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Mittwoch, 26. April 2006 10:50
Hochwürden Roth kandidiert für die Roten
Ein katholischer Pfarrer will in Wiesbaden für die Sozialdemokraten um das Amt des Oberbürgermeisters in den Wahlkampf ziehen. Die Genossen sprechen von einem Glücksfall.
Der ehemalige Pfarrer Roth will das Rathaus von Wiesbaden erobern
Der ehemalige Pfarrer Roth will das Rathaus von Wiesbaden erobern
(kreuz.net, Wiesbaden) Der Stadtdekan von Wiesbaden, Hw. Ernst-Ewald Roth (53), wird im kommenden Frühjahr für die Sozialisten seiner Stadt bei der Oberbürgermeister- wahl kandidieren. Dies berichtete die Lokalzeitung ‘Wiesbadener Kurier’.

Wiesbaden ist die Landeshauptstadt von Hessen und gehört kirchlich zum Bistum Limburg.

Hw. Ernst-Ewald Roth
Hw. Ernst-Ewald Roth
Das Kirchenrecht erlaubt es katholischen Priestern nicht, politische Ämter zu bekleiden: „Öffentliche Ämter anzunehmen, die eine Teilhabe an der Ausübung weltlicher Gewalt mit sich bringen, ist den Klerikern verboten“, heißt es im Kodex des Kanonischen Rechts.

Hw. Roth wurde am gestrigen Dienstag während der sozialdemokratischen Beiratssitzung offiziell als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters nominiert.

In seiner Rede vor den Genossen empfahl er sich als Mann des Zusammenführens von Menschen und stellte seine sozialpolitische Kompetenz in den Vordergrund.

Der Quereinsteiger zitierte den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt († 1992) und vermochte schließlich die Sozialistenherzen zu überzeugen.

Die anwesende Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sprach von einem „Glücksfall für die Stadt“.

Nach der Sitzung informierte der Priester den Generalvikar telefonisch über seine Bereitschaft für die Kandidatur.

Dieser reagierte umgehend mit der Beurlaubung des Priesters als Stadtdekan und Pfarrer. Hw. Roth hatte selber den Verzicht auf die Pfarrei St. Bonifatius und das Amt des Stadtdekans angeboten.

Das Bistum Limburg erklärte in einer Pressemeldung, daß man auf den Schritt – den Diözesanbischof Franz Kamphaus (74) ausdrücklich bedauerte – vorbereitet gewesen sei.

Es habe bereits seit einiger Zeit Gespräche zwischen dem Priester und dem Bischof gegeben. Dabei seien dem Stadtdekan die kirchenrechtlichen Konsequenzen einer politischen Kandidatur bereits frühzeitig dargelegt worden.

Der ehemalige Stadtdekan soll nach Informationen der Lokalpresse ein Image als erfolgreicher Manager und durchsetzungsfähiger Sanierer besitzen.

Die politischen Ansichten des Priesters seien mit den Grundwerten der Genossen ebenfalls vereinbar.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 29 Lesermeinungen:
Dienstag, 2. Mai 2006 18:05
Maledica: @R.B.
Vielleicht liegt es ja auch an dem Bistum, daß so viele das Handtuch schmeißen.
Laisierung geht dann auch ganz problemlos.
Priester gibts in SchLimburg eh fast keine.
Wenn aber mal ein katholischer Priester die Messe aller Zeiten lesen will, für diesen werden sich schon genug Steine finden um diese ihm in den Weg zu legen- Sonntagsmesse: ausgeschlossen.
Diese Diözese will keine Priester, sondern die modernistische Revolution
Dienstag, 2. Mai 2006 15:49
R.B: sehr bedauerlich
es ist sehr bedauerlich , das ein gottgeweihter priester die weltlichen ämter vorzieht, liegt es vielleicht am gehalt das der mann als OB bekommt? oder warum wird man nach so langer zeit dem herren untreu???????
Freitag, 28. April 2006 23:30
Sehr geehrter Herr Parzifal,

Sie schreiben doch ohnehin nur Worthülsen. Haben Sie in Ihrer Langeweile nicht ernsthafteres zu tun, als nun Ihrerseits uns Leser mit Ihrer Langeweile anzustecken?
Freitag, 28. April 2006 13:44
Maledica: @Benedikt
Misieu Schönreder!
Ja es gibt in Mainz genug Frühmessen in der Innenstadt!
Aber nicht in SchLimburg!
Deshalb schrieb ich auch Kamphaus, Lehmann und Co.
Die Strukturen sind jedoch in Mainz nicht viel besser als in SchLimburg!
Freitag, 28. April 2006 12:56
Parzifal: Email
Wahrscheinlich befindet sich der arme Mann schon am Rande des Suizids. Wenn man Emails von Benedikt78 bekommt…
Naja vielleicht kann er damit genauso souverän umgehen wie Henryk M. Broder der die bescheuertsten Emails die er regelmäßig bekommt zur allegemeinen Volksbelustigung auf seiner Homepage veröffentlicht (hier).
Vielleicht macht der Herr Roth ja auch eine Homepage auf und veröffentlicht da die geistigen Ergüsse gewisser Exilschweizer und Rumpfdeutscher.
Wäre jedenfalls lustig und sicherlich die richtige Art mit Kritik dieser Art umzugehen.
Freitag, 28. April 2006 12:26
Benedikt: @ Maledica
So etwas bekommen wir von Kamphaus, Lehmann und Co eingebrockt!

Bei Lehmann gibts aber 4 Frühmessen jeden Wochentag…
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