Weltjugendtag Köln: Messen ohne Gottesbeleidigungen?
Zwei katholische Organisationen bitten den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, um eine würdige Zelebration der Messen am Weltjugendtag 2005.
(kreuz.net, Köln) Die beiden katholischen Organisationen ‘Pro Sancta Ecclesia’ und die ‘Vereinigung der
Initiativkreise’ haben sich ein zweites Mal mit einem offenen Brief an den Erzbischof von Köln, Joachim
Kardinal Meisner gewandt.Sie bitten den Kardinal, dafür zu sorgen, daß die heiligen Messen während des nächsten Weltjugendtages in Köln korrekt und ohne Mißbräuche gefeiert würden. Die beiden Organisationen schreiben ihren Brief, weil es „bei den bisherigen Weltjugendtagen zu offenkundigen Sakrilegien“ gekommen sei.
Ein Sakrileg ist eine ungehörige Behandlung eines Sakramentes oder eines geweihten Gegenstandes. Im Fall der heiligen Messe besteht ein Sakrileg vor allem in einem verächtlichen Umgang mit dem Leib und Blut Christi.
Der 20. Weltjugendtag dauert vom 11. bis 21. August 2005. Er wird in Köln (Deutschland) stattfinden. Neben dem Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II., werden 800.000 junge Menschen und rund 600 Bischöfe erwartet.
Ihr Anliegen haben die beiden Organisationen deutscher Katholiken bereits in einem Brief vom 10. Juli 2004 formuliert.
Nachdem das Antwortschreiben des Erzbischofs von Köln Mitte September auf die konkrete Problematik nicht eingegangen sei, wandten sich die zwei Vereinigungen am 20. November erneut an den Kardinal, um „nochmals auf das Thema hl. Messen beim Weltjugendtag 2005 in Köln zurückzukommen“.
Die Organisationen bedanken sich für die Erklärung des Erzbischofs, daß ihm die ehrfürchtige und gewissenhafte Gestaltung der großen Meßfeiern im Rahmen des Weltjugendtags ein ureigenes Anliegen sei.
Im zweiten Brief bitten die katholischen Vereinigungen den Erzbischof auf ihre „konkreten Anliegen einzugehen“. Die Öffentlichkeit habe bis jetzt nicht erfahren können, wie sich der Kardinal die Verbesserungen im Einzelnen vorstelle.
Der offene Brief weist darauf hin, daß in Köln sehr viele Priester und Diakone anwesend sein werden: „Entsprechend der römischen Richtlinie dürfen keine außerordentlichen Kommunionspender eingesetzt werden.“
Es hätten sich auch viele Jugendliche bereit erklärt, die Kleriker bei der Kommunionausteilung mit Patene und Regenschirm zu begleiten.
Wenn aber von diesem konkreten Angebot seitens der direkt Verantwortlichen kein Gebrauch gemacht würde, müßte man daraus leider den Schluß ziehen, daß Verbesserungen bei diesen zentralen Punkten nicht erwünscht seien.
Die Initiative katholischer Laien und Priester „Pro Sancta Ecclesia“ hat zum Ziel die Lehre der katholischen Kirche, wie sie in ungebrochener Tradition von den Päpsten und den mit ihnen verbundenen Bischöfen vorgelegt wird, zu verbreiten und zu verteidigen.
Der erste Initiativkreis entstand im Herbst 1989 in der Diözese Augsburg im Zusammenhang mit der Augsburger Diözesansynode.
