Priesterseminar
Verheirateter Subregens
Im Priesterseminar des Schweizerischen Bistums Basel wird die Stelle des Subregens zum ersten Mal mit einem verheirateten Amtsinhaber besetzt.
(kreuz.net, Luzern) Im März 2005 wählten die Schweizer Bischöfe den bisherigen Subregens des Luzerner Priesterseminars, Hw. Felix Gmür (39), zum neuen Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz.

Das Priesterseminar in Luzern ist die Ausbildungsstätte für Kleriker und Laientheologen in der Diözese Basel. Die Stadt Luzern befindet sich am Vierwaldstättersee in der Innerschweiz.

Die Diözese Basel ist das größte Bistum in der Schweiz. Der Oberhirte der Diözese ist Mons. Kurt Koch.

Hw. Gmür – der abtretende Subregens – war seit August 2004 am Priesterseminar in Luzern tätig. Er wird sein neues Amt als Sekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz im Juli 2006 antreten.

An seiner Stelle wurde der verheiratete Diakon Rolf Asal-Steger (53) zum neuen „Ausbildungsleiter“ im Priesterseminar St. Beat, Luzern ernannt.

Seine Anstellung beginnt am 1. September 2006.

Rolf Asal-Steger stammt aus dem baden-württembergischen Todtnau bei Freiburg im Breisgau. Er studierte Theologie in Freiburg im Breisgau und Paris.

Von 1989 bis 1999 war er Religionslehrer am Humanistischen Gymnasium Basel und pastoraler Mitarbeiter der Katholischen Universitätsgemeinde Basel.

Seit 1999 ist er Leiter der Katholischen Universitätsgemeinde Basel.

Im Jahr 2000 wurde er zum Ständigen Diakon des Bistums Basel geweiht.

