15:51:09 | Dienstag, 2. Mai 2006
Vor einem Millionenpublikum wurden kürzlich die Bemühungen von vier jungen US-Amerikanern ausgebreitet, eine Priesterberufung herauszufinden. Ihre Bischöfe beurteilten den missionarischen Charakter ihres Seelenstriptease als positiv.
(kreuz.net, New York) In fünf Folgen mit dem Titel „God or the girl“ – Gott oder das Mädchen – wurde
dem Publikum kürzlich ein Blick ins Alltagsleben der Standeswahl von vier jungen Männern ermöglicht.
Die Dokumentation startete am Ostersonntag auf dem US-Kabelsender ‘A und E’ und wurde im Monat April
gezeigt.
Ein Kamerateam hat in den vergangenen Monaten vier Katholiken – Joe Adair (28), Dan DeMatte
(21), Steve Horvath (25) und Mike Lechniak (24) – bei ihrer während der Filmarbeiten getroffenen Entscheidung
zwischen Priesterseminar oder Freundin begleitet.
Bei den vieren soll es sich um „aufgeweckte, typisch
amerikanische Jungs“ handeln.
So filmten die Kameras zum Beispiel
Joe (28) während des Weltjugendtages in Köln. Joe hoffte, bei dieser Gelegenheit ein befreundetes, ihm
liebgewordenes Mädchen zu treffen.
Dan (21) – der Jüngste der vier Kandidaten – wurde gezeigt, wie
er sich an einer Mahnwache vor einer Abtreibungsanstalt beteiligte. Später schulterte er ein vierzig
Kilogramm schweres Kreuz und marschierte damit dreißig Kilometer.
Steve (25) – der früher Millionär
werden wollte – erklärte vor der Kamera seinen Trinkgenossen, daß er sich für das Priestertum entschlossen
habe. Er geht auf Mission nach Guatemala.
Mike (24) schwankte vor der Kamera länger unentschlossen zwischen
seiner Freundin Aly und dem ihm von seinem geistlichen Begleiter empfohlenen Weg ins Priesterseminar.
Für ihn geht es um eine Entscheidung zwischen zwei guten Möglichkeiten.
Die US-Bischofskonferenz freute
sich über die Verfilmung: „Es ist endlich passiert. Das Reality-Fernsehen hat die Religion entdeckt.“
Die Serie sei gut durchdacht und behandle ihr Thema auf respektvolle Weise.
Die Bischöfe sehen keine
Einwände gegen eine Verfilmung der Thematik: „Wenn dieses Vorgehen ein großes Publikum für eine untypische
religiöse Filmreihe gewinnt: Warum nicht?“
Einer der Berater der Filmproduzenten war der Regens eines
US-Priesterseminars. Der Priester lobte die Produktion im Gespräch mit der römischen Nachrichtenagentur
‘Zenit’. Der Film zeige in kurzen Schnappschüssen die Wirklichkeit der Entscheidung mit Höhen und Tiefen.
Das Ziel der Filmreihe sei gewesen, das alltägliche Ringen von vier Katholiken um ihre Berufung zu zeigen.
Die Verfilmung werde auch anderen Katholiken bei deren Standeswahl helfen. Die Produzenten hätten eine
unglaublich gute Arbeit geleistet.
Kritik kam von der liberalen und oft antikatholischen US-Tageszeitung
‘New York Times’. Die Ausstrahlungen hätten eine grobe Vereinfachung der Entscheidung für das Priesteramt
dargestellt. Obwohl es um eine Entscheidung des Glaubens gehe, werde der Zölibat stark in den Mittelpunkt
gerückt.
Allerdings fügt die Zeitung hinzu, daß die Sendungen „viel schlimmer“ hätten sein können.
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VirFortis 19:23:34 | Dienstag, 2. Mai 2006
#4
_EinFan_ 19:07:13 | Dienstag, 2. Mai 2006
#3
Romulus 18:45:35 | Dienstag, 2. Mai 2006
#2
maxentius 16:39:43 | Dienstag, 2. Mai 2006
#1
Guntram 16:11:40 | Dienstag, 2. Mai 2006