Kinderverhütung
„Ich besitze keine eigene Meinung“
Kardinal Lozano gab kürzlich Details über ein medial groß angekündigtes vatikanisches Papier bekannt, das sich mit der Verwendung von Kondomen beim ehelichen Akt von HIV-infizierten Paaren befassen soll.
(kreuz.net, Vatikan) Der Heilige Stuhl arbeite nicht an einem „Dokument“, sondern an einer „Studie“ über Aids und Kondome. Das erklärte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, Javier Kardinal Lozano Barragán.

Der Kardinal äußerte sich vor der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’.

Kardinal Lozano hatte durch ein Interview in der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’ einen Medienskandal losgetreten, wonach der Vatikan seine Lehre bezüglich Gummi-Kondomen beim ehelichen Akt durchlöchern wolle.

Nun kündigte Kardinal Lozano an, daß die auf Wunsch des Papstes erstellte, „tiefgehende Studie“ als Hilfsmittel im internationalen Dialog eingesetzt werden sollte.

Der Kardinal unterstrich, daß das von ihm geleitete Dikasterium nicht über die Kompetenz verfüge, der Kirche ein Dokument vorzulegen. Diese stehe nur dem Heiligen Vater zu.

Die neue Studie werde in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem Bereich der Medizin, der Technologie und der Theologie durchgeführt: „Wir befinden uns in der ersten Phase.“

Die Frage ob später ein Dokument erscheine, ließ der Kurienkardinal offen: „Das kann, muß aber nicht sein.“ Die Veröffentlichung von Dokumenten gehöre nicht zu den eigentlichen Aufgaben seines Dikasteriums.

Kardinal Lozano äußerte sich auch über den Inhalt der tiefgehenden Studie.

Sie werde sich besonders mit dem Fall von sakramental geschlossenen Ehen befassen, in denen einer der Ehepartner an Aids leidet.

Die Debatte darüber, ob man in derartigen Fällen beim ehelichen Akt Kondome verwenden dürfe – um so zu versuchen, das Leben des gesunden Ehepartners zu schützen –, sei im September 2004 losgebrochen.

Damals habe man über die Errichtung der sogenannten ‘Good Samaritan Foundation’ nachgedacht. Es handelt sich um eine vatikanische Stiftung, die den bedürftigsten Kranken – vor allem Aidskranken – finanziell unter die Arme greift.

Die Diskussion sei erneut aufgenommen worden, als der letzte Papst im Sterben lag. Johannes Paul II. sei „die Problematik“ sehr bewußt gewesen, erklärte Kardinal Lozano: „Ich weiß das aus eigener Erfahrung, denn ich konnte diesbezüglich mit ihm reden.“

Benedikt XVI. habe ihn in einer Privataudienz aufgefordert, mit kompetenten Personen des Heiligen Stuhls über die Thematik zu sprechen: „Es geht darum, wissenschaftlich und moralisch zu ergründen, wie die Dinge stehen.“

Die neue Studie werde sich besonders auf zwei Fragen konzentrieren.

Erstens wie hoch die Garantie sei, daß das Kondom vor einer Aids-Infektion schütze. Und zweitens, ob deren Gebrauch in diesem Fall moralisch gerechtfertigt sei.

„Die Theologen werden ihre Meinungen abgeben, aber wir als Rat können dann nicht einfach sagen: »Wir schließen uns dieser Meinung an.«“ Mit diesen Meinungen fördere man vielmehr das Gespräch.

