Jugendkirche
Zuhälter-Jugendkirche
Jugendkirchen sind Eventagenturen, die ihre sogenannten Glaubensangebote weitgehend der kommerziell geprägten Jugendkultur und Konsumwelt anpassen. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Unter dem Motto „Pimp my Church“ wurde zwischen dem 18. Februar und dem 9. April im luxemburgischen Esch die erste katholische Jugendkirche des Großherzogtums betrieben.

Eingerahmt von „Workshops“, „Happy Hour“ und einem „Concert ‘The Gentles’ unplugged“ wurde am Eröffnungstag bei „Free Entrance“ eine „Jugendmass ‘Jesus unplugged’“ geboten.

Das Programm sei mit „viel Freude und Interesse“ angenommen worden, sagten die verantwortlichen Berufsjugendlichen in einem Interview, das auf der Webseite ‘jugendkirchen.org’ publiziert wurde.

Mit dem Motto „Pimp my Church“ wollten sich die Jugendkirchenmacher bewußt an eine Sendereihe und den Stil des kommerziellen Jugendsenders MTV anpassen.

Der reißerische Musiksender, der keine Geschmacklosigkeit ausläßt, will in Zukunft auch den Hetzfilm ‘Popetown’ ausstrahlen.

Pimp my church
Mit dem Motto 'Pimp my Church' wollen sich die Jugendkirchenmacher bewußt an eine Sendereihe und den Stil des kommerziellen Jugendsenders 'MTV' anpassen.Das von der Jugendkirche in Esch verwendete englische Verb "pimp" heißt "verkuppeln". Das englische Hauptwort "pimp" bedeutet Zuhälter.Der Kirchenraum wird in eine Bastelstube für Berufsjugendliche verwandelt.

Das von der Jugendkirche in Esch verwendete englische Verb „pimp“ heißt übrigens „verkuppeln“. Das englische Hauptwort „pimp“ bedeutet Zuhälter.

Diese Assoziation von Zuhälterei und Jugendkirche paßt gut zu dem Musical ‘Erotica’ von der Jugendkirche Oberhausen, knapp 200 km nördlich von Frankfurt

Das zwielichtige Stück aus dem Bordell-Milieu wurde am 12. Februar in der Frankfurter Jugendkirche aufgeführt und nach Auskunft von Jugendpfarrer Dr. Otto mit „standing ovations“ frenetisch beklatscht.

Im Bistum Limburg sehen die Jugendkirchen offenbar eine wichtige Aufgabe in der Hinführung zu Jugendsexualität.

Bei jugendkirchlichen Schulendtagen steht der Punkt „no love, no fun“ auf dem Programm. Die Erotica-Schau in der Frankfurter Jugendkirche wurde als „Jona in love“ angepriesen. Zur Eröffnung der Jugendaktion des Hilfswerkes Misereor verteilte der Limburger Jugendpfarrer „Flirt-Bonbons“ – wie hilfreich für die 3. Welt!

Neben der schlüpfrigen Anbiederung an den Fernsehsender MTV steht das Motto „Pimp my Church“ auch für ein neues kirchliches Marketing-Konzept.

Der Theologe und Soziologe Matthias Sellmann empfiehlt der Kirche bei einem Gastvortrag des Lehrstuhls für Marketing an der Universität Dortmund, daß sie ihre Dienstleistungen und Angebote genauso inszenieren und kommunizieren soll wie die großen Marken. Das heißt in der Fachsprache: „branding“.

Die vielfältigen und unterschiedlichen Beziehungen der Christen zur Kirche sollten als „Kundenkontakte“ gepflegt werden.
Hans Hobelsberger:
Events als niederschwellige Angebote sollen einen Erstkontakt herstellen und bei Jugendlichen ein positives Image erzeugen.
Das Gespräch mit dem Pfarrer sei nichts anderes als „Personal Selling“.

Die Jugendkirchen haben die Marketingstrategien der kommerziellen Jugendbranche schon weitgehend verinnerlicht und umgesetzt.

