Piusbruderschaft
Die Alte Messe ist nicht verboten
Ein emeritierter Kurienkardinal erklärte kürzlich, daß sich der Papst sehr um eine Aussöhnung mit der Piusbruderschaft bemühe. Doch die Bruderschaft sei gespalten.
(kreuz.net) Der chilenische Kardinal Jorge Kardinal Medina Estevez (79) sagte, daß Papst Benedikt XVI. an einer Versöhnung mit der Piusbruderschaft „sehr interessiert“ sei.

Kardinal Medina äußerte sich vor dem Nachrichtendienst ‘I Media’. Er war bis zum Oktober 2002 Präfekt der Gottesdienstkongregation und ist Mitglied der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’.

Der Kirchenfürst bestätigte, daß die Kardinäle Ende März bei ihrem Treffen vor dem Konsistorium über die Priesterbruderschaft St. Pius X. gesprochen haben.

Die Gespräche während des Treffens hätten sich aber vorwiegend auf die Gläubigen des Indultbereiches konzentriert.

Zur Frage der Exkommunikation der vier von Erzbischof Marcel Lefebvre im Jahr 1988 ohne Zustimmung von Rom geweihten Bischöfe meinte der Kardinal, daß die Kirchenstrafe selbstverständlich aufgehoben werden könnte.

Die Exkommunikation wolle den Bestraften zur Reue wegen seiner schweren Vergehen führen, erklärte der Kardinal: „Wenn der Betreffende Reue und den Wunsch der Wiedergutmachung zeigt, kann die Strafe aufgehoben werden.“

Im Interview meinte der Kardinal ferner, daß er bei der Piusbruderschaft verschiedene Strömungen sehe.

Ein Teil der traditionellen Bewegung dränge auf eine Versöhnung mit Rom. Ein anderer Teil sei zögerlicher: „Vielleicht hofft die Mehrheit auf eine vollständige Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl.“

Kardinal Medina wandte ein, daß die Eingliederung der Traditionalisten in die kirchliche Struktur Probleme schaffen könnte. Gleichzeitig verwies er als gelungenes Beispiel auf die Apostolische Administratur ‘St. Jean Vianney’ von Campos in Brasilien.

Vor einer kirchenrechtlichen Einigung mit der Piusbruderschaft sei es aber notwendig, lehramtliche Fragen zu klären. Kardinal Medina verwies auf die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Nach einer solchen Einigung könnte eine kanonische Lösung in der Errichtung einer weltweiten Apostolischen Administratur für alle Gläubigen des Alten Ritus bestehen.

Der Kardinal wiederholte im Interview auch seine Ansicht, daß die Alte Messe nie verboten worden sei. Die Zelebration der überlieferten Messe sei damit legitim.

Allerdings erscheine es ihm nötig, für die rechte Ordnung des liturgischen Lebens in den Diözesen einige – nicht näher genannte – Normen zu beachten.
      
40 Lesermeinungen
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#40   stat crux   13:12:11 | Montag, 17. Juli 2006
Wir können natürlich auch hier weitermachen,
wie es Ihnen beliebt!
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#39   expedit   19:22:13 | Montag, 1. Mai 2006
Wenn die alte Messe nicht verboten ist,
ist sie dann etwa erlaubt?
Will einmal bewusst, so die Frage oder Schlussfolgerung ziehen!
Denn es dürfte doch wohl ganz offensichtlich sein, dass wenn etwas NICHT VERBOTEN ist, zwangsläufig noch nicht als ERLAUBT gilt! Oder?
Denn: warum sprechen einige davon, dass die alte Messe WIEDER ERLAUBT bzw. zugelassen werden soll?
Ist das Ganze eine rhetorische Spielerei?
Oder geht es hier um de facto-Tatbestände bzw. de iure-Fakten?
Ich bin kein Kirchenrechtler!
Aber das Theater, dass man seit Jahren zu dem Thema inzeniert, ist doch grotesk!
Jeder normal denkende Mensch langt sich doch an den Kopf, wenn er hört, dass etwas verboten sei aber in Wirklichkeit nicht gemacht werden dürfte!
Man drehe doch einmal den Spieß gedanklich um!
Also folgende Gedankenspielerei: die neue Messe sei zwar nicht verboten, man dürfte sie aber nicht praktizieren, weil vielleicht noch irgendeine Erlaubnis fehlen würde!
Was wäre das für ein Geheule und Gejaule in dem Mediendschungel!
Bitte um Aufklärung, was das ganze Theater soll! (so empfinde ich das zumindest!)
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#38   Agiafortuni   13:44:30 | Freitag, 28. April 2006
Sirilo / Dr. Otterbeck
Sirilo: Besten Dank für den Hinweis auf den Fehler. Selbstverständlich sollte man ab und zu die Grammatik zu Rate ziehen.
Dr. Otterbeck: Dass Paul VI sich für den rechtmässigen Papst hielt, steht eindeutig fest, ob er es auch war ist eine andere Frage auf die ich mir – trotz seines katastrophalen Pontifikates – keine Antwort anmasse. Die Zweifel an der Rechtmässigkeit genügen um eine suspensive Wirkung auf seine Beschlüsse zu haben und in einem solchen Falle hat man sich an die sichere Lehre der vorkonziliaren Kirche zu halten
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#37   Laurentius2   13:14:30 | Freitag, 28. April 2006
@sedia/Benedikt
Indem Bischof Müller das Rätesystem der Kirche infrage stellt, stellt er auch indirekt das System Lehmann infrage.