Abschließend erklärte Kardinal Lozano, daß es seine Aufgabe sei, ein Lautsprecher des Papstes zu sein. Als Haupt des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst besitze er keine eigene Meinung:

„Meine offizielle Meinung besteht darin, das getreu wiederzugeben, was der Papst sagt.“
      
26 Lesermeinungen
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#26   Laurentius2   12:05:59 | Dienstag, 2. Mai 2006
@Guttenberger
Lieber Glaubensgenosse,
gerne lasse ich mich mit Ihnen in eine Diskussion über den Begriff des „Katholischen“ und „Konservativen“ ein:
Sie sagen,„konservativ sein, heißt, an der Spitze des Fortschritts marschieren“. Alles andere sei, sagen Sie sinngemäß „reaktionär“.
Was heißt denn für Sie Fortschritt ? Verstehen Sie diesen schillernden Begriff auch anthropozentrisch, so wie Teilhard, der im übrigen zum Historismus zu zählen ist ?
Fortschritt ist gemäß moderner Theologen wie Teilhard und Rahner eine Mogelpackung für die Einführung eines anthropozentrischen Weltbildes !
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#25   deusexmachina   16:41:52 | Sonntag, 30. April 2006
@kovacs17
Ihnen sei das hervorragende Buch „The Blind Watchmaker“ anempfohlen. Der Autor – seines Zeichens Biologoe – nimmt darin die angeblichen Argumente gegen die Evolutionstheorie auseinander und demaskiert sie als überwiegend uninformiertes Spintisieren und Pappdrachentöten.
Diejenigen, mit denen ich bisher das Vergnügen hatte, die ET zu diskutieren, und die sie mit solchen „Argumenten“ angriffen, hatten sie ausnahmslos nicht verstanden.
Konkret das Missverständnis mit der angeblich zu geringen Wahrscheinlichkeit basiert gleich auf dreierlei Irrtümern:
a) Unfähigkeit der meisten Menschen, Wahrscheinlichkeiten jenseits der täglich erfahrbaren Größenordnungen evaluieren zu können
b) Annahme der Beschränktheit der Entwicklung des Lebens einzig auf diesen Planeten / dieses Universum
c) Annahme, dass Leben „nur so und nicht anders“ entstehen konnte.
Und noch ein philosophisches Problemchen, das zu erläutern der Platz hier nicht genügt.
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#24   kovacs17   16:23:54 | Sonntag, 30. April 2006
benedikt methusalix etc.
Darwin: In seinem Buch „Stolpersteine des Darwinismus – Ende eines Jahrhundertirrtums“ (Christiana-Verlag) hat Dr.rer.nat. Wolfgang Kuhn, ehemaliger Professor für Biologie und Didaktik der Biologie an der Uni Saarbrücken, die Utopie der Theorien des Darwinismus nachgewiesen. Einer unter vielen, von denen nur noch Dr.Erich Blechschmitt zitiert sein soll mit seiner Studie über die embryonale Entwicklung des Menschen, welche den Irrtum des Darwinismus eindeutig offenlegt.- Zitat aus „Hat die Bibel doch nicht recht?“ vom selben Autor (S. 90, Johannes, Leutesdorf): „Die Wahrscheinlichkeit zufälliger Lebensentstehung ist … sicher unter 10 hoch minus 1230; ein Glaube an spontane Biogenese ist also ein grotesker Wunderglaube“.
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#23   deusexmachina   00:52:27 | Samstag, 29. April 2006
@Benedikt
Noch etwas: Theorien haben gegenüber Dogmen ein paar nette, kleine Unterschiede, derentwegen es reichlich sinnfrei ist, so etwas abzusondern wie „Die Theorie XY ist Ihr Dogma“ – denn die Begriffe schließen sich aus. Ein Dogma kann keine Theorie sein und umgekehrt.