Hans Hobelsberger, der Chefideologe für Jugendkirchen bei der „Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz“ hat das in dankenswerter Klarheit in einem Beitrag für die Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz 11/05“ verdeutlicht:

„Strategien der Eventisierung und Ästhetisierung, die ja dem Marketing entspringen, weisen in die Richtung“, daß die „Jugendkirchen einer ökonomischen Angebotsstruktur verhaftet sind, wo eine professionelle Veranstaltungselite ihre jugendliche Kunden in Glaubensdingen möglichst gut bedienen und unterhalten will“.

„Events als niederschwellige Angebote sollen in diesem Zusammenhang einen Erstkontakt herstellen und bei Jugendlichen ein positives Image erzeugen. Sie sind auch Form der Öffentlichkeits- und Marketingstrategie von Jugendkirchen.“

Die innerkirchlichen Ansprüche und Rechtfertigungsreden hören sich ganz anders an, wenn von Eigengestaltung und Eigenverantwortung in den Jugendkirchen gesprochen wird, von Selbstorganisation und Selbstverwirklichung der Jugendlichen.

Jugendseelsorger Hobelsberger weist darauf hin, daß die partizipatorischen Ansprüche der Jugendkirchen zur Mit- und Programmgestaltung von Jugendlichen weitgehend gescheitert sind.

Selbst wenn sich „echte“ Jugendliche einmal in die Planungsgremien „verirren“ würden, hieße das nur, „daß Jugendliche durch Partizipation in die Veranstaltungsagentur“ aufstiegen.

Auch an der Übernahme von englischen Phrasen und Amerikanismen aus der Marketingsphäre und Werbesprache kann man erkennen, wie stark sich die Jugendkirchen an den ökonomischen Verkaufsstrategien der kapitalistischen Konsumwelt orientieren.

Bei dem jugendkirchlichen Schülercafé „come together“ in Limburg wurde zum Beispiel direkt eine Werbekampagne der Zigarettenmarke „Peter Styevesant“ übernommen.

Es bleibt dabei. Jugendkirchen sind Eventagenturen, die ihre „Glaubensangebote“ weitgehend der kommerziell geprägten Jugendkultur anpassen und sich insofern in Konkurrenz „mit kommerziellen Anbietern in den Jugendszenen behaupten“ müssen“ – so Jugendseelsorger Hobelsberger.

Der Autor ist Mitglied im Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt.
      