Dieses beruht zu einem großen Teil gerade darauf, daß mutige, vielleicht unpopuläre, aber für den ERHALT des Glaubens lebensnotwendige Schritte im mediokren Gelaber der Gremien versiegen …
Gut nachvollziehen kann man diese kirchenpolitische Mechanik am Beispiel der Abtreibungsscheine oder am Beispiel des Ökumenismus:
So mußte Erzbischof Dyba gegen die gesamte DBK Stellung beziehen und einen ungeheuren Druck aushalten, weil er den richtigen katholischen und schließlich auch vom Papst durchgesetzten Weg gehen wollte. Nur einem Mann von solchem Charakter konnte dies gelingen. Und nicht erst Rom gab ihm ja recht: zu seinen „lizenzfreien“ Vergabestellen kamen sogar mehr Frauen als vorher – sie wußten eben, daß dort katholisch = eindeutig werteorientiert beraten wird. Das durfte aber nicht bekannt werden !
Auch bei der Ökumene trieb der Rahnerist Lehmann die Mehrheit der konfliktscheuen Bischöfe in einen Exzeß, der erst aus Rom gezügelt werden konnte.
Die Tatktik Lehmanns ist einfach:
Es wird ein unangreifbares Etwas (zB Hilfe für die Frauen, Ökumene) in den Raum gestellt, durch sorgfältig ausgewählte Wasserträger im Gremium an vorderer Stelle der Rednerliste einseitig ausgelegt und dann die falsche (rahneristische) Position mehrheitlich durchgeboxt, bevor sich rechtgläubige Bischöfe dagegen formieren können. Wer sich dann noch räuspert, sorgt für „Geschrei“ !
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#36   Dr. Otterbeck   13:09:35 | Freitag, 28. April 2006
Lateinern
empfiehlt sich hierzu die Lektüre des lat. Originals des Ap. Briefs „Cum te die“ vom 11.10.1976 (unter www.vatican.va/Heiliger Vater/Paul VI/Briefe/1976. Um der Präzision willen hat Paul VI. das Französisch, das noch den vorletzten Brief auszeichnete, verlassen und den definitiven Bescheid an Lefebvre auf Latein verfasst:
„Quapropter, Venerabilis Frater, conscii omnino officii Nostri, tibi dicamus oportet in errore Versari.“
Roma locuta, causa finita?
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#35   Sirilo   12:18:42 | Freitag, 28. April 2006
@Dr. Regazzoni: Latein
Der Grundsatz lautet: „Lex nova abrogat legem veterem“ (nicht „veterAm“; „vetus“ ist ein einendiges Adjektiv!).
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#34   Agiafortuni   09:26:32 | Freitag, 28. April 2006
Dr.Otterbeck: Kein Verbot
Im Recht gilt der Grundsatz: „Lex nova abrogat legem veteram“. Mit der Veröffentlichung des NOM als den nunmehr für die lateinische Kirche verbindlichen Ritus wurde der alte Ritus eo ipso indultpflichtig. Auf diese Weise konnte Paul VI die Schwierigkeit umgehen, den alten Ritus für ungültig erklären zu müssen, einen Schritt den er sich nicht leisten konnte. Er hat also kein Verbot ausgesprochen, sondern den alten Ritus einfach verunmöglicht.
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#33   Dr. Otterbeck   08:40:20 | Freitag, 28. April 2006
Kein Verbot
Wenn ich richtig orientiert bin, nennt man Verbot die Bekanntgabe der Gottesdienstkongregation von 1974, dass Ausnahmen vom „NOM“ für Messen mit dem Volk nicht mehr gewährt werden sollten.
Diese Bekanntgabe war eine Disziplinierungsmaßnahme, die von den Tradi erzwungen wurde (vgl. Brief von Paul VI. an Lefebvre vom 11.10.1976). Bereits Paul VI. hat ein größeres Entgegenkommen dann für möglich gehalten, wenn Lefebvre sein Werk in die Hände des Hl. Stuhls legt. Ein „Verbot“ im doktrinären Sinne hat es somit nicht gegeben. Einzelne Ausnahmen für einzelne Priester gab es m.E. durchgehend und bis 1984 war die Liturgiereform soweit konsolidiert (und auch Exzesse in liberaler Richtung überwunden), dass d. Indult möglich wurde.
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#32   Benedikt   14:53:21 | Donnerstag, 27. April 2006
@ sedia
Ja, indem er es nicht verstehen, kann, dass einer „seiner“ Schüler solche Wege geht, die ihm nicht gefallen.
Woher wissen Sie das? Lehmann macht nicht gerade einen gluckenhaften Eindruck und von einem wirklichen Dissens, wie zB bei Lehmann und Meisner ist in Bezug auf Müller nichts bekannt
Übrigens war „die“ bayersiche Biko gar nicht komplett dagegen! Es waren nur wenige. Wetter musste nur aus Prinzip etwas dagegen sagen!
Auch das ist pure Spekulation. Woher wissen Sie, dass Kardinal Wetter nur aus Prinzip etwas sagen wollte?
