Kinderschlachtung
Leere Floskeln und blutige Tatsachen
Im Bistum Fulda erhält gegenwärtig das berüchtigtste Abtreibungsunternehmen Deutschlands eine Kanzel. Dabei hat sich der Diözesanbischof erst kürzlich gegen die vorgeburtliche Kindertötung ausgesprochen.
(kreuz.net, Fulda) Vom 29. April bis 5. Mai findet in ganz Deutschland die ökumenische Initiative „Woche für das Leben“ statt.

Die Veranstaltung wurde 1991 von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ begründet. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland schloß sich der Aktion im Jahr 1994 an.

Heuer steht die „Woche für das Leben“ unter dem Motto „Von Anfang an uns anvertraut. Menschsein beginnt vor der Geburt“.

Die „Woche für das Leben“ will aufzeigen, daß Kinder ein unantastbares Recht auf Leben besitzen und ein Geschenk Gottes sind, über das man nicht verfügen darf.

Im deutschen Bundesland Hessen wird die „Woche für das Leben“ vom Bistum Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gestaltet.

Am Samstag, dem 29. April, feiert der Weihbischof von Fulda, Mons. Karheinz Diez, gemeinsam mit der evangelischen Prälatin Roswitha Alterhoff im Fuldaer Dom zum Anlaß einen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst.

Doch bei dieser angeblichen Lebensschutzaktion des Fuldaer Bistums tritt unter anderen auch ein berüchtigtes Abtreibungsnetzwerk als offizieller Veranstalter auf.

In der diözesanen Broschüre zur „Woche für das Leben 2006“ ist nämlich das unter dem Decknamen „Pro Familia“ tätige US-Abtreibungsunternehmen „Planned Parenthood“ verschiedentlich als Organisator aufgeführt.

Das Heftchen bewirbt mehrere Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des kinder- und familienfeindlichen Abtreibungsvereins. Außerdem werden wenigstens fünf Referate von Abtreibungsberatern des umstrittenen Unternehmens propagiert.

Die Broschüre wird vom Bistum Fulda und der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verantwortet. Sie liegt auch in katholischen Kirchen auf.

Ein Gläubiger aus dem Bistum Fulda meinte in einer Stellungnahme, daß Erzbischof Dyba angesichts dieser Umstände im Grab rotiere.

Durch die Einbindung von militanten Kinderabtreibern würden die Bemühungen der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. für eine Kultur des Lebens ebenso wie der Einsatz zahlreicher Lebensrechtler an der Basis unterminiert.

Gleichzeitig fragt sich der Gläubige, wie die Zusammenarbeit mit Kinderabtreibern mit der Osterpredigt des Bischofs von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen, vereinbar sei.

Zum Fest der Aufsterstehung Christi hatter der Bischof noch gesagt: „Wer die Auferstehung Christi vom Tode bekennt, darf nicht zur Tötung ungeborener Kinder schweigen.“

Glaube an die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung führe von selber „in den Aufstand“ gegen alle Formen des vorzeitigen gesellschaftlich wie politisch, wirtschaftlich wie militärisch organisierten Todes – so Bischof Algermissen.
      
