Auch ein Traditionalist braucht manchmal Veränderung
Ein schwedischer Pastor hat beschlossen, in diesem Sommer katholisch zu werden. Die Heimkehr zur Mutter Kirche hat er auch Homo-Ideologen zu verdanken.

Ende Oktober beschlossen die schwedischen Lutheraner sogar, Homo-Konkubinate zu segnen.
Doch gegen diesen Niedergang regt sich auch Widerstand.
Ein Beispiel dafür ist der schwedische Pastor Sten Sandmark (58). Er arbeitet als Prediger in Oskarshamn im Südosten des Landes.

„Für mich war das der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte“, erklärte er laut der Freitagsausgabe der ‘Süddeutschen Zeitung’.
Deshalb entschied sich Sandmark Ende Oktober, katholisch zu werden.
Bereits im kommenden Juli will er diesen Schritt – allerdings bei der Piusbruderschaft – vollziehen: „Die schwedische Kirche hat heute kaum noch etwas mit jener Kirche zu tun, die mich vor 31 Jahren zum Pfarrer ordinierte“, erklärt Sandmark.
Damals habe sich die Kirche noch nicht der Gesellschaft angepaßt. Das sei gut gewesen, denn die schwedische Gesellschaft sei damals schon problembeladen gewesen.
Die Leute hätten sich zu Tode getrunken. Es habe Schlägereien und Ehebruch gegeben: „Die Kirche führte die Gefallenen auf den rechten Weg.“
Sten Sandmark wünscht sich diese Zeit zurück. Er empfindet es als „völlig natürlich“, daß ihn diese Sehnsucht zur Katholischen Kirche führte. Schließlich sei die Katholische Kirche die „Mutterkirche“: „Es ist ein wenig, als würde ich heimkommen.“
Die Gemeindemitglieder in Oskarshamn hat das Bekenntnis ihres Leiters zum Papst kaum überrascht. Der Sprecher des Gemeindevorstandes erklärte, daß ihr Pastor schon immer eine gewisse Nähe zum Katholizismus gepflegt habe.
Als Beispiel verweist ein Sprecher der Gemeinde auf eine Marienfigur, die Sandmark vor einem halben Jahr im protestantischen Gotteshaus aufstellen ließ. Das sei zwar ein wenig ungewöhnlich, habe aber niemanden gestört.
Im Übrigen würde die Gemeinde ihren Pfarrer – einen guter Seelsorger – gerne behalten.
Die Katholische Kirche hat sich indes offiziell von Sandmark distanziert, weil er sich zur Piusbruderschaft wendet. Den evangelischen Pfarrer haben diese offiziellen katholischen Kommentar sehr geärgert.
Doch er läßt sich nicht beirren. In der Piusbruderschaft fühle er sich gut aufgehoben. Er wolle ohnehin das Land verlassen: „Ich wollte einfach mal etwas Neues ausprobieren.“
Auch ein Traditionalist brauche manchmal Veränderung.
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Samstag, 6. Mai 2006 20:45
Agiafortuni: Thomas A. Höck
Falls Sie sich für einen Priester halten sollten, kann ich nur sagen, Gott sei Dank habe ich die Konzilskirche verlassen, denn mit Demagogen wie Sie will ich nichts zu tun haben
Donnerstag, 27. April 2006 15:11
_xyz_: Danke, Herr Dr. Heger, für Ihre Zustimmung,
die mir nicht ganz gleichgültig ist!
Der Satz von Ch. Maurras, den Lefebvre in seinem Kampf gegen die „égalité“ zustimmend zitiert, nämlich:
„Die Natur geht mittels Autorität und Ungleichheit vor und widerspricht damit geradewegs der närrischen liberalen und demokratischen Hypothese“
ist dann aber auch nicht so „trivial zutreffend“, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag, sondern er beruht auf der irrigen Vorstellung, „Liberale und Demokraten“ würden aus einer behaupteten empirischen (individualpsychologischen, medizinischen, biologischen …) Gleichheit der Menschen den unzulässigen Schluß auf eine Gleichheit vor dem Gesetz vornehmen, während sie in Wahrheit nur eine Gleichheit der Menschen durch Geburt festhalten, nämlich: derselben Spezies anzugehören, die seit der Antike als vernunftbegabt definiert ist und darin ihre Auszeichnung hat. Die pure Existenz als ein Wesen der Gattung homo sapiens setzt den Menschen („durch Geburt“; „Natur“ leitet sich übrigens ab von lat. nasci = geboren werden) in ein egalitäres Verhältnis zu anderen Wesen derselben Art. Gegenüber dieser Egalität müßte sich jedes positiv-rechtliche Geburtsvorrecht einzelner Individuen legitimieren und nicht umgekehrt!