Sonntag, 3. Juni 2007 15:31
Julian von Aeclanum: Wär ich Du, oh Herr…
… würde ich mir das Versprechen mit der Sintflut nochmal überlegen…
@MARCELLUS: Es ist doch schön wie gewissenhaft sich unsere Mitbrüder an einzelnen Worten wie der Übersetzung von „figuris“ im „Adoro te devote“ des Aquiners aufhängen: Aber um ihre glückselige Existenz weiterhin zu gewährleisten, kann ich sie beruhigen. Es ist nämlich völlig egal ob sie Gestalten oder Zeichen schreiben, weil im weiteren Text (den sie vorsichtshalber scheinbar nicht gelesen haben) ja gesagt wird, dass der Herr „unter diesen Zeichen (…) wahrhaft hier (ist)“. Die Realpräsenz ist also gerettet und sie können sich beruhigt in ihren Gemüsegarten begeben
Und da ich gerade noch dabei bin: Zum Thema „rumwuselnde Laien“ im Altarraum während des Gottesdienstes kann ich ihnen nur VOLL zustimmen: Wir sollten die Laien aus dem Gottesdienst einfach weglassen (was weiß schon dieser doofe Paulus mit seiner noch dooferen Carismenlehre, wie hektisch das bei nem Gottesdienst aussieht und wie schwer Sie sich da in Kontemplation versetzen können!)! Und am besten gleich auch die Jugendlichen vom Weltjugendtag verbannen um jedem eventuellen Hostienfrevel vorzubeugen… Das würde es uns Theologen zumindest ersparen uns in 30 Jahren (wenn die Jugendlichen erwachsen sind), mit so simpel gestrickten Menschen wie ihnen auseinandersetzen zu müssen! Schönen Sonntag
@MARCELLUS: Es ist doch schön wie gewissenhaft sich unsere Mitbrüder an einzelnen Worten wie der Übersetzung von „figuris“ im „Adoro te devote“ des Aquiners aufhängen: Aber um ihre glückselige Existenz weiterhin zu gewährleisten, kann ich sie beruhigen. Es ist nämlich völlig egal ob sie Gestalten oder Zeichen schreiben, weil im weiteren Text (den sie vorsichtshalber scheinbar nicht gelesen haben) ja gesagt wird, dass der Herr „unter diesen Zeichen (…) wahrhaft hier (ist)“. Die Realpräsenz ist also gerettet und sie können sich beruhigt in ihren Gemüsegarten begeben
Und da ich gerade noch dabei bin: Zum Thema „rumwuselnde Laien“ im Altarraum während des Gottesdienstes kann ich ihnen nur VOLL zustimmen: Wir sollten die Laien aus dem Gottesdienst einfach weglassen (was weiß schon dieser doofe Paulus mit seiner noch dooferen Carismenlehre, wie hektisch das bei nem Gottesdienst aussieht und wie schwer Sie sich da in Kontemplation versetzen können!)! Und am besten gleich auch die Jugendlichen vom Weltjugendtag verbannen um jedem eventuellen Hostienfrevel vorzubeugen… Das würde es uns Theologen zumindest ersparen uns in 30 Jahren (wenn die Jugendlichen erwachsen sind), mit so simpel gestrickten Menschen wie ihnen auseinandersetzen zu müssen! Schönen Sonntag
Samstag, 8. Januar 2005 08:34
Bruno-Maria Schulz: Kommunionunterricht
Das ist ja entsetzlich, was man da liest.
Gott sei Dank war das bei und damals nicht der Fall, dass wir einen solchen antichristlichen, um nicht zu sagen teuflischen Religionsunterricht serviert bekamen.
Und selbst wenn, hatten meine Eltern mich doch schon als
Kleinkind so sehr gut und in Gott lebend aufgeklärt über Gottes Gegewart und alles Göttliche, dass Derartiger unmöglich gewesen wäre, selbst bei Versagen der Religionslehrer.
Nun, leider auch heute, ist die Einsicht dass diese Hostie gemäß Jesu Wort tatsächlich der Leib Christi ist, (DIES IST MEIN LEIB) auch vielfach bei Katholiken einer Symbolik gewichen, die dem Satan helle Freude bereiten muss.
Servus
BMS
Gott sei Dank war das bei und damals nicht der Fall, dass wir einen solchen antichristlichen, um nicht zu sagen teuflischen Religionsunterricht serviert bekamen.
Und selbst wenn, hatten meine Eltern mich doch schon als
Kleinkind so sehr gut und in Gott lebend aufgeklärt über Gottes Gegewart und alles Göttliche, dass Derartiger unmöglich gewesen wäre, selbst bei Versagen der Religionslehrer.
