Kinderverhütung
„Das Menschenleben beginnt nicht mit der Befruchtung“
Kürzlich sprach ein italienischer Kardinal über moralische Themen. Dabei verstrickte er sich bei Themen wie Kondomen, Kinderabtreibung, Kinderzellen und Hilflosenmord in viele Widersprüche zur kirchlichen Lehre.
(kreuz.net) Das italienische Wochenmagazin ‘Espresso’ veröffentlichte gestern ein Gespräch von Carlo Maria Kardinal Martini (79) mit dem italienischen Bioethiker Ignazio Marino.

Dabei nahm der Jesuit und frühere Erzbischof von Mailand Stellung zu moraltheologischen Fragen.

Im Zusammenhang mit der Immunschwächekrankheit AIDS meinte der Kardinal, daß es gewisse Situationen gebe, bei denen der Gebrauch eines Präservativs das geringere Übel sei.

Wenn bei einem Ehepaar ein Partner durch das HIV-Virus infiziert sei, müßten die beiden beim ehelichen Akt Latexhäute verwenden.

Ein AIDS-Kranker sei „verpflichtet, seinen Partner zu schützen und auch dieser muß das Recht haben, sich selber zu schützen“, erklärte der Kirchenfürst.

Die Frage sei allerdings, „ob es wirklich Aufgabe der Kirche sei, sich in bestimmten Fällen laut für solche Verhütungsmittel einzusetzen“.

Ein katholischer Moraltheologe erklärte dagegen bereits Ende Januar letzten Jahres, daß ein ehelicher Akt hinter Gummischutzvorrichtungen eine Form der Selbstbefriedigung und darum moralisch verwerflich sei.

Die Verwendung von Kondomen sei mit zwei Ehepartnern zu vergleichen, die sich durch einen Plastiksack hindurch küssen, um eine Hepatitis-Infektion zu vermeiden.

Es gebe menschliche Krankheiten, die den ehelichen Akt unmöglich machen. Dazu gehöre zum Beispiel AIDS.

In dem Gespräch äußerte sich Kardinal Martini auch zum Beginn des menschlichen Lebens. Dieses nehme seinen Anfang „nicht bei der Empfängnis, sondern danach“.

Damit scheint Kardinal Martini dem Gebrauch der Kindertötungspille danach sowie der Forschung an Kinderzellen, welche die Tötung von Kleinstkindern voraussetzt, zuzustimmen.

Kardinal Martini begrüßte auch staatliche Regelungen zur Kinderabtreibung, insofern sie dazu beitragen würden, „illegale Abtreibungen zu verringern und auszuschließen“, wiederholt der Kardinal das Argument der Unterstützer der vorgeburtlichen Kindstötung.

Dennoch dürfe es keine „Lizenz zum Töten“ geben.

Der Kardinal begrüßt es auch, daß der Staat eingefrorene Babies nicht zerstöre, sondern zur Adoption freigebe – selbst, wenn eine alleinstehende Person dieses Kind adoptiere: Elternlose Kinder hätten das Recht, in einer Familie zu leben, die aus Mann und Frau besteht. „Aber es ist klar, daß auch andere Personen, sogar Singles, diesbezüglich einige Garantien geben können“:

„Ich würde mich darum nicht auf eine einzige Möglichkeit beschränken. Die Verantwortlichen sollen feststellen, welche die beste Lösung für ein Kind ist“, sagte Kardinal Martini.

Zum Schluß bezweifelte der emeritierte Erzbischof auch die kirchliche Lehre, die jedes Menschenleben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützt.

Zur Euthanasie erklärte Kardinal Martini, daß man die Geste einer Person, die einen anderen Menschen zum Tod führt, niemals befürworten könne – besonders, wenn der Todbringer ein Arzt sei.

