15:46:38 | Mittwoch, 26. April 2006
Der Religionspädagoge Hubertus Halbfas ist ein New-Age-Prediger, dessen dilettantischer Synkretismus nur von seinem modernistischen Wortgeklingel übertroffen wird. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Mit seiner religiös gefärbten Blendwerk-Sprache gelingt es dem Irrlehrer Hubertus Halbfas
immer noch, Religionslehrer und pastorale Mitarbeiter, Pfarrer und Theologen in ein häretisches Labyrinth
hineinzulocken.
Bereits 1968 diktierte der damalige Hochschullehrer seinen Studenten ins Kollegheft:
„Mission als direkte Bekehrung Andersgläubiger darf es nicht geben.“
Im Gegenteil. In seinem Buch „Fundamentalkatechetik“
erklärt Halbfas auf Seite 241 unumwunden, die Christen müßten „die Sorge teilen, daß der Hindu ein
besserer Hindu, der Buddhist ein besserer Buddhist, der Moslem ein besserer Moslem werde“.
Ob ein besserer
Moslem einer ist, der den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen ernstnimmt und christliche Konvertiten
bis in den Tod verfolgt und bedroht?
Halbfas spinnt seine Gedanken fort und erklärt, daß er die Überlieferungen
der Religionen „positiv weiterentwickeln“ möchte, um zu einer „Einheit der Religionen“ im „gemeinsamen
Streben“ zu kommen.
Der Fundamentalkatechet bevorzugt auf Seite 243 selber einen „christlichen Buddhismus“.
Hubertus Halbfas:
„Mission als direkte Bekehrung Andersgläubiger darf es nicht geben.“
Nachdem er für
diese und andere Irrlehren vom verstorbenen Erzbischof von Paderborn, Johannes Joachim Kardinal Degenhart,
in die Schranken von kirchlicher Lehre und Lehramt verwiesen worden war, antwortete der Religionspädagoge
auf Seite 167 seines Buches „Aufklärung und Widerstand“:
„Die Kontrollinstanz gegenüber der Theologie
liegt nicht in einer gegenüberstehenden Institution, sondern in ihrem eigenen wissenschaftlichen Vollzug“.
Eine solche theologische Hybris wurde sogar vom bekannten und umstrittenen Konzilstheologen Karl Rahner
abgelehnt.
Dem Apostaten Halbfas mußte schließlich die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen werden. Aber
vom Staat wurde er für die Ausbildung von Religionslehrern weiterbeschäftigt.
Er predigte fortan als
Privatgelehrter eine Art synkretistische New-Age-Religion mit existential-mythischer Sprachsoße.
An
seinen Irrlehren hat Halbfas in 35 Jahren keinen Deut geändert.
Bei
einem Vortrag anläßlich der „Thomas-Akademie“
2004 an der Universität Luzern sagte der inzwischen emeritierte Professor:
„Das Christentum wird ökumenisch-synkretistisch.
(…) Das Lernen der Religionen und Konfessionen voneinander … wird einen fruchtbaren Synkretismus zeitigen.“
Diese Häresien verbreitet Halbfas seit den 80er Jahren in den meisten nord- und mitteldeutschen Diözesen
mit kirchlicher Approbation auch über seine Lehrbücher, die für die Verwendung im katholischen Religionsunterricht
bestimmt sind.
Inzwischen sind überarbeitete Fassungen auf dem Markt. Seinen vier neuen Religionsbüchern
für die Grundschule haben die drei Bistümer in Hessen Fulda, Limburg und Mainz im Jahre 2004 die kirchliche
Erlaubnis zugestempelt.
Das Jahr 2004 – 1250 Jahre nach dem Tode des Heiligen Bonifatius – wurde von
den deutschen Bischöfen mit dem gemeinsamen Hirtenwort zur „missionarischen Kirche“ als Missionsjahr
ausgerufen.
Im gleichen Jahr genehmigten viele Oberhirten die antimissionarischen, synkretistischen Grundschul-Religionsbücher
von Hubertus Halbfas.
In den hessischen Grundschulen gibt es die Tendenz, katholische und evangelische
Schüler zu einem überkonfessionellen Religionsunterricht zusammenzufassen.