Auch Ihre Abneigung (die ich Ihnen gar nicht ausreden will) gegen Lehmann basiert bloß auf Annahmen, Unterstellungen und Animositäten.
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#31   sedia   14:40:15 | Donnerstag, 27. April 2006
@ benedikt
Inwiefern ist Lehmann „getroffen“?
Ja, indem er es nicht verstehen, kann, dass einer „seiner“ Schüler solche Wege geht, die ihm nicht gefallen. Übrigens war „die“ bayersiche Biko gar nicht komplett dagegen! Es waren nur wenige. Wetter musste nur aus Prinzip etwas dagegen sagen!
@Gotthard
Aber in Mainz ist ja nicht nur Professor Ziegenaus für mundtot erklärt worden. Katholischen Professoren und den Initiativkreisen ist der Zugang zu Bistumshäusern verwehrt! Dies ist ein Kennzeichen der wahren Reaktionären!
Zu dieser Tatsache haben Sie sich noch nicht geäußert. Da fehlen Ihnen wohl Ihre schönrednerischen Worte, gell!
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#30   Benedikt   13:57:49 | Donnerstag, 27. April 2006
@ sedia
Ach, ja? Es gehört doch zu einem vernünftigen Theologen, dass er die Haltungen seiner Lehrer auf die rechtmässigkeit und Wahrheit in Verbindung mit der Kirche überprüft.
Das mag sein. Von Bischof Müller habe ich diesbezüglich aber noch nichts gehört. Er war wohl damit beschäftigt, zusammen mit Gustavo Gutiérrez ein Buch zu schreiben.
wie gegensätzlich ihre Argumentation ist, wenn sie wiederum von „Alleingängen“ Müllers sprechen!
Da ist kein Gegensatz, denn diese Alleingänge beruhen allesamt auf disziplinären Fragen, ein theologischer Hintergrund ist nicht ersichtlich.
Doch von unserem allseits geliebten KARL KARDINAL LEHMANN!
Da sind sie baff, oder. Der getroffene Hund bellt.
1. Die bayerische Bischofskonferenz war nicht sonderlich amüsiert
2. Den Ausstieg beim ZdK (den ich persönlich gar nicht übel fand) kritisierten auch mehrere Bischöfe
3. In wie fern ist Lehmann „getroffen“, wenn Bischof Müller irgendeinen Diözesanratsvorsitzenden feuert? Oder einen Priester der Diözese Regenburg maßregelt?
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#29   Brandenburgis   13:25:30 | Donnerstag, 27. April 2006
V2-Versammlung
Ich glaube nicht, daß man die Lehren von V2 im Lichte der Tradition verbindlich auslegen kann. Ich vermute sogar, daß man auch gar nicht wollte, daß das möglich ist.
Meiner Ansicht nach ging es bei V2 darum, daß eine fremde Lehre mittels des pseudo-kirchlichen Tricks vom „patoralen“ Konzil eingeführt und durchgesetzt werden sollte. Zumindest haben die Päpste seither übereinstimmend so gehandelt und „gelehrt“, als Vorletzter JP2 mit seinem „neuen Pfingsten“ (ein wirklich irrer Spruch) und als letzter B16, dem es ja wohl in seinem Pontifikat darum geht, die V2-Lehre endgültig an die Stelle der kirchlichen Lehre zu setzen. Nur diesem Zwecke scheinen mir auch die Verhandlungen mit FSSPX zu dienen.
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#28   sedia   09:47:30 | Donnerstag, 27. April 2006
@ benedikt
„Der ist gut. Wie offenbart sich denn derzeit diese Rolle als Gegenpart? Dadurch, dass Müller für seine Alleingänge von seinen Kollegen eins auf die Mütze bekommen hat?
Müller hat übrigens bei Lehmann promoviert und habilitiert, schon deswegen ist ihr konstruierter Gegensatz einfach lachhaft.“
Ach, ja? Es gehört doch zu einem vernünftigen Theologen, dass er die Haltungen seiner Lehrer auf die rechtmässigkeit und Wahrheit in Verbindung mit der Kirche überprüft. Auch gehört das zum Erwachsenwerden und den damit verbundenen Ablöseprozessen. Wenn sie das Argument bringen „bei Lehmann promo und habil“ und von einem „konstruierten Gegensatz“ sprechen, dann wundert es mich schon sehr, wie gegensätzlich ihre Argumentation ist, wenn sie wiederum von „Alleingängen“ Müllers sprechen! Übrigens hat Müller aus Rom absolute Unterstützung bekommen. Und von wem hat Müller auf die Mütz bekommen? Doch von unserem allseits geliebten KARL KARDINAL LEHMANN!
Da sind sie baff, oder. Der getroffene Hund bellt.