Eine Theorie muss verif- bzw. falsifizierbar sein. Das heißt, um überhaupt als Theorie in Betracht zu kommen, müssen Mechsismen bekannt sein, anhand derer man sagen kann: „Stimmt mit der Beobachtung überein“ (oder eben nicht). Das geht bei all den lustigen Himmelreich-Spintisierereien a priori nicht, deswegen wird derlei wissenschaftlich auch gar nicht erst in Betracht gezogen.
Weiters erlaubt eine Theorie daraus abzuleitende Prognosen, die ihrerseits der Veri- bzw. Falsifikation dienen können. So konnte man anhand der Evolutionstheorie annehmen, dass man sog. „missing links“ finden würde – und siehe da, man hat, und zwar massenhaft (was natürlich die Dogmatiker nicht davon abhält, nach „DEM“ (illusionären) „missing link“ zu krakeelen und dessen Nichtauffinden als „Gegenbeweis“ zu werten.
Na, dann setzen Sie all das ‘mal für Ihre Dogmen um. Fangen wir doch wieder bei der beliebten Jungfrauengeburt an, ja?
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#22   methusalix †   23:23:51 | Freitag, 28. April 2006
@benedikt et alii
benedikt:
Ich? Diese Formulierung ist Standard.
Ja, möglicherweise bei drittklassigen Theologen, die glauben, dass sie die Erkenntnisse der Naturwissenschaften je nach Beliebigkeit relativieren können. Sicher nicht bei den Menschen, die dabei sind auf diesem Gebiet zu forschen und lehren.
Zitat mehtusalix:…
Sehen Sie, die Theorie ist Ihr Dogma. Nein, Sie haben die Grundbegriffe der Naturwissenschaften nicht verstanden (genauso wie Schönborn und Co.). Ein Dogma ist unbeweisbar. Es muss geglaubt werden. Eine naturwissenschaftliche Hypothese ist eine Arbeitsunterlage, eine Annahme, mit der gearbeitet werden kann, um sie zu beweisen oder zu wiederlegen. Eine Theorie gilt solange als richtig, bis einer kommt und eine bessere Beweisführung für eine andere Hypothese anbietet.
Wenn das nächste Mal ein anderer sein Dogma verteidigt, vielleicht denken Sie dann mal daran, dass auch Sie Ihre Dogmen haben und entsprechend reagieren, wenn einer kommt und sie in Frage stellt. Solange, bis Sie (oder Schönborn) mir eine bessere Beweisführung für die Entstehung der Arten anbieten. Eine einfache wissenschaftliche Beweisführung würde genügen. Ansonsten halte ich mich an das Wort Gottes.
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#21   deusexmachina   21:28:07 | Freitag, 28. April 2006
@Benedikt
Jede wissenschaftliche Überlegung, die über ein Mindestmaß an Beleg und Fundament verfügt, wird als „Theorie“ bezeichnet – dies ist Ausdruck der Tatsache, dass Wissenschaft sich von illusionärer Dogmatik distanziert und grunsätzlich bereit ist, jede Aussage stets aufs Neue zu evaluieren und ggf. zu korrigieren. Wissenschaftliche Wahrheiten sind eben nie „absolut wahr“, und wenn sie noch so richtig sind – sie sind immer nur wahr „bis zum Beweis des Gegenteils“.
Den Begriff „Theorie“ fälschlich als Indiz für eine fehlende Sicherheit wissenschaftlicher Erkenntnis zu bgreifen, zeugt vielmehr von fehlendem Verständnis für wissenschaftliche Arbeitsweise. Das, als was Sie die Evolutionstheorie darstellen wollen, hat eine andere Bezeichnung, nämlich „Hypothese“. Und wenn Sie jetzt ‘mal genau hinsehen, insbesondere auf Ihre eigenen Worte, dann werden Sie zugeben müssen, dass man, indem man von Evolutionstheorie statt von Evolutionshypothese spricht, exakt das Gegenteil dessen zum Ausdruck bringt, als wie Sie die Vokabel „Theorie“ umdeuten wollen.
„Jenseits von Theorie“ gibt es in der Wissenschaft nichts. Dogmen bleiben Ihrer Kirche vorbehalten.
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   15:34:03 | Freitag, 28. April 2006