34 Lesermeinungen
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#35   Wolf Paul   17:08:51 | Dienstag, 2. Mai 2006
Sprachliche Korrektur
Ich möchte hier wirklich nicht dieser Art von „Jugendkirchen“ das Wort reden, da gibt es sicher viel zu kritisieren.
Die angesprochene Verbindung zur Zuhälterei läßt sich aber nicht an dem englischen Begriff pimp in der Kombination pimp my XXXXX festmachen. Natürlich ist es das gleiche Wort, bezieht sich jedoch in diesem umgangssprachlichen Ausdruck nicht auf die Tätigkeit, sondern auf die ausgefallene und extravagante Kleidung vieler Zuhälter.
Der Begriff in diesem Zusammenhang hat also nichts mit Verkuppeln zu tun, sondern bedeutet aufmotzen, auftakeln.
Wenn man berechtigte Kritik an einem Phänomen mit fadenscheinigen oder faktisch falschen Argumenten, Vergleichen oder Verweisen zu untermauern versucht, untergräbt man die eigene Glaubwürdigkeit, und das wäre gerade bei dieser Thematik schade.
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#34   Mittel gegen Kreuzschmerzen   09:40:40 | Dienstag, 2. Mai 2006
Neben Microsoft…
…ist die Kirche das am kommerziellsten orientierte Unternehmen der Welt, ich muss das wissen, denn ich bin!
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#33   Aurelius   19:20:27 | Freitag, 21. April 2006
Midshipman Casey
Dann sind wur uns ja einig, daß wir uns einig sind. Ein internetuntypisches Ereignis :-)
In der Tat –- vor allem hier auf kreuz.net :-)
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#32   Maledica   16:15:51 | Freitag, 21. April 2006
Die Früchte!
Die leeren Kirchen, welche durch das Sterben der noch frommen Beter- so was lernten diese noch, bevor so komische Mätzchen eingeführt wurden- nun bald ganz entleert sind spricht dann wohl eher für sich, als meine bissigen Kommentare!
Trotz Lightshow seit über 40 Jahren
Trotz cooler Sound
Trotz Propagierung einer offenen Sexualität
Trotz Tanzeinlagen
Trotz Betroffenheitsgesäusel
Trotz Händchenhalten und Piep piep piep
Trotz Beifallsbekundungen
kommt kaum einer in Jugend“gottes“dienste und Jugendkirchen
Aber die Verantwortlichen bleiben weiterhin verblendet.
Man will sich nun mal schwer eingestehen, daß man mit seinem Konzept jämmerlich versagt hat.
Wenn solcher Quark nicht mit immensen Summen an Kirchensteuergeldern finanziert würde, könnte man es einfach übergehen, denn diese Einschaltquoten kann man getrost ignorieren…
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#31   wiener   15:36:43 | Freitag, 21. April 2006
verblendung?
wer hier tatsächlich verblendet ist, darüber können sich die geneigten mitleser/innen wohl leicht selbst ein bild machen.
jeder weitere kommentar zu maledicas wüsten beschimpfungen tut diesem herrn zu viel der ehre an.
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#30   Maledica   15:29:39 | Freitag, 21. April 2006
Bilder sprechen für sich
Die Propagandaseiten der Jugend“kirchen“ sprechen für sich.
Von Sakralität und Würde keine Spur.
Wer es fassen kann, der fasse es.
Die Intendanten werden in dies natürlich in ihrer Verblendung nie zugeben.
Solche Spektakel gliedern sich nicht ein in die 2.000-jährige kontinuierliche Tradition der Kirche.
Das die Jugendlichen keine mittelalterlichen Madrigale in der Kirche wünschen, versteht sich von selbst, denn dies ist eine weltliche Musikgattung.
Gregorianik bleibt halt für alle Zeiten ewig Jung!!!
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#29   wiener   14:43:22 | Freitag, 21. April 2006
ok ein letztes mal
langsam wirds ja wirklich zu blöd immer noch zu antworten.
aber kollege maledica belegt mit jedem satz seine komplette ahnungslosigkeit darüber, was in jugendkirchen tatsächlich stattfindet und angeboten wird.
– „beatmessengehampel“ – bei aller liebe zu historischen formen, aber „beatmessen“ gab es vielleicht in den 60igern – und diese wären für heutige jugendliche kulturell etwa ebenso weit entfernt wie mittelalterliche madrigale.