Der Satz von Ch. Maurras, den Lefebvre in seinem Kampf gegen die „égalité“ zustimmend zitiert, nämlich:
„Die Natur geht mittels Autorität und Ungleichheit vor und widerspricht damit geradewegs der närrischen liberalen und demokratischen Hypothese“
ist dann aber auch nicht so „trivial zutreffend“, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag, sondern er beruht auf der irrigen Vorstellung, „Liberale und Demokraten“ würden aus einer behaupteten empirischen (individualpsychologischen, medizinischen, biologischen …) Gleichheit der Menschen den unzulässigen Schluß auf eine Gleichheit vor dem Gesetz vornehmen, während sie in Wahrheit nur eine Gleichheit der Menschen durch Geburt festhalten, nämlich: derselben Spezies anzugehören, die seit der Antike als vernunftbegabt definiert ist und darin ihre Auszeichnung hat. Die pure Existenz als ein Wesen der Gattung homo sapiens setzt den Menschen („durch Geburt“; „Natur“ leitet sich übrigens ab von lat. nasci = geboren werden) in ein egalitäres Verhältnis zu anderen Wesen derselben Art. Gegenüber dieser Egalität müßte sich jedes positiv-rechtliche Geburtsvorrecht einzelner Individuen legitimieren und nicht umgekehrt!
Donnerstag, 27. April 2006 11:38
Dr. Christoph Heger: @Thomas A. Höck
Mit der letzten Ausführung kann ich mehr oder weniger einig gehen.
MfG
Christoph Heger
MfG
Christoph Heger
Mittwoch, 26. April 2006 15:38
Brandenburgis: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 26. April 2006 12:32
_xyz_: Dr.Heger und die Gleichheit
Dr. Heger: Die „närrische liberale und demokratische Hypothese“ behauptet die „natürliche“ Gleichheit
in politisch-rechtlichen und sozialen Belangen
Das Problem liegt hier in der Verwendung des Begriffes „Natur“. Wenn die franz. Erkl. der Menschen- u. Bürgerrechte von 1789 erklärt, daß alle Menschen „frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ sind, dann soll dies ja heißen, daß es keine Geburtsvorrechte in der menschlichen Gesellschaft geben solle. Dies hat zu der – zugegeben – mißverständlichen Redeweise von „Naturrechten“ geführt, so als ob die „Natur“ irgendeinen Verfassungsgrundsatz rechtfertige. Die natürliche Gleichheit besteht nur in einer gemeinsamen Zugehörigkeit zur selben Spezies. Ansonsten machen sich in der Natur erhebliche Ungleichheiten auch innerhalb ein- und derselben Art geltend. In der Rechtsordnung aber gehen wir von einer gleichen Würde aus, die der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Spezies Mensch entspricht, nicht aber aus natürwüchsiger empirischer Gleichheit abgeleitet ist. Wir gehen davon aus, weil wir die Menschen als Vernunftwesen und „Zwecke an sich“ (Kant) erkennen, die eine gleiche Berufung zum Heil durch die Erlösung in Jesus Christus haben, nicht aber weil sie sich „empirisch“ glichen wie ein Ei dem anderen.