15 Lesermeinungen
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#16   Gotthard   21:58:25 | Mittwoch, 3. Mai 2006
Schlüsse?
und welche Schlüsse soll ich nun daraus ziehen?
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#15   athanasius1957   21:44:45 | Mittwoch, 3. Mai 2006
@ laurentium et sacerdotem helveticum
Der Vorsitzende bei der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt Oesterreichs www.bundeskanzleramt.at/…te/3457/default.aspx war Anfang der Sechziger noch Kleriker und soweit mir bekannt Sekretaer von weiland Kardinal Dr. Franz Koenig, bevor er Medizin studierte. Er hat aber auch Sitz und Stimme im wissenschaftlichen Beirat der Oesterreichischen Gesellschaft fuer Familienplanung www.oegf.at/.
Quod erat demonstrandum!!!
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#14   Gotthard   20:46:00 | Donnerstag, 27. April 2006
Fakten, Fakten, Fakten
da die Redaktion und zitierte wichtige Damen und Herren sehr viel Meinung verbreiten, aber selten Fakten, hier mal die wahrscheinlich inkreminierten Veranstaltungen – der Internetseite entnommen:
FINANZIELLE HILFEN IN DER SCHWANGERSCHAFT
u.a. „Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“
Sprechstunde für Schwangere (und Partner)
Zeit: Donnerstag, 04.05.06, 13:00 – 16:00 Uhr
Ort: pro familia Beratungsstelle, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Ansprechpartnerin: Heike Horne, Beraterin der pro familia Kassel
DIE LUST NEU ENTDECKEN
Paare nach der Geburt von Kindern
Zeit: Mittwoch, 17.05.06, 20:00 Uhr
Ort: pro familia Beratungsstelle, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Kosten: 5,00 €
Ansprechpartner/innen: Martin Plate, systemische Paarberatung, pro familia Kassel;
Cornelia Krey, Psychodrama, pro familia Kassel
INTERNET UND CHAT – RISIKEN UND CHANCEN FÜR JUGENDLICHE
Themenabend mit Vortrag und Diskussion für Eltern und Lehrer/innen
Zeit: Montag, 22.05.06, 18:00 Uhr
Ort: pro familia Kassel, Frankfurter Str. 133 a, Kassel
Referent/innen: Diana Brencher, Dipl. Sozialpädagogin, Sexualpädagogin;
Michael Werner, Dipl. Sozialpädagoge, Sexualpädagoge
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#13   Laurentius2   11:54:43 | Mittwoch, 26. April 2006
@Athanasius1957
Athanasius schuldet uns noch das „Überraschendste“ im Impressum dieses Pro-Familia-Ablegers“.
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#12   Toby   18:53:24 | Dienstag, 25. April 2006
Glockenläuten
Der 1991 eingeführten „Woche für das Leben“ vorausgegangen war ein 1988 von Erzbischof Dyba eingeführtes 15-minütiges Glockenläuten am Mittag des 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, das im darauffolgenden Jahr von der Deutschen Bischofskonferenz übernommen wurde. Das Glockenläuten sollte den Protest der Kirche gegen die Abtreibungspraxis zum Ausdruck bringen. Dieses ursprüngliche Anliegen der „Woche für das Leben“ scheint nun durch die Einbindung von Pro Familia völlig auf den Kopf gestellt zu sein. Und für so etwas muss man seine Kirchensteuer entrichten.
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#11   Brandenburgis   17:59:23 | Dienstag, 25. April 2006
Woche für das Leben
Die Woche für das Leben war wohl von Anfang an als Einfallstor für Abtreibungsideologie geplant. Ich kann mich erinnern, daß vor etwa 5 Jahren in dem ziemlich aufwe(ä)ndig gestalteten Begleitheft ein „Diskussions“ Beitrag pro PID, Klonen etc. drin war. Seitdem halte ich mich fern.
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#10   Toby   17:43:23 | Dienstag, 25. April 2006
„Jugendliche auf dem Weg zu einer lustvollen und verantwortungsvollen Sexualität“
Wer sich über die sexualpädagogischen Vorstellungen von Pro Familia informieren möchte, kann sich unter dieser Adresse kundig machen:
…ssel.profamilia-online.de/profa/sexpaed01.htm www.kreuz.net/
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#9   Laurentius2   17:26:24 | Dienstag, 25. April 2006
@Karl-Peter
Begleitende Info: Fulda hat – abgesehen von den Sonderfällen der östlichen Diözesen – die größte Priesterdichte in Deutschland (gemessen an den Gläubigen).
Was glauben Sie wohl, wie das gewisse Herren (mit und ohne Schurz) und die mit ihnen verbündeten (oder identischen) Laienkirchler ärgert …