– „die jugend sucht …“ – „die“ jugend gibt es nun einmal nicht. oder wie es ein soziologe mal so schön formuliert hat: jugendliche sind jung – und ansonsten ganz verschieden. und eben diese verschiedenheit spiegelt sich auch in den unterschiedlichen angeboten von jugendkirchen wieder. natürlich gibt es da auch ruhe, anbetung, meditation (etwa taizé-gebetsnächte werden in vielen jugendkirchen regelmäßig angeboten). aber es gibt eben auch aufwändig gestaltete gottesdienst-feiern. übrigens: die normalen regelmäßigen sonntagsgottesdienste in den jugendkirchen sind vermutlich um längen unspektakulärer als sie es sich ausmalen …
– die sakralität der kirche ist in jeder jugendkirche voraussetzung und wird selbstverständlich nicht angetastet. in jedem mir bekannten jk-konzept wird betont, dass die kirche kirche bleiben muss. und dies ist auch so.
– dass hier hl. messen als „theaterstück mit elevation“ verhöhnt werden, diskreditiert sich selbst.
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#28   Maledica   14:14:04 | Freitag, 21. April 2006
Ständig die selbe Leier der Modernisten
Was an der Jugend“kirche“ würdig sein soll ist mir ein Rätsel.
Zwischen der Hl. Messe am Ostersonntag auf dem Petersplatz und dem Jugend“kirchen“beatmessengehampel liegen Welten!
Würdig ist das letztere eines Gottesdienstes wahrhaftig nicht, sondern ein Theaterstück mit Elevation.
Die Heiligen Zeremonien für so eine Show mißbrauchen ist Hohn!
Wieso müssen den solche Versager die letzten verbleibenden Kirchgänger mit solch Jugendsubkulturinkulturierung ständig traktieren.
Die Jugend sucht etwas sakrales.
Die Jugend sucht Anbetung.
Die Jugend sucht Stille
Die Jugend sucht Kontemplation.
Bespaßung ist da wie die Jugend“gottes“dienste seit 40 Jahren kontraproduktiv.
Von den wenigen die dorthin kommen, werden die meisten durch Firmunterricht und Selbsproduzierung gezwungen.
Die aufrechte Haltung eines Katholiken während des Heiligen Meßopfers ist aber
DEMUT DEMUT DEMUT
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#27   Midshipman Casey   14:01:53 | Freitag, 21. April 2006
@Aurelius
Dann sind wur uns ja einig, daß wir uns einig sind. Ein internetuntypisches Ereignis :-)
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#26   wiener   13:44:52 | Freitag, 21. April 2006
@ maledica: wahr ist vielmehr …
1. durch die ständige wiederholung gleichförmiger anschuldigungen und vorwürfe werden diese nicht zutreffender.
2. die jugendkirche wien betreibt keine „propagandaseite“ sondern hat eine homepage, auf der man sich über angebote etc. informieren kann. „propaganda“ wird dort keine betrieben. übrigens sind die betreiber der wiener jugendkirche und deren homepage natürlich namentlich bekannt (auch im impressum der hp) im gegensatz zu seiten wie dieser oder der hp des frankfurter „katholikenkreises“ (wo man ein dem medienrecht entsprechendes impressum vergeblich sucht).
3. gottesdienst – menschendienst: dieser slogan ist theologisch und liturgisch dermaßen lachhaft, dass sich eine entgegnung an sich erübrigt. dennoch: jeder gut und würdig gefeierte gottesdienst dient (auch) den menschen. jedes sakrament ist (auch) „menschendienst“. wie heißt es im joh-ev: „ich habe euch ein beispiel gegeben, damit auch ihr einander die füße wascht“ = einsetzung der eucharistie als dienst am anderen!
beides voneinander zu trennen oder gar als sich ausschließende alternative anzusehen, ist theologischer unsinn. wie wär es mit folgender formulierung: gottesdienst, der als feier wahrgenommen wird und so dem leben dient.
4… o pardon – ich ertappe mich doch glatt dabei, mit argumenten auf die plump-verallgemeinernden beschimpfungen des herrn maledica einzugehen. das wollte er ja gar nicht – ihm liegt es ja nur an der stupiden wiederholung der ewig gleichen tiraden und nicht an sachlicher diskussion.
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#25   Maledica   13:26:22 | Freitag, 21. April 2006
