Schafft ein schlechter Religionsunterricht bessere Moslems?
Der Religionspädagoge Hubertus Halbfas ist ein New-Age-Prediger, dessen dilettantischer Synkretismus nur von seinem modernistischen Wortgeklingel übertroffen wird. Von Hubert Hecker.

Bereits 1968 diktierte der damalige Hochschullehrer seinen Studenten ins Kollegheft: „Mission als direkte Bekehrung Andersgläubiger darf es nicht geben.“
Im Gegenteil. In seinem Buch „Fundamentalkatechetik“ erklärt Halbfas auf Seite 241 unumwunden, die Christen müßten „die Sorge teilen, daß der Hindu ein besserer Hindu, der Buddhist ein besserer Buddhist, der Moslem ein besserer Moslem werde“.
Ob ein besserer Moslem einer ist, der den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen ernstnimmt und christliche Konvertiten bis in den Tod verfolgt und bedroht?
Halbfas spinnt seine Gedanken fort und erklärt, daß er die Überlieferungen der Religionen „positiv weiterentwickeln“ möchte, um zu einer „Einheit der Religionen“ im „gemeinsamen Streben“ zu kommen.
Der Fundamentalkatechet bevorzugt auf Seite 243 selber einen „christlichen Buddhismus“.
Nachdem er für diese und andere Irrlehren vom verstorbenen Erzbischof von Paderborn, Johannes Joachim Kardinal Degenhart, in die Schranken von kirchlicher Lehre und Lehramt verwiesen worden war, antwortete der Religionspädagoge auf Seite 167 seines Buches „Aufklärung und Widerstand“:
„Die Kontrollinstanz gegenüber der Theologie liegt nicht in einer gegenüberstehenden Institution, sondern in ihrem eigenen wissenschaftlichen Vollzug“.
Eine solche theologische Hybris wurde sogar vom bekannten und umstrittenen Konzilstheologen Karl Rahner abgelehnt.
Dem Apostaten Halbfas mußte schließlich die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen werden. Aber vom Staat wurde er für die Ausbildung von Religionslehrern weiterbeschäftigt.
Er predigte fortan als Privatgelehrter eine Art synkretistische New-Age-Religion mit existential-mythischer Sprachsoße.
An seinen Irrlehren hat Halbfas in 35 Jahren keinen Deut geändert.
Bei einem Vortrag anläßlich der „Thomas-Akademie“ 2004 an der Universität Luzern sagte der inzwischen emeritierte Professor:
„Das Christentum wird ökumenisch-synkretistisch. (…) Das Lernen der Religionen und Konfessionen voneinander … wird einen fruchtbaren Synkretismus zeitigen.“
Diese Häresien verbreitet Halbfas seit den 80er Jahren in den meisten nord- und mitteldeutschen Diözesen mit kirchlicher Approbation auch über seine Lehrbücher, die für die Verwendung im katholischen Religionsunterricht bestimmt sind.
Inzwischen sind überarbeitete Fassungen auf dem Markt. Seinen vier neuen Religionsbüchern für die Grundschule haben die drei Bistümer in Hessen Fulda, Limburg und Mainz im Jahre 2004 die kirchliche Erlaubnis zugestempelt.
Das Jahr 2004 – 1250 Jahre nach dem Tode des Heiligen Bonifatius – wurde von den deutschen Bischöfen mit dem gemeinsamen Hirtenwort zur „missionarischen Kirche“ als Missionsjahr ausgerufen.
Im gleichen Jahr genehmigten viele Oberhirten die antimissionarischen, synkretistischen Grundschul-Religionsbücher von Hubertus Halbfas.
In den hessischen Grundschulen gibt es die Tendenz, katholische und evangelische Schüler zu einem überkonfessionellen Religionsunterricht zusammenzufassen.
Dagegen forderte Bischof Franz Kamphaus bei einem Vortrag am 1. Juli 2005 die strikte Einhaltung des konfessionellen Prinzips. Zugleich fiel er sich mit der Genehmigung der „ökumenisch-synkretistischen“ Religionsbücher von Halbfas selber in den Rücken.
Die Neuausgabe des Halbfas-Religionsbuchs für die Klassen 5/6 ist ebenfalls von Bischof Kamphaus und auch von Karl Kardinal Lehmann von Mainz für den katholischen Religionsunterricht an hessischen Schulen genehmigt worden.
