Tränen in Traunstein
Eine Madonnenfigur in Traunstein soll seit dem vergangenen Karfreitag rote Tränen weinen. Um das angebliche Wunder kümmert sich vor allem die Lokalpresse.

Traunstein befindet sich im Südosten von Bayern und ist die Heimatstadt von Papst Benedikt XVI.
Der Heilige Vater verbrachte Teile seiner Kindheit in Traunstein und besuchte das dortige Erzbischöfliche Studienseminar. In der Pfarrkirche von Traunstein feierte er auch seine Primiz.
Die Rentnerin will am Karfreitag bemerkt haben, daß ihre Madonnenstatue über die Augen, den Mund und die Gliedmaßen Blut verliert.
Die Dame wandte sich sogleich an eine Mitarbeiterin der Lokalzeitung ‘Traunsteiner Tagblatt’. Von dieser wird sie mit den Worten zitiert: „Wenn mir jemand so etwas erzählen würde, würde ich es auch nicht glauben. Ich kann das aber einfach nicht erklären.“
„Es sieht sehr nach Blut aus“, urteilt auch eine Journalistin des ‘Transteiner Tagblatts’. Trotzdem sei sie skeptisch. Die Journalistin nahm eine Flüssigkeitsprobe, die gegenwärtig untersucht wird: „Erst danach können wir sagen, ob es Blut oder Farbe ist.“
Nebenbei erwähnt das ‘Traunsteiner Tagblatt’, daß die Besitzerin der Marienstatue auch bereits zwei Erscheinungen der Muttergottes gehabt hat.
Inzwischen erhielt die Dame auch vom Traunsteiner Pfarrer Sebastian Heindl Besuch.
Unter den Gläubigen in Traunstein herrsche ein wenig Aufregung, erklärte der Geistliche vor der Münchner Boulevardzeitung ‘tz’.
Das Phänomen sei „eine religiöse Erfahrung“. Gleichzeitig mahnt der Priester zur Vorsicht: „Eigentlich ist es noch viel zu früh, daß das an die Öffentlichkeit gelangt.“
Pfarrer Heindl kündigte an, heute Montag das Erzbischöfliche Ordinariat in München zu kontaktieren.
Dort reagierte man umgehend.
Der Pressesprecher erklärte, daß die spektakuläre Bekanntmachung des Vorgangs über die Presse zu großer Skepsis Anlaß gebe.
Das Erzbischöfliche Ordinariat werde sich noch einmal eingehend vom Pfarrer über die Ereignisse informieren lassen.
Falls angezeigt, werde es zu einer Beurteilung des Sachverhaltes durch das Erzbistum München und Freising kommen.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Dienstag, 25. April 2006 18:50
Anonymus: Marienwunder in Traunstein
Publikationsdatum: 2006-04-25
Angebliches Marienwunder in Traunstein wird überprüft
MÜNCHEN, 25. April 2006 (ZENIT.org).- Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat in einer öffentlichen Erklärung zur
Madonna in Traunstein, die angeblich blutige Tränen weint, zu Geduld aufgerufen und „große Skepsis“ angemeldet.
Pressesprecher Winfried Röhmel stellte im Zuge der spektakulären Bekanntmachung des kirchlich erst zu überprüfenden
Vorfalls in den Medien fest, dass der zuständige Pfarrer das Erzbischöfliche Ordinariat bereits von allem unterrichtet
habe. „Die spektakuläre Bekanntmachung und Darstellung des Vorgangs über die Presse gibt zu großer Skepsis
Anlass“, fuhr er fort.
Röhmel kündigte an, dass sich das Erzbischöfliche Ordinariat noch einmal ausführlich informieren lassen werde. „Falls
es angezeigt wäre, käme es zu einer Prüfung und zu einer Beurteilung durch das Ordinariat.“
Angebliches Marienwunder in Traunstein wird überprüft
MÜNCHEN, 25. April 2006 (ZENIT.org).- Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat in einer öffentlichen Erklärung zur
Madonna in Traunstein, die angeblich blutige Tränen weint, zu Geduld aufgerufen und „große Skepsis“ angemeldet.
Pressesprecher Winfried Röhmel stellte im Zuge der spektakulären Bekanntmachung des kirchlich erst zu überprüfenden
Vorfalls in den Medien fest, dass der zuständige Pfarrer das Erzbischöfliche Ordinariat bereits von allem unterrichtet
habe. „Die spektakuläre Bekanntmachung und Darstellung des Vorgangs über die Presse gibt zu großer Skepsis
Anlass“, fuhr er fort.
Röhmel kündigte an, dass sich das Erzbischöfliche Ordinariat noch einmal ausführlich informieren lassen werde. „Falls
es angezeigt wäre, käme es zu einer Prüfung und zu einer Beurteilung durch das Ordinariat.“
Dienstag, 25. April 2006 14:28
Guntram: seid doch nicht so humorlos
gerade in diesem Jahr , wo die WM bei uns stattfindet, könnte durch das Wunder von Traunstein ein Boom für die oberbayerische Wirtschaft einsetzen. Das Dreieck München-Traunstein-Marktl könnte sich als Geldtrichter entpuppen, der der heimischen Wirtschaft zu Gute kommt. Ich würde als Verantwortlicher sowas nur stärken. Seid doch alle mal etwas kreativer in dieser Hinsicht…
Dienstag, 25. April 2006 08:02
virOblationis: Dann erhebet eure Häupter!
Uwe Schmidt schrieb:
„…dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn dann kommen die großen Gottesstrafen.“
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn das Gericht endlich begänne, denn damit käme auch dessen Ende in Sicht. Solange das verdiente Strafgericht aber noch ausbleibt, schweigt Gott, und das scheint mir noch schlimmer zu sein als alles andere.
„…dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn dann kommen die großen Gottesstrafen.“
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn das Gericht endlich begänne, denn damit käme auch dessen Ende in Sicht. Solange das verdiente Strafgericht aber noch ausbleibt, schweigt Gott, und das scheint mir noch schlimmer zu sein als alles andere.
Dienstag, 25. April 2006 00:04
Gotthard: Abschied
Wer ein angebliches Wunder zuerst der Zeitung berichtet – und nicht dem Pfarrer … darf sich schon mal aus der Wunderwelt verabschieden.
Montag, 24. April 2006 23:53
Uwe Schmidt: Gipsmadonnen
Es sollen ja Tausende Gipsmadonnen im Umlauf sein, die einen eingebauten Trän-Mechanismus aufweisen. Wenn das jetzt in Traunstein aber nicht der Fall ist (was man eben untersuchen müsste), und wenn es wie in Civitavecchia das Blut Jesu (Blutgruppe AB, die nur in Palästina und in Konstantinopel gehäuft vorkommt) ist, dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn dann kommen die großen Gottesstrafen.
Montag, 24. April 2006 22:38
expedit: Tränen und Vorsicht!
Bei solchen Ereignissen sollte man allergrößte Vorsicht walten lassen!
Ob es der richtige Weg war, sich direkt an die Presse zu wenden?
Hätte man nicht zuerst einen weniger spektakulären Weg gehen sollen?
Ob es der richtige Weg war, sich direkt an die Presse zu wenden?
Hätte man nicht zuerst einen weniger spektakulären Weg gehen sollen?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