Jugendkirchen
Die Jugend“kirche“ in Wien auf rechten Pfaden!
Die Bilder auf der eigenen Propagandaseite sprechen genau das Gegenteil.
Es gibt keine Jugend“kirche“, welche dem Namen katholisch gerecht wird.
Weder in Wien, in Luxemburg, in Oberhausen, Frankfurt, Wiesbaden oder sonst wo.
Überall der gleiche Selbstverwirklichungsmüll.
Ausverkauf des Sakralen.
Verweltlichung in ALLEN Dingen!
Keine Gottesdienste sondern Menschendienste.
Eine Zumutung für die Masse des Kirchenvolkes, die stets mit den Füßen abstimmen
Kommen tut trotz aufwendigster Inszenierung und Verschwendung der Gelder niemand, außer den Statisten, welche sich für Zeitung in Szene setzen.
Für so einen Schwachsinn hat die Kirche Geld, während Allenportens sonst gejammert wird, sich von Immobilien trennen zu müssen.
Das Konzept geht schon seit über 40 Jahren schief.
Die Lehmänner und Kamphäuser wachen jedoch nie auf
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#24   wiener   13:24:38 | Freitag, 21. April 2006
@ m.c.
@wiener: Wieviele Nicks haben Sie eigentlich hier?
genau einen. und mir ist nicht klar, was die frage soll.
@ wienermeinung:
natürlich kann ich auch nicht für alle jugendkirchen-projekte sprechen, da ich auch nur einige persönlich kennen gelernt habe. aber auch die „kritiker“ unterscheiden ja nicht zwischen den einzelnen projekten, sondern vermischen (wie h. hecker) munter die projekte in luxemburg (was eine zeitlich begrenzte aktion war) mit limburg, frankfurt, oberhausen, wien … so als ob es eine gemeinsame aktion unter einer gemeinsamen führung wäre.
tatsächlich sind die jugendkirchen-projekte durchaus sehr unterschiedlich, was umfang, angebote etc. angeht. auch da sollte man daher differenzieren – aber differenzierung ist nicht die starke seite eines h. hecker oder anderer, die sich hier lauthals zu wort melden.
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#23   Aurelius   13:05:17 | Freitag, 21. April 2006
@ Midshipman Casey
Nein, „to pimp“ bedeutet auch und zuallererst „Zuhälterei treiben“
Das ist mir als EFL-Lehrer und Übersetzer, der längere Zeit im englischsprachigem Auslang gelebt hat, durchaus bekannt und habe das auch nie bestritten.
Sie kennen anscheinend nur den abgeleiteten
umgangssprachlichen Gebrauch („aufmotzen“).
Nein, ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß hier der abgeleitete umgangssprachliche Gebrauch bedeutungsgebend ist.
Ein schaler Beigeschmack bleibt trotzdem, denn bei der Hl. Messe hört sich der Spaß auf und man sollte Zweideutigkeiten vermeiden, v.a. wenn man Anglizismen nur vom Fernsehen kennt.
Da gebe ich Ihnen voll und ganz recht.
to pimp
1. Zuhälterei treiben (auch öfters als grammatikalisch notwendig in der Form „pimping“ also present continuous verwendet);
present participle; im übrigen werden alle action verbs als „grammatikalisch notwendig“ im present continuous verwendet.
Ursprung: pimp (subst. Zuhälter)
2. aufmotzen (z.B. Fernsehserie „pimp my ride“)
Und genau das war mein Punkt.
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#22   wienermeinung   12:37:11 | Freitag, 21. April 2006
@wiener
aber meinen sie nicht auch,dass so manche entwicklung in und um jugendkirchen auch kritisch gesehen werden muss.ich kenne die jugendkirche wien und weiß,dass dort sehr fähige leute sind, die liturgisch und theologisch rechte pfade bewandern!
nur bin ich mir nicht sicher,ob das in allen jugendkirchen der fall ist.ich gebe dies zu bedenken!
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#21   Midshipman Casey   11:40:24 | Freitag, 21. April 2006
@Aurelius
Nein, „to pimp“ bedeutet auch und zuallererst „Zuhälterei treiben“. Sie kennen anscheinend nur den abgeleiteten umgangssprachlichen Gebrauch („aufmotzen“). Der Fehler von kreuz.net (bzw. dem Verfasser) liegt darin, daß sie, im genauen Gegensatz zu Ihnen, nur die ursprüngliche Bedeutung des Verbs („Zuhälterei treiben“) kennen. Die Organisatoren der kritisierten Veranstaltung haben es aber sicherlich als „aufmotzen“ verwendet. Ein schaler Beigeschmack bleibt trotzdem, denn bei der Hl. Messe hört sich der Spaß auf und man sollte Zweideutigkeiten vermeiden, v.a. wenn man Anglizismen nur vom Fernsehen kennt.