Seit September 2004 ist er Kursleiter in dem „Nachdiplomstudium Berufseinführung“ und seit März 2005 Diakon in der Pfarrei St. Michael, Luzern.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Römisch-Katholisch   22:39:59 | Mittwoch, 3. Mai 2006
@Katja Berben
Ja, und im Mittelalter hat es sogar Beichte bei Laien gegeben! Gültig und anerkannt
Das ist nicht wahr! Wie kommen Sie auf so was? Es wird wohl Missbräuche gegeben haben, aber anerkannt war diese Vorgehensweise von der Kirche nie!
Das ist in etwa das gleiche, wie wenn ein Laientheologe oder ein Diakon die „Krankensalbung“ spendet.
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#19   Athanasius   21:30:13 | Mittwoch, 3. Mai 2006
Lüge und Verdrehung
Ja, und im Mittelalter hat es sogar Beichte bei Laien gegeben! Gültig und anerkannt.
Das ist eine Lüge. Die „Laienbeichte“ war nicht sakramental gültig, wurde nie anerkannt, und sogar öffentlich vom Hl. Stuhl und den Patriarchen des Ostens verboten. Sie war ein westlicher Missbrauch unter Mönchen. Ihrem Verständnis nach, sollte man auch die Sünden „vor einander“ bekennen. Allerdings wiesen diese nicht wie die Gnostiker, Katharen und Protestanten die sakramentale Absolution durch den geweihten Priester oder Bischof ab! Dieses Missbrauch wurde historisch falsch verstanden und von den ersten Protestanten missbraucht für die eigenen Theorien. In der frühen Kirche bekannten Todsünder ihre Todsünden vor in der Kirche oder Katakombe, empfingen erst danach die sakramentale Absolution durch den Bischof. Später wurde dies, wie die Hl. Messe, auf die Presbyteroi ausgeweitet, obwohl nur der Bischof die Aposteljurisdiktion von sich innehatte im alten Verständnis des Absolutionssakramentes.
Das Mittelalter, Gregor der Grosse und das Konzil von Trient haben dann schliesslich die völlig geheime Ohrbeichte bestätigt und gesagt von keiner könne ein öffentliches Bekenntnis der Sünden gefordert werden um die sakramentale Absolution zu erteilen.
Die „Laienbeichte“ war eine Devotion von Schuldbekennung unter einander, nicht von Leugnung der sakramentalen Absolution.
Sie verbreiten also Lügen hier, Katja.
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#18   Katja Berben   00:02:05 | Mittwoch, 3. Mai 2006
@Rocky
Ja, und im Mittelalter hat es sogar Beichte bei Laien gegeben! Gültig und anerkannt.
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#17   Rocky   22:10:10 | Dienstag, 2. Mai 2006
Schweizer Subregens
Das ist nichts neues. es hat auch schon „Spiritualinnen“ gegeben… Na dann Prost!
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#16   centesimus annus   21:59:39 | Montag, 1. Mai 2006
Erfahrungen
danke für die präzisionen … hatte das nur mal am rande wo aufgeschnappt …
Und nach allem, was meine Innsbrucker Kontakte mir sagen, gibt es in keinster Weise schlechte Erfahrungen damit. Warum sollte es auch?
Eben – warum sollte es auch?
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#15   Jörg Guttenberger, Köln   21:58:00 | Montag, 1. Mai 2006
Athansius
in der noch ziemlich provinziellen und damit „konservativen“ Schweiz
Was soll die Gleichsetzung von provinziell und „konservativ“? Dienstmädchengeschwätz?
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#14   Gotthard   20:13:56 | Montag, 1. Mai 2006
@athanasius
denn für den persönlichen Glauben ist quasi kein Priesterseminar in Westeuropa, USA und Lateinamerika noch gut oder heilsam. Gar im Gegenteil.
in wie vielen Seminaren hast Du gelebt, dass Du eine solch fundierte Aussage machen kannst?
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#13   Bernardin †   19:29:48 | Montag, 1. Mai 2006
REGENS – SUBREGENS
Könnte es sein, dass der neue SUBREGENS, der nicht Priester ist, sondern Diakon und nicht zölibater lebt, menschlich, religiös, theologisch, spirituell erfahrener und weiser ist als der derzeitige REGENS des Seminars St. Beat, der Priester ist und den Zölibat versprochen hat?
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#12   Athanasius   17:55:54 | Montag, 1. Mai 2006
Mit dem Verheiratet-
Sein ist ja kein Problem zu haben, das haben die Seminaristen im Russicum zu Rom auch nicht.
Das Problem liegt bei der Ausbildung und die Konsequenzen dieser Ausbildung. Übrigens ist die modernistische Kirche in der noch ziemlich provinziellen und somit „konservativen“ Schweiz, noch ziemlich gut dran mit den Zahlen der Priesteramtkandidaten. In ganz Flandern gibt es nur 3 Priesteramtkandidaten in diesem Jahr, und in den Niederlanden nur eine Handvoll von Einheimischen Berufungen. Der Ausbildung und dem Modernismus nach, sollte man fast sagen müssen: ‘Deo gratias’, denn für den persönlichen Glauben ist quasi kein Priesterseminar in Westeuropa, USA und Lateinamerika noch gut oder heilsam. Gar im Gegenteil.
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#11   Römisch-Katholisch   17:19:01 | Montag, 1. Mai 2006
(Priester-)Seminar Luzern
Das Priesterseminar St. Beat in Luzern ist das diözesanse Seminar des Bistums Basel. Chur hat ein eigenes Seminar, ebenso wie Freiburg und Sitten (dieses liegt aber bei Freiburg, wegen der Uni). Da St. Gallen keine Theol. Fakultät hat, befinden sich die Seminaristen in anderen Seminarien.
Aber eigentlich ist das Seminar St. Beat Luzern kein richtiges Priesterseminar im kirchlichen Sinne, weil hier nicht nur angehende Priester drin wohnen, sondern auch angehende Laientheologen und -theologinnen, ebenso angehende Katechetinnen und Katecheten. Das ist übrigens seit den 70er Jahren so (Frauen erst seit 1995).
