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Dienstag, 25. April 2006 11:57
Leere Floskeln und blutige Tatsachen
Im Bistum Fulda erhält gegenwärtig das berüchtigtste Abtreibungsunternehmen Deutschlands eine Kanzel. Dabei hat sich der Diözesanbischof erst kürzlich gegen die vorgeburtliche Kindertötung ausgesprochen.
Links: Bischof Algermissen Rechts: Abgetriebene Leichenteile eines elf Wochen alten Menschen
Links: Bischof Algermissen
Rechts: Abgetriebene Leichenteile eines elf Wochen alten Menschen
(kreuz.net, Fulda) Vom 29. April bis 5. Mai findet in ganz Deutschland die ökumenische Initiative „Woche für das Leben“ statt.

Die Veranstaltung wurde 1991 von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ begründet. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland schloß sich der Aktion im Jahr 1994 an.

Heuer steht die „Woche für das Leben“ unter dem Motto „Von Anfang an uns anvertraut. Menschsein beginnt vor der Geburt“.

Die „Woche für das Leben“ will aufzeigen, daß Kinder ein unantastbares Recht auf Leben besitzen und ein Geschenk Gottes sind, über das man nicht verfügen darf.

Im deutschen Bundesland Hessen wird die „Woche für das Leben“ vom Bistum Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gestaltet.

Am Samstag, dem 29. April, feiert der Weihbischof von Fulda, Mons. Karheinz Diez, gemeinsam mit der evangelischen Prälatin Roswitha Alterhoff im Fuldaer Dom zum Anlaß einen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst.

Doch bei dieser angeblichen Lebensschutzaktion des Fuldaer Bistums tritt unter anderen auch ein berüchtigtes Abtreibungsnetzwerk als offizieller Veranstalter auf.

In der diözesanen Broschüre zur „Woche für das Leben 2006“ ist nämlich das unter dem Decknamen „Pro Familia“ tätige US-Abtreibungsunternehmen „Planned Parenthood“ verschiedentlich als Organisator aufgeführt.

Das Heftchen bewirbt mehrere Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des kinder- und familienfeindlichen Abtreibungsvereins. Außerdem werden wenigstens fünf Referate von Abtreibungsberatern des umstrittenen Unternehmens propagiert.

Die Broschüre wird vom Bistum Fulda und der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verantwortet. Sie liegt auch in katholischen Kirchen auf.

Ein Gläubiger aus dem Bistum Fulda meinte in einer Stellungnahme, daß Erzbischof Dyba angesichts dieser Umstände im Grab rotiere.

Durch die Einbindung von militanten Kinderabtreibern würden die Bemühungen der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. für eine Kultur des Lebens ebenso wie der Einsatz zahlreicher Lebensrechtler an der Basis unterminiert.

Gleichzeitig fragt sich der Gläubige, wie die Zusammenarbeit mit Kinderabtreibern mit der Osterpredigt des Bischofs von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen, vereinbar sei.

Zum Fest der Aufsterstehung Christi hatter der Bischof noch gesagt: „Wer die Auferstehung Christi vom Tode bekennt, darf nicht zur Tötung ungeborener Kinder schweigen.“

Glaube an die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung führe von selber „in den Aufstand“ gegen alle Formen des vorzeitigen gesellschaftlich wie politisch, wirtschaftlich wie militärisch organisierten Todes – so Bischof Algermissen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 16 Lesermeinungen:
Mittwoch, 3. Mai 2006 21:58
Gotthard: Schlüsse?
und welche Schlüsse soll ich nun daraus ziehen?
Mittwoch, 3. Mai 2006 21:44
athanasius1957: @ laurentium et sacerdotem helveticum
Der Vorsitzende bei der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt Oesterreichs war Anfang der Sechziger noch Kleriker und soweit mir bekannt Sekretaer von weiland Kardinal Dr. Franz Koenig, bevor er Medizin studierte. Er hat aber auch Sitz und Stimme im wissenschaftlichen Beirat der Oesterreichischen Gesellschaft fuer Familienplanung.
Quod erat demonstrandum!!!
Donnerstag, 27. April 2006 20:46
Gotthard: Fakten, Fakten, Fakten
da die Redaktion und zitierte wichtige Damen und Herren sehr viel Meinung verbreiten, aber selten Fakten, hier mal die wahrscheinlich inkreminierten Veranstaltungen – der Internetseite entnommen:

FINANZIELLE HILFEN IN DER SCHWANGERSCHAFT
u.a. „Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“
Sprechstunde für Schwangere (und Partner)
Zeit: Donnerstag, 04.05.06, 13:00 – 16:00 Uhr
Ort: pro familia Beratungsstelle, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Ansprechpartnerin: Heike Horne, Beraterin der pro familia Kassel

DIE LUST NEU ENTDECKEN
Paare nach der Geburt von Kindern
Zeit: Mittwoch, 17.05.06, 20:00 Uhr
Ort: pro familia Beratungsstelle, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Kosten: 5,00 €
Ansprechpartner/innen: Martin Plate, systemische Paarberatung, pro familia Kassel;
Cornelia Krey, Psychodrama, pro familia Kassel

INTERNET UND CHAT – RISIKEN UND CHANCEN FÜR JUGENDLICHE
Themenabend mit Vortrag und Diskussion für Eltern und Lehrer/innen
Zeit: Montag, 22.05.06, 18:00 Uhr
Ort: pro familia Kassel, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Referent/innen: Diana Brencher, Dipl. Sozialpädagogin, Sexualpädagogin;
Michael Werner, Dipl. Sozialpädagoge, Sexualpädagoge
Mittwoch, 26. April 2006 11:54
Laurentius2: @Athanasius1957
Athanasius schuldet uns noch das „Überraschendste“ im Impressum dieses Pro-Familia-Ablegers“.
Dienstag, 25. April 2006 18:53
Toby: Glockenläuten
Der 1991 eingeführten „Woche für das Leben“ vorausgegangen war ein 1988 von Erzbischof Dyba eingeführtes 15-minütiges Glockenläuten am Mittag des 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, das im darauffolgenden Jahr von der Deutschen Bischofskonferenz übernommen wurde. Das Glockenläuten sollte den Protest der Kirche gegen die Abtreibungspraxis zum Ausdruck bringen. Dieses ursprüngliche Anliegen der „Woche für das Leben“ scheint nun durch die Einbindung von Pro Familia völlig auf den Kopf gestellt zu sein. Und für so etwas muss man seine Kirchensteuer entrichten.
Dienstag, 25. April 2006 17:59
Brandenburgis: Woche für das Leben
Die Woche für das Leben war wohl von Anfang an als Einfallstor für Abtreibungsideologie geplant. Ich kann mich erinnern, daß vor etwa 5 Jahren in dem ziemlich aufwe(ä)ndig gestalteten Begleitheft ein „Diskussions“ Beitrag pro PID, Klonen etc. drin war. Seitdem halte ich mich fern.
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