Also nochmals für etwaige Begriffsstützige:
to pimp
1. Zuhälterei treiben (auch öfters als grammatikalisch notwendig in der Form „pimping“ also present continuous verwendet); Ursprung: pimp (subst. Zuhälter)
2. aufmotzen (z.B. Fernsehserie „pimp my ride“)
@wiener: Wieviele Nicks haben Sie eigentlich hier?
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#20   wiener   11:04:55 | Freitag, 21. April 2006
unappetitliche propaganda …
eigentlich ist es aufschlussreich, dass herr hecker (ein als fleißiger leserbrief-verfasser in der diözese limburg nicht unbekannter) zu so aberwitzigen „zuhälter“-hirngespinsten zuflucht nehmen muss, um jugendkirchen zu „kritisieren“.
seine sprache verrät ihn: da werden einzelne worte bewusst verdreht und missverstanden, theologen als „chefideologen“ verunglimpft, völlig unsachliche „bezüge“ hergestellt (als ob die luxemburger jugendkirche mit „popetown“ irgend etwas zu tun hätte …), ein wenig pseudo-skandal rund um „erotica“ (ein im übrigen sehr ernstes und nachdenkliches theaterstück) – dann wird alles in einen großen topf geworfen und dann mal kräftig umgerührt …
geschmacklos und unappetitlich sind aber nicht die jugendkirchen, sondern die hetzerischen schmierereien von herrn hecker. ihm geht es nicht um information oder sachliche kritik, sondern allein um polemische angriffe – für die er auf kreuz.net eine willkommene plattform findet.
bitte verschonen sie uns künftig.
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#19   Aurelius   09:49:01 | Freitag, 21. April 2006
@ Midshipman Casey
„pimp up“ entstand daraus in dem Sinn, als „aufmotzen, wie Zuhälter es tun“ darunter verstanden wurde. Gilt insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Prima, der Zusatz „wie es Zuhälter tun“ ändert nichts daran, daß „pimp up“ „aufmotzen“ bedeutet und in dem Sinne, in dem es MTV im Titel der Serie „Pimp My Ride“ gebraucht, nichts mit Zuhälterei zu tun hat. Es geht hier um die übertragene Bedeutung des Begriffes und nicht um die Herkunft. Insofern war meine Korrektur sachlich richtig.
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#18   Benedikt   21:01:40 | Donnerstag, 20. April 2006
Pimp my Church
Natürlich hat der Slogan nichts mit Zuhälterei zu tun. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um eine überflüssige Anbiederei handelt.
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#17   Loc Fethyr   19:48:27 | Donnerstag, 20. April 2006
Höchst Interessant
Ich selbst als Ungläubiger Sünder und bekennender Atheist halte ja von diesen sektischen Jugendkirchen sowieso nichts. Mich verwundert es aber, dass die Katholizisten unter den Usern sich anscheinend liebend gerne einer ihrer wenigen Methoden, neue Schafe zu finden, entledigen würden. Somit wird der Untergang dieser menschenverachtenden Glaubensrichtung beschleunigt. Sehr gut, weiter so.
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#16   Midshipman Casey   18:40:52 | Donnerstag, 20. April 2006
@Aurelius
Ihre Korrektur ist leider sachlich falsch. „to pimp“ kann auch „seinen Lebensunterhalt durch Zuhälterei verdienen“ bedeuten. Das ist die eigentliche ursprüngliche Bedeutung. „pimp up“ entstand daraus in dem Sinn, als „aufmotzen, wie Zuhälter es tun“ darunter verstanden wurde. Gilt insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Bevor Sie anderen Ignoranz unterstellen oder eine Englisch-Nachilfestunde halten, sollten Sie Ihre Argumente auf Faktizität prüfen.
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#15   GerdEric   18:21:18 | Donnerstag, 20. April 2006
Pimp my church…
und nun wird in Kirchen auch keine Blas-Musik gespielt,