Dagegen forderte Bischof
Franz Kamphaus bei einem Vortrag am 1. Juli 2005 die strikte Einhaltung des konfessionellen Prinzips.
Zugleich fiel er sich mit der Genehmigung der „ökumenisch-synkretistischen“ Religionsbücher von Halbfas
selber in den Rücken.
Die Neuausgabe des Halbfas-Religionsbuchs für die Klassen 5/6 ist ebenfalls von
Bischof Kamphaus und auch von Karl Kardinal Lehmann von Mainz für den katholischen Religionsunterricht
an hessischen Schulen genehmigt worden.
In diesem Buch tobt sich Halbfas mit seinem synkretistischen
Ansatz an verschiedenen Themen aus:
Antike, hinduistische, indianische und biblische Wunder und Zeichen
von Jesus werden in eine Erklärungsreihe gestellt: „Alle Heilungen darf man als etwas Wunderbares ansehen,
auch wenn Ärzte und Medikamente dazu beigetragen haben“ – glaubt Halbfas auf Seite 146.
Hubertus Halbfas:
„Alle
Heilungen darf man als etwas Wunderbares ansehen, auch wenn Ärzte und Medikamente dazu beigetragen haben.“
Wie zu erwarten, behandelt Halbfas das im Lehrplan vorgesehene Thema Islam völlig unkritisch und schönfärbend.
Mohammed wird zu einer messianischen Heilsfigur überhöht, die kriegerisch-aggressiven Reden und Phrasen
von Koran und Mohammed werden völlig ausgeblendet, die moslemische Religionsgemeinschaft zu einer idyllischen
Religions-Folklore verharmlost.
Für die Schüler muß diese äußerst positive Darstellung des moslemischen
Glaubens wie eine Missionsschrift für den Islam vorkommen.
Auch das Kapitel „Sakramente“ in dem „Religionsbuch
5/6“ zeigt, daß Halbfas mit der Kirche nichts mehr zu tun hat.
Der wortreiche Irrlehrer muß sogar als
Falschmünzer eingestuft werden, wenn er den Kindern auf Seite 158ff einen rein innerweltlichen Symbolismus
als katholische Sakramentenlehre verkauft.
Auf die Überschrift-Frage: „Was ist ein Sakrament?“, zitiert
Halbfas seitenlang den laisierten brasilianischen Befreiungstheologen Leonhardo Boff mit Texten wie: „Das
Sakrament des Wasserbechers“, „Heimat als Sakrament“, „das Sakrament des Hauses“, „das Holzpferd“, „das
Schokoladensäckchen“ etc.
Der Ansatz von Boff ist nicht neu. Der brasilianische Ex-Priester überträgt
vielmehr die Theorie des altbekannten symbolischen Interaktionismus von George Herbert Mead, Erving Goffman
und anderer in allgemeinreligiöse Sprachspiele.
Sogar der Mensch sei ein Sakrament, doziert Halbfas:
„Er ist sogar das größte Sakrament Gottes“, wenn er Gott in den Menschen liebt. Jesus dagegen „nennen
wir“ nur das Sakrament Gottes.
Am vergangenen 13. Oktober veranstaltete die Osnabrücker Bistumsgruppe
des Deutschen Katechetenvereins (DKV) ein Abendforum mit Prof. Dr. Hubertus Halbfas zum Thema: „Über
die Wiederentdeckung der Mystik für Pastoral und Religionsunterricht“:
„Anhand von Texten aus der islamischen
Mystik, von Geschichten aus der jüdischen Tradition, aber auch“ – was kommt wohl? – „bekannter deutscher
Märchen führte Halbfas seine Zuhörer in das Thema ein.“ „Das Märchenmotiv vom ‘Sprung in den Brunnen’
mache deutlich, daß der Mensch seine eigene Tiefe finden müsse.“
Nur bei der konsequenten Suche nach
den eigenen Quellen könne der Funke überspringen, wenn der Lehrer den Kairós erkenne, erklärt Halbfas
in der Verbandszeitschrift des DKV ‘unterwegs’ vom Januar 2006 (Seite 8).
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