Kommunionverweigerung für Behinderte?
Gestern wurde bekannt, daß ein Priester in Niederösterreich kürzlich zwei Behinderten die Kommunion verweigert haben soll. Jetzt spielen die Medien den Fall trotz einer sehr unklaren Informationslage hoch. Auch die invalidenfeindlichen ‘Grünen’ wissen Rat.
(kreuz.net, Raxendorf) Der Pfarrer von Raxendorf, Pater Benedikt Riebl, soll vor einigen Wochen zwei Behinderten
in einem örtlichen Spezialwohnheim der Caritas die Heilige Kommunion verweigert haben.Raxendorf befindet sich rund 30 Kilometer nordwestlich von St. Pölten.
Der Fall der Kommunionverweigerung wurde gestern an die Öffentlichkeit gebracht. Genaue Informationen über den persönlichen Hintergrund der zwei Betroffenen und die Umstände wurden nicht bekannt.

Behinderte könnten bestimmte Dinge nicht nachvollziehen, erklärte der Pater seine Vorgehensweise.
Er berief sich auf das Zweite Vatikanische Konzil. Dieses würde – vor allem für Personen, die geistig einen beträchtlichen Schaden genommen haben – Sonderliturgien vorsehen.
Das sei keine Diskriminierung, sondern die Erkenntnis, daß nicht alle Personen alle Sakramente in gleicher Weise empfangen können.
Heute Samstag veröffentlichte der zuständige Bischof von St. Pölten, Mons. Klaus Küng, eine Stellungnahme zu dem Vorfall.
Behinderte bedürften in besonderer Weise der Zuwendung, erklärte der Bischof. Es sei wichtig, auch ihnen zu vermitteln: „Gott liebt uns alle so wie wir sind.“ Gott liebe auch die Behinderten und er wolle, daß wir sie lieben.
Behinderte Menschen seien nicht von der Heiligen Kommunion ausgeschlossen. Für sie würden im Prinzip die gleichen Bedingungen wie für alle Gläubigen gelten. Es sei aber auf ihre spezielle Situation Rücksicht zu nehmen.
Die Teilnahme an der Heiligen Kommunion setze eine innere Bereitschaft und ein entsprechendes äußeres Verhalten voraus. Bei Behinderten sei gerade diesbezüglich viel Verständnis nötig.
Es sei auch auf die Würde des Sakramentes zu achten: „Anscheinend gab es bei einer Eucharistiefeier in Raxendorf gewisse Probleme, vielleicht auch Mißverständnisse.“
Der Bischof kündigte an, daß es in den nächsten Tagen zu Gesprächen mit allen Beteiligten kommen wird. Das Ziel bestehe darin, eine nötige Klärung und gegenseitiges Verständnis zu erreichen.
Trotz des sehr lückenhaften Informationsflusses gaben bereits sogar die ersten österreichischen Politiker ihre sakramententheologische Expertise zum Besten.
Die Klubobfrau der niederösterreichischen Partei ‘Die Grünen’ – die sich mit Nachdruck für die vorgeburtliche Tötung von Behinderten zwischen dem 3. und dem 9. Lebensmonat einsetzt – wußte zu berichten, daß die Kommunionverweigerung angeblich „an längst vergangene Zeiten“ erinnere:
„Wir gehen davon aus, daß die Kirche weiß, was in diesem Fall getan werden sollte.“ Die Kirche habe „dringenden Handlungsbedarf“, predigte die offensichtlich glaubenseifrige Politikerin.
Das Verhalten des Priesters sei aus verfassungsrechtlicher Sicht ein klarer Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz und das Diskriminierungsverbot und eine Diskriminierung behinderter Menschen.
Über die von ihrer Partei vehement geforderte Abtreibung von behinderten Menschen äußerte sich die Klubobfrau nicht.
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Montag, 24. April 2006 13:23
Benedikt: @ deusexmachina
Sie irren sich: Die Religion gibt eben gerade auf die Sinnfragen (Existenz etc) eine Antwort. Dazu wird
die NAturwissenschaft nie in der Lage sein.
sie behaupten für Frage X eine Antwort, allerdings besteht diese „Antwort“ lediglich aus nicht verifizierbaren Behauptungen.
Auch die naturwissenschaftliche Erkenntnisse begründen sich aus Naturwissenschaftlichen Erkenntnissen heraus. Von daher gilt dieser „Vorwurf“ auch den Naturwissenschaften.
Die Behauptung, weniger Religion = mehr Verbrechen wollen Sie bitte belegen,
Dazu sehe ich keinen Anlass, denn diese Behauptung wurde von mir gar nicht aufgestellt. Lesen Sie mal genauer.