„Dennoch kann nicht einmal ich eine Person verurteilen, die eine solche Tat aus purem Altruismus aufgrund der Bitte einer Person ausführt, die am Ende ist.“
      
35 Lesermeinungen
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#35   Scheid   05:07:57 | Mittwoch, 26. April 2006
Stammzellen
Stammzellforscher werden immer ueberheblicher: Alan Colman, Chief Executive Officer der ES Cell International in Singapore, der vor zehn Jahren das Dolly-Schaf geklont hat, hat am 19. April 2006 bei einem internationalen Stammzell-Symposium in Madison, WI, USA, die embryonalen Stammzellen mit den Fruechten des Baumes des Lebens aus der Bibel verglichen, die allen Menschen zu einem ewigen Leben verhelfen werden.
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#34   Christin   09:25:24 | Dienstag, 25. April 2006
Wann beginnt Menschenleben?Wann wird man als Mensch bezeichnet?
MIt der Zeugung?
Mit der.Entwicklung des Leibes?
MIt d. Entwicklung des Geistes?
MIt d.Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft,Rasse Sippe?
Wenn ich genug Geld einbringe?
Od. wenn i mein Menschsein angenommen hab u. daraus was gestalte in der Ordnung von Mutter Natur.
Oder wenn ICH einen Menschen fürs Leben gefunden hab der mit mir durch dick und dünn geht.
Oder werde ich nie ein MEnsch,wenn i nie in der Gnade der Gesellschaft steh u. meine Freiheit auch zur eigenen Entfaltung gebrauchen kann?
WEnn man mir mein freies Gedankengut nicht beschneidet?Bin ich dann Mensch?
Oder wenn i mich freiwillig einordne in ein größeres Ganzes,was als Mensch mit Leib und Seele annerkannt ist,sprich „WElt“?Mutter Erde?Vater Staat?
Natürliche Mutter,natürlicher Vater nicht mehr gefragt,nicht wichtig?nicht relevant?Nur auf zeugen und austragen programmiert?
Traurig(
Erst wenn i ernst genommen werde,dann bin ich ein Mensch?Angenommen werde vom Mutterleib;
von Mutter Erde?
ERst wenn mein +ICH will+ stirbt,dann beginnt Menschsein,das kanns nicht sein;
TRAURIG
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#33   methusalix †   21:48:40 | Montag, 24. April 2006
Glauben sie ruhig daran, Laurentius!
Ändert genauso wenig an der Sachlage, wie der feste Glaube an Gott. Der ist auch einfach da, egal ob jemand glaubt, oder nicht.
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#32   Laurentius2   13:13:37 | Montag, 24. April 2006
Kondome schützen nicht vor AIDS !
… die Ansteckung wird höchstens etwas verzögert. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kommen nicht-libaralistische Wissenschaftler ganz eindeutig.
Hier klicken:Das Ende des Kondom-Mythos www.aktion-leben.de/…rankheiten/sld01.htm
Die unten angeführten Statistiken dagegen sind irreführend.
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#31   methusalix †   01:13:50 | Montag, 24. April 2006
Und ich habe auf der falschen Seite, geantwortet.
@bonifatius
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#30   bonifatius   00:13:22 | Montag, 24. April 2006
@ad methusalem, dem Rechengenie
Bei Sexualrechnungen scheinen sie ja hervorragend zu sein, da wird aus einer Null gleich die Zahl 26. Enthaltsamkeit heißt doch keinen Geschlechtsverkehr haben, womit dann auch keine Ansteckungsgefahr besteht. Ja, wenn man die Empfehlung der Kirche in den Wind schlägt ist die Kirche nicht schuldig. Ansonsten dürfte bei ihren 26% meißt mein außerehelicher Geschlechtsverkehr vorliegen, was nach dem Dekalog wieder eine schwere Sünde ist. Dies ist ja aber doch ihnen eh wurst.