Nun, leider auch heute, ist die Einsicht dass diese Hostie gemäß Jesu Wort tatsächlich der Leib Christi ist, (DIES IST MEIN LEIB) auch vielfach bei Katholiken einer Symbolik gewichen, die dem Satan helle Freude bereiten muss.
Servus
BMS
Montag, 20. Dezember 2004 18:53
Dolfus: Anekdoten über Hostienschändung leider alltäglich
Alleine, was ich durch Zufall für Hostienschändungen mitbekommen habe … was müssen da erst die Priester
für Geschichten kennen. Es ist bestürzend. Strenggenommen, müßte mehr sühnen, wenn das unsere Menschennatur
nur aushielte.
Kein Wunder, daß man da „lieber nicht“ an die Realpräsenz Christi denken mag …
Handcommunion und Leugnung der Realpräsenz Christi gehen eng miteinander einher.
Ich kann selbst bezeugen, daß ich von der Realpräsenz Christi im Religionsunterricht nie etwas gehört habe.
Die Erstcommunion in der Volksschule war für uns eine Zulassung zur Brotausteilung der Erwachsenen.
Ich erinnere mich noch an die Vorbereitung im Religionsunterricht. Wir hörten über das Gleichnis der Brotvermehrung. Dann rückten wir die Tische zu einem Mahl zusammen und die Lehrerin brachte Bäckerbrot mit. „Huch! Ich hab versehentlich vom Bäcker zu wenig Brot mitbekommen!“ sagte sie plötzlich. Nun mußte die Klassengemeinschaft mit einem Laib Brot vorlieb nehmen und siehe da … es ging sich aus, und man hatte Freude, ob so viel geschwisterlicher Rücksichtnahme – die Message: so hat sich die Brotvermehrung abgespielt. Das Wunder Jesu war symbolisch, keine Frage.
Die Communionausteilung wurde auch vorher mit Kekserl geübt.
Bei der Erstcommunion selbst war dann ein Schüler leider naiv genug, und hat sich die Communion in der Hand behutsam aufgehoben (wir saßen im Altarraum unsres Domes). Ich habe nur mitbekommen, daß die Religionslehrerin während der Liturgie mit ihm schimpfte (durch die Musik haben das nicht viele gemerkt). Später habe ich erfahren, daß er sich die Hostie irgendwie als Andenken mitnehmen wollte. Ich war dann doch froh, daß ich nicht auf so eine Idée gekommen bin. Als ich viele Jahre später, Mitte des Gymnasiums von der Realpräsenz erfahren habe – durch Schriften in einer Kirche –, hatte ich meine „persönliche“ Erstcommunion mit vorheriger Beichte (Mundcommunion). Schade, daß man uns nicht früher über die Großartigkeit der Anwesenheit Jesu aufgeklärt hat, und die Schüler in Unwissenheit läßt.
Aber die Schule – auch katholische Schulen – haben andere Prioritäten, über diesie die „SchülerInnen“ „aufklären“ – du Brave New World! Aldous Huxley, ein Prophet oder Eingeweihter?
Kein Wunder, daß man da „lieber nicht“ an die Realpräsenz Christi denken mag …
Handcommunion und Leugnung der Realpräsenz Christi gehen eng miteinander einher.
Ich kann selbst bezeugen, daß ich von der Realpräsenz Christi im Religionsunterricht nie etwas gehört habe.
Die Erstcommunion in der Volksschule war für uns eine Zulassung zur Brotausteilung der Erwachsenen.
Ich erinnere mich noch an die Vorbereitung im Religionsunterricht. Wir hörten über das Gleichnis der Brotvermehrung. Dann rückten wir die Tische zu einem Mahl zusammen und die Lehrerin brachte Bäckerbrot mit. „Huch! Ich hab versehentlich vom Bäcker zu wenig Brot mitbekommen!“ sagte sie plötzlich. Nun mußte die Klassengemeinschaft mit einem Laib Brot vorlieb nehmen und siehe da … es ging sich aus, und man hatte Freude, ob so viel geschwisterlicher Rücksichtnahme – die Message: so hat sich die Brotvermehrung abgespielt. Das Wunder Jesu war symbolisch, keine Frage.
