Zwei Organisationen von Katholiken in Deutschland nehmen Stellung zur Hetzkampagne gegen den katholischen EU-Politiker Rocco Buttiglione.
(kreuz.net) Das „Forum Deutscher Katholiken“ und die „Aktionsgemeinschaft von katholischen Laien und Priestern“
sind mit einer Erklärung zur Hetzkampagne gegen Roco Buttiglione an die Medien getreten.
Der Rückzieher
des designierten Präsidenten der neuen EU-Kommission sei kein großer Tag des EU-Parlamentes, sondern
ein schwarzer Tag für die Gewissensfreiheit, die Toleranz und das öffentliche Bekenntnis zur Religion.
Rocco Buttiglione stehe für diese Werte.
„Die jetzt in den Vordergrund geschobene fachliche Inkompetenz
[von designierten Kommissionsmitgliedern] und die nicht gewährleistete Unabhängigkeit einiger Kommissare“,
so die beiden katholischen Organisationen, „kannten die Parlamentarier schon vorher.“ Umgekehrt war ihnen
bekannt, daß der Rechtsausschuß des Parlaments Buttiglione „Integrität, Unabhängigkeit und die notwendige
politische und persönliche Erfahrung einstimmig attestiert hatte.“
Buttiglione werde von den Sozialisten,
Grünen und Liberalen deswegen abgelehnt, weil er sich nicht zwingen lasse, gegen sein Gewissen und seine
Auffassung als Katholik, über die Nichtdiskriminierung hinaus, eine Erklärung für die „moralische Positivität
der Homosexualität“ abzugeben und „proaktiv“ Homosexualität zu fördern.
Es geht nach Meinung des Forums
Deutscher Katholiken bei der jetzigen Auseinandersetzung darum, „ob im künftigen Europa Grundrechte eingeschränkt
werden oder gelten, nämlich die Gewissensfreiheit und das Recht auf das öffentliche Bekenntnis eines
jeden zu seiner Religion“.
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