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#27   Laurentius2   09:34:12 | Donnerstag, 27. April 2006
Lehre und liturgische Freiheit
Die Lehre des Vaticanums (II) müsste aber unbedingt im Lichte der Tradition einmal verbindlich (!) ausgelegt werden. Periti wie de Lubac und Rahner schafften es ja – sogar nach ihrer eigenen Aussage ! – „offene“ Formulierungen in die Texte zu schieben, deren Zweideutigkeit oder „Polyvalenz“ uns Katholiken heute so zu schaffen machen, da sich die Progressisten und Zeitgeistkonformisten formal darauf beziehen können – unter Beschwörung des KOnzilsgeist, den unser Papst ja so nicht anerkennt …
Die Freiheit der Liturgie ist doch zumindest in Deutschland nicht gegeben. Ein mit mir befreundeter jüngerer Pfarrer erzählte mir beispielsweise, das das Thema „Alte Messe“ im Priesterseminar eifersüchtig tabuisiert worden sei, obwohl reges Interesse unter den Seminaristen bestand. Auf meine Frage, ob er nicht einmal den alten Ritus an einem Werktag feiern könne, sagte er: „Was glaubst Du, was ich dann für einen Ärger bekomme. Davon hab ich so schon genug !“
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#26   sedia   09:11:22 | Donnerstag, 27. April 2006
@Gotthard
Ohne den Schein konnte man nicht abteiben und darum geht es doch. Eine „Zwangsberatung“ kann ich auch ohne den Schein machen. Aber dann kommen wieder die Argumente, die die wahren Absichten aufdecken: „Ja, wenn ich nur beraten werde, dann kann ich ja nicht abtreiben!“ Grausamer Mord an unschuldigen wurde damit von Seite der Kirche verboten. Man muss sich nicht mit der Abtreibungsmafia von Pro Familia auf eine Ebene stellen. Testpersonen haben ja einmal für eine Reportage bei einer kirchlichen Beratungsstelle so getan, als ob sie unbedigt abtreiben wollen. Das Ergebnis: Der Schein wurde ohne grössere Prüfung nach einem „verständnisvollen“ Gespräch ausgegeben. Diesen „Test“ habe ich seinerseits im Fernsehen gesehen!
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#25   Benedikt   23:36:44 | Mittwoch, 26. April 2006
@ sedia
im deutschen Episkopat herumgejammert, weil man nicht gleich Kardinal geworden ist?
Beweise für diese Behauptung? Gibts vermutlich nicht, eine der üblichen Lügen, mit denen die Kritik an Lehmann begründet werden soll. Ist natürlich einfacher, als die Irrtümer in seinen Lehren aufzuspüren und klar zu bennen, gell?
Es ist eine grosse Gnade, dass in Bischof Müller endlich ein haushoch überlegener Denker und wirklich katholischer Hirte als Gegenpart dasteht.
Der ist gut. Wie offenbart sich denn derzeit diese Rolle als Gegenpart? Dadurch, dass Müller für seine Alleingänge von seinen Kollegen eins auf die Mütze bekommen hat?
Müller hat übrigens bei Lehmann promoviert und habilitiert, schon deswegen ist ihr konstruierter Gegensatz einfach lachhaft.
Wo sind denn im nivellierten Mainz so viele Seminareintritte wie bei guten Bischöfen z.B. in Würzburg oder Regensburg?
Vielleicht gucken Sie auch mal auf die Strukturen der Bistümer und vergleichen sie.
Bischof Müller hat den Rätesumpf der Selbstverwaltung und der parallelen kirchenrechtswidrigen Scheindemokratie, (…) endlich abgesägt.
Noch ein guter Witz. Nichts dergleichen ist passiert. Müller hat einen Rat durch einen anderen ersetzt, das war’s auch schon.
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#24   Gotthard   23:23:39 | Mittwoch, 26. April 2006
Sedia, studiere bitte mal
Wer hat sich denn ständig auf Kosten Johannes Paul II. im Fernsehen wortreich dargestellt und den Märtyrer gespielt, als die kirchlich geförderte Mordmaschinerie der Beratungsscheine endlich verboten wurde?!
Es geht leider in viele Köpfe der Tradies hier nicht rein: die kath. und ev Kirche wollten in Deutschland nicht die Verhältnisse wie in vielen Ländern – u.a. Polen, sie haben die Zwangsberatung – und es ist eine echte Zwangsberatung – vor der Abtreibung.
In Deutschland hat die kath. Kirche mehr getan als nur lautstark und entrüstet gegen die Abtreibung zu protestieren.
Der Beratungsschein ist ein Zwangsschein, ein Zwang sich Argumente zum Leben anzuhören…
Dieses letzte Zwangsgespräch hat die Kirche angeboten, um das Leben zu retten…
Deutschland hat ein aktives Angebot gemacht … in Polen kann jede Frau, die abtreiben will, abtreiben … niemand wird sie in einem Gespräch davon abbringen wollen…
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#23   Benedikt   23:21:20 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Stimme aus dem Tradiland
@ Benedikt: Dumme Polemik, mit der Sie sich noch selbst unterbieten. Im übrigen ist Brandenburgis’ Ansatz gerechtfertigt. Wie Sie ja wissen, hat sich JoPaII. für „Sünden der Kirche“ (was schon als Begriff ein Nonsens ist) entschuldigt. Jetzt fehlt nur noch, dass sich BXVI. für seine eigenen Sünden entschuldigt.
Logisch Polemik, vielleicht unterirdisch, doch Sie bleiben unerreicht ;-). Lustig ist in Ihrem Posting wieder einmal, dass Sie den Begriff „Sünden der Kirche“ für Nonsens halten (denn die Kirche kann ja nicht sündigen, was richtig ist, aber JP2 ging es doch wohl mehr um die fehlbaren Glieder) aber dann Brandenburgis’ Ansatz vom Bekehren untestützen. Wenn die Kirche nicht sündigen kann, dann kann sie sich auch nicht bekehren.
