Liturgie
Der ganz normale Wahnsinn
Die diesjährige Osterliturgie einer bayerischen Landpfarrei beschäftigte sich mit der Frage, wo denn die Liebe sei. Bilder.
(kreuz.net, Ruhstorf) Die Osterliturgie im bayrischen Ruhstorf wurde heuer vom ‘Kirchlichen Jugendbüro’ der Pfarrei gestaltet.

Ruhstorf befindet sich knapp zwanzig Kilometer südlich von Passau. Das ‘Kirchliche Jugendbüro’ ist eine Außenstelle des Bischöflichen Jugendamtes der Diözese Passau.

Das Thema des Ostergottesdienstes lautete „Wo ist die Liebe? – du bist geboren um zu lieben“. Dies berichtete die Homepage des ‘Kirchlichen Jugendbüros Ruhstorf’.

Dieses Thema habe einen ungewöhnlichen, spannenden Gottesdienst versprochen – freuen sich die Mitarbeiter des ‘Kirchlichen Jugendbüros’: „Die Liebe hielt Einzug in die Kirchenmauern.“

Osterliturgie einer bayerischen Landpfarrei
Das 'Kirchlichen Jugendbüro' im bayrischen Ruhstorf gestaltete heuer die Osterliturgie zum Thema: "Wo ist die Liebe? - du bist geboren um zu lieben".Die Gläubigen haben Ungewohntes erlebt: Angebliche Warteschlangen vor der Kirche, einen durch einen Vorhang von den Meßbesuchern getrennten Altar und eine in eiskaltes Blau getauchte Kirche.Man wollte einen ungewöhnlichen, spannenden Gottesdienst veranstalten, bei dem die Liebe in die Kirchenmauern Einzug hält.

Die Gläubigen hätten bereits vor Beginn der Messe so manches bestaunen können, erklärte einer von ihnen: Warteschlangen vor der Kirche, ein überfüllter Kirchenraum, ein durch einen Vorhang von den Meßbesuchern getrennter Altar und eine in eiskaltes Blau getauchte Kirche.

Es sei ein „wunderbarer Gottesdienst“ geworden, der die Seele berührt habe: „die Liebe Jesu zu Maria Magdalena, 1000 Bilder der Liebe, schließlich eine Kirche in Rot“.

Wie die Liebe Christi zu Maria Magdalena dargestellt wurde, läßt die Homepage des ‘Kirchlichen Jugendbüros’ offen.

Die Kinder seien leise und ehrfürchtig in die Kirche eingezogen, um dann voller Begeisterung den Auferstehungsgottesdienst mitzufeiern.

Die jungen Solisten hätten „überragend“ gesungen. Das Zusammenspiel von Technik, Musik und Präsentation habe sich harmonisch in die Umgebung einfügt und zum Staunen animiert.

Die tiefgehende Thematik sei ehrlich und authentisch geboten worden und habe jeden berührt. Die Texte hätten geholfen, zu denken und verdienten angesichts ihrer Offenheit und Ehrlichkeit Bewunderung.

Für die Veranstalter ein echtes Glaubensfest: „Ja, hier war Gott von Mensch getrennt – bis die Gottes- und Menschenliebe den Vorhang durch die Osterkerze und das Diözesanjugendkreuz öffnete – und auf beeindruckende Weise Einzug in die Kirchenmauern hielt.“
      