In diesem Buch tobt sich Halbfas mit seinem synkretistischen Ansatz an verschiedenen Themen aus:
Antike, hinduistische, indianische und biblische Wunder und Zeichen von Jesus werden in eine Erklärungsreihe gestellt: „Alle Heilungen darf man als etwas Wunderbares ansehen, auch wenn Ärzte und Medikamente dazu beigetragen haben“ – glaubt Halbfas auf Seite 146.
Wie zu erwarten, behandelt Halbfas das im Lehrplan vorgesehene Thema Islam völlig unkritisch und schönfärbend.
Mohammed wird zu einer messianischen Heilsfigur überhöht, die kriegerisch-aggressiven Reden und Phrasen von Koran und Mohammed werden völlig ausgeblendet, die moslemische Religionsgemeinschaft zu einer idyllischen Religions-Folklore verharmlost.
Für die Schüler muß diese äußerst positive Darstellung des moslemischen Glaubens wie eine Missionsschrift für den Islam vorkommen.
Auch das Kapitel „Sakramente“ in dem „Religionsbuch 5/6“ zeigt, daß Halbfas mit der Kirche nichts mehr zu tun hat.
Der wortreiche Irrlehrer muß sogar als Falschmünzer eingestuft werden, wenn er den Kindern auf Seite 158ff einen rein innerweltlichen Symbolismus als katholische Sakramentenlehre verkauft.
Auf die Überschrift-Frage: „Was ist ein Sakrament?“, zitiert Halbfas seitenlang den laisierten brasilianischen Befreiungstheologen Leonhardo Boff mit Texten wie: „Das Sakrament des Wasserbechers“, „Heimat als Sakrament“, „das Sakrament des Hauses“, „das Holzpferd“, „das Schokoladensäckchen“ etc.
Der Ansatz von Boff ist nicht neu. Der brasilianische Ex-Priester überträgt vielmehr die Theorie des altbekannten symbolischen Interaktionismus von George Herbert Mead, Erving Goffman und anderer in allgemeinreligiöse Sprachspiele.
Sogar der Mensch sei ein Sakrament, doziert Halbfas: „Er ist sogar das größte Sakrament Gottes“, wenn er Gott in den Menschen liebt. Jesus dagegen „nennen wir“ nur das Sakrament Gottes.
Am vergangenen 13. Oktober veranstaltete die Osnabrücker Bistumsgruppe des Deutschen Katechetenvereins (DKV) ein Abendforum mit Prof. Dr. Hubertus Halbfas zum Thema: „Über die Wiederentdeckung der Mystik für Pastoral und Religionsunterricht“:
„Anhand von Texten aus der islamischen Mystik, von Geschichten aus der jüdischen Tradition, aber auch“ – was kommt wohl? – „bekannter deutscher Märchen führte Halbfas seine Zuhörer in das Thema ein.“ „Das Märchenmotiv vom ‘Sprung in den Brunnen’ mache deutlich, daß der Mensch seine eigene Tiefe finden müsse.“
Nur bei der konsequenten Suche nach den eigenen Quellen könne der Funke überspringen, wenn der Lehrer den Kairós erkenne, erklärt Halbfas in der Verbandszeitschrift des DKV ‘unterwegs’ vom Januar 2006 (Seite 8).
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Sonntag, 29. Oktober 2006 21:30
Sr. Maria Andrea †: Frau Johanna
Das einzige Katech. Institut der Schweiz hat nichts mit den Landeskirchen zu tun. Das Institut ist der
Theol. Fakultät angegliedert! Täusche ich mich?
Welchen Generalvikar meinen Sie? Meinen Sie vielleicht Roland B. Trauffer von Solothurn? Wie will der sich zum Thema Religionsunterricht äussern, wenn er selbst keine Ausbildung hat und auch noch nie RU erteilt hat? Oder meinen Sie GV Vollmar oder GV Huonder? GV Kopp können Sie ja wohl nicht gemeint haben.
Welchen Generalvikar meinen Sie? Meinen Sie vielleicht Roland B. Trauffer von Solothurn? Wie will der sich zum Thema Religionsunterricht äussern, wenn er selbst keine Ausbildung hat und auch noch nie RU erteilt hat? Oder meinen Sie GV Vollmar oder GV Huonder? GV Kopp können Sie ja wohl nicht gemeint haben.