Bedauere, habe vorher auf einer falschen Seite gepostet
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#29   methusalix †   16:48:50 | Sonntag, 23. April 2006
Hallo bonifatius!
bonifatius: ad methusalem et murxum@methusalem: ihre mathematisch-statistischen Zahlen sind nicht einmal dann interessant, wenn die Ausgangsdaten stimmen würden; diese werden von mehreren Seiten angezweifelt.
Es geht hier nicht um Erbsenzählen, sondern ganz einfach um die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben, um die Ehrfurcht vor Gott und seinen Geboten.
Dass Sie diese Zahlen, aus ideologischen Gründen, anzweifeln ist vollkommen klar und Ihr gutes Recht! Dass diese Zahlen nachweisbar richtig sind, ist jedem klar, der den Realschulabschluss halbwegs hingekriegt hat.
Dass ein entsprechendes Verhalten dem/der Liebsten gegenüber die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben, Gott und seinen Geboten („Du sollst nicht morden!“) auf das beste bestätigt, sollte sogar Ihnen klar sein.
Ein Schmankerl für die Rechenkünstler am Rande: Im Gegensatz zum Schutz durch Kondome hat die von den Kirchenbeamten einzig propagierte Methode, die Enthaltsamkeit, eine Fehlerquote von 26% (sechsundzwanzig Prozent!). Jetzt dürfen Sie errechnen, wieviele HIV-Infektionen weitergegeben werden, wenn diese von zehntausend Menschen angewendet wird.
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#28   bonifatius   16:38:16 | Sonntag, 23. April 2006
ad methusalem et murxum
@methusalem: ihre mathematisch-statistischen Zahlen sind nicht einmal dann interessant, wenn die Ausgangsdaten stimmen würden; diese werden von mehreren Seiten angezweifelt.
Es geht hier nicht um Erbsenzählen, sondern ganz einfach um die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben, um die Ehrfurcht vor Gott und seinen Geboten. Aber davon haben sie keine Ahnng und wollen auch keine haben. Frage: Warum dann immer wieder ihr Auf(Fehl)-tritt bei kreuz.nett?
Über den Murx von @murx braucht man nicht reden, ist es auch nicht wert!
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#27   Karl Murx   14:57:29 | Sonntag, 23. April 2006
Frankenchurch Oberrabbi will laut STERN die Gummitüte für HIV-Infizierte
STERN www.stern.de/…-Kondome/559958.html
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#26   methusalix †   00:31:11 | Sonntag, 23. April 2006
@laurentius2, den grossen Medizinstatistiker
Zum HIV R i s i k o:
hiv.net/2010/buch/pep.htm
Infektionsrisiko von 0, 05 bis 0,15 % , das heißt ohne Kondom(bei maximal 0,15 % Übertragungsrisiko) kommt es in 15 von 10000 Fällen zur AIDS Übertragung.
Umgerechnet auf den Pearl Index von Kondomen (4-9) in Bezug auf Konzeption,bedeutet dies folgendes:
Annahme: jene 100 Frauen sind 2xwöchentlich, mithin
112x100= 11200 mal pro Jahr sexuell aktiv (Vaginalverkehr), so kommen wir in etwa auf unsere 10 000 und somit kann man die Umrechnung auf Pearl-Index wagen.
D.h. 4-9 von 100 sexuell aktiven Frauen werden innerhalb eines Jahres bei Benutzen von Kondomen s c h w a n g e r , grob gesagt in 4-9 Fällen bei 10000 mal vaginaler Verkehr versagt das Kondom. Nehmen wir an, daß das Schwangerschaftsrisiko während 5 Tagen in sagen wir einem 30 tägigen Zyklus 100 % betrage, so besteht während dieser 5 Tage ein HIV-Risiko ohne Kondombenutzung von max. 0,15 % , hochgerechnet auf den(fiktiven) 30 Tage Zyklus sind dies dann: 6x0,15 % mithin ein HIV Risiko von 0,9 % ohne Benutzung von Kondomen und einem Pearl Index von 4-9 beträgt die Übertragungswahrscheinlichkeit m i t Kondom (9 auf 10000 o h n e auf ca.0,9 auf 10000 m i t),mit anderen Worten mit Kondom, besteht ein max.Übertragungsrisiko von Aids von 0,9 aufgerundet 1 (eins) auf 10000 (0,09%) .Gläubige, wie Laurentius2 kommen also auf ein HIV Risiko von 6,25 % mit Kondomen welches in Wirklichkeit nur 0,1 % beträgt.
