Der Bischof von Basel beantwortete kürzlich die üblichen Fragen zur Frauenordination und zur Priesterehe. Er sprach auch über liturgische Tänze und seine Aufgabe im „schwierigsten Bistums der Welt“.
Sonntag, 30. April 2006 11:42
Gunsenum: Tanz Mariechen!
@benedikt78
Warum diese Berührungsangst?
Ich finde den Einwurf von @JörgGuttenberger, Köln doch sehr aufschlußreich.
Wenn etwas zum Lobe Gottes dienen kann, wenn Menschen ihre Dankbarkeit durch einen Tanz ausdrücken möchten, wenn sie uns knispelnden weihrauchdurchsäuerten mitteleuropäischen Christen neue, lebendige Formen der Gottesverehrung zeigen und lehren mögen – wo ist das Problem?
Die Bedeutung des „allumfassend“ im Katholischen umschließt doch auch solche Themen. In Äthiopien gehört der Tanz zum Gottesdienst, Teil der Liturgie. Wenn es dort zur Ehre Gottes gereicht – wo ist unser Problem?
Der Einwurf „Technoparty“ in der Kirche ist einfach nur populistisch und „far fetched“.
Warum diese Berührungsangst?
Ich finde den Einwurf von @JörgGuttenberger, Köln doch sehr aufschlußreich.
Wenn etwas zum Lobe Gottes dienen kann, wenn Menschen ihre Dankbarkeit durch einen Tanz ausdrücken möchten, wenn sie uns knispelnden weihrauchdurchsäuerten mitteleuropäischen Christen neue, lebendige Formen der Gottesverehrung zeigen und lehren mögen – wo ist das Problem?
Die Bedeutung des „allumfassend“ im Katholischen umschließt doch auch solche Themen. In Äthiopien gehört der Tanz zum Gottesdienst, Teil der Liturgie. Wenn es dort zur Ehre Gottes gereicht – wo ist unser Problem?
Der Einwurf „Technoparty“ in der Kirche ist einfach nur populistisch und „far fetched“.
Donnerstag, 20. April 2006 16:24
Ansgar: @ Karl Murx
Danke für den Hinweis! In der Tat bemerken viele Gläubige, die bei großen Messen nur seitlich der Vierung Platz gefunden haben und von dort auf den Altar blicken, eine Beeinträchtigung. Die angemessene Teilnahme ist frontal nach Osten auf den Altar zu blicken. Bei einer ordentlichen Messe geschieht dort doch so viel Wunderbares – was sollen denn noch Menschen vorne herumtanzen. Keine Frage, der Tanz als Ausdruck religiöser Ekstase oder Verinnerlichung mag seinen Platz haben. Aber nicht während regulärer Gottesdienste.
Donnerstag, 20. April 2006 11:16
Benedikt78: Toll!
Dann werde ich gleich für das nächste Wochenende eine Techno-Party in der Kirche veranstalten. Tanzen
ist ja beten!
Also ich finde diese Diskussion absolut überflüssig. Jede Kultur hat seine Eigenheiten. So sind in Europa die Messen sehr andächtig, während in Afrika lautstark gesungen und gerufen wird. In Indien tanzt man vielleicht, aber wieso soll man in Europa so was auch noch machen?
Das ist eine bedenkliche Entwicklung! Wenn man im Namen des Internationalismus, der Weltoffenheit und Toleranz jeden Mist in der Kirche Einzug hat. Am Schluss kommt es tatsächlich so weit, dass in der Kirche Techno-Parties gefeiert werden. So weit darf es wirklich nicht kommen!
Also ich finde diese Diskussion absolut überflüssig. Jede Kultur hat seine Eigenheiten. So sind in Europa die Messen sehr andächtig, während in Afrika lautstark gesungen und gerufen wird. In Indien tanzt man vielleicht, aber wieso soll man in Europa so was auch noch machen?