Die Communionausteilung wurde auch vorher mit Kekserl geübt.
Bei der Erstcommunion selbst war dann ein Schüler leider naiv genug, und hat sich die Communion in der Hand behutsam aufgehoben (wir saßen im Altarraum unsres Domes). Ich habe nur mitbekommen, daß die Religionslehrerin während der Liturgie mit ihm schimpfte (durch die Musik haben das nicht viele gemerkt). Später habe ich erfahren, daß er sich die Hostie irgendwie als Andenken mitnehmen wollte. Ich war dann doch froh, daß ich nicht auf so eine Idée gekommen bin. Als ich viele Jahre später, Mitte des Gymnasiums von der Realpräsenz erfahren habe – durch Schriften in einer Kirche –, hatte ich meine „persönliche“ Erstcommunion mit vorheriger Beichte (Mundcommunion). Schade, daß man uns nicht früher über die Großartigkeit der Anwesenheit Jesu aufgeklärt hat, und die Schüler in Unwissenheit läßt.
Aber die Schule – auch katholische Schulen – haben andere Prioritäten, über diesie die „SchülerInnen“ „aufklären“ – du Brave New World! Aldous Huxley, ein Prophet oder Eingeweihter?
Montag, 20. Dezember 2004 16:29
Bruno-Maria Schulz: Ökonomische Ökumene
How right you are Dolfus
Demnächst werden die Hostien auf einen Tisch geschüttet und Jeder der vorbei geht, kann sich eine holen
((
Sozusagen als Knabbergebäck während des Gottesdienstes
Man fasst es nicht:
Mein junger Pfarrer erzählt mir, dass bei einer Taufe, der Taufpate bei der Kommunion diese in die Tasche steckte mit der Bemerkung:
>hab jetzt keinen Appetit<
Das Ganze ist eine Folge der von katholischer Seite mit viel
Euphorie, aber sehr wenig religiösem Verstand angegangenen Ökumene. Ökonomischer Umgang mit ökumenischem Wollen, das schlicht unverstanden bleibt.
Es bleibt unverstanden, weil Gott dem Menschen zunehmend nebensächlich ist, mit dem unterbewussten Gedanken: Wenn’s Ihn gibt, wird der immer gütige Gott es verzeihen – wenn nicht, macht mein bisschen Einsatz in dieser Sache auch nichts.
…und das wird Heulen und Zähneknirschen sein ob solch
grenzenloser Dummheit… denn
Wer voller Einsatz für Gott bringt, erhält vollen Lohn in der
Herrlichkeit Gottes.
Wer Glaube als belanglosen Zeitvertreib sieht der empfing seinen Lohn bereits auf der Welt und sie werden hören müssen was bei Mt 7,23 geschrieben steht:
Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!
Bruno-Maria Schulz
Demnächst werden die Hostien auf einen Tisch geschüttet und Jeder der vorbei geht, kann sich eine holen
Sozusagen als Knabbergebäck während des Gottesdienstes
Man fasst es nicht:
Mein junger Pfarrer erzählt mir, dass bei einer Taufe, der Taufpate bei der Kommunion diese in die Tasche steckte mit der Bemerkung:
>hab jetzt keinen Appetit<
Das Ganze ist eine Folge der von katholischer Seite mit viel
Euphorie, aber sehr wenig religiösem Verstand angegangenen Ökumene. Ökonomischer Umgang mit ökumenischem Wollen, das schlicht unverstanden bleibt.
Es bleibt unverstanden, weil Gott dem Menschen zunehmend nebensächlich ist, mit dem unterbewussten Gedanken: Wenn’s Ihn gibt, wird der immer gütige Gott es verzeihen – wenn nicht, macht mein bisschen Einsatz in dieser Sache auch nichts.
…und das wird Heulen und Zähneknirschen sein ob solch
grenzenloser Dummheit… denn
Wer voller Einsatz für Gott bringt, erhält vollen Lohn in der
Herrlichkeit Gottes.
Wer Glaube als belanglosen Zeitvertreib sieht der empfing seinen Lohn bereits auf der Welt und sie werden hören müssen was bei Mt 7,23 geschrieben steht:
Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!