Dieses Modell ist nicht von Vorteil für angehende Priesterkandidaten. Es fehlt die spezifische Schulung, eine priesterliche Spiritualität und eine solide Vorbereitung. Das Bistum Basel sollte sich mal Gedanken machen, warum es als die grösste Diözese der Schweiz nur jeweils ein bis drei Neupriester hervorbringt, währenddem es im kleineren Bistum Chur mit vier bis sechs mehr sind.
Zukunft hätte meiner Meinung nach eine interdiözesanes Priesterseminar für die deutsche Schweiz, so wie es jetzt schon mit dem Einführungsjahr der Fall ist, das alle angehenden Priester aus der Deutschschweiz in Chur absolvieren.
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#10   Katja Berben   17:13:32 | Montag, 1. Mai 2006
@centesimus annus
Die Dame ist nicht LEITERIN des Priesterseminars, sondern STUDIENPRÄFEKTIN in einem Noch-Priesterseminar, das mangels Priesteramtskandidaten demnächst in ein allgemeines Studienhaus, speziell gedacht für Priester aus der ganzen Welt im Doktoratsstudium, umgewandelt wird. Sie gehört also zur Leitung des Hauses, ihre Aufgabe besteht aber im Wesentlichen in Studienberatung, Organisation von Sprachkursen und solchen Dingen (sofern ich da über die Tätigkeit des Studienpräfekten richtig informiert bin). Das ganze ist das Canisianum in Innsbruck.
Und nach allem, was meine Innsbrucker Kontakte mir sagen, gibt es in keinster Weise schlechte Erfahrungen damit. Warum sollte es auch?
Danke auch für den Hinweis bzgl. der Schweizer Bischöfe. Auch ich hatte den Artikel so schnell gelesen und verstanden, die Bischofskonferenz habe den Diakon zum Subregens ernannt. Stimmt natürlich nicht, ist ja aber dann hiermit geklärt.
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#9   centesimus annus   16:58:09 | Montag, 1. Mai 2006
tirol
wenn ich mich richtig erinnere, so ist doch in österreich auch schon eine frau zur leiterin eines priesterseminars bestellt worden, ich glaube in tirol. dort gab es meines wissens bisher keine negativen erfahrungen, also warum sollte das in der schweiz mit einem verheirateten Diakon nicht funktionieren?
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#8   Benedikt   16:29:44 | Montag, 1. Mai 2006
@ Bonjour
Danke für den Hinweis, ich hab mich verlesen.
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#7   Bonjour   15:55:45 | Montag, 1. Mai 2006
@Benedikt
Dem Artikel zufolge wählten die Bischöfe Herrn Gmür zum Generalsekretär der Bischofskonferenz, der neue Subregens, jener verheiratete Diakon, wurde hingegen (wohl vom Basler Bischof) „ernannt“, wie es weiter heißt.
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#6   Katja Berben   15:32:08 | Montag, 1. Mai 2006
@Benedikt
Dass die Schweizer Bischöfe den Subregens von Basel auswählen, irritiert mich auch, aber möglicherweise befindet sich dort das Seminar für alle (oder zumindest mehrere) Schweizer Diözesen (in Chur gibt es auf jeden Fall ein weiteres, und sicher auch in Fribourg, aber möglicherweise nicht in Sitten), so dass die Bischöfe gemeinsam entscheiden? Könnte sein.
Nein, es ist nicht üblich, eine solche Stelle nicht mit einem Priester zu besetzen. Das ist ja gerade die Meldung. Üblich ist es nicht, aber sehr wohl möglich. Ob es sinnvoll ist, kann man diskutieren (ich glaube, es ist sinnvoll).
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#5   ottaviani   15:26:23 | Montag, 1. Mai 2006
@niedermünster
das kommt wohl auf seine werte frau gemahlin an *fg*
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#4   Benedikt   15:23:46 | Montag, 1. Mai 2006
Wahl…
Im März 2005 wählten die Schweizer Bischöfe den bisherigen Subregens des Luzerner Priesterseminars, Hw. Felix Gmür (39),
2 Fragen:
Warum wählen alle Schweizer Bischöfe den Subregens eines Seminars, welches Kleriker und Laientheologen der Diözese Basel ausbildet?
Ist es üblich, dass der Subregens eines Seminars nicht im Priesteramt ist?
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#3   Katja Berben   15:17:27 | Montag, 1. Mai 2006
Also:
Wenn Priester die Berufung von Eheleuten sollen begleiten können (und genau das nehmen sie ja seit Jahrhunderten in Anspruch und sagen dann z.B.:„Ein Arzt müsse auch nicht alle Krankheiten gehabt haben, um diese heilen zu können“), warum soll dann ein verheirateter Diakon nicht auch Zölibatäre auf ihrem Ausbildungs- und Entscheidungsweg begleiten können?
Eigentlich eine pure Selbstverständlichkeit, dass so etwas MÖGLICH ist. Ob es gelingt, wird man sehen. Hängt wohl von der theologischen, seelsorgerlichen, psychologischen Bildung des Subregens ab und von seinen empathischen Fähigkeiten. Genauso wie umgekehrt die Priesterweihe keinen Automatismus in Gang setzt für kompetente Eheberatung. Im Übrigen ist der Mann SUB-Regens, nicht Regens. Also nicht der Letztverantwortliche in der Priesterausbildung, sondern nur EINER der Verantwortlichen.
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#2   Niedermünster   14:06:31 | Montag, 1. Mai 2006
@ottaviani
… indem er Ihnen sagt, dass die Ehe mindestens genau so unangenehm sein kann wie der Zölibat!
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#1   ottaviani   14:02:06 | Montag, 1. Mai 2006
jaja der konzilsfrühling
man darf gespannt sein wie er die alumnen zum zölibat erzieht
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