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Schnickschnack-Papst? Eher nicht + Pius XII. bald selig? + Perfidität statt Einsicht + Glaubenshaß erforderlich + Kirche bewarb Sakrileg
Schnickschnack-Papst? Eher nicht

Vatikan. Italienische Vatikanexperten unterstellen Papst Benedikt XVI. eine Vorliebe für modische Kleidung und Accessoires. Der Heilige Vater trage gerne edles Schuhwerk von Prada oder trendige Laufschuhe von Geox. Auch eine Sonnenbrille der Marke Serengeti-Bushnell, sowie eine Adidas-Sportkappe sorgten für Spekulationen über die Modebegeisterung des Papstes. Papstkenner wiederum erklären, nichts sei Benedikt XVI. so fremd wie der Hang zu modischem Schnickschnack. Der Papst bekomme die Sachen geschenkt, dann trage er sie eben auch.

Pius XII. bald selig?

Italien. Das 1967 eröffnete Seligsprechungsverfahren für Papst Pius XII. († 1958) ist nach Angaben des zuständigen Postulators, Jesuitenpater Peter Gumpel, an einem guten Punkt. Der Priester äußerte sich am Donnerstag bei einem Kongreß über Pius XII. an der römischen Lateran-Universität. Er sei zuversichtlich, daß es in nächster Zukunft zu einem Abschluß komme. Die letzte Entscheidung liege beim Papst. Beim Kongreß erinnerte ein Rabbiner aus den USA auch an die unzähligen Hilfeleistungen, die Pius XII. verfolgten Juden während des Zweiten Weltkriegs gewährt hat.

Perfidität statt Einsicht

Deutschland. Das Erzbistum München wird weiter auf rechtlichem Weg versuchen, die Ausstrahlung des Hetzfilms ‘Popetown’ durch einen privaten Fernsehsender zu verhindern. Der Vorschlag des Senders vom Mittwoch, eine Folge der Serie auszustrahlen, darüber öffentlich zu diskutieren und dann über weitere Ausstrahlungen zu entscheiden, sei „insofern perfid, als damit der Versuch gemacht wird, den berechtigten Protest auch noch zu vermarkten, statt Einsicht zu zeigen“, heißt es in einer Erklärung des Erzbistums München und Freising vom gestrigen Donnerstag.

Glaubenshaß erforderlich

Vatikan. Der Heilige Stuhl prüft derzeit Normen für Selig- und Heiligsprechungsprozesse. Laut einem Bericht von ‘kathpress’ werden vor allem die Zuständigkeit der Ortsbischöfe bei der Auswahl und Einleitung derartiger Verfahren, die Bedeutung und Definition eines Wunders, wie auch die Kriterien für ein Martyrium untersucht. In einer Mitteilung an den Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen erklärte Papst Benedikt XVI., daß der „Glaubenshaß“ des Verfolgers eine Mitvoraussetzung für ein Martyrium sei.

Kirche bewarb Sakrileg

Italien. An der Fassade einer römischen Altstadtkirche ist ein großes Werbeplakat für den antikirchlichen Hetzfilm ‘Da Vinci Code – Sakrileg’ überdeckt worden. Die Kirche in der Nähe der Piazza Navona gehört dem italienischen Staat. Das Plakat befand sich auf dem Baugerüst, das im Zuge von Renovierungsarbeiten vermietet worden war. Das Innenministerium hatte nach Protesten mehrerer Priester erklärt, die Werbung zu entfernen.
      