Das ist eine bedenkliche Entwicklung! Wenn man im Namen des Internationalismus, der Weltoffenheit und Toleranz jeden Mist in der Kirche Einzug hat. Am Schluss kommt es tatsächlich so weit, dass in der Kirche Techno-Parties gefeiert werden. So weit darf es wirklich nicht kommen!
Donnerstag, 20. April 2006 08:20
expedit: @Brandenburgis
Danke für den Hinweis!
Werde es meiner Frau sagen, die ich in meiner letzten Tanzstunde kennen gelernt habe!
Hoffe dann nur, dass keine Bratpfanne in der Nähe sein wird! (schmunzel!)
Zitat: „19. April 2006 16:23Brandenburgis: @expeditDer Tanz ist ein Kreis, und in der Mitte steht der TEUFEL. (hl. Augustinus)“
Werde es meiner Frau sagen, die ich in meiner letzten Tanzstunde kennen gelernt habe!
Hoffe dann nur, dass keine Bratpfanne in der Nähe sein wird! (schmunzel!)
Zitat: „19. April 2006 16:23Brandenburgis: @expeditDer Tanz ist ein Kreis, und in der Mitte steht der TEUFEL. (hl. Augustinus)“
Donnerstag, 20. April 2006 00:25
Jörg Guttenberger, Köln: Tanz in der Liturgie
Die äthipische Liturgie ist die einzige, in der der Tanz bis heute Tradtion hat. Wir durften das im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ bewundern, wie äthiopische Mönche bei Vesper und Eucharistiefeier im Altarraum von St. Kunibert in Köln getanzt und ihre Schlaginstrumente gespielt haben. Es handelt sich freilich um keinen uns gewohnten (paarweisen) Tanz, sondern um Schreittänze, wie sie in anderer Form bei den Griechen (dort ausschließlich im profanen Bereich) üblich sind. Unter diesen Bedingungen kann auch ein (ehelos lebender) Priester und Mönch bedenkenlos mittanzen.
Mittwoch, 19. April 2006 22:14
Doritta: Tanz in der Liturgie
Der Mensch hat viele Formen sich auszudrücken: Gestik,
Gesang, Sprache. Warum nicht auch im Tanz? Ich habe einmal einen sehr schönen Gottesdienst mit liturgischem Tanz besucht, es war wirklich beeindruckend. Die Tänzerinnen waren natürlich nicht die Hauptakteurinnen, es war auch keine „Perfomance“, sondern nur eine dezente Untermalung. Einfach schön!
Gesang, Sprache. Warum nicht auch im Tanz? Ich habe einmal einen sehr schönen Gottesdienst mit liturgischem Tanz besucht, es war wirklich beeindruckend. Die Tänzerinnen waren natürlich nicht die Hauptakteurinnen, es war auch keine „Perfomance“, sondern nur eine dezente Untermalung. Einfach schön!
Mittwoch, 19. April 2006 17:51
Karl Murx: Kreis und Beten
Ja, in der Tat hat der Aufbau etwas damit zu tun, zu welchem Gott man betet. Der Kreis ist in Symbol des
Immanentismus. Das Gebet der Christen der Antike nach Osten, Priester am Altar, Diakone, Männer, Frauen
und Kinder und genau in dieser Reihenfolge, ist ein hierarchischer, vertikaler Aufbau.
Wenn man hingegen z.B. in das „Testamentum Domini“ schaut, ein Sektentext, wahrscheinlich der Audiani, aber dessen „Messe“ bereits älter ist, fällt einem auf, daß dort kreisförmig um den Altar gebetet wird. Das „Heiligtum“, also der Altar ist von Schranken umgeben, die mit Tüchern drappiert sind. Die Gläubigen sind um das Heiligtum herum, der Bischof geht hinein, mit allen Altardienern, auch den Witwen und Diakonissen. Die „begnadeten“ Witwen sollen hinter den Altarvorhängen charismatisch weissagen. Dom Cagin weist in seinem Buch nach, daß dieser Text des Gottesdienstes von Montanisten und Patripassianern benutzt worden war. Die Charismen geschahen also in einem kreisförmigen Gebetsaufbau.