Oder KÖNNTE da die Erziehung / Tradition nicht doch eine klitzekleine Rolle spielen?
Wenn Sie genau lesen, dann steht das so schon in meinem Beitrag. Allerdings leiten sich auch Ihre Vorstellungen aus Erziehung bzw Umfeld ab.
sie behaupten für Frage X eine Antwort, allerdings besteht diese „Antwort“ lediglich aus nicht verifizierbaren Behauptungen.
Auch die naturwissenschaftliche Erkenntnisse begründen sich aus Naturwissenschaftlichen Erkenntnissen heraus. Von daher gilt dieser „Vorwurf“ auch den Naturwissenschaften.
Die Behauptung, weniger Religion = mehr Verbrechen wollen Sie bitte belegen,
Dazu sehe ich keinen Anlass, denn diese Behauptung wurde von mir gar nicht aufgestellt. Lesen Sie mal genauer.
Oder KÖNNTE da die Erziehung / Tradition nicht doch eine klitzekleine Rolle spielen?
Wenn Sie genau lesen, dann steht das so schon in meinem Beitrag. Allerdings leiten sich auch Ihre Vorstellungen aus Erziehung bzw Umfeld ab.
Montag, 24. April 2006 13:14
deusexmachina: @Benedikt
Wie gesagt: Theistische Religionen erklären eigentlich GAR NICHTS – sie behaupten für Frage X eine Antwort,
allerdings besteht diese „Antwort“ lediglich aus nicht verifizierbaren Behauptungen. Auf dieser Basis
kann auch ich Ihnen die Welt „erklären“, ganz, wie’s beliebt. Sie müssen’s nur glauben.
Zudem bin ich nicht sicher, dass es immer ein beantwortbares „Warum?“ geben muss („Warum“ als Sinnfrage, nicht als Kausalitätsfrage). Nehmen Sie z.B. Punkte: Die gibt es unbestritten, sie dienen als Basis der Geometrie. Aber sie sind nicht definiert – pure Axiome, bei denen ein „warum?“ keinen Sinn ergäbe. Insofern ist eine Weltanschauung nicht a priori fehlerhaft, wenn sie nicht alles in puncto „Sinn“ erklärt, weil (möglicherweise) gar nicht alles einen solchen Sinn HAT.
Noch einmal: Der Vorwurf, der Atheismus „könne nichts erklären“ ist unangebracht, da er diesen Anspruch gar nicht erhebt. Gegenüber einem Nichtchristen ist er sogar doppelt falsch, weil dem IHRE Religion sowieso nichts erklärt, Sie also das vorwerfen, was Sie selbst praktizieren – Eigentor.
Die Behauptung, weniger Religion = mehr Verbrechen wollen Sie bitte belegen, nicht nur an Beispielen, für die ich Ihnen beliebig viele Gegenbeispiele kredenzen kann.
Ad „Generalverdacht“: Soso, dann ist das also alles vernünftige Entscheidung, dass es hierzulande so rlativ mehr Christen gibt als Moslems und im Iran andersherum? Oder KÖNNTE da die Erziehung / Tradition nicht doch eine klitzekleine Rolle spielen?
Zudem bin ich nicht sicher, dass es immer ein beantwortbares „Warum?“ geben muss („Warum“ als Sinnfrage, nicht als Kausalitätsfrage). Nehmen Sie z.B. Punkte: Die gibt es unbestritten, sie dienen als Basis der Geometrie. Aber sie sind nicht definiert – pure Axiome, bei denen ein „warum?“ keinen Sinn ergäbe. Insofern ist eine Weltanschauung nicht a priori fehlerhaft, wenn sie nicht alles in puncto „Sinn“ erklärt, weil (möglicherweise) gar nicht alles einen solchen Sinn HAT.
Noch einmal: Der Vorwurf, der Atheismus „könne nichts erklären“ ist unangebracht, da er diesen Anspruch gar nicht erhebt. Gegenüber einem Nichtchristen ist er sogar doppelt falsch, weil dem IHRE Religion sowieso nichts erklärt, Sie also das vorwerfen, was Sie selbst praktizieren – Eigentor.
Die Behauptung, weniger Religion = mehr Verbrechen wollen Sie bitte belegen, nicht nur an Beispielen, für die ich Ihnen beliebig viele Gegenbeispiele kredenzen kann.
Ad „Generalverdacht“: Soso, dann ist das also alles vernünftige Entscheidung, dass es hierzulande so rlativ mehr Christen gibt als Moslems und im Iran andersherum? Oder KÖNNTE da die Erziehung / Tradition nicht doch eine klitzekleine Rolle spielen?