„Urvater katholischer Progressisten“
Teilard de Chardin war in keiner Weise progressiv, sondern der Inbegriff des Konservativen! Genauso, wie Thomas v. Aquin das Glaubensgut philosophisch erklärt hat, hat Teilhard dasselbe mit der Naturwissenschaft versucht! Freilich heißt konservativ sein, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren. Der Unterschied zu den Progressiven besteht in der Ablehnung der Tradition durch Letztere, wohingegen Teilhard voll in der Tradition gelebt hat und sie, wie jeder Konservative, folgerichtig weiterentwickelt hat. (Die Pius-X-Brüder sind nicht konservativ, sondern reaktionär, schon fast epigonenhaft!). Teilhard ist im Übrigen nicht freiwillig in der Welt herumggereist, sondern im Auftrag seines Ordens, zuletzt langjähig in China, gestorben in New York. Wie Teilhard weiter nachgewiesen hat, widersprechen sich Evolution und Schöpfungsglaube nicht, sondern bedingen einander, wie wir schon 1959 im kath. Religionsunterricht im heutigen NC-Gymnasium in GL gelernt haben! Weiteres finden Sie unter www.Teilhard.de und unter Teilhard-Forum im Internet. Sofern Sie in NRW wohnen auch E-Mail: TeilhardNRW@web.de.
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#19   Laurentius2   12:53:10 | Freitag, 28. April 2006
@Jörg Guttenberger
Das darf doch wohl nicht war sein, Sie graben den Urvater der „katholischen“ Progressisten aus. Soweit mit bekannt, war er sehr an einem „Beweis“ der Evolutionstheorie interessiert, so sehr, daß er in der ganzen Weltgeschichte herumreiste, um sein Ziel zu erreichen.
Was sagen Sie in diesen Zusammenhang zu dem Betrug der Evolutionsgläubigen in Sachen „Pilltown-Mensch“ ?
Unvorstellbar, was mit der Glaubwürdigkeit der Kirche wäre, hätte sie etwas ähliches getan … Aber den Evolutionisten glaubt weiterhin (fast) jeder – vom Erstklässler bis zum Universitätsprofessor …
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#18   Benedikt   12:38:30 | Freitag, 28. April 2006
@ methusalix
Trotzdem werden die Newton’schen „Theorien“ heute noch an jedem Gymnasium als Grundlage gelehrt.
Welchen Beweis wollen Sie damit eigentlich erbringen? Es zeigt doch erstens nur auf, dass Darwins Theorie nicht notwendigerweise stimmen muss und zweitens, dass Newtons Theorien sicher nicht ohne Einschränkung als Wahrheit verkauft werden.
Zu Darwins Evolutions“theorie“, wie Sie das zu benennen belieben,
Ich? Diese Formulierung ist Standard.
es kaum eine Erkenntnis auf dem Gebiet der Naturwissenschaften gibt, die durch derartig viele Einzelbeweise gestützt wird, wie die grossartige Lebensleistung von Charles Darwin. Dass Sie mit dem Zufall in der Natur nichts anfangen können, ändert überhaupt nichts an den Tatsachen.
Sehen Sie, die Theorie ist Ihr Dogma. Wenn das nächste Mal ein anderer sein Dogma verteidigt, vielleicht denken Sie dann mal daran, dass auch Sie Ihre Dogmen haben und entsprechend reagieren, wenn einer kommt und sie in Frage stellt.
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#17   methusalix †   09:53:52 | Freitag, 28. April 2006
Benedikts „Theorieverständnis“
Charles Darwins Erkenntnisse führen noch heute den bezeichnenden Titel „Theorie“,
Die Gravitationsgesetze von Sir Isaac Newton, lieber Benedikt, waren auch lange eine „Theorie“, wie Sie das nennen. Sie haben sich, im Licht der Quantenphysik, leider als nicht richtig herausgestellt. Trotzdem werden die Newton’schen „Theorien“ heute noch an jedem Gymnasium als Grundlage gelehrt.