denn da gibt es auch noch die Flöten,
und manch einer bringt sein Horn mit,
und wehe einer hat seine Schuhe nicht gewichst,
und die Türe bitte leise schliessen,
damit das nicht durch die ganze Kirche bumst…
auch der Küsster hat seine Schwierigkeiten,
und da ist dann noch der Vikar, und der Pop erst…
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#14   Maledica   17:32:15 | Donnerstag, 20. April 2006
@wienermeinung
Um zu wissen, daß Mist nach Mist schmeckt, brauche ich diesen nocht nicht gegessen zu haben!
Ich habe mir aber die selbstverherrlichenden Aushängeschilder der Jugend“kirchen“, wie diese sich selbst in ihrer Verweltlichung im Weltnetz produzieren betrachtet. Das reicht, um sich übergeben zu müssen…
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#12   wienermeinung   17:03:37 | Donnerstag, 20. April 2006
Maledica
es würde mich ja ur interessieren,ob herr/frau maledica schon mal in einer jugendkirche drinnen war oder sich nur auf die berichterstattung von kreuz.net verlässt?
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#11   Maledica   16:56:08 | Donnerstag, 20. April 2006
Locken mit Gossensprache???
Wer es schon nötig hat Slogans von jugendgefährdenden Sendern zu übertragen und so auf das selbe Niveau zu sinken wie der von primitiven Fäkalausdrücken gespickte Sender MTV, der braucht sich nicht wundern, wenn die Jugend gar nichts mehr mit der Kirche zu tun haben will, weil dort nix anderes geboten wird, als in der Disse und dazu noch von schlechterer Qualität
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#10   Institoris   16:49:03 | Donnerstag, 20. April 2006
Bilder
Zeigen diese nicht die herkömmliche Gestaltung der Liturgie wie sie nunmal in deutschen Landen usus sind.
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#9   wienermeinung   16:44:49 | Donnerstag, 20. April 2006
Jugendkirchen
Es ist sicher nicht alles gut, was in Jugendkirchen passiert und man kann schnell Selbstdarstellung mit Darstellung des Herrn verwechseln.
Aber Jugendliche brauchen Impulse um in ihren eigenen Pfarren etwas zu bewegen! Wo, zwischen Frauenmessen, Familienmessen, stillen Messen,… sollen die Jugendlichen Raum für ihre Art von Spiritualität finden? Viel zu viele Ignorante Männer und Frauen im besten Alter oder auch darüberhinaus verhindern in vielen Pfarren (habe das schon öfters gehört) die Entwicklung einer Jugendarbeit. So suchen Jugendliche eben in eigenen Jugendkirchen das, was sie berührt, wie sie Gott ihren Dienst erweisen können.
Über die Jugendkirche Limburg will ich mich jedoch nicht äußern, da ich sie nicht kenne und ich mir sicherlich nicht nur von 5 Bildern weg eine Meinung bilde!
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#8   centesimus annus   16:36:03 | Donnerstag, 20. April 2006
einfach
zum Wort „pimp“:
Die Verwirrung um das Wort „pimp“ kann ich leicht aufklären: Natürlich ist alles, was in den Lesermeinungen dazu geschrieben wurde, sachlich richtig und die Darstellung im Artikel hinsichtlich der Bedeutung des Verbs ist unvollständig und die Erwähnung des Substantivs und seiner Bedeutung ist unnötig und zeugt auf den ersten Blick von sprachlicher Unkenntnis des Verfassers. Doch nur auf den ersten Blick:
Erfahrenen kreuz.net LeserInnen wird klar sein, dass aus der Erwähnung dieses Substantivs keine Rückschlüsse auf die Sprachkenntnisse von Redaktion und Verfasser möglich sind, denn sie wissen, dass die einzige Absicht hinter dieser Erwähnung die unsachliche Verunglimpfung ist – wozu sonst hätte man genau aus diesem Detail des Artikels die Überschrift abgeleitet?
ad Jugendgottesdienste:
Die Scheuslichkeit dieser Veranstaltungen ist unbestreitbar, doch was in dem Artikel fehlt: Sie werden in den meisten Fällen von konservativen, extrem rechten Gruppierungen initiiert, getragen und veranstaltet. Und ich komme aus einer Diözese, in der schrecklicherweise der Bischof selbst an solchen Eventsteilnimmt. Den liberalen und linken Gläubigen ist dieser Diskontfundamentalismus ein Dorn im Auge!
