Der neue Sekretär der Kongregation für den Gottesdienst äußerte sich kürzlich zum sogenannten Volksaltar und zur Zelebrationsrichtung zum Tabernakel hin.
(kreuz.net, Rom) Der srilankesische Kurienerzbischof Malcolm Ranjith Patabendige Don präsentierte am
Donnerstag in Rom die italienische Übersetzung des Buches ‘Zum Herrn hin: Zu Geschichte und Theologie
der christlichen Gebetsrichtung’ von Pater Uwe Michael Lang.
Erzbischof Ranjith war im vergangenen Dezember
von Papst Benedikt XVI. zum Sekretär der Gottesdienstkongregation ernannt worden. Er gilt als Freund
der Alten Lateinischen Messe.
Pater Lang – ein deutscher Konvertit und Mitglied des Oratoriums in London –
war bei der Präsentation der italienischen Übersetzung seines Buches anwesend. Das Vorwort zum 2003
erschienenen Werk steuerte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation bei.
Pater Lang kommt in seinem
Werk zum Schluß, daß die kirchlich nie angeordnete Einführung von sogenannten Volksaltären auf einer
historischen Falschinterpretation beruht.
Erzbischof Ranjith verneinte die Frage, ob Papst Benedikt XVI.
eine Untersuchung bezüglich der Zelebrationsrichtung angeordnet habe. Es gebe nichts dergleichen: „Aber
wir hören uns die Meinungen und Erfahrungen der Leute an, die sich für diese Fragen interessieren.“
Der Erzbischof unterstrich, daß die Katholiken Hilfe bräuchten, um die Bedeutung des Geheimnisses und
der Transzendenz Gottes in der Liturgie wiederzuentdecken. Es seien sorgfältige Untersuchungen nötig:
„Wenn dies mit Hast geschieht, sind keine hoffnungsvollen Ergebnisse zu erwarten.“
Die Katholiken müßten
sich dem Studium und der Diskussion ruhig, respektvoll und in einer andächtigen Atmosphäre widmen. Sie
dürften einander nicht als Traditionalisten oder Radikale etikettieren.
Der Erzbischof stimmte „nicht
unbedingt“ mit jenen Leuten überein, die eine Reform der Liturgiereform fordern. Seiner Meinung nach
beinhalte das Buch von Pater Lang einen berechtigten Ruf nach einer „Vervollkommnung der Reform“.
Pater
Lang selber erklärte bei der Buchpräsentation, daß sich seine Studien auf die Geschichte und die Theologie
der geosteten Zelebrationsrichtung konzentrierten.
Es gehe um die biblisch symbolische Richtung, von
der der Herr wiederkommt und nicht um die Frage nach der Alten oder der Neuen Messe.
„Die Idee meines
Buches ist zu zeigen, daß der Priester dem Volk nicht seinen Rücken zukehrt, sondern es im Gebet zum
Herrn hin führt.“
Der Oratorianer möchte diesen Gedanken Schritt für Schritt – ohne eine großartige
Revolution – wieder in die Liturgie einführen.
Er erklärte auch, daß es ihm dabei um jene Teile der
Messe gehe, in denen der Priester zu Gott betet und nicht um jene, in denen er die Meßbesucher anspricht.
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38 Lesermeinungen
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Katja Berben Den Hochaltartabernakel gibt es ja erst seit dem 16. Jahrhundert, und zwar zunächst in Italien.
Interessant ist: Die alte (nachtridentinische) Ausgabe des Caeremoniale Episcoporum verbietet, dass der
Bischof an einem Altar die Messe feiert, auf dem das Allerheiligste aufbewahrt wird. Das Caeremoniale
hat damit die frühere Tradition bewahrt.
Katja Berben Die Interpretation ungelesener Texte ist eine echte Tradi-Spezialität. Man muss da mit jedweder
Frechheit rechnen, genau so wie Religionsstifter Lefebvre exakt am 10. Jahrestag von Lumen Gentium mittels
seines Manifests die Antinomisch-katholische Kirche der Heiligen der Letzten Tage gründete (unter gleichzeitiger
Leugnung des Abfalls). Das ist Anarchie unter Behauptung des Gegenteils, Häresie unter Behauptung des
Gegenteils und mancherorts sogar Sakrileg unter Behauptung des Gegenteils. @ Reggazoni Frevlergemeinschaft
UNO? Die UNO macht zwar mitunter schlechte Politik, aber sie ist keine religiöse Instanz, also auch keine
Wiederkehr des totalitären frz. Regimes von 1793. Aber das kann nur erkennen, wer nicht in pantheistischen
Mythen befangen ist, sondern der Realpräsenz Christi was zutraut.
@Mimi Ich hörte mal eine Fürbitte: „Für die noch christlich denkende Minderheit im deutschen Bundestag.“
Genauso schlimm wie Ihr Beispiel. Aber noch ganz allgemein: Ich habe das Buch von Uwe Lang jetzt gelesen.
