15:35:18 | Freitag, 28. April 2006
Der Generalvikar einer bekannten Ecclesia Dei Gemeinschaft äußerte sich kürzlich über die Alte Messe und zu Themen wie die Religionsfreiheit und den Ökumenismus.
(kreuz.net) Mons. Rudolf Michael Schmitz ist seit September 2000 Generalvikar der Ecclesia Dei Gemeinschaft
‘Institut Christus König und Hoherpriester’.
Seit einem schweren Homo-Skandal eines Mitbruders in den
USA ist der Deutsche ebenfalls für die Niederlassungen des Instituts in den Vereinigten Staaten zuständig.
Das ‘Institut Christus König und Hoherpriester’ besitzt knapp 50 Priester und rund 70 Seminaristen.
Das Mutterhaus befindet sich in Gricigliano in der Nähe von Florenz. Gründer des Institutes ist der
französische Priester Gilles Wach.
Mitte März sprach Mons. Schmitz mit der bekannten katholischen US-Wochenzeitung
‘The Wanderer’. Das Interview wurde in drei Teilen Ende März und Anfang April veröffentlicht.
Zuerst
wird Mons. Schmitz gefragt, warum er bei einer früheren Gelegenheit erklärt habe, daß der klassische
römische Ritus den katholischen Glauben am Besten ausdrücke.
Der Priester antwortet mit Vorsicht. Er
wolle klarstellen, daß er seine Aussage ohne jede Polemik oder aggressive Haltung gegen die neueren Entwicklungen
in der Kirche getätigt habe.
Aber man gewinne den Eindruck, daß besonders junge Leute durch die traditionelle
Lateinische Messe die Gegenwart des Göttlichen und die Ehrfurcht gegenüber Gott in einem tieferen Sinn
verstehen.
Er selbst habe in der Vergangenheit beide Riten zelebriert. Als
Mons. Schmitz:
„Man könne
eine Form der Liturgie, die immer existierte und mit Hilfe der göttlichen Gnade so viele Heilige und
viele Priester und Ordensleute hervorgebracht habe, nicht verdammen.“
Mitglied des ‘Institut Christus König
und Hoherpriester’ lese er die Messe nur noch im Alten Ritus. Seit dieser Zeit habe er so viele Bekehrungen
gesehen, wie nie zuvor.
Die Tatsache, daß sich die Gläubigen des Alten Ritus um die Heiligkeit bemühten,
ist für Mons. Schmitz ebenfalls „tief bewegend“.
Ferner meint der Geistliche, daß der Glaube der Traditionalisten
sehr lebendig gehalten und auch im Alltag praktiziert werde. Das bedeute allerdings nicht, daß dies außerhalb
der traditionellen Bewegung nicht auch der Fall sei.
Mons. Schmitz glaubt, daß junge Männer bevorzugt
in eine altrituelle Gemeinschaft eintreten, weil sie das Wesen des Priestertums und seine Beziehung zum
Opfer Christi entdeckt hätten.
Zur Geschichte der Eucharistie gehöre die Schönheit, die Ehrfurcht
und der Respekt vor dem liturgischen Detail. Aus diesem Grund wollten sogar diözesane Seminaristen die
Zelebration der Alten Messe erlernen.
Der in der Priesterausbildung vollzogene Bruch mit der Geschichte
werde mehr und mehr durch eine organische Sicht von Vergangenheit und Gegenwart der Kirche abgelöst werden –
meint Mons. Schmitz.
Man könne eine Form der Liturgie, die immer existierte und mit Hilfe der göttlichen
Gnade so viele Heilige und viele Priester und Ordensleute hervorgebracht habe, nicht verdammen.
Dies
würden auch die gegenwärtigen Leiter der Priesterseminarien verstehen. Deshalb seien sie bezüglich
des liturgischen Schatzes
Mons. Schmitz:
„Es gibt immer eine Möglichkeit, ein kirchliches Dokument mit
der traditionellen Lehre in Einklang zu bringen.“
der Kirche großzügiger. Konkrete Beispiele nannte Mons.
Schmitz keine.
Zur Frage der Religionsfreiheit und des Ökumenismus erklärt Mons. Schmitz, daß es immer
eine Möglichkeit gebe, ein kirchliches Dokument mit der traditionellen Lehre in Einklang zu bringen:
„Ich bin fest davon überzeugt, daß man mit Papst Johannes Paul II. und dem gegenwärtigen Heiligen
Vater, Papst Benedikt XVI., immer einen theologischen Weg für eine einheitliche Interpretation der katholischen
Lehre finden kann.“
Und wenn eine solche Interpretation nicht zu finden sei, müsse man weiterstudieren.
Zwischen kirchlichen Dokumenten, die einen offiziellen Charakter trügen, könne es keinen Widerspruch
geben.
Mons. Schmitz erinnert an einen seiner Lieblingsprofessoren an der von den Jesuiten geführten
Päpstlichen Universität Gregoriana, den Dogmatiker Pater Karl Becker SJ.
Dieser habe einmal gesagt:
„Meine jungen Freunde, wenn ihr herausfindet, daß eure theologische Forschung nicht in Einklang steht
mit der Lehre der Kirche, gibt es für euch nur eine Möglichkeit: Ihr müßt weiterforschen.“
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Cato 10:16:43 | Sonntag, 30. April 2006
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Karim 03:58:50 | Samstag, 29. April 2006
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Karim 22:26:06 | Freitag, 28. April 2006