18:22:25 | Donnerstag, 27. April 2006
Das ehemalige Parteiorgan der DDR-Diktatur kommt nicht hinter das Geheimnis von Papst Benedikt XVI. Oder doch? Ein Kommentar.
(kreuz.net, Berlin) Vor einer Woche publizierte die Tageszeitung ‘Neues Deutschland’ einen Kommentar von
Ingolf Bossenz mit dem Titel „Erste Wahl“.
‘Neues Deutschland’ ist das ehemalige Parteiorgan der ‘Sozialistischen
Einheitspartei Deutschlands’, welche die ehemalige Deutsche Demokratische Republik regierte.
Bossenz
staunt in seinem Kommentar über die Zufriedenheit zweier katholischer Geistlicher, des ehemaligen Tübinger
Theologieprofessors Hans Küng und des Erzbischofs von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky.
Warum sind
die zwei zufrieden?
Wegen des Papstes.
‘Neues Deutschland’ berichtet, daß Hans Küng die Welt nach
dem ersten Amtsjahr von Papst Benedikt XVI. habe wissen lassen, daß „sich die schlimmsten Befürchtungen
nicht bestätigt“ hätten.
Das sei ein merkwürdiges Lob aus dem Mund des „katholischen Reformtheologen“ –
erklärt ‘Neues Deutschland’.
Schließlich habe Joseph Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation
mehr als 23 Jahre Zeit gehabt, „die dogmatischen Grundpfeiler der Kirche in seinem Sinne festzurammen“.
Ist Benedikt XVI. der Erfinder der katholischen Dogmatik, so wie sich damals Karl von Trier den Marxismus
aus den Fingern sog?
Noch mehr erstaunt Bossenz das Lob von Kardinal Sterzinsky.
Dieser habe gemeint,
daß die Wahl des deutschen Papstes „für Deutschlands Rolle in der Welt von befreiender Kraft“ gewesen
sei.
Damit sei Deutschland nun endgültig rehabilitiert – so der Kardinal.
Man könne „Deutschlands
Rolle in der Welt“ und seine „Rehabilitierung“ unterschiedlich sehen, glaubt ‘Neues Deutschland’:
„Doch
warum soll dafür der Chef einer zutiefst undemokratischen, sich weltweit Einmischung bis in das Privatleben
anmaßenden religiösen Organisation der Maßstab sein?“ – fragt die Zeitung.
Du sagst es, unrehabilitiertes
(Neues) Deutschland!
In Sachen „Demokratie“ kann die Kirche zweifellos nicht mit jenen Kreisen mithalten,
die vierzig Jahre lang die Deutsche
Demokratische Republik ideologisch gestützt haben.
Aber das unrehabilitierte
(Neue) Deutschland beschränkt sich nicht auf eine Demokratieschelte. Es stellt auch richtig fest, daß
der deutsche Paß des damaligen Kardinals Ratzinger bei seiner Wahl zum Papst eher eine untergeordnete
Rolle gespielt habe.
Was waren die wirklichen Gründe für die Wahl von Benedikt XVI.?
Wieder weiß
‘Neues Deutschland’ die Antwort:
„Er wurde gewählt, weil er unter den Kandidaten die beste Gewähr dafür
bot, daß die Rom-Kirche bleibt, was sie seit Jahrhunderten ist: eine Glaubensdiktatur mit absolutistischem
Anspruch.“
O unrehabilitiertes – Neues – Deutschland: Du bist vom Himmelreich nicht weit weg.
Denn wenn
der Glaube nicht von dieser Welt ist, dann gibt es tatsächlich keinen Grund, daran demokratisch herumzuflicken.
Dann ist der heilige Glaube vielmehr wie ein Schatz im Acker, für den man absolut alles verkaufen muß,
um ihn zu besitzen.
Demokratie ist von Menschen gemacht und entsprechend sieht es in unseren sogenannten
Demokratien und bei unseren sogenannten demokratischen Politikern aus.
Da wissen wir glücklichen Katholiken
unseren Glauben zu schätzen, der mit der Politik dieser Welt nichts zu tun hat.
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Rosalinde 22:29:44 | Sonntag, 30. April 2006
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GerdEric 23:37:06 | Samstag, 29. April 2006
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Parzifal 21:59:26 | Samstag, 29. April 2006
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GerdEric 22:34:51 | Freitag, 28. April 2006
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Parzifal 21:34:52 | Freitag, 28. April 2006
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GerdEric 17:53:21 | Freitag, 28. April 2006
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GerdEric 09:37:40 | Freitag, 28. April 2006
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Navon 18:57:00 | Donnerstag, 27. April 2006