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#8   Laurentius2   16:24:16 | Dienstag, 25. April 2006
@Toby / Krise der Bischöfe / Absprachen ?
„Ich kann es einfach nicht begreifen.“
Meine aufrechte und von Herzen kommende Anteilnahme. Ich auch nicht. Habe einige theoretische Grundlagen zur Bischofskrise bei Prof. Georg May nachgelesen: „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“!
Wir konservativen Katholiken neigen ja angeblich ach so sehr zu Verschwörungstheorien. Wie – wenn nicht heimlich am rechtgläubigen Restvolk der Kirche vorbei ! – kann man aber so mediokre Gestalten in Amt und Würden bringen, wenn nicht durch Intrigen und nichtöffentliche Absprachen machthabender Strippenzieher (anderes Wort für Verschwörungen) ???
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#7   Toby   15:53:40 | Dienstag, 25. April 2006
„Medizinische Dienstleistungen“ von Pro Familia
Bei Pro Familia gibt es Beratungszentren, die unter der verhrmlosenden Bezeichnung „Medizinische Dienstleistungen“ tatsächlich auch Abtreibungen durchführen, Beratung und anschließende Abtreibung also quasi unter einem Dach anbieten. Im vergangenen Jahr führte das zur Forderung des Hessischen Landesrechnungshofes, die Finanzierung von Pro Familia aus öffentlichen Geldern aus verfassungsrechtlichen Gründen zu überdenken.
Offenbar werden auch im Pro-Familia-Beratungszentrum Kassel Abtreibungen durchgeführt, an dem jetzt Veranstaltungen zur „Woche für das Leben“ angeboten werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bischof Algermissen das wirklich gewusst hat. Aber ich frage mich, wie es überhaupt so weit kommen konnte, ausgerechnet Pro Familia bei der „Woche für das Leben“ zu beteiligen. Was sind denn das für Leute in Fulda, die Algermissen zur Seite stehen? Der Bischof von Fulda hat doch einen Pressesprecher, einenpersönlichen Sekretzär, einen theologischen Referenten, einen Generavikar etc. Gibt es da denn niemanden, der auf so etwas einmal achtet? Ich kann es einfach nicht begreifen.
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#5   Laurentius2   14:07:50 | Dienstag, 25. April 2006
Professoren ohne Ende
Handelt es sich bei einem der vielen Professoren um einen Kath. Priester (mit päpstlicher Lehrerlaubnis ?). Athanasius wird uns das Rätsel bald lösen …
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#4   Isidor   13:10:42 | Dienstag, 25. April 2006
Wir sind alle erlöst – besonders der Klerus
Danke Athanasius – es stimmt – die deutsch-katholische Kirche ist doch die Richtige. Zumindest stehen ihr in Herrn Lehmann aus Mainz und der anderen Kohorte die richtigen Menschen vor.
Vorbilder wie aus dem Bilderbuch in diesem Kirchentheater.
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#3   sacerdos helveticus   12:57:15 | Dienstag, 25. April 2006
Tarnkappen-Organisation?
Habe auf der Homepage der von Athanasius erwähnten Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung nachgeschaut.
Die Namen der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sagen mir als Nichtösterreicher nichts.
Wo liegt das Problem?
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#2   athanasius1957   12:19:28 | Dienstag, 25. April 2006
Leere Floskeln und blutige Tatsachen
… berüchtigtes Abtreibungsnetzwerk als offizieller Veranstalter auf.
In der diözesanen Broschüre zur „Woche für das Leben 2006“ ist nämlich das unter dem Decknamen „Pro Familia“ tätige US-Abtreibungsunternehmen „Planned Parenthood“ verschiedentlich als Organisator aufgeführt…
Bezüglich „Planned Parenthood“ haben wir doch Ähnliches zu bieten. Das Tarnkapperl nennt sich „Österreichische Gesellschaft für Familienplanung“ www.oegf.at/ und ist auch bei International Planned Parenthood assoziert.
Das Überraschendste findet sich jedoch auf der o.a. Homepage unter „Wissenschaftlicher Beirat“.
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#1   Laurentius2   12:12:59 | Dienstag, 25. April 2006
Warum regt Ihr Euch so auf ?
SATIREWir sind doch alle irgendwie schon erlöst und sowieso anonym christlich. Außerdem kommen ja jetzt schon Kinder ohne Taufe direkt in den Himmel. Wozu also diese Aufregung, Ihr Ewiggestrigen ?
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