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#7   Romulus   16:17:48 | Donnerstag, 20. April 2006
Was soll das? Von oben reingewürgt!
Warum in aller Welt brauchen wir Jugendkirchen? Die sollen in die Kirche, wo sie zu hause sind. Dieser Schwachsinn wird mit unserem Geld finanziert. Aber das ist momentan der Zeitgeist. Neulich habe ich von einem Lehrer gehört, dass die Lehrer einer Schule für die Schüler eine Party / Event ausrichten mit allem Drum und Dran die ganze Nacht. Wie kamen die auf die Idee? Sie bekamen es von oben reingewürgt und genauso läuft es mit den Jugendkirchen und Jugendgottesdiensten: Sie werden von oben reingewürgt.
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#6   Aurelius   16:08:34 | Donnerstag, 20. April 2006
@ Karl Murx
Von der Redaktion wird Genauigkeit in der Berichterstattung verlangt. Wer meint, er müsse sich auf ein solches Thema einlassen, der kann ja wohl auch etwas besser recherchieren. Mit keinem Wort wird in dem Artikel auf das eingegangen, worauf sich „pimp my church“ eigentlich bezieht. Statt dessen wird die „Popetown“-Platte aufgelegt.
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#5   Karl Murx   16:02:18 | Donnerstag, 20. April 2006
Als wenn solche „Gottesdienste“ nicht schon peinlich genug wären,…
…wird jetzt auch noch von der Redaktion „Weltläufigkeit“ in Straßenslang verlangt.
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#4   Aurelius   15:48:31 | Donnerstag, 20. April 2006
Herzlichen Glückwunsch, kreuz.net
„pimp“ heißt zwar als „Zuhälter“ als Substantiv, aber in dem Satz „pimp my church“ kann es ja nur ein Verb sein. Im modernen (vor allem amerikanischen) Englisch bedeutet „to pimp something up“ etwa so viel wie „etwas aufpolieren“, „etwas aufmotzen“, „etwas aufdonnern“, also etwas größer und leistungsfähiger zu machen. Der Slogan „pimp my Church“ greift natürlich den Titel einer Sendung, die seit langem auf MTV läuft auf, „Pimp My Ride“, in der alte Autos aufgemotzt werden und mit allerlei technischen Spielereien versehen werden. Selbst das Logo auf dem abgebildeten Plakat erinnert an das Logo der Sendung.
Mit „Zuhältern“ hat das nichts zu tun. Auch wenn auf dem selben Sender „Popetown“ läuft.
Herzlichen Glückwunsch an Herrn Hecker und an kreuz.net für die Zurschaustellung einer solchen Ignoranz und Weltfremdheit! Man will ja keine Boshaftigkeit unterstellen…
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#3   Karl Murx   15:45:46 | Donnerstag, 20. April 2006
Daß die Eckners und Otterbecks angesichts solcher Greuel sich zu melden wagen
Die sollten lieber schweigen!
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#2   Benedikt78   15:44:57 | Donnerstag, 20. April 2006
Was ist das für eine Strategie?
Mit solchen Anlässen will man junge Leute in die Kirche bringen. Aber was bringt man ihnen bei? So ein lauwarmer Wohlfühl-Katholizismus. Wenn es mal hart auf hart kommt und es nötig ist ein wirkliches Zeugnis für unseren Herrn abzugeben, dann werden diese Leute überall, aber nicht mehr in der Kirche sein!
Ich frage mich wirklich, wieso man die Zeit und Energie für solches Gewäsch aufwendet. Würde man den gleichen Aufwand in die Verkündigung des Evangeliums investieren – direkt bei den Leuten! – dann wäre die Ernte reicher. So bekommt man nur Partiemäuse, aber keine Gläubigen.
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#1   Maledica   15:32:37 | Donnerstag, 20. April 2006
Ruinen schaffen, ohne Waffen
Keine Banalität ist den Modernisten zu schade, damit das Zerstörungswerk der letzten 40 Jahre ununterbrochen fortgesetzt werden kann.
Die Bischöfe unterstützen so etwas noch, anstatt ihrer Hirtensorge gerecht zu werden und für den katholischen Glauben zu sorgen!
Finanziert mit meinen Kirchensteuergeldern!!!
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