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#25   Benedikt   23:51:13 | Samstag, 22. April 2006
Schwangerenberatung
Der angeordnete Ausstieg aus dem System war aus dem Grund richtig, für den Laurentius2 hier wieder einmal den Beweis liefert: Man glaubte, die Bischöfe Lehmann und Kamphaus seinen für die Abtreibung, weil sie solche Scheine ausstellten. Das konnte nicht hingenommen werden; der größeren Kalrheit der Lehre wegen ordnete Johannes Paul II. den Ausstieg an. Das ändert natürlich nichts daran, dass Kamphaus und Lehmann weder Abtreibungsbefürworter noch Förderer der Abtreibung sind. Die Befürworter der kirchlichen Schwangerschaftsberatung mit Schein gehen bzw gingen von der These aus, dass jede Frau, die abtreiben will dies auch schafft und dass man mit so einer kirchlichen Beratung vielleicht (oder auch ganz sicher) noch einige Leben retten kann. Bei einer kirchlichen Stelle ist das jedenfalls eher gewährleistet als bei Pro Familia & Co. (obwohl diese gesetzlich dazu verpflichtet sind, der Frau zum Austragen des Kindes zu raten).
Man glaubte, man müsse zumindest den Schein ausstellen können, auch wenn man das natürlich vermeiden wollte, um die Beratung der Kirche attraktiv zu machen. Nach dem, was bislang zu hören war, ist das eine Fehleinschätzung gewesen. Kirchliche Beratungsstellen werden immer noch frequentiert.
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#24   Sirilo   22:35:53 | Samstag, 22. April 2006
@Laurentius 2
Was wollen Sie mit Ihrer unchristlichen Häme und herablassenden Arroganz eigentlich erreichen?
1. Ich bin weder Modernist noch Spät-Modernist.
2. Ich bin auch kein Opfer des heutigen Religionsunterrichts oder der „Katechese in der Krise“ – meinen Beichtunterricht bekam ich im Jahr 1953.
Da ich ansonsten feststellen muss, dass es Ihnen nicht um Meinungs- und Informationsaustausch, sondern nur um Polemik, Verächtlichmachung und Agitation geht, verzichte ich auf weitere Stellungnahmen zu Ihren Expektorationen.
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#23   Laurentius2   22:09:50 | Samstag, 22. April 2006
Interessehalber
Wann beginnt denn gemäß modernistischer Meinung das Leben ?
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#22   Kreuzfidel   22:03:05 | Samstag, 22. April 2006
Das Menschenleben…
beginnt vor der Befruchtung:
Im Herzen des Vaters!!!!
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#21   Laurentius2   22:00:40 | Samstag, 22. April 2006
@Sirilo / Lesen Sie Ratzinger !
Wow, ein Spät-Modernist, der den Dekalog kennt, ich bin fassungslos über diese Restbildung, aber mit der Anwendung klappt’s wohl nicht.
Ihre „Beratungsscheine“ (Sirilo) sind eine „Lizenz zum Töten“ (Erzbischof Dyba, seligen Angedenkens).
Aber ich nehme das jetzt nicht persönlich – von wegen 8.Gebot –, man bemerkt einfach den heutigen Religionsunterricht bzw. die „Katechese in der Krise“ (Zitat Prof. Ratzinger). Sie sind ein Opfer dieser durch schlechte Theologie verursachten Zerstreuung der Herde. Lesen Sie Augustinus (Antike), Thomas (Mittelalter), Ratzinger (Moderne)!