Davon abgesehen ist eine Bekehrung hier sowieso indiskutabel. Ich sehe wirklich keinerlei Gründe, warum sich die Heilige Mutter Kirche den Phantasien einiger Grüppchen unterwerfen sollte. Wenn die FSSPX demütig um Anufnahme bittet, dann soll sie aufgenommen werden. Wenn nicht, dann soll sich die Kirche weiterbemühen, aber letztendlich ist das völlig irrelevant, denn die Existenz der Kirche hängt nicht von einer winzigen Gruppe ab, die auf Dauer genauso bedeutungslos werden wird wie alle anderen Gruppen, die sich nicht mit Rom einigen wollen. Die FSSPX ist da nicht die erste und auch nicht die letzte.
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#22   Romulus   22:58:52 | Mittwoch, 26. April 2006
@sedia
wie bei guten Bischöfen z.B. in Würzburg oder Regensburg?
Wir wissen zwar, dass Gotthard hier im Forum der Nebelkerzenwerfer par excellance ist. Da brauchen Sie sich nicht so drüber aufzuregen!
Aber um auf Ihren Satz oben zurückzukommen, mal eine Frage: Auf welchem Planeten leben Sie eigentlich, dass Sie diese Bischöfe als soooo gut bezeichnen? Woran machen Sie das fest? Doch wohl nicht an den „Bubi“ -Eintritten in Seminare? Warten Sie doch erst mal ab, was da rauskommt!
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#21   sedia   21:11:53 | Mittwoch, 26. April 2006
@Gotthard Gott bewahre uns vor solchen unverbesserlichen Schönrednern wie Sie!
Lehmann gehört abgesetzt, bevor grösserer Schaden für sein Bistum und die Deutsche Kirche entsteht! Wer hat denn damals Kardinal Ratzinger ständig ans Bein gepinkelt und im deutschen Episkopat herumgejammert, weil man nicht gleich Kardinal geworden ist? Wer hat sich denn ständig auf Kosten Johannes Paul II. im Fernsehen wortreich dargestellt und den Märtyrer gespielt, als die kirchlich geförderte Mordmaschinerie der Beratungsscheine endlich verboten wurde?! Es ist eine grosse Gnade, dass in Bischof Müller endlich ein haushoch überlegener Denker und wirklich katholischer Hirte als Gegenpart dasteht. Wo sind denn im nivellierten Mainz so viele Seminareintritte wie bei guten Bischöfen z.B. in Würzburg oder Regensburg? Bischof Müller hat den Rätesumpf der Selbstverwaltung und der parallelen kirchenrechtswidrigen Scheindemokratie, die in Wirklichkeit eine antikirchliche, von linken Gruppen unterstützte Zerstörungsmaschinerie ist, endlich abgesägt. Lehmann baut diesen Apparat noch aus, damit er noch besser geschützt ist, und wenigstens zuhause ein paar Parteigenossen hat, die ohne eigen Meinung alles glauben und bekennen, was ER sagt. Aber in Mainz ist ja nicht nur Professor Ziegenaus für mundtot erklärt worden. Katholischen Professoren und den Initiativkreisen ist der Zugang zu Bistumshäusern verwehrt! Dies ist ein Kennzeichen der wahren Reaktionären! Nach aussen liberal, nach innen totalitär. Alle, die so etwas unterstützen, wie Gotthard und andere, sind genauso schlimme Finger!
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#20   Marcel   21:10:11 | Mittwoch, 26. April 2006
Der Löwe von Münster
Ansgar schrieb: Wenn das stimmte, wäre die Piusbruderschaft wirklich ein Randphänomenchen.
Es sind keine Massen, aber doch gesund wachsend und vor allem wirksam genug: nicht wegen der Quantität, sondern der Qualität. Doch diese ergibt sich nicht aus der FSSPX heraus, sondern aus dem, was die FSSPX hochhält und was trotz der versuchten Verdrängung seit V.II niemals verdrängt werden kann, sondern mit der Selbstzerstörung der Kirche als Rettung der Kirche erkannt werden wird: den ganzen überlieferten katholischen Glauben, perfekt repräsentiert durch den göttlichen Kult der hl. Messe aller Zeiten.
Erzbischof Lefebvre ist nur Gottes Werkzeug zur Rettung der katholischen Tradition und der hl. tridentinischen Messe. Seine Weihbischofweihen garantierten das Überleben der katholischen Tradition, ohne die die Kirche verloren ist.
Nicht der Erzbischof und seine Werke sind das Phänomen, das „kratz“, sondern das, was sie retten. Lesen Sie Rahners erbosten Worte über das Konzil von Trient, dann verstehen Sie.
Nein, das Interesse an der alten Messe ist viel, viel größer.
Gott sei Dank, aber es alleine genügt nicht, denn ohne die hl. Überlieferung degradiert man sich zum pseudo-tradtionellen Folkloreverein im Stile der FSSP.
Bei meinem Gewährsmann handelt es sich immerhin um einen der mächtigsten Männer der katholischen Kirche überhaupt…
Es ist doch bezeichnend, daß er mit Phantasiezahlen wie den angeblichen 1,6 Mio FSSPX’lern herumwedelt.
