08:54:30 | Mittwoch, 15. Dezember 2004
In den Niederlanden ist ein ‘Expertenkomitee’ damit beschäftigt, die nächste Grausamkeit zu legalisieren: die Hinrichtung von behinderten Säuglingen. Die Regierung will in den nächsten Monaten über eine mögliche Gesetzesreform beraten.
(kreuz.net, Amsterdam) Was man im
Krankenhaus von Groningen schon macht, soll jetzt in den Niederlanden
auch hochoffiziell erlaubt sein: die Kindestötung.
In den Niederlanden werden neue Tötungsforderungen
laut. Vereinzelte Ärzte fordern dort die Einschläferung von neugeborenen Säuglingen. Der britische
Nachrichtendienst BBC gibt ihnen dafür den notwendigen internationalen medialen Widerhall.
Als erstes
Land der Welt hat Holland im Jahr 2002 die sogenannte ‘Euthanasie’ legalisiert. Ein Niederländer, der
den staatlich unterstützen Selbstmord wünscht, muß nach dem Gesetz 16 Jahre alt sein. In Ausnahmefällen
reichen schon 12 Jahre.
Niederländische Mediziner rufen jetzt nach einer weiteren Ausweitung des Euthanasiegesetzes.
Die Ermordung von Neugeborenen, die an unheilbaren – aber nicht tödlichen – Krankheiten leiden, soll
genehmigt werden.
Ärzte aus den acht holländischen Universitätskliniken haben die Einsetzung eines
‘Expertenkomitees’ zur Klärung des Sachverhaltes beantragt. Das ist der übliche Weg, wie solche Neuerungen
zuerst zur Diskussion gestellt und dann von den Politikern abgesegnet werden.
Das vorgeschlagene ‘Expertenkomitee’
soll Kriterien festlegen, die es erlauben, einen Arzt legal zum Mörder eines behinderten Kleinkindes
zu machen. Ein Universitätskrankenhaus des Landes hat bereits ein entsprechendes Papier mit konkreten
Bedingungen für die Hinrichtung von lebensunwerten Säuglingen vorbereitet.
In den nächsten Monaten
wird eine Stellungnahme der holländischen Regierung zur Tötung der Kleinkinder erwartet.
Die niederländischen
Tötungsmediziner behaupten, Kinderärzte würden sich weltweit für die Ermordung von Kleinkindern aussprechen,
wenn diese behindert sind. Nach Angaben der niederländischen Tötungslobby sind angeblich 74% der Kinderärzte
in Frankreich und 72% der holländischen Kinderärzte für die Ausmerzung behinderter Kinder auch nach
ihrer Geburt.
De facto eilt die grausame Wirklichkeit in den Niederlanden dem grausamen Gesetz bereits
voraus. Im Krankenhaus von Groningen, im Norden der Niederlande, wurden in den letzten Jahren bereits
18 Kinder als unheilbar krank exekutiert.
Während des Zweiten Weltkrieges
predigte der Bischof von Münster,
Clemens August Graf von Galen, in Münster unweit der damals aufgehobenen niederländischen Grenze gegen
das nationalsozialistische Programm zur Tötung von Behinderten.
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Dolfus 09:15:36 | Mittwoch, 15. Dezember 2004