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#20   Sirilo   21:51:46 | Samstag, 22. April 2006
@Laurentius 2 – Beratungsscheine
„Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.“ D.h. Sie sollten sich agitatorischer Verfälschungen enthalten: Erzbischof Lehmann hat nicht für „Abtreibungsscheine“ gekämpft, sondern für eine Schwangerenberatung, die einen Beratungsschein ausstellen darf.
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#19   Laurentius2   21:38:17 | Samstag, 22. April 2006
Gotthard hat es nicht verstanden
Lieber Gotthard,
katholisches Denken und Argumentieren besteht sowohl aus dem Festhalten am depositum fidei in Form von dogmatischen Konzilsbeschlüssen und ex-cathedra-Entscheidungen als auch in ihrer zeitnahen Darlegung und argumentativen Stützung (Apologetik).
Wir können die katholische Wahrheit gerne auch in anderen Bereichen diskutieren und „moderne“ wissenschaftliche Erkenntnisse sowie logische bzw. historische Konsequenzen Eures „modernen“ Denkens miteinander vergleichen,wenn Du Dich wirklich darauf einläßt.
Du kannst einen traditionellen Katholiken nicht auf Fatima und Papalismus festnageln. Dann hättest Du wohl in der Tat gewonnen… Die Grundfrage ist, wie demütig genug Du bist, Deine modernistischen Dogmen wirklich einmal in Frage stellen zu lassen …
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#18   Gotthard   21:24:08 | Samstag, 22. April 2006
Prozentsätze
jetzt kommen irgendwelchen Prozentsätze zum Einsatz statt dogmatischer oder ethischer Argumente?
Sicherheit war bisher in euren Argumentationen kein Thema … nur Dogma und Moral.
Entscheidet euch doch bitte mal.
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#17   Laurentius2   21:02:56 | Samstag, 22. April 2006
Mit einem Revolver auf den Ehepartner zielen
Die Logik Gotthards, Martinis und all der weltverknallten und konzilsberauschten Rahneristen ist folgende:
Ich darf ruhig mit meiner Frau schlafen, wenn ich AIDS habe -Hauptsache ich benutze ein Kondom !
Bei einer Sicherheit von 94 % (Pearl-Index) – an die ich nicht glauben würde, denn z.B. sich mit AIDS anstecken kann man jeden Tag – schwanger werden nur an einem/zwei – hätten wir eine 16tel Chance. Das wäre so, als wenn ich einen Revolver mit 16 Schuss auf meine Frau richten würde, in dessen Trommel eine scharfe Kugel steckt.
Grotesk und peinlich, daß Martini der deutsche Wunschkandidat ist !
Aber wer, so wie der Liebling der deutschen Bischöfe, seine Eminenz Lehmann, aufklärende Sexspiele in seiner diözesanen Jugendarbeit fördert, papsttreuen Jugendlichen auf dem Petersplatz sexuelle Verdorbenheit unterstellt (Meisner verbat sich dies entscheiden !) und jahrelang trickreich für „katholische“ Abtreibungsscheine kämpft, kann nur ein Anhänger Martinis sein.
Herr, züchtige Deine Kirche, wie Du es willst, aber befreie uns von den Wölfen mit Hirtenstab !
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#16   bonifatius   20:52:20 | Samstag, 22. April 2006
@Gotthard: Geschrei
Dein Geschrei über den ausgesuchten Sonderfall ist Schall und Rauch.
Ein Ehepartner, der all das Christliche in sich trägt, wie du ihn ausnamsweise schilderst, würde sich Todsünden fürchten, auch mit Kondom das Risiko einer Infektion seines Parners eizugehen.
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#15   Laurentius2   20:44:17 | Samstag, 22. April 2006
Das ist es:
Kondome schützen eben nicht !
Vielleicht zu rund 90 %, aber wollen Sie allen Ernstes, so einen unsicheren Schutz empfehlen ?
Nein, hier zeigt sich, wie unverantwortlich dieser Mann ist !
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#14   Gotthard   20:32:08 | Samstag, 22. April 2006
Geschrei
Kardinal Martini hat doch absolut Recht.
Enthaltsamkeit und Ehelosigkeit sind Gaben Gottes – bezeugt schon der Apostel Paulus in 1 Kor 7.
Eheleute habe nicht diese Gottesgabe, aber das Sakrament des gemeinschaftlichen Lebens empfangen.
Eheleute haben sich gegenseitige Liebe und Sorge für einander versprochen. In einer Ehe steht die Sorge um das gegenseitige Wohl an erster Stelle!
An zweiter Stelle steht die Offenheit für Nachwuchs.
Wenn die Offenheit für Kinder im Gegensatz steht zur körperlichen Unversehrtheit infolge einer möglichen Ansteckung mit HIV – und die körperliche Unversehrtheit im Gegensatz steht zum Wohl des Partners durch sexuelle Befriedigung … was dann?
Kondome bieten da eine gute Möglichkeit. Genau das hat Kardinal Martini gesagt.
Martini kennt den Menschen – was ich von kreuz.net nicht gerade behaupten würde.
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#13   bonifatius   20:02:11 | Samstag, 22. April 2006
der manipulierte Christ
Lieber Dr. Otterbeck, nichts für ungut, aber sie strotzen ja manchmal voll von hochtheologischem Fachchinesisch. Erlauben sie mir zu Martinis „Partisanengerede“ folgenden Hinweis:
Martinis Sophismus wurde heute in einer linksliberalen Münchner Zeitung, 1. Seite mit folgender Headline zitiert (Claudia Möllers): „Kardinal: Kondome sind kleineres Übel. Untertitel: Sinnvoller Schutz gegen Aids. Auf Seite 2 meldete sich der donum vitae Sympatisant Prof. theol. em. Gründl zu Wort: Es geht ums Überleben. Zu guter letzt kommentierte auf der gleichen Seite die Spezialistin für katholische Lehre Claudia Möllers Martinis Zuspruch für Kondome mit der Überschrift: „Barmherzigkeit statt Dogma.“
Unter den 5oo ooo Lesern dieser Zeitung gibt es Nochkatholiken, die sich unkritisch nicht die Meinung verkneifen können: Also liebe Kirche, dann runter von euerem Podest, redet uns nun wieder nicht einen solchen Schwachsinn von Sünde ein.
Lieber Dr. Otterbeck, verstehen sie nun, um was es bei dieser Sensationsmeldung ( die keine wäre, käme sie nicht von einem in deutschen Kirchenkreisen erwünschten „Papabile“) eigentlich geht? Viele Nochgläubige werden beim Thema Sexualität noch freizügiger, noch laxer, denn die verniedlichte Sünde ist vernachlässigbar. Darum geht es doch, und nicht, daß man an einem ausgesuchten Sonderfall, bei dem sich die Betroffenen sowieso nicht diese Frage stellen, eine ganze Allgemeingültigkeit der Kondombenutzung aufhängt.
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#12   Laurentius2   16:56:11 | Samstag, 22. April 2006
Kardinal Martini
… wird in den weltlichen Medien zur Zeit hochgelobt.
Normalerweise soll man ja nicht persönlich werden, aber mich überfällt immer ein gewisses Gruseln, wenn ich seine Augen sehe.
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#11   Dr. Otterbeck   13:28:48 | Samstag, 22. April 2006
Vielleicht
wird S.E. Martini hier nur stellvertretend für die Jesuiten geohrfeigt, die heute eine sehr würdevolle Audienz im Petersom hatten. Aber, laut Centesimus Annus, Nr. 11, ist nunmal die „Civiltà dell’Amore“ (den Beriff prägte Paul VI. am 18. Mai 1975, Pfingsten) der Auftrag der Kirche, nicht die Romanité maurassienne.