Montag, 24. April 2006 09:13
Filia_Nocte: Behinderte könnten bestimmte Dinge nicht nachvollziehen, erklärte der Pater seine Vorgehensweise.
Also das ist wirklich die Höhe, wenn es so pasiert ist! Behinderte können sogar meißtens mehr nachvollziehen
als jeder gesunde Erwachsene! Was bildet der Kerl sich eigentlich ein? *grrrr*
Ich hatte in meinem Leben sehr viel mit behinderten Menschen zu tun und sie so zu behandeln wäre auch nicht im Sinne Jesu. Dann hätte er sich damals wohl kaum mit Huren etc. umgeben.
Ich hatte in meinem Leben sehr viel mit behinderten Menschen zu tun und sie so zu behandeln wäre auch nicht im Sinne Jesu. Dann hätte er sich damals wohl kaum mit Huren etc. umgeben.
Montag, 24. April 2006 07:14
franziskus: Gotthard: Zweifel
„Ich bezweifel, dass Thomas von Aquin oder Papst Benedikt mehr „begreifen“ von der Eucharistie als ein
Mensch mit einer schweren geistigen Behinderung.“
Die Kommunion als einfache transzendentale Medizin oder gemeinsames heiliges Brot ist für Behinderte denkbar und zulässig, auch wenn sie nicht begreifen, was Franz von Assisi meinte als er jedesmal mit seinen Brüdern in die Knie sank wenn er eines Kirchtuirms ansichtig wurde:
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst!
Die Kommunion als einfache transzendentale Medizin oder gemeinsames heiliges Brot ist für Behinderte denkbar und zulässig, auch wenn sie nicht begreifen, was Franz von Assisi meinte als er jedesmal mit seinen Brüdern in die Knie sank wenn er eines Kirchtuirms ansichtig wurde:
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst!
Sonntag, 23. April 2006 22:59
Benedikt: @ deusexmachina
Es zwingt Sie keiner, das zu glauben. Hätte Gott bei der Menschwerdung gegen Naturgesetze verstoßen
wollen, dann hätte er ja einfach so vom Himmel schweben können. Aber nein, er wurde in diese Welt hineingeboren,
wie ein gewöhnlicher Mensch. Um sich die Welt ohne Religion zu erklären müssen Sie ganz andere Akkrobatiken
vollziehen. Die einzige Autorität, auf die Sie sich verlassen kann Ihnen nämlich rein gar nichts erklären,
vor allem nicht das Warum? Von daher brauchen Sie sich nicht überheblich fühlen, weil Sie solchen Glaubenslehren
mit Ihrer „genialen“ Ratio nicht folgen.
So, Schritt eins währe damit getan. Der Atheismus kann nichts plausibel erklären, er fällt demnach durch Ihr Raster.
Nächster Schritt: Die Auswirkungen. Nun, die Verbrechen derer, die explizit gemeint haben ohne Religion auskommen zu können sprechen für sich. Klappt also auch nicht.
Dritter Schritt:
Generalverdacht, ganz einfach nur die anerzogene Religion bzw. die dominante Religion seiner Umgebung zu „glauben“
Genial wie Sie sind, sind Sie natürlich ganz allein auf Ihr Weltbild gekommen, klar. Aber bei allen anderen, verehrter d.e.m. ist Atheismus auch etwas anerzogenes, nicht selten mit Unterdrückung einhergehend.
Nach Ihren eigenen Maßstäben sollten Sie sich lieber ganz schnell eine neue Ideologie suchen
.
So, Schritt eins währe damit getan. Der Atheismus kann nichts plausibel erklären, er fällt demnach durch Ihr Raster.
Nächster Schritt: Die Auswirkungen. Nun, die Verbrechen derer, die explizit gemeint haben ohne Religion auskommen zu können sprechen für sich. Klappt also auch nicht.
Dritter Schritt:
Generalverdacht, ganz einfach nur die anerzogene Religion bzw. die dominante Religion seiner Umgebung zu „glauben“
Genial wie Sie sind, sind Sie natürlich ganz allein auf Ihr Weltbild gekommen, klar. Aber bei allen anderen, verehrter d.e.m. ist Atheismus auch etwas anerzogenes, nicht selten mit Unterdrückung einhergehend.
Nach Ihren eigenen Maßstäben sollten Sie sich lieber ganz schnell eine neue Ideologie suchen
Sonntag, 23. April 2006 22:55
Sulpicius: @deusexmachina
Daß Sie ungläubig sind, haben wir inzwischen verstanden. Sie brauchen Ihren autonom-apologetischen, abgestandenen Frust hier nicht weiterhin darzulegen. Wenn Sie so sicher und fest in Ihrer Anschauung wären, würden Sie hier nicht ellenlang mit Wut im Bauch posten.
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