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#19   Gotthard   18:58:36 | Mittwoch, 26. April 2006
Einfluss
beweist die Wiederwahl Lehmanns gegen den Widerstand des Papstes.
1. Woher weißt Du, dass der Papst gegen diese Wiederwahl gewesen sein?
2. Seit wann nimmt der Papst Einfluss auf Wahlen innerhalb einer nationalen Bischofskonferenz, außer der eigenen?
Mit Kardinal Lehmann ist der momentan beste gewählt worden als Repräsentant der Bischlfskonferenz und damit auch der katholischen Kirche in Deutschland.
Gott möge uns vor Müller-Regensburg bewahren!
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#18   Ansgar   18:25:56 | Mittwoch, 26. April 2006
Löwen-Sekte
Marcel schrieb:
„Die FSSPX deckt den Löwenanteil unter den Traditionskatholiken ab. Beim Vielfachfaktor handelt es sich demnach um eine Eins-Komma-Zahl.“
Wenn das stimmte, wäre die Piusbruderschaft wirklich ein Randphänomenchen, das niemanden kratzt. Dann wäre der endgültige Weg zur Sektenexistenz klar. Glauben Sie, der Papst behelligt seine Kardinäle wegen so wenigen Leuten und ihren frechen Bischöfen? Nein, das Interesse an der alten Messe ist viel, viel größer.
Zu Ihren übrigen Einlassungen kann ich nichts sagen. Bei meinem Gewährsmann handelt es sich immerhin um einen der mächtigsten Männer der katholischen Kirche überhaupt, dessen Informationshintergrund doch dem Ihrigen mindestens ebenbürtig sein dürfte.
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#17   chancel_screen   17:50:13 | Mittwoch, 26. April 2006
Ad gloriam (Missae) non est satis unius opinio!
Selbst wenn 100 Emeriti diese Meinung teilen, bleibt das Ganze ohne klare Aussage des Heiligen Stuhls gegenstandslos. Wäre es nicht wunderbar, wenn der Heilige Vater am kommenden Sonntag (dem Fest des Hl. Pius V.) die Bulle Quo Primum unmißverständlich affirmieren würde?
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#16   Marcel   17:50:02 | Mittwoch, 26. April 2006
Die Wahrheit ist von Zahlen unberührt
Ansgar schrieb: Eher ablehnend seien einer Annäherung, so mein Gesprächspartner, Kardinäle aus Ländern gegenübergestanden, in denen die Piusbruderschaft stark ist. Positiver sahen eine Annäherung Kirchenfürsten aus Ländern mit schwacher Pius-Präsenz. Auch die deutschen.
Da Deutschland eine FSSPX-Hochburg ist, widerspricht die zweite These der erstgenannten.
Die deutschen Hirten (Lehmann, Kasper, usw.) sind modern und gehören zu den größten Gegnern einer „Annäherung“ mit der katholischen Tradition. Daß sie Einfluß haben, beweist die Wiederwahl Lehmanns gegen den Widerstand des Papstes.
Keine Ahnung, wie das Konsistorium auf die Zahl 1,6 Millionen kommt.
Die Zahl entbehrt jeder empirischen Grundlage. Die, die auf die Zahl kamen, haben in der Tat auch keine Ahnung.
Da es sich jedoch in großer Anzahl um Bischöfe handelt, dürften die über ihre Diözesen und die Anzahl von Pius-Gottesdiensten und -Teilnehmern als erste informiert sein.
Woher denn. Tatsächlich haben die Bischöfe keine Ahnung, wer und wieviele zur FSSPX gehen. Mehr noch: in Ländern wie Deutschland zahlt der größte Teil der FSSPX-Meßbesucher ganz normal Kirchensteuer, wird also fälschlicherweise zu den „treuen“ Konzilskatholiken gezählt.
Dieses ganze Klientel dürfte ein Vielfaches jener 1,6 Mio ausmachen.
Die FSSPX deckt den Löwenanteil unter den Traditionskatholiken ab. Beim Vielfachfaktor handelt es sich demnach um eine Eins-Komma-Zahl.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   17:35:28 | Mittwoch, 26. April 2006
Verschiedene Fragen und Antworten
@ Josefus: Schöne Darstellung zur angeblichen „Exkommunikation“!
@ Marcel: Was die FSSP betrifft, so stimmt eine Prophezeiung von EB Lefebvre über diese jedenfalls für deren Anhänger: Diese gehen in Ermangelung einer Indult- oder Ecclesia-Dei-Messe lieber in eine NO-Messe.
@ Benedikt: Dumme Polemik, mit der Sie sich noch selbst unterbieten. Im übrigen ist Brandenburgis’ Ansatz gerechtfertigt. Wie Sie ja wissen, hat sich JoPaII. für „Sünden der Kirche“ (was schon als Begriff ein Nonsens ist) entschuldigt. Jetzt fehlt nur noch, dass sich BXVI. für seine eigenen Sünden entschuldigt.
@ Ansgar: Ihre Ausführungen zeigen sehr schön, dass es der V2-Kirche überhaupt nicht um die Wahrheit (die ja Jesus Christus persönlich ist!), sondern um Masse und Macht geht. Ihre Nachricht vom konsistorialen Gewährensmann illustriert dies eindrücklich. Selbst wenn hinter Generaloberem Bischof Fellay niemand stünde, er aber Recht hat, wäre ihm und nicht Horden von V2-Theologen und -Bischöfen zu folgen!