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#10   centesimus annus   13:18:03 | Samstag, 22. April 2006
wieder
da ist er wieder, der anonyme katholische Moraltheologe … ist es der kreuz.net-Redaktion noch immer nicht gelungen, seinen Namen herauszufinden und vielleicht gar, wo er denn zum katholischen Moraltheologen wurde? Und das, obwohl sie ihn sooo gerne zitiert?
@wiener:kann nur zustimmen. wenn der Kardinal „Latexhäute“ gesagt hätte, wäre die Redaktion ohnehin nicht in der Lage gewesen, das aus dem italienischen zu übersetzen.
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#9   Dr. Otterbeck   13:11:18 | Samstag, 22. April 2006
Danke, Wiener!
Über C.M. Martini wäre noch mehr zusagen. Bspw. war er ein vorzüglicher Bibelwissenschaftler. Nicht von der Sorte, die im verkehrten Anschluss an Renan-Loisy-Bultmann das Jahr 70 zum Kardinalpunkt der Exegese machen. (Es gibt ja mehr und mehr Anzeichen, dass sämtliche Evangelien in Urform zwischen 42 und 67 vorlagen.) Sondern in der Spur von P. Lagrange (École biblique, Jerusalem). Aber Tradi sind ja völlig taub für die Erkenntnis, dass gerade der Fortschritt historischer Wissenschaften (bspw. das INRI-Schild in S. Croce zu Rom betreffend) die Bibel mehr und mehr stützt, wie auch die Humanwissenschaften wesentliche kirchliche Entscheidungen mehr und mehr stützen (z.B. Humanae Vitae). Den Kontext zu überspringen („Man muss halt dran glauben“) führt gerade nicht zum Credo, sondern nur zum Ego.
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#8   wiener   12:54:17 | Samstag, 22. April 2006
martini differenziert …
… und damit ist er natürlich der schwarz-weiß-„theologie“, die auf kreuz.net propagiert wird, suspekt.
etwa die gut katholische lehre, dass in moraltheologischen fragen eine güterabwägung zu geschehen habe, und nach einer solchen der gebrauch des kondoms in begründeten einzelfällen doch möglich sein kann, wird hier – fälschlicher weise – als der kirchlichen lehre widersprechend dargestellt.
auch spricht die überschrift von der aussage, das „menschenleben“ beginne nicht mit der befruchtung, während im text vom „menschlichen leben“ die rede ist. anscheinend hat sich kreuz.net nicht die mühe gemacht, gut zu recherchieren, was der kardinal tatsächlich gesagt hat. denn beide sätze sagen sehr wohl unterschiedliches aus.
andere sätze werden martini in den mund gelegt. so bezweifle ich, dass er in dem interview von „latexhäuten“ gesprochen haben soll.
aber sätze wie:
Damit scheint Kardinal Martini dem Gebrauch der Kindertötungspille danach sowie der Forschung an Kinderzellen, welche die Tötung von Kleinstkindern voraussetzt, zuzustimmen.
Zum Schluß bezweifelte der emeritierte Erzbischof auch die kirchliche Lehre, die jedes Menschenleben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützt.
sind bodenlose unterstellungen.
kardinal martini ist seit jahrzehnten einer der angesehensten bischöfe italiens und ein hoch geschätzter autor (erwähnt sei seine veröffentlichung „woran glaubt, wer nicht glaubt“ mit umberto eco). ein guter und beliebter bischof.
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#7   Dr. Otterbeck   12:52:01 | Samstag, 22. April 2006
Ist ja schön,
dass es noch Gebetserhörungen gibt! „Martina Lehmann“ wäre aber keinesfalls Päpstin Johanna II. geworden.
