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Montag, 24. April 2006 13:53
Gegen Christen ist in Deutschland jede Schmähung erlaubt
Verhöhnungen des Glaubens mehren sich dramatisch. Eine besonders häßliches Beispiel soll Mitte Mai die deutschen Kinos überfluten. Die Bischöfe sind relativ untätig. Darum müssen die Laien aktiv werden.
Werbeplakat für "The Da Vinci Code - Sakrileg"
Werbeplakat für „The Da Vinci Code – Sakrileg“
(kreuz.net) Ab dem 18. Mai soll in den deutschen Kinos der Haßfilm „The Da Vinci Code – Sakrileg“ gezeigt werden.

Der Streifen behauptet in Form eines Krimis, daß der Glaube der Kirche auf einem Schwindel basiert, der über Jahrhunderte streng geheim gehalten worden sei.

Christus sei nicht Gott gewesen. Er sei als normaler Sterblicher mit Maria Magdalena verheiratet gewesen.

Dan Brown – der Autor des kirchenfeindlichen Romans, auf dem der Film basiert – erklärte zwar, daß es sich dabei lediglich um eine erfundene Geschichte handle.

Die Schauspieler Tom Hanks und Audrey Tautou in "The Da Vinci Code"
Die Schauspieler Tom Hanks und Audrey Tautou in „The Da Vinci Code“
Zugleich beansprucht der Autor aber, daß seine Verleumdungen wahr seien, weil er vorgibt, sie aus „tatsächlich existierenden“ Dokumenten recherchiert zu haben.

In einer jüngsten Aussendung weist der Lebensrechtler Klaus Günter Annen von der ‘Initiative: Nie Wieder!’ darauf hin, daß bereits Browns Buch ein Verkaufsschlager gewesen sei. Nun sei zu befürchten, daß der Haßfilm weitere Massen verwirren werde.

Seiner Ansicht nach ist der Streifen wesentlich gefährlicher als die verleumderische Zeichentrickfilm-Serie ‘Popetown’.

Lebensrechtler Annen bat deswegen die deutschen Bischöfe, das Hetzbuch „Sakrileg“ aus dem Verkaufsangebot des ‘Weltbild-Verlags’ zu nehmen. Die Verlagsgruppe ‘Weltbild’ gehört den deutschen Bischöfen.

Opus-Dei Mönch Silas schreckt nicht vor Morden zurück
Opus-Dei Mönch Silas schreckt nicht vor Morden zurück
Annen regt auch an, sich persönlich gegen die Haßpropaganda zur Wehr zu setzen. Ein persönlich geschriebener kurzer Protest an die zuständigen Instanzen werde durchaus als Meinung in der Bevölkerung ernst genommen.

Mögliche Adressen für einen Protest sind:

Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy- Brandt- Strasse 1
10557 Berlin
Fax: 01888 / 272 – 2555
internetpost@bundeskanzlerin.de

Sony Pictures Releasing GmbH
Kemperplatz 1
10785 Berlin
Telef. 030/2575 – 5800
Fax: 030/2575 – 5809 E-Mail: info@sonypictures.de

Bundespräsident
Hörst Köhler
Spreeweg 1
10557 Berlin
Fax 030/20 00 1999
poststelle@bpra.bund.de

Der folgende Brief kann als Textvorlage dienen. Er sollte aber individuell angepaßt werden:

Der machtgierige Bischof Aringarosa
Der machtgierige Bischof Aringarosa
Hiermit protestiere ich gegen die Aufführung des Filmes „The Da Vinci Code – Sakrileg“ in den Kinos Deutschlands.

In dem Film wird der christliche Glaube verhöhnt, die Gottheit Jesu Christi geleugnet und die katholische Kirche auf einem Betrug basierend dargestellt.

In anstößigen Szenen wird Gott beleidigt. Der Film mißachtet meine religiöse Überzeugung und verletzt mich.

a) Ich erwarte von christlichen Politikern, Einfluß zu nehmen und die Aufführung des Filmes zu verhindern.

b) Ich erwarte vom dem Filmverleiher „Sony“, den Film aus dem Verleihprogramm zu nehmen.

