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Mittwoch, 26. April 2006 18:05
Der ganz normale Wahnsinn
Die diesjährige Osterliturgie einer bayerischen Landpfarrei beschäftigte sich mit der Frage, wo denn die Liebe sei. Bilder.
Ostermesse im bayrischen Ruhstorf
Ostermesse im bayrischen Ruhstorf
(kreuz.net, Ruhstorf) Die Osterliturgie im bayrischen Ruhstorf wurde heuer vom ‘Kirchlichen Jugendbüro’ der Pfarrei gestaltet.

Ruhstorf befindet sich knapp zwanzig Kilometer südlich von Passau. Das ‘Kirchliche Jugendbüro’ ist eine Außenstelle des Bischöflichen Jugendamtes der Diözese Passau.

Das Thema des Ostergottesdienstes lautete „Wo ist die Liebe? – du bist geboren um zu lieben“. Dies berichtete die Homepage des ‘Kirchlichen Jugendbüros Ruhstorf’.

Dieses Thema habe einen ungewöhnlichen, spannenden Gottesdienst versprochen – freuen sich die Mitarbeiter des ‘Kirchlichen Jugendbüros’: „Die Liebe hielt Einzug in die Kirchenmauern.“

Osterliturgie einer bayerischen LandpfarreiOsterliturgie einer bayerischen LandpfarreiKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

Die Gläubigen hätten bereits vor Beginn der Messe so manches bestaunen können, erklärte einer von ihnen: Warteschlangen vor der Kirche, ein überfüllter Kirchenraum, ein durch einen Vorhang von den Meßbesuchern getrennter Altar und eine in eiskaltes Blau getauchte Kirche.

Es sei ein „wunderbarer Gottesdienst“ geworden, der die Seele berührt habe: „die Liebe Jesu zu Maria Magdalena, 1000 Bilder der Liebe, schließlich eine Kirche in Rot“.

Wie die Liebe Christi zu Maria Magdalena dargestellt wurde, läßt die Homepage des ‘Kirchlichen Jugendbüros’ offen.

Die Kinder seien leise und ehrfürchtig in die Kirche eingezogen, um dann voller Begeisterung den Auferstehungsgottesdienst mitzufeiern.

Die Organisation: Ein wunderbarer Gottesdienst, der die Seele berührt habe
Die Organisation: Ein wunderbarer Gottesdienst, der die Seele berührt habe
Die jungen Solisten hätten „überragend“ gesungen. Das Zusammenspiel von Technik, Musik und Präsentation habe sich harmonisch in die Umgebung einfügt und zum Staunen animiert.

Die tiefgehende Thematik sei ehrlich und authentisch geboten worden und habe jeden berührt. Die Texte hätten geholfen, zu denken und verdienten angesichts ihrer Offenheit und Ehrlichkeit Bewunderung.

Für die Veranstalter ein echtes Glaubensfest: „Ja, hier war Gott von Mensch getrennt – bis die Gottes- und Menschenliebe den Vorhang durch die Osterkerze und das Diözesanjugendkreuz öffnete – und auf beeindruckende Weise Einzug in die Kirchenmauern hielt.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 16 Lesermeinungen:
Freitag, 28. April 2006 14:33
Benedikt: @ Maledica
Wissen Sie was die Heilige Messe überhaupt ist???
Die Messe ist das Kernstück unseres Glaubens, da unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi!


Vielen Dank, das ist mir sehr wohl und sehr gut bekannt. Und dass die Verhöhnung der Messe eine große Blasphemie ist, auch.
Freitag, 28. April 2006 14:05
Maledica: @Benedikt
Klar bekommen die Protestanten auch ganz nette Sauereien hin.
Wissen Sie was die Heilige Messe überhaupt ist???
Die Messe ist das Kernstück unseres Glaubens, da unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi!
So etwas zu verhöhnen ist größte Blasphemie
Donnerstag, 27. April 2006 14:06
Forum Romanum: Bischof Schraml hat keinen Überblick…
Der Bischof wäre in Ordnung.
Nach so vielen Jahren Liberalität und Relativität unter Bischof Antonius und Bischof Franz Xaver ist der Klerus zum grössten Teil nicht für den neuen Bischof (ehem. Generalvikar ist gegangen und der neue ist der jüngste der Republik, weil anscheinend das Personal nicht vorhanden war im vortgeschrittenen Alter).
Es verwundert dabei nicht, dass er diese Details gar nicht mehr mitbekommt.
Man kann nur beten für dieses Bistum. Krankenhausseelsorger mit Ohrringen und gefärbten Haaren die einen ungewöhnlichen Lebensstil führen, kann man sogar im Niederbayern-Bistum antreffen. Auch hier ist der Zeitgeist angekommen!!!
Donnerstag, 27. April 2006 11:40
Isidorus Hispalensis: Spaßgesellschaft
Die heutige Spaß- und Wellnessgesellschaft ist dem Bericht zufolge bereits in die Osterliturgie überführt worden. Kleines Detail am Rande die Sonne mit Wölkchen auf der „Stola“ des Zelebranten. Infantilisierung und Banalisierung an heiligem Ort!!! Das ist keine Liturgie, die aus der Tiefe der Zeiten kommt, das ist „Viva“ in einem Sakralraum. Dort ist kein mysterium tremendum mehr zu finden, das den Menschen ergreift und fesselt. Es ist ein Event mit religiösem Hintergrund. Mit der Liturgie der Kirche, wie sie in den liturgischen Büchern vorgesehen ist, hat das alles vermutlich wenig bis gar nichts mehr zu tun, zumindest stellenweise. Es wäre interessant, den detaillierten Ablauf dieses Events einmal einzusehen. Wurde das Exsultet gesungen?? Wäre das in dieser Viva-Atmosphäre nicht sogar ein Fremdkörper gewesen. Fragen über Fragen…
Donnerstag, 27. April 2006 09:42
Romulus: @Gotthard
Wer kann schon den Informationen hier glauben?
Meinung ist hier bei der Redaktion angesagt – nicht Information.

Wieder ‘ne Nebelkerze…
Dafür bist Du aber reichlich oft hier! Ich mein’ ja nur mal so…
Donnerstag, 27. April 2006 00:08
Benedikt: @ Maledica
Auch wieder wahr. Aber neulich hat mir zB jemand erzählt, er habe mal in einer Frankfurter prot. Gemeinde eine Veranstaltung mit einer mit roten Tampons behangenen „Maria“ gesehen. SO kann man sagen, dass die Protestanten zwar kein Messopfer haben, dass Sie aber trotzdem ganz „nette“ Blasphemien hinbekommen.
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