Wenn man hingegen z.B. in das „Testamentum Domini“ schaut, ein Sektentext, wahrscheinlich der Audiani, aber dessen „Messe“ bereits älter ist, fällt einem auf, daß dort kreisförmig um den Altar gebetet wird. Das „Heiligtum“, also der Altar ist von Schranken umgeben, die mit Tüchern drappiert sind. Die Gläubigen sind um das Heiligtum herum, der Bischof geht hinein, mit allen Altardienern, auch den Witwen und Diakonissen. Die „begnadeten“ Witwen sollen hinter den Altarvorhängen charismatisch weissagen. Dom Cagin weist in seinem Buch nach, daß dieser Text des Gottesdienstes von Montanisten und Patripassianern benutzt worden war. Die Charismen geschahen also in einem kreisförmigen Gebetsaufbau.
Mittwoch, 19. April 2006 17:02
Athanasius: Déjà (pre-)vu.
Mit dem Glauben geht es bergab, und alles wird verdreht. Kennt sich niemand mehr aus. Die Oberen glauben
schon gar nichts mehr, die kleinen Leut werden irre gemacht. In der Kirche spielen sie Tanzmusik, und
der Pfarrer singt mit. Dann tanzen sie auch noch, aber draußen wird ein Himmelszeichen stehen, das den
Anfang vom großen Unheil ankündigt. Es steht gegen Norden ein Schein, wie ihn noch niemand gesehen hat,
und dann wird ringsum das Feuer aufgehen. Geh nach Bayern, dort hält die Muttergottes ihren Mantel über
die Leut, aber auch dort wird alles drunter und drüber gehen.
– Der Seher namens Sepp Wudy, der Bauernknecht (um 1900).
Wenn die Kinder wie Affen gekleidet sind, wird das Luthertum in Tirol einziehen. Wenn der Luxus so groß geworden ist, daß man Männer und Frauen an der Kleidung nicht mehr unterscheiden kann, und wenn unter jeder Stalltür eine Kellnerin steht (eine Stallmagd, die so schmuck angezogen ist wie eine Kellnerin im Wirtshaus), dann paßt auf, dann kommen die letzten Zeiten. Wenn die Eitelkeit auf den Friedhof kommt, weicht das Christentum aus dem Haus. Wenn man ohne Pferd die ganze Erde umfahren kann, dann geht es dem Ende der Welt zu. – Pfr. Alois Maas, Fliessener Pfarrer (um 1820).
– Der Seher namens Sepp Wudy, der Bauernknecht (um 1900).
Wenn die Kinder wie Affen gekleidet sind, wird das Luthertum in Tirol einziehen. Wenn der Luxus so groß geworden ist, daß man Männer und Frauen an der Kleidung nicht mehr unterscheiden kann, und wenn unter jeder Stalltür eine Kellnerin steht (eine Stallmagd, die so schmuck angezogen ist wie eine Kellnerin im Wirtshaus), dann paßt auf, dann kommen die letzten Zeiten. Wenn die Eitelkeit auf den Friedhof kommt, weicht das Christentum aus dem Haus. Wenn man ohne Pferd die ganze Erde umfahren kann, dann geht es dem Ende der Welt zu. – Pfr. Alois Maas, Fliessener Pfarrer (um 1820).
Mittwoch, 19. April 2006 16:23
Brandenburgis: @expedit
Der Tanz ist ein Kreis, und in der Mitte steht der TEUFEL. (hl. Augustinus)
Mittwoch, 19. April 2006 16:14
expedit: Tanzbein schwingen!
Früher habe ich gerne das Tanzbein geschwungen!
Bin von einem Abschlussball zum anderen „getanzt“!
Aber in der Kirche?
Hätte Maria das gemacht?
Oder liegt es vielleicht daran, dass man Maria hinaus katapultiert hat und will jetzt andere Frauen hinein bringen?