Bruno-Maria Schulz
Sonntag, 19. Dezember 2004 13:46
Dolfus: @marcellus
Ich bin fest davon überzeugt, daß die „Handcommunion“ ein Meisterstück satans ist.
Sie mag subjectiv würdig zu empfangen sein – durch einen unwissenden gutgläubigen Katholiken etwa –, objectiv gesehen ist sie die minderwertige Form. Sie leistet der Entehrung Gottes Vorschub, in vielen Aspecten, v.a. in der Mißachtung jedes kleinsten Partikels, der den ganzen Christus enthält!
Der göttlichen Majestät ist aber niemals das Minderwertigere zuzumuten.
Wie schrecklich ist die Verantwortung eines Papstes! „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Sie mag subjectiv würdig zu empfangen sein – durch einen unwissenden gutgläubigen Katholiken etwa –, objectiv gesehen ist sie die minderwertige Form. Sie leistet der Entehrung Gottes Vorschub, in vielen Aspecten, v.a. in der Mißachtung jedes kleinsten Partikels, der den ganzen Christus enthält!
Der göttlichen Majestät ist aber niemals das Minderwertigere zuzumuten.
Wie schrecklich ist die Verantwortung eines Papstes! „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Sonntag, 19. Dezember 2004 08:06
marcellus: „Nun beug die Knie, Gott selbst ist hie“
Ich kann meinen Vorrednern nur voll inhaltlich zustimmen. In der Tat scheint es so zu sein, daß das Bewußtsein, um was es sich bei der Heiligen Eucharistie handelt, zunehmend schwindet. Allerdings kann sich Rom und konkret auch der Verantwortliche für die päpstlichen Massengottesdienste nicht aus der Verantwortung ziehen: Ich schalte mittlerweile den Fernseher ab, wenn ich sehe, wie der Empfang des Heiligsten Sakramentes da vonstatten geht. Und war es nicht auch Rom, daß die Handkommunion gestattete? Ich will keine Diskussion darüber vom Zaun brechen- auch die Handkommunion kann man durchaus würdig empfangen- aber sie hat dennoch zu einer Entmystifizierung des größten Geheimnisses unseres Glaubens beigetragen. Sind wir doch mal alle ehrlich- egal, wo wir stehen- die Feier der Heiligen Messe am Volksaltar, unter Zuhilfenahme unzähliger Ministrantinnen, Lektorinnen und Kommunionhelferinnen, die umeinander springen und sich wichtig tun- ja vielerorts die „Schlüsselgewalt“ über den Tabernakel besitzen- das alles dient doch wohl nicht dem Bewußtsein, Gott selbst ist hier! Schauen wir uns doch die verschandelten Kirchenlieder an: Was wurde im österreichischen Gotteslob denn aus dem Lied : „O Christ hie merk“ gemacht? Da heißt es in einem m.E. häretisch-calvinistischen Text „Kommt ALL herein, esst von dem BROT und trinkt den WEIN“ Purer Calvinismus- nichts mehr von Realpräsenz oder Anwesenheit des göttlichen Heilands. Oder viele fromme Seelsorger lassen GL 546 singen- Gottheit tief verborgen- und merken gar nicht, daß ihnen eine Häresie in der ersten Strophe untergejubelt wird : quae sub his figuris im lateinischen Originaltext, heißt übersetzt : unter den Gestalten. Jetzt wird daraus : unter diesen Zeichen. Also Christus ist nur noch zeichenhaft anwesend. Und was ist mit den kleinsten Hostienpartikeln? Was hier an Verunehrung und Blasphemie tagtäglich geschieht, ist wahrlich grauenhaft. Da tut es gut, sich immer wieder den Hymnus „lauda Sion“ des hl.Thomas von Aquin vor Augen zu halten : „‘Teilt man endlich die Gestalten, so wird JEDER Teil enthalten, was das GANZE selber ist. Nicht das Wesen, nur das Zeichen kann die Teilung hier erreichen- ungeteilt bleibt Jesus Christ“.
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