16 Lesermeinungen
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#16   Benedikt   14:33:08 | Freitag, 28. April 2006
@ Maledica
Wissen Sie was die Heilige Messe überhaupt ist???
Die Messe ist das Kernstück unseres Glaubens, da unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi!
Vielen Dank, das ist mir sehr wohl und sehr gut bekannt. Und dass die Verhöhnung der Messe eine große Blasphemie ist, auch.
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#15   Maledica   14:05:17 | Freitag, 28. April 2006
@Benedikt
Klar bekommen die Protestanten auch ganz nette Sauereien hin.
Wissen Sie was die Heilige Messe überhaupt ist???
Die Messe ist das Kernstück unseres Glaubens, da unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi!
So etwas zu verhöhnen ist größte Blasphemie
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#14   Forum Romanum   14:06:20 | Donnerstag, 27. April 2006
Bischof Schraml hat keinen Überblick…
Der Bischof wäre in Ordnung.
Nach so vielen Jahren Liberalität und Relativität unter Bischof Antonius und Bischof Franz Xaver ist der Klerus zum grössten Teil nicht für den neuen Bischof (ehem. Generalvikar ist gegangen und der neue ist der jüngste der Republik, weil anscheinend das Personal nicht vorhanden war im vortgeschrittenen Alter).
Es verwundert dabei nicht, dass er diese Details gar nicht mehr mitbekommt.
Man kann nur beten für dieses Bistum. Krankenhausseelsorger mit Ohrringen und gefärbten Haaren die einen ungewöhnlichen Lebensstil führen, kann man sogar im Niederbayern-Bistum antreffen. Auch hier ist der Zeitgeist angekommen!!!
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#13   Isidorus Hispalensis   11:40:21 | Donnerstag, 27. April 2006
Spaßgesellschaft
Die heutige Spaß- und Wellnessgesellschaft ist dem Bericht zufolge bereits in die Osterliturgie überführt worden. Kleines Detail am Rande die Sonne mit Wölkchen auf der „Stola“ des Zelebranten. Infantilisierung und Banalisierung an heiligem Ort!!! Das ist keine Liturgie, die aus der Tiefe der Zeiten kommt, das ist „Viva“ in einem Sakralraum. Dort ist kein mysterium tremendum mehr zu finden, das den Menschen ergreift und fesselt. Es ist ein Event mit religiösem Hintergrund. Mit der Liturgie der Kirche, wie sie in den liturgischen Büchern vorgesehen ist, hat das alles vermutlich wenig bis gar nichts mehr zu tun, zumindest stellenweise. Es wäre interessant, den detaillierten Ablauf dieses Events einmal einzusehen. Wurde das Exsultet gesungen?? Wäre das in dieser Viva-Atmosphäre nicht sogar ein Fremdkörper gewesen. Fragen über Fragen…
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#12   Romulus   09:42:33 | Donnerstag, 27. April 2006
@Gotthard
Wer kann schon den Informationen hier glauben?
Meinung ist hier bei der Redaktion angesagt – nicht Information.
Wieder ‘ne Nebelkerze…
Dafür bist Du aber reichlich oft hier! Ich mein’ ja nur mal so…
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#11   Benedikt   00:08:22 | Donnerstag, 27. April 2006
@ Maledica
Auch wieder wahr. Aber neulich hat mir zB jemand erzählt, er habe mal in einer Frankfurter prot. Gemeinde eine Veranstaltung mit einer mit roten Tampons behangenen „Maria“ gesehen. SO kann man sagen, dass die Protestanten zwar kein Messopfer haben, dass Sie aber trotzdem ganz „nette“ Blasphemien hinbekommen.
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#10   Maledica   00:02:55 | Donnerstag, 27. April 2006
Blasphemie
@Benedikt
Bei den Protestanten kann so etwas nicht scheußlicher sein.
Protestanten haben kein Heiliges Meßopfer, welches durch solch banale Hampelspielchen karrikiert wird!
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#9   Gotthard   23:52:27 | Mittwoch, 26. April 2006
Meinung
Nach Schilderung von Kreuz.net hatte diese Osternacht nicht einmal das Niveau eines Seminars. „Osternachtsball“ kommt der Veranstaltung schon näher.
Wer kann schon den Informationen hier glauben?
Meinung ist hier bei der Redaktion angesagt – nicht Information.
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#8   Jörg Guttenberger, Köln   23:35:48 | Mittwoch, 26. April 2006
„Der ganz normale Wahnsinn“
„Thema einer Liturgie“ ist schon falsch! Liturgie ist eine Feier, die Feier eines Themas ist auf dem Grund völligen lturgischen Unverständnisses gewachsen!
Feiern kann man nur Ereignisse und Personen. Jede Liturgie ist Feier unserer Erlösung oder dazu gehörender Ereignisse, so z. B. Weihnachten und Ostern, oder am Beispiel von Personen: Jesus Christus oder Heilige!
„Thema der Liturgie“ zieht die Feier auf das Nieveau einer Seminarveranstaltung hinunter. Verschulung von Liturgie ist ein Mißbrauch!
Nach Schilderung von Kreuz.net hatte diese Osternacht nicht einmal das Niveau eines Seminars. „Osternachtsball“ kommt der Veranstaltung schon näher.
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#7   wienermeinung   23:23:48 | Mittwoch, 26. April 2006
Osterliturgie
Ich persönlich gelte ja als verfechter von jugendarbeit,aber in der osterliturgie hat das nichts verloren!
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#6   Benedikt   22:39:50 | Mittwoch, 26. April 2006
@ Romulus
Bezüglich dieses Falls gebe ich Ihnen Recht. Aber bei den Protestanten haben Sie Unrecht. Leider! Dort ist es noch viel schlimmer.
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#5   Rituale Romanum   21:27:55 | Mittwoch, 26. April 2006
Disco- und Faschingsmessen
kreuz.net hat Recht, es handelt sich hier nur um den ganz normalen Wahnsinn, Alltag in der Konzilskirche. Eigentlich nichts mehr besonders. Eines ist gewiß: für solche und ähnliche Veranstaltungen wird einmal ein Preis zu zahlen sein.
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#4   mrnka   20:59:52 | Mittwoch, 26. April 2006
Ostern
Abscheulich
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#3   Maledica   19:14:52 | Mittwoch, 26. April 2006
Jugendkirche???
Die Show gibts aber in der Disse besser!
Die Liturgie in solch einer Art zu profanisieren ist Blasphemie
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#2   Gotthard   18:48:57 | Mittwoch, 26. April 2006
stimmungsvoll
Wo herrscht da der normale Wahnsinn?
In den Kommentaren zu den Bildern kommen einige Stimmen zur „Stimmung“ zum Ausdruck.
Osternächte sind halt „Stimmungsvolle“ Gottesdienste… ob traditionell oder in der berichteten Art.
Ide „Ökumenische Osternacht“ hier am Ort ist auch sehr stimmungsvoll … was soll daran schlecht sein, wenn der Mensch mit Leib und Seele für den aufestandenen Jesus Christus geöffnet wird?
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#1   Romulus   18:47:55 | Mittwoch, 26. April 2006
Schmarrn
Der ganz normale Wahnsinn
Genau das ist es! Danke kreuz.net! So primitiv laufen nicht mal protestantische Gottesdienste ab.
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