Mittwoch, 25. Oktober 2006 20:27
Johanna: Religionsunterricht nach Halbfass wird immer noch gelehrt
Vor einem Jahr habe ich nach vier Tagen Katechetenausbildung in der Schweiz die Ausbildung abgebrochen, weil dort ein so kirchenfeindliches Klima in der Kursleitung herrschte, dass ich mich fragte, ob ich tatsächlich am richtigen Platz bin, wenn ich katholischen Religionsunterricht geben möchte. Auch wurde dort ganz klar der konfessionelle RU als unzeitgemäss bezeichnet und wer anderes behauptete, musste sich „belehren lassen“. RU sei nicht primär dazu da, die Kirchen zu füllen. Habermas lässt grüssen. Damals wusste ich noch nicht, was in diesem Artikel über ihn steht, aber er wurde als der führende Religionspädagoge angepriesen, seine Bücher als Lektüre empfohlen. Da wundert mich gar nichts mehr. Und wieso das Wissen über den Glauben sichtbar verdunstet und keiner mehr weiss, was der katholischen Konfession entspricht und zu ihr gehört, das erklärt sich von selbst, wenn solcher Religionsunterricht im Dienste der Kirche stehen soll. Hier in der Schweiz übrigens ist der zuständige Generalvikar mit der Katechetenausbildung in der bestehenden Weise und mit den leitenden Ausbildern gar nicht einverstanden, kann aber nichts dagegen machen, weil die Landeskirche das Geld hat und unabhängig vom Bischof damit alles steuern kann. Meine Kinder gehen jetzt nicht mehr in den RU, der hier glücklicherweise kein Noten- bzw. Pflichtfach ist.
Donnerstag, 27. April 2006 21:29
centesimus annus: @private-notes
Sie scheinen offensichtlich einiges nicht mitzukriegen.
1. Es handelt sich bei dem von Ihnen zuletzt angesprochenen Poster nicht um den „Gatten der Evelin“, wie Sie vermuten, sondern um „Der Gatte Evelin“ – sprich: der Gatte heißt Evelin, die Gattin vermutlich Walter.
2. Man kann in den kreuz.net-Postings grundsätzlich immer auf die Themen Homosexualität und Abtreibung kommen, auch wenn es im Artikel um den Fruchtzuckergehalt von Haribo-Happy-Cola geht, oder um die Erforschung des Sonnensystems.
1. Es handelt sich bei dem von Ihnen zuletzt angesprochenen Poster nicht um den „Gatten der Evelin“, wie Sie vermuten, sondern um „Der Gatte Evelin“ – sprich: der Gatte heißt Evelin, die Gattin vermutlich Walter.
2. Man kann in den kreuz.net-Postings grundsätzlich immer auf die Themen Homosexualität und Abtreibung kommen, auch wenn es im Artikel um den Fruchtzuckergehalt von Haribo-Happy-Cola geht, oder um die Erforschung des Sonnensystems.
Donnerstag, 27. April 2006 11:57
Laurentius2: @Rodolfo
Zur CDÚ kann ich nur sagen: intellektuell unterbelichtet, „im Prinzip prinzipienlos“ , mittlerweile 68er-staatstragend.
Etwas anders sieht es noch mit Leuten wie Schönbohm und der CSU aus …
Etwas anders sieht es noch mit Leuten wie Schönbohm und der CSU aus …
Donnerstag, 27. April 2006 11:10
Rodolfo Panetta: Kenne ihn aus eigener Erfahrung!
Vor über zwei Jahrzehnten mußte ich bei H.H. eine Prüfung ablegen, um als Religionslehrer unterrichten zu dürfen. Die Missio hatte er damals schon längst nicht mehr. Was sind das für CDU-Politiker, die so etwas abdecken?
Donnerstag, 27. April 2006 09:23
Laurentius2: Zum Reli-Unterricht a la Halbfas
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!
Noch nie waren deutsche Abiturienten katholischen Glaubens so unwissend und papstfeindlich wie seit den 70/80ern …
Noch nie waren deutsche Abiturienten katholischen Glaubens so unwissend und papstfeindlich wie seit den 70/80ern …
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