Das Problem liegt hier in der Verwendung des Begriffes „Natur“. Wenn die franz. Erkl. der Menschen- u. Bürgerrechte von 1789 erklärt, daß alle Menschen „frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ sind, dann soll dies ja heißen, daß es keine Geburtsvorrechte in der menschlichen Gesellschaft geben solle. Dies hat zu der – zugegeben – mißverständlichen Redeweise von „Naturrechten“ geführt, so als ob die „Natur“ irgendeinen Verfassungsgrundsatz rechtfertige. Die natürliche Gleichheit besteht nur in einer gemeinsamen Zugehörigkeit zur selben Spezies. Ansonsten machen sich in der Natur erhebliche Ungleichheiten auch innerhalb ein- und derselben Art geltend. In der Rechtsordnung aber gehen wir von einer gleichen Würde aus, die der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Spezies Mensch entspricht, nicht aber aus natürwüchsiger empirischer Gleichheit abgeleitet ist. Wir gehen davon aus, weil wir die Menschen als Vernunftwesen und „Zwecke an sich“ (Kant) erkennen, die eine gleiche Berufung zum Heil durch die Erlösung in Jesus Christus haben, nicht aber weil sie sich „empirisch“ glichen wie ein Ei dem anderen.
Mittwoch, 26. April 2006 11:54
Dr. Christoph Heger: @Thomas A. Höck: Die „Natürlichkeit“ der Gleichheit
… wenn Sie den Satz von Maurras:
„Die Natur geht mittels Autorität und Ungleichheit vor und widerspricht damit geradewegs der närrischen liberalen und demokratischen Hypothese“
als trivialerweise zutreffend bezeichnen, … widersprechen Sie dem Gedanken der gleichen Menschenwürde als wichtigster Wertentscheidung u.a. auch unsereres Grundgesetzes.
Bitte nicht so einen Unsinn! Der Satz ist in der Tat trivialerweise richtig. Die „närrische liberale und demokratische Hypothese“ behauptet die „natürliche“ Gleichheit in politisch-rechtlichen und sozialen Belangen und hat nichts mit der gleichen Würde zu tun, die allen als Menschen zukommt – selbst denen, die durch ihr Tun ihre Menschenwürde auf den Hund bringen. Maurras spießt hier zu Recht die Versuche auf, die „Natürlichkeit“ jener Gleichheit aus der „Natur“ abzuleiten.
„Liberale und Demokraten“ haben jedoch niemals natürliche Ungleichheiten bestritten.
Aber natürlich tun sie das immer wieder – nämlich immer dann, wenn es ihren Zielen dienlich ist. Das – und zugleich die typische Vermengung von (faktischem) Sein und Sollen – findet gerade wieder bei der Durchsetzung des „Elterngelds“ mit pflichtmäßiger Babypause beider Eltern statt.
Gleiche Menschenwürde ist kein empirisches Resultat, sondern ein metaphysischer Grundsatz,
Das brauchen Sie nicht mir zu erklären – sondern den „Liberalen und Demokraten“ mit ihrem antimetaphysischen Tick!
MfG
Christoph Heger
„Die Natur geht mittels Autorität und Ungleichheit vor und widerspricht damit geradewegs der närrischen liberalen und demokratischen Hypothese“
als trivialerweise zutreffend bezeichnen, … widersprechen Sie dem Gedanken der gleichen Menschenwürde als wichtigster Wertentscheidung u.a. auch unsereres Grundgesetzes.
Bitte nicht so einen Unsinn! Der Satz ist in der Tat trivialerweise richtig. Die „närrische liberale und demokratische Hypothese“ behauptet die „natürliche“ Gleichheit in politisch-rechtlichen und sozialen Belangen und hat nichts mit der gleichen Würde zu tun, die allen als Menschen zukommt – selbst denen, die durch ihr Tun ihre Menschenwürde auf den Hund bringen. Maurras spießt hier zu Recht die Versuche auf, die „Natürlichkeit“ jener Gleichheit aus der „Natur“ abzuleiten.
„Liberale und Demokraten“ haben jedoch niemals natürliche Ungleichheiten bestritten.
Aber natürlich tun sie das immer wieder – nämlich immer dann, wenn es ihren Zielen dienlich ist. Das – und zugleich die typische Vermengung von (faktischem) Sein und Sollen – findet gerade wieder bei der Durchsetzung des „Elterngelds“ mit pflichtmäßiger Babypause beider Eltern statt.
Gleiche Menschenwürde ist kein empirisches Resultat, sondern ein metaphysischer Grundsatz,
Das brauchen Sie nicht mir zu erklären – sondern den „Liberalen und Demokraten“ mit ihrem antimetaphysischen Tick!
MfG
Christoph Heger
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