Ich bin beeindruckt. Ein tolles Buch. Noch beeindruckter bin ich aber davon, dass der kreuz.net-Autor,
der den Artikel geschrieben hat, das Buch offensichtlich nicht gelesen hat. Von der „Gebetsrichtung zum
Tabernakel hin“ steht darin nämlich: NULL. NICHTS. NIENTE. Darum geht’s gar nicht. Der Tabernakel kann
stehen, wo er will. Es geht um die Gebetsrichtung OSTEN bzw. mindestens mal um eine gemeinsame Gebetsrichtung.
Ich wüsste gerne, welcher kreuz.net-Autor so frech war, ein Buch zusammenzufassen, das er selbst nicht
gelesen hat. Aber in dieser anonymen Hetzpostille hier braucht man ja mit solch einem Mindestmaß an Wahrhaftigkeit
nicht zu rechnen, sprich: den Namen dieses inkompetenten Autors werden wir nie erfahren. Echter Bekennermut,
sag ich dazu.
Fürbitten In meiner NOM-Pfarrei hörte ich vor ungefähr einem Jahr mal die „Fürbitte“: Für alle Konservativen,
die dem Alten hinterhertrauern und sich notwendigen Neuerungen verschließen… Ohne Kommentar… ((
Fürbitten Bei vielen Fürbitten kann man wirklich bittend sagen „Wir bitten dich erhöre uns“, bei anderen
Fürbitten ist das fraglich und bei manchen sollte man lieber gar nicht antworten. Mir fehlt jedenfalls
öfter mal die Konzentration jede Fürbitte genau anzuhören und bin deshalb mit meinen Antworten dabei
sparsam geworden.
#37 Agiafortuni 09:55:11 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Fürbitten gegen die aus einem katholischen Geist hervorgegangenen Fürbitten ist nichts einzuwenden.
Schlimm ist es, wenn eine Frevlergemeinschaft wie die UNO mithineinbezogen wird
#36 Dr. Otterbeck 09:17:03 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Rubriken sind ja die rotgedruckten „Regieanweisungen“ in den liturgischen Büchern. Damit sollte man nicht
zu kleinlich sein. Allerdings, Dr. Heger, wird aus mir nie ein liturgischer Experte werden. Mir fallen
eben aus laienhafter Sicht einige Unebenheiten auf. Im Zuge der Reform hat man von den „Fürbitten“ zu
optimistisch gedacht. Die Auflösung dieses Krampfes wird, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, am ehesten
durch noch größere Vielfalt möglich: Wahlfreiheit, ob das „Allgemeine Gebet“ vor Beginn der Messe oder
zum Schluss des Wortgottesdienstes stattfindet (und Empfehlung anstatt von Fürbitten auch Gebete der
Tradition mit allgemeinem Charakter vorzutragen?). Der Friedensgruß kann würdig gefeiert werden, aber
sein Ort in der ambrosianischen Liturgie gefällt mir besser. Nur, wie gesagt, auf meine Sicht kommt es
dabei am wenigsten an.
Kompliment an alle! Die hier ablaufende Diskussion ist – bis auf Ausnahmen – die bislang sachlichste zum
Thema, die ich hier auf kreuz.net verfolgen durfte. Es scheint so etwas wie ein gemeinsamer Nenner der
Teilnehmer durch: Eine Liebe zur Kirche und empfundenen liturgischen Form. Und das bei ganz unterschiedlichen
Preferenzen. Die Gedanken zur Gebetsrichtung finden sich übrigens wortgleich im Buch „Der Geist der Liturgie“
wieder. Autor: Josef Kardinal Ratzinger.
Fürbitten-Lyrik tatsächlich sind die „Fürbitten“ (und der „Friedensgruß“) das viel größere Problem
im Novus Ordo als die Hochgebete I.-IV. Na ja, es gibt eben immer noch Steigerungen. Die Fürbitten dürften
nicht von jedermann, sondern sollten nur von Lektoren, notfalls Akolythen, und zwar „nach Osten“, hilfsweise
zum Altar gesprochen werden Woher diese plötzliche Genauigkeit in liturgischen Dingen? Das war doch alles
verdammenswerter „Rubrizismus“. unter Verzicht auf jedwedes pädagogisches Einsprengsel, Wieso „Einsprengsel“?
Diese ganze Fürbitten-Lyrik besteht doch nur aus verquaster und mitunter politisch-korrekter Volkspädagogik.
MfG Christoph Heger
Ausgezeichnet, Herr Höck, tatsächlich sind die „Fürbitten“ (und der „Friedensgruß“) das viel größere
Problem im Novus Ordo als die Hochgebete I.-IV. Sehr richtig. Die Fürbitten dürften nicht von jedermann,
sondern sollten nur von Lektoren, notfalls Akolythen, und zwar „nach Osten“, hilfsweise zum Altar gesprochen
werden unter Verzicht auf jedwedes pädagogisches Einsprengsel, am besten in Form von vorgeschriebenen
Orationen. Das sollte jedenfalls für die reguläre „Gemeindemesse“ am Sonntag gelten. Unter Abweichung
von VII. des Motu proprio Ministeria quaedam vom 15.08.1972 sollte die Beauftragung als Lektor oder Akolyth,
da Ausprägung des Allg. Priestertums, aber nicht mehr Männern vorbehalten werden (wie bereits weithin
praktiziert).
