Falschmeldung
Falschmeldung: Mit Farbbeuteln gegen die Kinderabtreibung
Die feministische Basisgruppe ‘Rote Emma’ bewarf kürzlich eine Berliner Abtreibungsanstalt mit blutroten Farbbeuteln und forderte ein Ende der Schlachtung von 80.000 deutschen Mädchen pro Jahr.
(kreuz.net, Berlin) Als „schmutzigen Trick“ bezeichnete die ‘Feministische Basisgruppe Rote Emma’ kürzlich die „Taktik der Bourgeoisie“, Feminismus und Abtreibungspropaganda in den gleichen Kübel zu werfen.

Die ‘Basisgruppe Rote Emma’ wurde 1972 von vier radikalen Soziologiestudentinnen an der ‘Freien Universität Berlin’ gegründet. Sie kämpft für die Frauenbefreiung in der deutschen Gesellschaft. Heute umfaßt sie einige hundert Aktivistinnen.

Mit dem „grausamen Mechanismus Frauenrecht gegen Kinderrecht“, welcher der Abtreibung zugrundeliege, hätten die herrschenden patriarchalen Kräfte der Frauenbewegung „ihre Unschuld genommen“ und sie in ihr „Mördersystem“ eingebunden.

Man wolle so beweisen, daß es auch dem Feminismus – nicht anders als den vorausgehenden Ideologien wie Kapitalismus, Nationalismus und Sozialismus – letztlich nur um Gewalt, Unterdrückung, Recht des Stärkeren und Egoismus gehe.

Die Frauen würden dadurch auch von der geldgierigen kapitalistischen Abtreibungsindustrie und ihrer sozialistischen Wirtschaftslobby ausgenützt.

Die Tatsache, daß das gegenwärtige Blutbad an den Ungeborenen heute im Namen „der Frauen“ ausgeführt werde, sei die tiefste Erniedrigung, die das weibliche Geschlecht in der „jahrhundertealten patriarchalen Unterdrückung“ habe erleiden müssen.

Frauen seien von ihrem Wesen und dem Gefühlsreichtum ihrer Seelen her auf das Leben und das Lachen des Kindes und nicht auf Massenschlachtungen von Säuglingen und auf die verhärteten Gesichter der Kinderabtreiber ausgerichtet.

Sie seien auch nicht mehr länger bereit, Kanonenfutter für raffgierige Abtreibungsunternehmer – die in der Regel brutale Männer seien – zu produzieren.

Häufig würden die bei der Abtreibung produzierten Kinderleichen an die Kosmetikindustrie verkauft, um der Frau ihr abgetriebenes Kind später ins Gesicht zu schmieren, um sie als Lustobjekt für den Mann aufzubereiten.

Wenn die Frau dann wieder schwanger sei, werde sie – meist unter Drohungen und Psychodruck – in eine Abtreibungsmühle abgeschleppt, wo sich die Schlange der Gewalt und sexuellen Ausbeutung der Frau in den Schwanz beiße.

Die ‘Basisgruppe Rote Emma’ ist entschlossen, die Schändung von Frauen und ihrer Leibesfrucht nicht länger tatenlos hinzunehmen.

Die jüngsten Angriffe mit blutroten Farbbeuteln auf die Abtreibungsanstalt seien nur der erste Anfang.

Man werde in Zukunft mit Entschlossenheit auch Spitalbesetzungen durchführen, um gegen die Kommerzialisierung der Fruchtbarkeit der Frau durch Abtreibungsgauner vorzugehen.

Die Redaktionen der Boulevardmagazine ‘Stern’ und ‘Spiegel’ haben bereits angekündigt, Namen und Bilder von 400 Frauen zu veröffentlichen, deren Leben durch eine Kinderabtreibung ruiniert wurde.

In Zukunft ist auch geplant, Abtreiber und Leugner der Abtreibungsfolgen bei politischen Veranstaltungen niederzuschreien. In der westlichen Gesellschaft gebe es für solche Verbrecher gegen die Menschheit keinen Platz.

Ab nächster Woche will die ‘Rote Emma’ außerdem die „Aktion Ohrfeige“ starten.

In ihrem Rahmen würden Aktivistinnen Abtreiber und Abtreibungspolitiker in der Öffentlichkeit ohrfeigen und diese Vorgänge filmen.

Auch in der Abtreibungsfrage seien Worte, auf die keine Taten folgten, sinnlos.

Darum sehe die ‘Rote Emma’ in den „zaghaften und reaktionären katholischen Bischöfen“ keine Bundesgenossen, sondern distanziere sich öffentlich von ihnen.

Wer von seiner Sache überzeugt sei, müsse mehr tun als nur leere, tatenlose Sprüche von sich zu geben.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Jörg Guttenberger, Köln   15:11:18 | Donnerstag, 20. April 2006
Josefus
Hier ist in der Tat eine Stelungnahme der Redaktion angefragt, ob es sich hier nur um einen verspäteten Aprischerz handelt!
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#6   Benedikt78   11:21:12 | Donnerstag, 20. April 2006
Gefällt!
Also mir gefällt die Vorstellung! Nun sollte es nur noch geschehen!
@ Pünktchen
Wenn Sie eine Antwort bekommen, dann lassen Sie es mich wissen.
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#5   Jörg Guttenberger, Köln   00:09:08 | Donnerstag, 20. April 2006
Herzlichen Glückwunsch
zu dieser Initiative! Zur Vermeidung einer Diskriminierung dieser schon lange überfälligen Bewegung sollte man auf Rechtsverstöße möglichst verzichten. Die Wut und die Intrigen der Abtreibungsindustrie wird ohnehin kaum zu bändigen sein.
Die katholischen Bischöfe sind ganz sicher nicht reaktionär, sondern geistig träge, eine der sieben Hauptsünden!
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#4   Josefus   16:56:41 | Mittwoch, 19. April 2006
An Athanasius
Ich glaube, sie haben leider nicht gemerkt, dass dieser Bericht nur einer Wunschvorstellung entspricht. Deswegen auch das Bild mit kreuz-falsch als Aufmacher
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#3   Athanasius   16:46:31 | Mittwoch, 19. April 2006
Nach dem Lesen der letzten…
…Zeilen fühle ich mich sogar diesen pro-Leben Feministinnen verbunden (ich weiss schon, dass etwa in den USA viele Feministinnen sich von ihrer ehemaligen Bewegung abgespalten haben, weil diese die Abtreibung im Namen der Frauenrechte vorantrieb).
Sehr gut auch, dass man mit Taten vorgeht. Ich finde es zudem – wenn auch zweifelhaft – interessant, dass Magazine wie Der Spiegel jetzt die Folgen der Abtreibung einsehen wollen.
Too late, too little? Vielleicht. Deutschland ist der Abtreibung demographisch schon völlig zum Opfer gefallen, und es wird implodieren.
Dennoch gut, dass es auch bewusste Frauen gibt, die für das Leben und für eine würdige Welt streiten.
Natürlich finde ich die Bischöfe Deutschlands alles ausserhalb „reaktionär“, aber deren Lethargie kann ich mit diesen guten Feministinnen völlig anklagen. Guter Artikel.
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#2   Criticus   14:55:01 | Mittwoch, 19. April 2006
Lob an die Redaktion
Ausgezeichneter Artikel. Herzliche Gratulation!
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#1   Pünktchen   14:51:18 | Mittwoch, 19. April 2006
alice.schwarzer@emma.de
Ich werde diesen „kreuzfalschen“ Artikel versenden an:
redaktion@emma.de
alice.schwarzer@emma.de
Ich lade zur Nachahmung ein!
Püntchen.
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