Zu Darwins Evolutions“theorie“, wie Sie das zu benennen belieben, bleibt nur zu sagen, dass es kaum eine Erkenntnis auf dem Gebiet der Naturwissenschaften gibt, die durch derartig viele Einzelbeweise gestützt wird, wie die grossartige Lebensleistung von Charles Darwin. Dass Sie mit dem Zufall in der Natur nichts anfangen können, ändert überhaupt nichts an den Tatsachen. Bevor sie sich den Teilhard de Chardin antun, der sicher seine Meriten hat, lesen Sie lieber von Ernst Mayr: Das ist Evolution www.amazon.de/…/028-3573719-3275745
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#16   Jörg Guttenberger, Köln   01:37:38 | Freitag, 28. April 2006
Evolutionstheorie und Glaube
Zu diesem Thema darf ich an die bahnbrechenden Werke von Teilhard de Chardin erinnern. www.teilhard.de www.kreuz.net/
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#15   Benedikt   01:28:24 | Freitag, 28. April 2006
@ methusalix
ist es schlechterdings unmöglich, dass bei der initiierten Studie ein Ergebnis gefunden werden kann, dass dem Willen der Initiatoren widerspricht.
Was natürlich ganz außergewöhnlich auf dem Gebiet der Studien wäre, nicht wahr ;-))).
Wie wäre es mit dem Glaubwürdigkeitsverlust der katholischen Kirche nach dem jahrzentelangen, vergeblichen Versuch Charles Darwins Erkenntnisse als Unsinn zu brandmarken?
Charles Darwins Erkenntnisse führen noch heute den bezeichnenden Titel „Theorie“, oder? Ich persönlich habe gar kein Problem mit dem Evolutionsgedanken, lediglich die Tatsache, dass ein Zufall das ganze in Marsch gesetzt hat erscheint mir doch etwas unglaubwürdig. Diese Frage hat auch Darwin nicht erklären können.
Wer allerdings Katholiken schmäht, weil sie „fundamentalistisch“ oder „radikal“ auf ihrem Glauben beharren und anschließend selber austickt, weil ein Katholik das heilige Evolutionstheoriedogma in Frage gestellt hat, der entlarvt sich selber und entlockt mir ein heimliches Grinsen.
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#14   methusalix †   01:12:48 | Freitag, 28. April 2006
Also nochmal Benedikt,
so wie von den katholischen Kirchenbeamten und ihren Anhängern die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die nicht ins erzreaktionäre Konzept passen, als mindestens falsch, wenn nicht absichtlich gefälscht hingestellt werden (Stichwort: die Poren in Kondomen und die Grösse des HIV), ist es schlechterdings unmöglich, dass bei der initiierten Studie ein Ergebnis gefunden werden kann, dass dem Willen der Initiatoren widerspricht. Und Theologen werden ja ganz deutlich neben Medizinern und „Technologen“ (was ist das eigentlich? Die gibt es doch gar nicht! Meint man etwa Techniker, also Ingenieure?) genannt und die haben in dieser Gruppierung zuallerletzt etwas verloren. (Ausser vielleicht in der Ethikkommission einer Zulassungsstudie zu einem neuen Medikament, aber ganz bestimmt nicht bei der Erforschung von Kondomen und ihrer Wirkung) Also sollten sie es besser bleiben lassen und die zu verpulvernden Millionen besser einsetzen in einer Zeit, in der grosses Gejammer über gähnend leere Kirchenkassen ertönt.
Sie wollen ein Beispiel für eine Katastrophe? Wie wäre es mit dem Glaubwürdigkeitsverlust der katholischen Kirche nach dem jahrzentelangen, vergeblichen Versuch Charles Darwins Erkenntnisse als Unsinn zu brandmarken? Als dann Gras über die Sache gewachsen war, kam ein Schaf und frass das Gras wieder ab und die ganze Geschichte kocht von neuem hoch; mit weiterem und noch grösserem Verlust an Glaubwürdigkeit.
