13:27:25 | Sonntag, 23. April 2006
Wenn es um den Kirchenhaß geht, beweisen Staatsjournalisten gewöhnlich eine dicke Haut, einen hervorragenden Magen und vor allem keine falschen Schamgefühle. Von Dr. Alfons Adam.
(kreuz.net) Ich teile mit, daß die Rundfunkbeschwerde wegen des von der ORF-Religionsabteilung publizierten
umstrittenen Filmes
„Schneeweiß und Rosenrot“ von Ina Loitzl eingebracht worden ist.
Der Eifer beim
Sammeln der Unterstützungsunterschriften war diesmal nicht ganz so groß wie bei der Geschichte mit
Adolf
Holl. Dennoch sind 2.691 Unterschriften zusammengekommen.
Das Verfahren über diese Rundfunkbeschwerde
ist bereits eingeleitet.
Der ‘Österreichische Rundfunk’ und seine Generaldirektorin Dr. Monika Lindner
haben als Beschwerdegegner eine schriftliche Stellungnahme abgegeben.
Dieser hätten sich auch der ORF-Programmdirektor,
Dr. Reinhard Scolik, der Hauptabteilungsleiter für Religion, Gerhard Klein, der Sendungsverantwortliche
für aktuelle Berichterstattung und Internet, Norbert Steidl, sowie der Sendungsverantwortliche für ‘Kreuz &
Quer’, Mag. Christoph Guggenberger, angeschlossen.
In der Stellungnahme wird der Film in überschwenglicher
Weise gelobt.
Einer der zentralen Momente des Videos sei der Hinweis auf die Heilige Messe, die Eucharistie.
In welchen Zusammenhang aber die Eucharistie gestellt wurde, das will man nicht sehen.
Eine obszöne,
oder gar pornografische Darstellung könne der „realistischen Darstellung des weiblichen Unterleibs“ angeblich
nicht entnommen werden.
Seltsam, seltsam.
Denn für diese Darstellung gibt es einen Präzedenzfall.
Ein abgebildeter weiblicher Unterleib in beinahe derselben Haltung wurde für die Wiener EU-Kampagne im
letzten Dezember verwendet. Der Unterschied bestand vor allem darin, daß der Unterleib damals mit dem
blauen EU-Sternensymbol versehen war.
Diese Darstellung wurde allgemein als Pornographie und Herabwürdigung
empfunden und wurde schnell wieder entfernt.
Ich werde die Rundfunkbeschwerde auch der Staatsanwaltschaft
senden und nach § 188 Strafgesetzbuch Strafanzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren erstatten.
Stützen werde ich diese Beschwerde auf ein Rechtsgutachten der Wiener Volksanwaltschaft, die im Fall
Adolf Holl sehr wohl zum Ergebnis gekommen ist, daß dieser Straftatbestand vorliegt.
Es wäre in diesem
Zusammenhang aber wichtig, daß die
Staatsanwaltschaft viel Post bekommt, in der die Empörung über die
Verletzung der Menschenwürde zum Ausdruck gebracht wird.
Dr. Alfons Adam ist Rechtsanwalt in Neulengbach
bei St. Pölten und Präsident der Bewegung für Menschenrecht auf Leben ‘Pro Vita’.
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centesimus annus 22:58:43 | Montag, 24. April 2006
#7
Onan † 19:30:38 | Sonntag, 23. April 2006
#6
Karl Murx 17:06:33 | Sonntag, 23. April 2006
#5
centesimus annus 16:24:05 | Sonntag, 23. April 2006
#4
bonifatius 16:16:04 | Sonntag, 23. April 2006
#2
bonifatius 14:36:26 | Sonntag, 23. April 2006
#1
Onan † 14:12:06 | Sonntag, 23. April 2006