9 Lesermeinungen
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#10   cum te   15:28:21 | Montag, 12. März 2007
Prada!
Was für eine Ehre…
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#9   stat crux   13:09:52 | Montag, 17. Juli 2006
Maledica!
Wie wär’s denn damit, die Diskussion in diesen „Altarm“ zu verlegen?
So ungestört.
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#8   Laurentius2   13:20:46 | Freitag, 28. April 2006
@Dr.Otterbeck
Dann haben wir ja doch noch etwas gemein, lieber Glaubensgenosse. „Gesegneten Sonntag“ und am Montag „fromme Andacht“ ! Ich freu mich schon darauf, endlich mal wieder die „alte Andacht“ besuchen zu können (muß allermeistens in den NOM aus Ortsgründen) – probieren Sie’s auch mal aus !
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#7   Dr. Otterbeck   13:14:02 | Freitag, 28. April 2006
Salus populi romani
Da mir vergönnt war, am Grabe Pius V. für Pius XII. zu beten, dessen Primiz und Priesterjubiläum ihren Ort zu Füßen des lukanischen Bildes der Gottesmutter hatte, beuge ich mich vor den Fakten, noch tiefer aber vor der Gnade Gottes.
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#6   Laurentius2   12:32:03 | Freitag, 28. April 2006
@Thomas Höck
Nein, Dr.Otterbeck muß sich vor den Fakten beugen, daß Pius XII. sehr viel für die Rettung von Juden getan hat. Nun nölt er aber an einer anderen Stelle herum: Pius habe nicht genügend nach dem Weltkrieg gesagt … Ja, soll er denn über seine guten Taten reden ? Dieses moderne = selbstgefällige Denken und Schreiben, das nicht in der Lage ist, die Größe vorkonziliarer Päpste zu erfassen macht mich einfach ärgerlich, weil sie so altklug daherkommt und (so wie hier Otterbeck) selbst nach Teileinsichten in die historischen Fakten „weiter rumnölt“. Ärgert Sie das nicht auch, selbst wenn Sie diesen Papst nicht besonders (so wie ich) schätzen ?
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#5   Benedikt   12:23:35 | Freitag, 28. April 2006
@ Dr. Otterbeck
Auf einem anderen Gebiet wird aber die Frage bleiben, warum er nicht nach 45 selbst mehr zu dem Thema gesagt hat. Die Aussagen vom 2. Juni 1945 vor dem Kardinalkollegium blieben etwas dürftig.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass ihn die gleichen Motive wie die Siegermächte leiteten, die ja auch alsbald auf zuviel Lärm verzichteten.
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#3   Laurentius2   10:10:44 | Freitag, 28. April 2006
Otterbecksche Obstrusitäten
Auf der einen Seite Dr.Otterbeck, der Künstler Rolf Hochhuth, die anti-katholische BBC und der Mainstream mitteleuropäischer, schmalspurakademischer Lehrer und Journalisten –-------
auf der anderen Seite prominente jüdische Wissenschaftler wie Prof. Pinchas Lapide, der Jesuit M.Blet, der Oberrabbiner von Rom Eugenio (sic!) Zolli, der gleich konvertierte, und die israelische Außenministerin Golda Meir.
Nun, das wird Otterbeck nicht wirklich beeindrucken, er wird weiter aus der linken Ecke heraus rumnölen ! Armselig.
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#2   Dr. Christoph Heger   09:14:24 | Freitag, 28. April 2006
Wird auch Zeit!
Ob Papst Pius XII. selig geprochen werden kann oder nicht, unterliegt natürlich nicht ausgerechnet meinem Urteil.
Es drängt sich allerdings der Eindruck auf, daß diese Frage von den zuständigen Stellen schon längst bejaht wurde, die öffentliche Seligsprechung aber aus politischen Gründen bisher unterblieben ist – oder um es klar zu sagen: wegen der unverschämten Einmischung von jüdischer Seite bis hinauf zu einer förmlichen Vorstellung von Parlament und Regierung Israels beim Heiligen Stuhl gegen eine Kanonisierung des Papstes.
Dieser unglaubliche Vorgang verdient wegen seiner grotesken Undankbarkeit nur Verachtung – und eine alsbaldige Seligsprechung des verleumdeten Papstes.
MfG
Christoph Heger
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#1   Dr. Otterbeck   08:43:21 | Freitag, 28. April 2006
Pacelli
hat nicht zuletzt unter dem Eindruck der Folgen des holl. Hirtenbriefs von 1942 mehr geschwiegen als er wollte. Die Geschichtsschreibung wird ihn voll rehabilitieren. Auf einem anderen Gebiet wird aber die Frage bleiben, warum er nicht nach 45 selbst mehr zu dem Thema gesagt hat. Die Aussagen vom 2. Juni 1945 vor dem Kardinalkollegium blieben etwas dürftig.
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