Die Jesuiten im allgemeinen zu verdammen ist übrigens auch ein typischer Sport der US-amerikanischen extremen Rechten. Vielleicht stimmt die Adresse im Impressum ja doch?? Für diese Leute waren Papst Johannes, John F. Kennedy und Chruschtschow ja doch nur drei Vertreter jener „Weltverschwörung“, die Leute wie Dan Brown immer mal wieder publizistisch ausschlachten.
Nicht wahr, Saint-Sulpice??
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#6   res secundae   12:31:37 | Samstag, 22. April 2006
Martina = Lehmann
Kardinal Martini ist ein enger Freund von Kardinal Lehmann.
Das sagt alles und sollte zu bedenken geben.
Ich habe beim Konklave dafür gebetet, dass er nicht Papst wird.
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#5   Dr. Otterbeck   12:18:26 | Samstag, 22. April 2006
Mater et Magistra
Die Konstitution Dei Filius des I. Vatikanum gibt die Antwort, indem sie Jesaja 11,12 zitiert: Signum levatum in nationes, das ist die Kirche; „parmi les peuples“.
Aber der Zweck von kreuz.nett ist wahrscheinlich, dass der Dialog zwischen gemäßigten Lefebvristen und BXVI untergraben werden soll, indem man die ganze Häßlichkeit dieser Weltanschauung demonstriert.
Stimmt’s –- oder habe ich recht?
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#4   Sulpicius   11:55:38 | Samstag, 22. April 2006
Natürlich nicht
Soll die Kirche „unsere Zeit“ überhaupt zur Kenntnis nehmen oder nicht?
Warum sollte sie das?
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#3   Dr. Otterbeck   11:54:03 | Samstag, 22. April 2006
Wer untergräbt wen?
Kreuz.net will Martini doch nur „anprangern“. Die Interview-Äußerungen werden nicht einmal korrekt zitiert, sondern mit Glossen garniert. Deshalb muss man angesichts dieser einer Inquisition unwürdigen Praxis auf die zentrale Frage zurück: Soll die Kirche „unsere Zeit“ überhaupt zur Kenntnis nehmen oder nicht? Mit Ottaviani haben die Kreuz-Nettritter nur die Blindheit gemeinsam, nicht den Sachverstand.
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#2   Josefus   11:44:48 | Samstag, 22. April 2006
bekannt dafür
Kardinal Martini ist doch bekannt dafür, dass er die katholische Lehre aufweichende Positionen vertritt auf allen möglichen Gebieten (Moral, Glaubensbekenntnis), zwar versucht er es durch wohlfeine Formulierungen geschickt zu verschleiern und zu beschönigen, aber sein offensichtliches Ziel ist klar: das Untergraben der Lehre.
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#1   Dr. Otterbeck   09:57:11 | Samstag, 22. April 2006
Nostrae aetatis
errores hat Pius IX. 1864 verurteilt, darunter den Satz, der Papst müsse sich mit der gegenwärtigen (damaligen) Zeit versöhnen. Im Syllabus steht NICHT: kein Papst dürfe sich zu keiner Zeit dem „Weltbild“ öffnen. Das ist die Differenz zwischen konträren und kontradiktorischen Aussagen (lt. Brandmüller), welche die Tradi nicht „packen“. Die Verurteilung des Satzes es sei „lobenswert, Kultfreiheit“ zu gewähren, bedeutet, dass es bedauerlich ist, Kultfreiheit zu gewähren, nicht dass es verboten ist usf. Oder um mit Roncalli zu reden: „Wir stehen vor dem II. Vatikanischen Konzil, das doch eigentlich nicht von dem von Pius IX. gewollten Ersten Vatikanischen getrennt werden kann…“ (6.9.1960). Die Kirche nimmt immer „unser Zeitalter“ in den Blick, zu jeder Zeit, wie zu Pfingsten, so auf der Schlußsitzung des Tridentinums am 4. 12. 1563 und so auch heute. Die Äußerung des Kardinals rechtfertigen also kein „Scherbengericht“ durch die Kreuz-Nettschreiber.
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