Bitten Sie die Verleihfirma Sony auch, in Zukunft keine gotteslästerlichen Filme mehr ins Programm zu nehmen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 95 Lesermeinungen:
Dienstag, 22. August 2006 05:22
FritzG: @ Gotthard:
Schütten sie doch nicht auch noch Salz in die Wunde…

Für unsere Tradis ist es doch schon schlimm genug, dass das Abendland nicht unterging…
Samstag, 27. Mai 2006 20:27
Gotthard: still geworden
nach dem Kino-Start des Films ist es hier sooo still geworden, warum?
Haben sich all die schlimmen vorhergesagten Dinge nicht eingestellt in der Realität?
Samstag, 27. Mai 2006 20:10
improbus: Oh, Oh, Oh
-Denn ich bin angetreten, um die Weisheit der Welt herauszufordern und die „Gesetze“ der Menschheit und „Gottes“ infrage zu stellen!-http://www.kreuz.net/smiley/smiley.19.png

Die Welt ist im Wandel liebe Freunde. Ich möchte nicht sagen, dass Eure Zeit vorbei ist.
Aber seit doch froh das es solche Filme gibt und das andere folgen werden. So bleibt Ihr im Gespräch.http://www.kreuz.net/smiley/smiley.3.png
Sonntag, 30. April 2006 14:11
Sozialkatholisch: @ anonymus
Ich werde den Aufruf des Vatikans befolgen und mir diesen Film nicht ansehen, er ist nicht nur ein Angriff auf die röm/kath Kirche, sondern ein Angriff auf das Christentum allgemein.
Das Problem sehe ich nicht für die fest im Christentum verwurzelten Seelen sondern für die vielen die da noch hadern. Wenn irgendwo wer auf den Film zusprechen kommt werde hoffentlich meinen Glauben bekennen und über den Tod und die Auferstehung unseres Herrn Zeugnis ablegen. Und wenn es friedliche Protestaktionen gibt werde ich auch versuchen daran teilzunehmen.
Sonntag, 30. April 2006 13:29
clemens: @Anonymus
Danke für den Text.
Gut, dass der Vatikan etwas sagt.

Weltbildverlag unter Obhut der deutschen Bischöfe verkauft dieses Buch fröhlich weiter!

Das gemeine an Film und Buch ist, dass sie als spannender Thriller daher kommen, und der Autor Dan Brown vorgibt, dass die Dokumente, auf die sich die Geschichte beruft, tatsächlich existieren und dass sorgfältig recherchiert worden sei.
Wenn die Hintergründe also wahr seien (und das seien sie ganz gewiß), dann existiere die kathol. Kirche nur auf Grund von sorgfältig gehüteter Lüge besonders über die Gottheit Christi, für deren Geheimhaltung fanatische Fundamentalisten selbst vor Mord nicht zurückschrecken.
Ein Thriller, der die kathol. Kirche zum Bösewicht macht, kommt heutzutage doppelt an.
Er greift außerdem die Grundlage unseres Glaubens an:
eben die Gottheit Jesu, der nur Mesch gewesen sei.

Und es wird schon offenbar: Die Katholiken selbst, die heute kaum noch ihren Glauben kennen, werden in ihren Wurzeln erschüttert. In Kanada sind sie massenhaft nach der Lektüre des Romans aus der Kirche ausgetreten.

Daher der Apell, es nicht leicht abzutun, sondern persönlich zu protestieren. Das kostet ein wenig Zeit und ein wenig Geld.
Freitag, 28. April 2006 22:27
Anonymus: Vatikan ruft zum Boykott des Films „Sakrileg“ auf
Fast 20 Jahre nach den katholischen Massenprotesten gegen
die Hollywood-Produktion „Die letzte Versuchung Christi“ hat
der Vatikan zum Boykott des Films „Sakrileg“ aufgerufen. Der
Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato,
appellierte am Freitag an alle Katholiken, die im Film enthaltenen
„Lügen und unnötigen Diffamierungen“ zurückzuweisen.

Empörung. Als Vorlage des Films diente der Bestseller von
Dan Brown, von dem weltweit 40 Millionen Exemplare verkauft
wurden. In englischer Fassung erschien das Buch unter dem
Titel „The Da Vinci Code“. Im Kern geht es um die Theorie, dass
Jesus Maria Magdalena geheiratet und mit ihr ein Kind gezeugt
hat – was viele Christen empörte. In dem Film, der nun Mitte Mai
in die deutschen Kinos kommen soll, spielt Hollywood-Star Tom
Hanks eine der Hauptrollen.

Verleumdungen und Irrtümer. Amato kritisierte den Film als
scharf anti-christlich, voller Verleumdungen, Angriffe und
historischer sowie theologischer Irrtümer. Wenn solche Irrtümer
und Lügen sich auf den Koran oder den Holocaust bezögen,
würde dies zu einem weltweiten Aufstand führen. „Wenn sie
sich stattdessen gegen die Kirche und Christen richten, bleiben
sie ungestraft“, sagte Amato weiter. Der Erzbischof regte
organisierte Proteste von Katholiken wie im Fall des
Martin-Scorsese-Films 1988 an. Quelle: APA
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