Sicherlich liegt es vielleicht im Blut einer Inderin auch einen sehr schönen liturgischen Tanz zu präsentieren.Ich habe so etwas schon einmal gesehen von indischen katholischen Ordensschwestern.
Aber selbst da war ich der Ansicht, es gehört nicht in eine Kirche und schon gar nicht in einen Altarraum hinein!
Schade, dass wir im sogenannten lateinischen Ritus nicht die baulichen Abgrenzungen haben wie etwa bei den Orthodoxen.
Dann wäre das Problem häufig schon weg!
Aber wer weiss eigentlich schon, dass der Paravent oder wie diese bauliche Ikonenbilderwand heißt, hinter der der othodoxe Priester die Heilige Messe feiert, im lateinischen Ritus die KOMMUNIONBANK sein sollte???
Hat man natürlich auch die Kommunionbank hinaus geworfen oder lässt man fast jedermann auch hinter die Kommunionbank in den Altarraum, also dem allerheiligsten Bezirk eindringen, dann kommen auch alle weiteren Wünsche, Fordrungen … usw.
Liturgischer Tanz?
JA!
Aber nicht in dem Kirchengebäude, sondern außerhalb, zum Beispiel im Pfarrheim im großen Saal oder im Freien, wenn es die Witterung erlaubt!
Bin von einem Abschlussball zum anderen „getanzt“!
Aber in der Kirche?
Hätte Maria das gemacht?
Oder liegt es vielleicht daran, dass man Maria hinaus katapultiert hat und will jetzt andere Frauen hinein bringen?
Sicherlich liegt es vielleicht im Blut einer Inderin auch einen sehr schönen liturgischen Tanz zu präsentieren.Ich habe so etwas schon einmal gesehen von indischen katholischen Ordensschwestern.
Aber selbst da war ich der Ansicht, es gehört nicht in eine Kirche und schon gar nicht in einen Altarraum hinein!
Schade, dass wir im sogenannten lateinischen Ritus nicht die baulichen Abgrenzungen haben wie etwa bei den Orthodoxen.
Dann wäre das Problem häufig schon weg!
Aber wer weiss eigentlich schon, dass der Paravent oder wie diese bauliche Ikonenbilderwand heißt, hinter der der othodoxe Priester die Heilige Messe feiert, im lateinischen Ritus die KOMMUNIONBANK sein sollte???
Hat man natürlich auch die Kommunionbank hinaus geworfen oder lässt man fast jedermann auch hinter die Kommunionbank in den Altarraum, also dem allerheiligsten Bezirk eindringen, dann kommen auch alle weiteren Wünsche, Fordrungen … usw.
Liturgischer Tanz?
JA!
Aber nicht in dem Kirchengebäude, sondern außerhalb, zum Beispiel im Pfarrheim im großen Saal oder im Freien, wenn es die Witterung erlaubt!
Mittwoch, 19. April 2006 14:22
Bernardin †: TANZEN IM GOTTESDIENST
Schon die Frau des David entrüstete sich, als ihr Mann vor der Bundeslade tanzte! Er tanzte, um Gott zu loben und zu preisen, seine Freude über Gott zum Ausdruck zu bringen! Aber die Frau des David stand im Türrahmen ihrer engen Moral eingezwängt…
Mittwoch, 19. April 2006 12:50
mahner: aber…
wir feiern doch Liturgie, Abendmahl etc… – warum denn nicht tanzen ???
Mittwoch, 19. April 2006 11:50
Paula: tanzen eine art von gebet.
gut, hat doch so mancher christ erkannt. find ich gut. so können sich diejenigen wenigstens weiterentwickeln,
wenn es die kirche schon nicht tut.
für mich persönlich muss sagen, dass ich nicht zum gebet tanze. das tu ich, wenn ich feier!
für mich persönlich muss sagen, dass ich nicht zum gebet tanze. das tu ich, wenn ich feier!
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