Warum tut Bischof Rifan das auch der kanonisch errichteten Kongregation Priesterbruderschaft St. Pius
X., dem „Werk Gottes für die Restoration Seiner katholischen Kirche“ (wie sowohl Kardinal Gagnon, der
1987 allerdings einem feierlichen Hochamt des „suspendirten“ Mons. Lefebvres beiwohnte, und Padre Rifan
ehemals die FSSPX bezeichneten), an?
#14 Athanasius 14:43:28 | Dienstag, 18. April 2006
Nochmal… …vonder misslungenen Ironie gegen die Traditionalisten des „Horst Eckner“ abgesehen, muss
ich zu Hn. Karl Murx sagen, daß diese Aussagen über Benedikt XVI. (etwa „Ratzputin“) nicht hierher gehören,
so wie auch die Anklage wegen „Häresie“ ihm gegenüber weil er eine andere Terminologie verwendet, ohne
Fundament bleibt. Zur Sache des Hochwürdigsten Bischof Fernando Arêas Rifan ist es einfach so, daß
die Kritik gegen Tradis sehr einseitig ist. Wenn man mein Beitrag unten gelesen hätte, hätten die ‘neokonservativen’
und progressistischen Schreiberlinge hier gewußt, daß Rifan mit einigen „Hauptsünden“ völlig recht
hat. Er schweigt aber darüber, wo er früher selber ja heftig kritisierte und schimpfte. Diözesanbischof
Antônio de Castro Mayer war weitaus kritischer und vehementer in seinen Aussagen Paul VI., Johannes-Paul
II., den liturgischen Neuerungen und den Modernisten gegenüber als etwa ein Erzbischof Marcel Lefebvre
war. Rifan war Sekretär von De Castro Mayer. Rifan hat sich wirklich verwandelt, vielleicht müde von
der langen Dauer der nachkonziliaren Krise in unserer geliebten römisch-katholischen Kirche. Hauptsünden
gibt es sicher, aber Rifan müßte auch wissen, daß ein Mensch ohne Glaube schon gar nicht Gott gefallen
kann. Deswegen ist Kritik an die Hierarchie und die Krisenursachen benötigt, keine interne kleine Streitigkeiten
und Ärgenisse.
Definition der Liebe, Stolz etc…? Da der überlieferte Ritus der Messe und alle überlieferten Sakramente
der Kirche die Glaubenswahrheiten enthalten, sind wir mir recht stolz auf dieses Erbe, was wir freilich
als eine Gnade ansehen sollten. Was die Kritik am angeblichen Lehramt (Leeramt?) angeht, so fände ich
eine Erklärung schätzenswert, inwiefern ein Christus, der nach Benedikt XVI. aus zwei Seinden besteht
und nur eine „existentielle Communio mit Gott“ www.phpbbserver.com/phpbb/viewtopic.php?t=456&mforum=l…
ist, der eine Christus sein kann. Wie man an der Osterpredigt von Ratzputin sieht, benutzt er den Begriff
der Person nicht als das, was der Natur das Sein gibt, sondern wie Nestorius den Begriff „Prosopon – Maske“,
eben nicht als Hypostase. Es gibt nach Ratzinger also zwei Sein in Christus, die eine Gemeinschaft bilden
und nicht zwei Naturen (die das Sein nicht enthalten), die in der Hypostase (Person) des Logos subsisitieren.
Ich warte angesichts der Entscheidung von Pius XI. zu den sogenannten 24 thomistischen Thesen, wovon die
Realunterscheidung von Sein und Wesenheit eine ist, wie denn Jesus zusätzlich zu seiner menschlichen
Natur, auch eine menschliche Existenz haben konnte, von der mir jetzt zu Ostern versichert wird, es sei
eine Gemeinschaft des Seins. Es gibt in Christus numerisch nur ein Sein, aber zwei Naturen. Ich warte
also darauf, daß Rifan nachweist, weshalb ich keine sachlichen Gründe haben sollte, Frankenchurch diese
Irrtümer vorzuwerfen.
#11 Agiafortuni 14:00:30 | Dienstag, 18. April 2006
Frage an Bischof Rifan Heisst für Bischof Rifan „sentire cum ecclesia“, dass wir uns von skandalösen
Handlungen JP I wie das Schuldbekenntnis, das zweifache Jammerspiel von Assisi, der Besuch in der Synagoge
usw. nicht distnazieren dürfen. Heisst es das man gegenüber einer skandalösen Handlung wie jene Kardinal
Meissners, der es vorzog ein ehemaliges Kloster in ein Wellnesszentrum umwandeln zu lassen anstatt den
Verkauf an die Piusbruderschaft zu billigen, einfach schweigen soll. Kennt Hochwürden die Ekklesiologie
Benedikt XVI?
Todsünden? Todsünden! Diese Bezeichnung sollte hier bestimmt nicht stehen. Was sind Todsünden? Ohne
Ihre Beichte und Reue ist Mann/ Frau für immer verloren. Folglich kann ein Traditionalist nur verloren
sein. Fehler ja, das haben wir alle. Todsünden, NEIN – hoffentlich haben wir keine. Auffallend ist, dass
gerade die nachkonziliare Kirche, oft gegen die Tradition, mit den oben angeführten Anschuldigungen vorgeht.