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#13   Benedikt   00:18:35 | Freitag, 28. April 2006
@ methusalix
Sie wollen mich wohl auf den Arm nehmen. Ich schreib es IHnen auch gerne nochmal in Fettdruck:
Die neue Studie werde in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem Bereich der Medizin, der Technologie und der Theologie durchgeführt: „Wir befinden uns in der ersten Phase.“
Au weia. Wenn der Kardinal sich auf naturwissenschaftliches Terrain vorwagen sollte, dann müsste er keine Studie initiieren, sondern könnte sie selber anfertigen.
Im Übrigen könnten Sie mal ein Beispiel für eine Katastrophe nennen.
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#12   methusalix †   17:53:12 | Donnerstag, 27. April 2006
@bendikt und laurentiusII
Benedikt: @ methusalixDer Beitrag ist mal wieder eine Meisterleistung von Ihnen. Sie zitieren „Kardinal initiiert (!) Studie“ und behaupten mit IHrem Beispiel dann praktisch, dass die Kirchenmänner als Laien sie auch selber erarbeiten.
Veräppeln will ich Sie bestimmt nicht in diesem Beitrag, dazu ist die ganze Angelegenheit viel zu ernst! Dass Sie aber eine gewisse Bitterkeit herauslesen, hat schon seine Richtigkeit. Ich habe mich nämlich daran erinnert, wie katastrophal schief es jedesmal ging, wenn sich die katholischen Kirchenbeamten auf naturwissenschaftliches Terrain vorgewagt haben. Da kam hinterher keine Partei unbeschädigt aus dem Schlamassel heraus.
Denn eines ist klar: für die Kirchenbeamten zählt einzig und alleine ihre Wahrheit und es ist dabei vollkommen gleichgültig, was bei der „Studie“ herauskommt. Daher die Empfehlung (für alle!!!): Schuster bleib bei deinem Leisten.
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#11   Benedikt   16:04:26 | Donnerstag, 27. April 2006
@ Laurentius2
Ich war bereits dabei, Beitrag ist verfasst. Ich kann am Bildschirm schlecht lesen, daher hat es ein wenig gedauert.
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#10   Laurentius2   15:55:53 | Donnerstag, 27. April 2006
@Benedikt : Sinnvolleres
Haben Sie in der Zwischenzeit den Artikel über die Häresien bei unserem deutschen Supertheologen gelesen (soll nicht altklug wirken – aber er ist wirklich sehr lohnend – zumindest mal den 4.Abschnitt lesen – mir fiel es damals wie Schuppen von den Augen, denn plötzlich konnte ich mir viele Dinge erklären, die ich vorher nicht verstand …)
Hier noch einmal, würde mich auchinteressieren, was Ansgar dazu meint: www./theologisches.net/rahner.htm www.theologisches.net/rahner.htm
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#9   Ansgar   15:00:50 | Donnerstag, 27. April 2006
@ Benedikt, Laurentius
Zum Problem wird es, wenn wir Leuten etwas buchstabieren, und die kennen das Alphabet nicht. Krakeelen aber dennoch fröhlich „zur Sache“ herum. Ein zünftiges Wortgefecht mit Andersdenkenden ist eine feine Sache, und auf kreuz.net immer wieder mal möglich – doch wo fehlende Grundbildung und bornierte Stereotype eine geschliffene antikatholische Postion ersetzen, wird es langweilig. Zudem, Laurentius, befürchte ich, daß diese spaßfreien Dummlinken sich (und ihre Beiträge) sehr, sehr ernst nehmen
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#8   Cinchonae cortex †   14:44:07 | Donnerstag, 27. April 2006
Und wo reiht Foren-Drehkreuz LAURENTIUS II
Herrn Rudolphson ein?
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#7   Benedikt   14:21:13 | Donnerstag, 27. April 2006
@ Laurentius2