@ Toby: Die meisten FSSPX-Anhänger zahlen zwangsweise in Deutschland ihre Kirchensteuer. Manche sind ausgetreten, was sie nach Auffassung der FSSPX-Verantwortlichen, da dies aus Gewissensgründen geschieht, nicht zu Apostaten werden läßt. Sie besuchen normal die Hl. Messe bei FSSPX.
In Österreich beteiligen sich mehrere hundert Katholiken (nicht nur FSSPX-Anhänger) am Kirchenbeitragsboykott und zahlen ihren Kirchenbeitrag an die FSSPX.
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#14   Michael II   17:34:20 | Mittwoch, 26. April 2006
@alemannus und Toby
@ alemannus
Zitat: „Wenn ich mir die Zustände in Kirche und Welt so anschaue, scheint es mir unwahrscheinlich, daß diese 1,1Mrd Katholiken alle keiner Bekehrung mehr bedürfen sollen… „
Unbestritten, jedoch wedelt bei dem Beitrag von brandenburgis der Schwanz mit dem Hund.
@ Toby.
Die Anzahl der Lefebvrianer wird oft überschätzt.
Laut eigenen Angaben gibt es ca. 150.000 Gottesdienstbesucher.
Siehe www.piusx.ch/german/werk3.htm
Wären die Teilnehmer des Konsistoriums von dieser Zahl ausgegenagen , so hätte sich das Interesse womöglich schlagartig gegen 0 reduziert.
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#13   Ansgar   17:24:38 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Toby
Keine Ahnung, wie das Konsistorium auf die Zahl 1,6 Millionen kommt. Da es sich jedoch in großer Anzahl um Bischöfe handelt, dürften die über ihre Diözesen und die Anzahl von Pius-Gottesdiensten und -Teilnehmern als erste informiert sein.
Allerdings bleibt es nicht bei den 1,6 Millionen. Hinzu kommen die Anhänger der Petrusbruderschaft, Campos etc. und jene vielen, die sich nach der alten Messe zurücksehnen, aber der Kirche treu geblieben sind. Dieses ganze Klientel dürfte ein Vielfaches jener 1,6 Mio ausmachen.
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#12   Toby   17:15:02 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Ansgar
Wie kann man denn die Zahl der Pius-Anhänger weltweit berechnen? Ich meine, die Grenzen dürften doch eher fließend sein.
Und hoch ist ihre Zahl im deutschen Sprachraum?
Zahlen Pius-Anhänger in Deutschland weiterhin Kirchensteuer?
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#11   Ansgar   16:56:50 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Marcel
Ich habe zufällig Informationen aus erster Hand – von einem Teilnehmer am Konsistorium. Danach waren sich die Kardinäle keinesfalls „einig gegen die böse FSSPX“. Eher ablehnend seien einer Annäherung, so mein Gesprächspartner, Kardinäle aus Ländern gegenübergestanden, in denen die Piusbruderschaft stark ist. Positiver sahen eine Annäherung Kirchenfürsten aus Ländern mit schwacher Pius-Präsenz. Auch die deutschen. Das Interesse am Thema habe sich etwas reduziert, als die Zahl der Pius-Anhänger mit 1,6 Millionen definiert wurde. Doch habe der Papst deutlich gemacht, daß er weiter Wert darauf lege, Gläubige traditioneller Ausrichtung eine volle Heimat in der Kirche zu geben.
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#10   Benedikt   16:39:36 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Tridentinus
Na die „Tradition“, besser gesagt die „Kirche aller Zeiten“ usw. Alles gut lutherisch, nur eben sola traditio statt sola scriptura.
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#9   Marcel   16:39:17 | Mittwoch, 26. April 2006
Die fehlende Einheit der nachkonziliaren Hirten
Das von Mgr. Medina offerierte ungenießbare Gerüchtegericht steht zur Zeit häufig auf dem Tisch.
Dabei ist Abwarten und Tee trinken besser.
Wenn man nüchtern die Konzilskirche mit ihren tausenden von Grüppchen beobachtet, die alle mit Duldung der Hirten ihre unkatholischen Suppen kochen, dann kann man nur feststellen: die Konzilskirche ist gespalten. Aber nicht nur in zwei Lager. Das hängt mit der Protestantisierung der Kirche zusammen und mit der Tatsache, daß die Kirchenkrise eine Krise der Bischöfe ist.
Nun, die FSSPX ist nicht protestantisiert, sondern „unerhört“ katholisch. Voll-katholisch, nicht alt-katholisch.
Immerhin sind sich die konziliaren Bischöfe – bis auf wenige Ausnahmen – dann einig, wenn es gegen die gefürchtete FSSPX geht: z.B. in der irrigen Wunschvorstellung, daß diese gespalten sei (damit man endlich Ruhe habe und den V.II-Endsieg ohne Kritiker auskosten könne), oder in anderen Phantasien wie z.B. jener, daß sich die FSSPX unter die irrigen nichtdogmatischen Texte des V.II unterzuordnen habe.
