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Donnerstag, 20. April 2006 19:00
Überführt wegen einiger Kratzer am Arm
Nach der vergangenen Osternacht ermordete ein mexikanischer Pfarrer seine Geliebte. Am folgenden Morgen zelebrierte er die Ostermesse. Den Gläubigen fiel nichts auf.
Der geständige Mörderpriester César Torres Martínez
Der geständige Mörderpriester César Torres Martínez
(kreuz.net, Chimalhuacán) Am 17. April fand die Polizei am Stadtrand von Chimalhuacán die Leiche einer jungen Frau, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Das berichteten heute verschiedene mexikanische Tageszeitungen.

Die Ortschaft Chimalhuacán befindet sich in der östlichen Bannmeile von Mexiko City.

Die Tote wurde später als Verónica Andrade Salinas (22) identifiziert. Zum Zeitpunkt ihrer Ermordung war sie mit einem Mädchen schwanger.

Inzwischen hat die Polizei die Gewalttat aufklärt.

Beim Mörder handelt es sich um den Priester César Torres Martínez (42). Er wurde am Mittwoch morgen verhaftet und ist geständig.

Einige Kratzer am Arm des Priesters gehörten zu den ersten Hinweisen, die zur Aufklärung des Gewaltverbrechens führten.

Hw. Torres leitete bisher die Herz-Jesu-Pfarrei in der Ortschaft Nezahualcóyotl, einem Vorort im Osten von Mexiko City. Offenbar unterhielt er bereits seit sieben Jahren eine romantische Beziehung mit seinem 22jährigen Opfer.

Aus dem Verhältnis ging scheinbar auch eine inzwischen 18monatige Tochter hervor.

Bei einer Pressekonferenz verlas Staatsanwalt Abel Villicaña eine schriftliche Erklärung des Täters.

Darin erklärte Torres, daß er in sein Opfer verliebt gewesen sei. Die Frau sei nach der Osternacht im Pfarrhaus erschienen, um ihm mitzuteilen, daß sie schwanger sei und um ihn um Geld zu bitten.

Sie soll auch gedroht haben, die Vaterschaft des Priesters öffentlich bekanntzumachen.

Darauf kam es offenbar zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Dabei erwürgte der Priester seine Geliebte.

Danach schleppte er die Leiche in ein nahes Badezimmer. Dort enthauptete und zerschnitt er die Tote mit einem Küchenmesser.

Die Leichenteile verstaute er in einen Jutesack und in eine schwarze Plastiktasche und transportierte sie zehn Kilometer mit einem Fahrzeug in die Nähe des Gemeindefriedhofs von Chimalhuacán.

Das arbeitslose Mordopfer hinterläßt eine Tochter von 18 Monaten und – wie es scheint – noch zwei weitere Töchter.

Bei der Autopsie der Leiche stellte die Polizei fest, daß die Frau kurz vor ihrer Ermordung geschlechtlichen Umgang hatte. Darum ging man zunächst davon aus, daß sie von einem Serienverbrecher getötet wurde, der in der Gegend von Chimalhuacán bereits sieben Frauen vergewaltigt und umgebracht hatte.

Pfarrer Torres war als Priester bei den Gläubigen sehr beliebt und galt als intelligent. Er arbeitete seit drei Jahren in seiner Pfarrei. Den Gläubigen fiel während der Osternacht und bei der Messe am Ostersonntag nichts Besonderes auf.

Der Bischof der Diözese Nezahualcóyotl und kirchliche Zuständige für den Priester, Mons. Carlos Garfias Merlos (55), kündigte an, daß Pfarrer Torres auch mit einem kanonischen Prozeß rechnen muß.

Das Geschehene sei „beklagenswert und traurig“ erklärte der Oberhirte.

Vor den weltlichen Gerichten muß der Pfarrer mit einer Anklage wegen vorsätzlichen Mordes und Leichenschändung rechnen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 21 Lesermeinungen:
Freitag, 21. April 2006 13:39
Maledica: Romantische Beziehung
Eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ist natürlich. Auch wenn der Mann Priester ist.
Als Priester hat er jedoch freiwill igden gottgeweihten zölibat versprochen. Die Kirche zwingt keinen Priester zu werden!
Ein Homo-Konkubinat kann jedoch niemals natürlich sein, sondern ist der Natur zutiefst zuwider!
Freitag, 21. April 2006 12:10
Ich finde diese Auflistungen skandalös, besonders von Satansbraten, da ich mich als Ostdeutscher Katholik dadurch selbst angegriffen fühlen muss.
Soso, ich finde es ebenfalls skandalös, dass man mich auf dieser Hetzseite als „Ossi, welcher aus der Platte stammt und infiltriert wurde vom Kommunismus“ beschimpfen lassen muss. Wobei ich weder jemals in der Platte wohnte, noch infiltriert wurde (bin grad mal 25 und meiner Eltern waren wahrlich nicht systemtreu). Davon mal abgesehen: Kinder mit 12 Jahren sind bereits in der Lage, Ironie zu verstehen. Entschuldigen Sie, dass ich Sie überschätzt habe ;)
Freitag, 21. April 2006 09:44
Markus-Antonius †: Romantische Beziehung?
Interessant: Kreuz-net spricht hier von einer romatischen Beziehung zwischen Mörder, oh Entschuldiung, Priester und Opfer. Hätte es sich um eine Homo-Beziehung gehandelt hätte dort wahrscheinlich „Homo-Konkubinat“ oder irgendwas von „Sodomie“ gestanden.

Noch komischer der Hinweis, das hier nicht Gericht gehalten werden soll, dabei finden hier doch täglich Verurteilungen und Verleumdungen der übelsten Sorte von selbsternannten Richtern statt, wie beispielsweise diese abstruse Evelyn oder deren Gatte, und leider noch einigen anderen bemitleidenswerten Geschöpfen.
Freitag, 21. April 2006 09:24
Maledica: Wer ohne Sünde ist…
Im Gegensatz zu den Kirchenhassern, welche den Menschen stets vergötzen und dieser dann konsequenterweise keinen einzigen Fehler haben darf, sind nach katholischer Auffassung ALLE Menschen Sünder.
Solch eine Tat ist natürlich schrecklich und wir wissen nicht, was diesen Priester dazu getrieben hat.
Der Nährboden für jedes Unrecht ist die Sünde und der Fürst der Welt, der auch den Spöttern hier Eingebungen zu machen scheint…
Freitag, 21. April 2006 09:18
mariokin: Wer alles so schuld sein soll…
Ich finde diese Auflistungen skandalös, besonders von Satansbraten, da ich mich als Ostdeutscher Katholik dadurch selbst angegriffen fühlen muss. Eine solche Auflisterei ziemt sich nicht für einen ehrlichen Austausch.

Mit freundl. Grüßen, Mariokin

Es ist wirklich eine Schande, dass solch ein Verbrechen passiert. Noch dazu von einem Priester, der es eigentlich besser wissen müsste. Traurig und bedauernswert ist die verhaltene Reaktion vom Bischof.
Freitag, 21. April 2006 02:41
Sulpicius: César Torres Martínez
Was ist das denn für ein Kaschper auf dem Photo?
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