(Siehe Äusserungen von Bischöfen und Priestern gegen die Tradis)
Danke Dem hw. Herrn Bischof Rifan sei für seine kritisch Analyse herzlich gedankt. Sehr entlarvend für
viele Schreiberlinge hier im Forum. Genau die richtigen springen natürlich auch sofort darauf an. Ein
herrliches Schauspiel!
Leider musste ich (als Tradi) die geäusserten sieben Todsünden, die HW. Bischof Rifan festgestellt hat,
selber schon erfahren. Allerdings sollte berücksichtigt werden, daß auf uns seit Jahren eingedroschen
wird (und nicht gerade zimperlich – wer kritisiert eigtl. das?). Und nicht jeder ist in der Lage solche
Angriffe galant/rhetorisch zu parieren oder einfach wegzustecken. Ausserdem kommt die Gemeindesituation
(lange Anfahrt usw.) erschwerend hinzu. Wir arbeiten an uns!
der gute Mgr. Die Mahnungen von Mgr. Rifan mögen zum Teil ihre berechtigung haben sie müssen aber im
zusammenhang mit seiner Person gesehen werden Dieser Mann hat sewinen geistlichen Vater Mgr de Castro
Meyer wie ein Judas veraten in dem er alles auf eine liturgische orliebe reduziert aber keine kritische
Worte mehr findet zum Vatikanum III ect die Priesterbruderschaft ist gt beraten sich von solchen römischen
Lösungen fernzu halten
Während… …diese ‘sieben Hauptsünden’ durchaus gut einige Probleme im „Traditionalismus“ in der römisch-katholischen
Kirche anprangern, ist es skandalös, daß Bischof Rifan nirgendwo im Interview auch nur Kritik an die
Modernisten, und die gegenwärtige Kirchenführung ausübt, mal von dem Gefahr einer „modernistischen
Predigt“ abgesehen. Hätte er das Hauptproblem (Neomodernismus und neue Liturgie) auch herbeigeholt, wäre
die Kritik Seiner Exzellenz an die ‘Traditionalisten’ gut, ja lobenswert (kritische Reflexion gegenüber
„uns“ selbst ist nie schlecht). Aber die skandalöse Stille und Schweigsamkeit von Rifan dem Neomodernismus
gegenüber, macht diese Aussagen zu einem einseitigen Angriff, offensichtlich dadurch motiviert, daß
er seine Position als Apostolischer Administrator nicht gefährden will. Aber gerade regularisierte Traditionalisten
sollen doch Kritik äussern, denn diese trägt Früchte. Bei Rifan findet man davon aber nichts. Er hat
sich wirklich gewandelt. Ohne Zweifel. Und das ist keine Rhetorik von „Hard liner“-Tradis. Zum übrigen
ist das sakramentale Wirken von Bischof Rifan natürlich lobenswert, und er verdient immer unser Gebet
und unser Vertrauen.
Sieben: Schnee von gestern Das US-Traditionsmagazin „The Remnant“ brachte schon vor einiger Zeit eine
gute Erwiderung auf „Sieben“ des Bischof Rifan, von Christopher A. Ferrara & Michael J. Matt: An Open
Letter to Bishop Fernando Areas Rifan, www.remnantnewspaper.com/…-2006-0415-rifan.htm Das wäre auch
übersetzenswert. These – Antithese: schön nachkonziliar. Auf die Rifan-Erwiderung des Thomas A. Droleskey
habe ich schon verwiesen: A Bishop’s Wonderland: A Response to Bishop Fernando Areas Rifan www.christorchaos.com/…shopsWonderland.html
„Die alte Kirche ist mir lieber“, schrieb einst Bischof Ziegelbauer. Mancher sagt „Der alte Rifan ist
mir“ lieber, z.B. P. Rifan im Jahre 1988: Pharaisaic Scnandal www.sspx.ca/…araisaic_Scandal.htm Jetzt
habe leider nur auf englische Artikel verwiesen. Das liegt daran, daß die US-Traditionalistas aktiver
sind. Damit übergebe ich die Diskussion den Neocons.
recht gute analyse – stolz – hass – schnelles verurteilen – skandalsucht – ungehorsam gegenüber dem kirchlichen
lehramt – (zweck-) pessimismus scheint jedenfalls ein kluger mann zu sein, der bischof von campos – anders
als so manche vulgär-traditionalisten, die hier immer wieder das große wort führen. man könnte noch
hinzufügen: – rufmord – bösartigkeit – eine (geradezu satanische) freude an fehlern und missbräuchen
– selbstzufriedenheit bis hin zu unerträglicher arroganz gegenüber papst und bischöfen …
Recht hat dieser Bischof! An alle Tradis von Tradi-Tratsch, Marcel, Gatte der Evelin, Brandenburgis, Karl
Murx u.a. LEST EUCH DEN ARTIKEL LANGSAM UND AUFMERKSAM DURCH! ALLE TODSÜNDEN, DIE DER BISCHOF HIER BESCHREIBT,
SIND IN IHREM AUFTRETEN HIER IM FORUM ZU FINDEN!