Bezüglich des hier zu lesenden Beitrags von methusalix haben Sie sicher Recht. Allerdings hat mich dieser eher amüsiert, daher die Antwort. Bei den anderen bemühe ich mich erstmal um Unvoreingenommenheit. Allerdings ist schon verwunderlich, wie diese Leser immer wieder Dinge als Tatsache kolportieren, obgleich sie bereits auf die fehlende Stichhaltigkeit aufmerksam gemacht wurden und dies zu diesem Zeitpunkt unwidersprochen ließen. Auch ist mehr als erstaunlich, dass diese Leser eine Neutralität und einen Liberalismus einfordern, der ihnen ganz schnell abgeht, wenn es sie betrifft.
Aber auf diese unlogischen Elemente kann man diese ja ruhig mal aufmerksam machen. Anders wäre es, wenn es sich um bloße Trolle handeln würd. In dem Fall gilt dann: Don’t feed the trolls.
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#6   Laurentius2   14:08:28 | Donnerstag, 27. April 2006
@Benedikt
Ich werde den Verdacht nicht los, daß Poster wie „Agnostiker, Methusalix, deusexmachina, domenicus“ und co. uns im Grunde nur ver… äppeln wollen, werde auf diesen Schwachsinn nicht mehr eingehen, weil er nicht ernst gemeint sein kann. Was meinen Sie ?
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#5   Benedikt   12:48:58 | Donnerstag, 27. April 2006
@ methusalix
Der Beitrag ist mal wieder eine Meisterleistung von Ihnen. Sie zitieren „Kardinal initiiert (!) Studie“ und behaupten mit IHrem Beispiel dann praktisch, dass die Kirchenmänner als Laien sie auch selber erarbeiten. Dabei steht schon im Text:
Die neue Studie werde in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem Bereich der Medizin, der Technologie und der Theologie durchgeführt: „Wir befinden uns in der ersten Phase.“
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#4   Sulpicius   12:06:05 | Donnerstag, 27. April 2006
Der Mann auf dem Photo…
… hat wirklich einen intelligenten Gesichtsausdruck…
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#3   methusalix †   10:02:28 | Donnerstag, 27. April 2006
Kardinal Lozano initiiert „Studie“…
Nun kündigte Kardinal Lozano an, daß die auf Wunsch des Papstes erstellte, „tiefgehende Studie“ als Hilfsmittel im internationalen Dialog eingesetzt werden sollte.
Das find’ ich klasse! Demnächst werden dann die Chirurgen eine Studie anleiern, mit deren Hilfe sie feststellen wollen, wo beim Menschen die Seele sitzt und ob er überhaupt eine haben kann. Bisher hat man sie ja noch nicht gefunden.
Da hat sich der Bock (Verzeihung, der Kardinal) selbst zum Gärtner gemacht.
Vielleicht sollten die Schuster, (Chirurgen und Kirchenbeamte) jeweils bei ihrem Leisten bleiben.
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#2   centesimus annus   09:46:53 | Donnerstag, 27. April 2006
dringender Hinweis
an die kreuz.net – Schreiberlinge:
Aus Anlass der von Ihnen verwendeten Formulierung „Gummi-Kondome“ gebe ich Ihnen zu bedenken, dass sie darauf achten sollten, im Falle des Falles (und jedeR kann einmal fallen, stolpern, …) nicht auf ein Jute-Kondom, ein Papier-Kondom oder ein Holz-Kondom zurückgreifen sollten. Auf diese treffen nämlich die Verlässlichkeitsdaten zu, von denen so viele engagierte LeserInnen in den Postings zu den vergangenen Artikeln dieses Themas geschrieben haben!
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#1   Laurentius2   09:26:10 | Donnerstag, 27. April 2006
@Gotthard
Studie … wie sicher das Kondom wirklich vor der Ansteckung schützt …
Na bitte.
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