Wer die FSSPX ein bißchen besser kennt als die Gerüchteköche – hier im Forum und sonstwo –, weiß, daß „die“ Spaltung der FSSPX seit Jahrzehnten prognostiziert wird. Gelegentlich gibt es Gesundschrumpfungen, wie damals, als die Gruppe ohne X wegfiel und noch heute auf den versprochenen Traditionsbischof wartet, der schon Erzbischof Lefebvre im 1988er-Protokoll zugesichert wurde. Man ist sozusagen lebendiger Beweis für die Richtigkeit des Schrittes von 1988. :-)
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#8   Josefus   16:25:18 | Mittwoch, 26. April 2006
Frage von Guiseppe
aus „Fragen zur Priesterbruderschaft St. Pius X.“
Es gibt keine Exkommunikation für die Priester der Bruderschaft und erst recht nicht für die Gläubigen, die sich ihr anschließen. Das hat u.a. kein geringerer als Kardinal Ratzinger erklärt, in einem Brief vom 28.6.1993 an Bischof Ferrario von Hawaii. Die einzige Exkommunikation, die jemals ausgesprochen wurde, war die über Erzbischof Lefebvre und die von ihm geweihten Bischöfe. Und auch deren Gültigkeit bestreiten wir mit gutem Grund. Denn laut can. 1323 des Kirchenrechts tritt eine Kirchenstrafe wie die Exkommunikation dann nicht ein, wenn jemand „aufgrund einer Notlage oder erheblicher Beschwernis gehandelt hat, sofern jedoch die Tat nicht in sich schlecht ist oder zum Schaden der Seelen gereicht“ (Nr. 4). Nr. 7 desselben Kanons legt fest, daß der Betreffende auch dann ohne Strafe bleibt, wenn er nur „ohne Schuld geglaubt hat“, eine solche Notlage läge vor. Selbst wenn wir keine Notlage anerkennen würden, so müßten wir doch Mgr. Lefebvre wenigstens zugestehen, ohne Schuld geglaubt zu haben, eine solche läge vor; damit ist eine „Exkommunikation“ aber auch bereits hinfällig.
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#7   alemannus   16:00:40 | Mittwoch, 26. April 2006
Michael II
Wenn ich mir die Zustände in Kirche und Welt so anschaue, scheint es mir unwahrscheinlich, daß diese 1,1Mrd Katholiken alle keiner Bekehrung mehr bedürfen sollen, mit Ausnahme des bösen Bischofs Fellay und seiner Bruderschaft.
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#6   Michael II   15:46:19 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Brandenburgis:Na klar,
Papst, „Rom“ und 1,1 Mrd. Katholiken zeigen Reue, bekehren sich und werden anschließend von Herrn Fellay in die Kirche aufgenommen.
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#5   Tridentinus   15:35:57 | Mittwoch, 26. April 2006
@Brandenburgis
Und wer befindet Ihrer Meinung nach derzeit verbindlich über die Gliedschaft an „der Gemeinschaft der Recht- und Christgläubigen“?
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#4   Brandenburgis   15:25:27 | Mittwoch, 26. April 2006
Bekehrung
Rom muß Reue zeigen, sich bekehren und darum bitten, wieder in die Gemeinschaft der Recht- und CHristgläubigen aufgenommen zu werden.
Heilige Gottesmutter, bitte für uns!
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#3   alemannus   15:15:43 | Mittwoch, 26. April 2006
Reue.
Wieder einmal Reue und Wiedergutmachung – wofür? Solche „im Dialog“ an sich obsoleten Begrifflichkeiten scheinen mir nur noch im Zusammenhang mit der FSSPX genannt zu werden.
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#2   Guiseppe   14:54:51 | Mittwoch, 26. April 2006
@Josefus
Josefus: „Jedenfalls bin ich nach einiger Zeit der Prüfung der Meinung, dass die Exkommunikation kirchenrechtlich überhaupt rechtens nie existiert hat. Am Vatikan liegt es nicht die Exk. aufzuheben, sondern festzustellen, dass keine Exk. vorliegt.“
Also das müssen Sie mir jetzt aber mal erklären. Vier Priester wurden ohne Erlaubnis des Papstes – also im Sinne des bestehenden Kirchenrechtes widerrechtlich – zu Bischöfen geweiht. Das ist doch nicht irgendein harmloser Fall von Ungehorsam gegenüber dem Stellvertreter Christi! Die von can. 1364 par. 1 und can. 1382 des Codex des kanonischen Rechtes vorgesehene Strafe ist die Exkommunikation.
Natürlich kann so eine Exkommunikation aufgehoben werden. Aber kirchenrechtlich ist die Exkommunikation durchaus rechtens.
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#1   Josefus   14:34:58 | Mittwoch, 26. April 2006
Pius X.
Meiner Meinung nach passt die Aussage des Kardinals nicht richtig zu der eingangs formulierten platten Interpretation:.
Aussage:
„Ein Teil der traditionellen Bewegung dränge auf eine Versöhnung mit Rom. Ein anderer Teil sei zögerlicher.“
einleitend:
„Doch die Bruderschaft sei gespalten.“
Vielleicht ist es gar das Ziel mancher mit den Einigungsgesprächen, die Bruderschaft zu spalten?
Jedenfalls bin ich nach einiger Zeit der Prüfung der Meinung, dass die Exkommunikation kirchenrechtlich überhaupt rechtens nie existiert hat. Am Vatikan liegt es nicht die Exk. aufzuheben, sondern festzustellen, dass keine Exk. vorliegt.
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