Eine Madonnenfigur in Traunstein soll seit dem vergangenen Karfreitag rote Tränen weinen. Um das angebliche Wunder kümmert sich vor allem die Lokalpresse.
(kreuz.net, Traunstein) Die Muttergottes-Statue aus Gips, die angeblich Tränen vergießt, steht seit
15 Jahren im Schlafzimmer einer pensionierten Witwe in Traunstein. Eine Freundin hatte ihr die Statue
aus Polen mitgebracht.
Traunstein befindet sich im Südosten von Bayern und ist die Heimatstadt von Papst
Benedikt XVI.
Der Heilige Vater verbrachte Teile seiner Kindheit in Traunstein und besuchte das dortige
Erzbischöfliche Studienseminar. In der Pfarrkirche von Traunstein feierte er auch seine Primiz.
Die
Rentnerin will am Karfreitag bemerkt haben, daß ihre Madonnenstatue über die Augen, den Mund und die
Gliedmaßen Blut verliert.
Die Dame wandte sich sogleich an eine Mitarbeiterin der Lokalzeitung ‘Traunsteiner
Tagblatt’. Von dieser wird sie mit den Worten zitiert: „Wenn mir jemand so etwas erzählen würde, würde
ich es auch nicht glauben. Ich kann das aber einfach nicht erklären.“
„Es sieht sehr nach Blut aus“,
urteilt auch eine Journalistin des ‘Transteiner Tagblatts’. Trotzdem sei sie skeptisch. Die Journalistin
nahm eine Flüssigkeitsprobe, die gegenwärtig untersucht wird: „Erst danach können wir sagen, ob es
Blut oder Farbe ist.“
Nebenbei erwähnt das ‘Traunsteiner Tagblatt’, daß die Besitzerin der Marienstatue
auch bereits zwei Erscheinungen der Muttergottes gehabt hat.
Inzwischen erhielt die Dame auch vom Traunsteiner
Pfarrer Sebastian Heindl Besuch.
Unter den Gläubigen in Traunstein herrsche ein wenig Aufregung, erklärte
der Geistliche vor der Münchner Boulevardzeitung ‘tz’.
Das Phänomen sei „eine religiöse Erfahrung“.
Gleichzeitig mahnt der Priester zur Vorsicht: „Eigentlich ist es noch viel zu früh, daß das an die Öffentlichkeit
gelangt.“
Pfarrer Heindl kündigte an, heute Montag das Erzbischöfliche Ordinariat in München zu kontaktieren.
Dort reagierte man umgehend.
Der Pressesprecher erklärte, daß die spektakuläre Bekanntmachung des
Vorgangs über die Presse zu großer Skepsis Anlaß gebe.
Das Erzbischöfliche Ordinariat werde sich
noch einmal eingehend vom Pfarrer über die Ereignisse informieren lassen.
Falls angezeigt, werde es
zu einer Beurteilung des Sachverhaltes durch das Erzbistum München und Freising kommen.
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15 Lesermeinungen
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Marienwunder in Traunstein Publikationsdatum: 2006-04-25 Angebliches Marienwunder in Traunstein wird überprüft
MÜNCHEN, 25. April 2006 (ZENIT.org).- Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat in einer öffentlichen
Erklärung zur Madonna in Traunstein, die angeblich blutige Tränen weint, zu Geduld aufgerufen und „große
Skepsis“ angemeldet. Pressesprecher Winfried Röhmel stellte im Zuge der spektakulären Bekanntmachung
des kirchlich erst zu überprüfenden Vorfalls in den Medien fest, dass der zuständige Pfarrer das Erzbischöfliche
Ordinariat bereits von allem unterrichtet habe. „Die spektakuläre Bekanntmachung und Darstellung des
Vorgangs über die Presse gibt zu großer Skepsis Anlass“, fuhr er fort. Röhmel kündigte an, dass sich
das Erzbischöfliche Ordinariat noch einmal ausführlich informieren lassen werde. „Falls es angezeigt
wäre, käme es zu einer Prüfung und zu einer Beurteilung durch das Ordinariat.“
seid doch nicht so humorlos gerade in diesem Jahr , wo die WM bei uns stattfindet, könnte durch das Wunder
von Traunstein ein Boom für die oberbayerische Wirtschaft einsetzen. Das Dreieck München-Traunstein-Marktl
könnte sich als Geldtrichter entpuppen, der der heimischen Wirtschaft zu Gute kommt. Ich würde als Verantwortlicher
sowas nur stärken. Seid doch alle mal etwas kreativer in dieser Hinsicht…
#13 virOblationis 08:02:24 | Dienstag, 25. April 2006
Dann erhebet eure Häupter! Uwe Schmidt schrieb: „…dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn
dann kommen die großen Gottesstrafen.“ Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn das Gericht endlich
begänne, denn damit käme auch dessen Ende in Sicht. Solange das verdiente Strafgericht aber noch ausbleibt,
schweigt Gott, und das scheint mir noch schlimmer zu sein als alles andere.
Gipsmadonnen Es sollen ja Tausende Gipsmadonnen im Umlauf sein, die einen eingebauten Trän-Mechanismus
aufweisen. Wenn das jetzt in Traunstein aber nicht der Fall ist (was man eben untersuchen müsste), und
wenn es wie in Civitavecchia das Blut Jesu (Blutgruppe AB, die nur in Palästina und in Konstantinopel
gehäuft vorkommt) ist, dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn dann kommen die großen Gottesstrafen.
Tränen und Vorsicht! Bei solchen Ereignissen sollte man allergrößte Vorsicht walten lassen! Ob es der
richtige Weg war, sich direkt an die Presse zu wenden? Hätte man nicht zuerst einen weniger spektakulären
Weg gehen sollen?
Tränen sind – zumindest für mich – etwas zutiefst „anrührendes“. – Ob nun die Tränen in La Salette
(F), in Maria Pocs (H), in Syrakus (I) oder zuletzt in Civitavecchia (I), dessen Tränenwunder letztes
Jahr anerkannt wurde auf diözesaner Ebene und wozu sich auch Johannes Paul II. sehr wohlwollend geäußert
hat. – Anrührend für einen nicht reinen Vernunftmenschen auch deshalb, weil alle diese von der Kirche
bestätigten Gnadenorte letztlich auf das biblische Zeugnis der Tränen JESU verweisen (Kapelle DOMINUS
FLEVIT in Jerusalem). – Ob nun die Tränen von Traunstein in diese Reihe paßt oder gehört, wird sich
noch zeigen. Jedoch ist anzunehmen, daß Papst Benedikt im Unterschied zu der tränenden Madonna von Civitavecchia
sich mit anerkennenden Äußerungen sehr zurückhalten wird, sollte sich das ganze in kürze nicht auf
natürliche Weise erklären – eben weil ihn soviel biographisch mit Traunstein verbindet.
Lutheraner Bin ich hier bei den Lutheranern? Die glauben, dass nach Pfingsten nichts Übernatürliches
mehr passiert ist. Haben die Leute Fatima und Pater Pio geglaubt?-- Wie lange nicht? Wie hättet Ihr in
der Zeit Jesu gedacht?-- Nicht so wie Kaiphas?-- Sicher nicht??? Und: „Es ist nicht heilsnotwendig“. Die
Muttergottes weiss schon, was heute heilsnotwendig ist…oder denkt Ihr, es besser zu wissen? Warten wir
die Prüfung ab und hören, was die Witwe zu sagen hat.
@Toby naja, die kreuz.net-Redaktion will halt auch irgendwann heiliggesprochen werden, und als erstes
Wunder weisen sie eben die Vermehrung der Heimatorte von Benedikt XVI. auf – seien sie nicht so pingelig,
das ist doch legitim, oder?
Au weh Ob das hier „von Gott geschenkte Gnaden“ sind, sei mal dahingestellt. Vielleicht ja auch nur Halluzinationen.
Oder Geschäftemacherei. Die heilige Kirche weiß schon, warum sie „Offenbarungen“ aller Art sehr sehr
gründlich prüft, ehe sie sie anerkennt. Dem dürfen wir uns anvertrauen. Bis dahin ist Skepsis angebracht.
Und vielleicht sogar Zynismus, angesichts dessen, wieviel Unfug mit vermeintlichen göttlichen Botschaften
in und außerhalb der Kirche schon getrieben worden ist. Und alles, was Gott uns zu sagen hat, hat er
schon gesagt, indem er uns seinen Sohn gesandt hat. Wer noch mehr erwartet, frevelt gegen Gott – so wusste
es schon der hl. Johannes vom Kreuz. Ganz ohne Zynismus.
Heimat Traunstein befindet sich im Südosten von Bayern und ist die Heimatstadt von Papst Benedikt XVI.
Es ist schon erstaunlich, wo überall Papst Benedikt beheimatet ist. Aber zur Sache möchte ich die Zyniker
und Skeptiker hier mal fragen, ob sie überhaupt an die Möglichkeit eines Tränenwunders glauben oder
nicht. Wieso soll die Statue einer Renterin rote Farbe weinen?
Zynismus Der Zynismus hier über die von Gott geschenkten Gnaden lässt doch aufhorchen! Mit solchen Zeichen
will uns die Muttergottes etwas sagen. In Fatima hat die Muttergottes uns die Mittel gezeigt, um den 2.Weltkrieg
zu vermeiden. Hören wir was sie uns hier sagen will…oder wissen wir es schon?
…warum nicht in Italien weinen dauernd Madonnen. Warum nicht mal auch bei uns, schließlich kurbelt
das ja auch die Wirtschaft (wegen Pilger usw.) an. Wiedereinmal siegt aber hier die deutsche Skepsis und
Überkritik. Naja, könnte man da sagen die blöden Deutschen, wissen solche Sachen nicht zu nutzen, im
Gegenzug zu den Italienern oder Spanier
Naja… …erzählen können viele Leute vieles. Und selbst wenn: Die weinende Madonna enthält kein Heil,
das nicht schon in der Heiligen Schrift, der Lehre der Kirche, der Liturgie, den Sakramenten und der liebenden
Begegnung enthalten wäre.