@ mimi Außerdem dienen halt auch die Lesungen – wie alles in der Liturgie – zunächst zum Lob und zur
Verherrlichung Gottes und erst in zweiter Linie zur Belehrung und Erbauung des Volkes, was dann ja auch
Zweck der Predigt ist. Nein, das hat sich höchstens später eingeschlichen. Die Lesungen waren immer
für das Volk bestimmt, so steht es sogar in den Unterweisungen des alten Schott. Auch wird dieser Teil
der Hl. Messe deswegen als Lehrgottesdienst bezeichnet. Vielleicht hilft dir dieses Zitat weiter: Es ist
klar, dass der erste Teil der Messe, der geschaffen ist, die Gläubigen zu belehren und sie ihren Glauben
ausdrücken zu lassen, diese Ziele in einer deutlicheren und in gewissem Ausmaß verständlicheren Weise
erreichen müsste (…) Nach meiner bescheidenen Ansicht schienen zwei Reformen in diesem Sinne nützlich,
erstens die Riten dieses ersten Teils und einige Übersetzungen in die Landessprache. Das hätte dadurch
zu geschehen, dass sich der Priester den Gläubigen nähert, mit ihnen in Verbindung steht, betet und
singt, dass er sich also am Lesepult aufhält, dass er die Epistel und das Evangelium in ihrer Sprache
verliest und mit den Gläubigen die himmlischen, traditionellen Weisen des Kyrie, des Gloria und des Credo
singt. All das wären glückliche Reformen, die diesen Teil der Messe seinen wahrhaften Zweck wiederfinden
lassen. Der Autor ist Erzbischof Marcel Lefebvre.
@ElendesterSünder: Nein, es empfiehlt sich die innerliche TEILNAHME am Hochgebet und nicht irgendetwas
NEBENBEI. Einfach nichts NEBENBEI, sondern ganz DABEI, DAS empfiehlt sich!
Neben der äußeren Teilnahme innere Sammlung Um der unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers unseres Heilands
mit Lebendigkeit des Herzens beiwohnen, empfiehlt sich – besonders vom Offertorium an – nebenbei das stille
Gebet einer Meßandacht, wobei es auf die darin enthaltenen Bitten und die Erweckung tiefer Gemütsbewegungen
ankommt. Solche Meßandachten findet man in jedem vor der Massenapostasie herausgegeben Gebetbuch. Die
Familie Wimmer hat sich die Mühe gemacht, ein solches ins Netz zu stellen. Damit ist, Gott sei Dank,
ein der Tiefe eines gläubigen Herzens entsprungenes Gebetbuch für jeden verfügbar. Siehe Linkbörse!
Anmaßung Und Rosenkranzgebet ist eben kein Missbrauch sondern für manche Menschen mit einfacherem Gemüt
mit Sicherheit die beste Möglichkeit, um in das heilige Geschehen tiefer einzudringen. Ich würde mir
nicht anmaßen, auf diese Menschen herabzublicken DAS lasse ich mir mal auf der zunge gaaaaaanz langsam
zergehen …
@Sirilo Ihr Wort in Gottes Ohr… Nun, bei uns haben Gläubige die Pfarrei verlassen, nachdem der neue
Priester es gewagt hat, als erster zu kommunizieren… Und dem weiter unten stehenden Posting von Romano
konnten Sie entnehmen, dass Gläubige nicht mehr in die Messe gehen würden, wenn der Priester nicht versus
populum feiern würde… Tut mir leid, das sind nicht nur Ausnahmen… ich habe genug Einstellungen mitbekommen,
genug… Aber das ganze ist tatsächlich sehr, sehr, sehr traurig! Wenn bei Ihnen alles in bester Ordnung
ist, prima, freuen Sie sich! Dann leben Sie vielleicht auf einer wohlkatholischen Insel… Doch oben zitierte
Gläubige wissen wohl kaum, was wir in einer Hl. Messe feiern! @Katja Berben Ehelichen Sex? Sie erwarten
nun hoffentlich keine Antwort. Und die Hl. Messe ist auch ein OPFER!!! Auch wenn viele das heute nicht
mehr wissen, weil der von vielen Priestern ausschließlich benutzte 2. Messkanon dieses Wort unter den
Teppich fallen lässt.
@Mimi Beteiligtsein hat ja auch nichts mit „ein Dienstamt ausüben“ zu tun. Aber wie man durch ein Gebet
ZU MARIA, noch dazu das die Passion Christi herausstellende Gebet des Scherzhaften Rosenkranzes, in das
Gehemnis der Eucharistie eindringen soll (dass sich zeitgleich durch ein an GOTT DEN VATER gerichtetes,
herrliches und freudenerfülltes Lob- und Dank-(nicht Opfer-)gebet ausdrückt), das bleibt mir ein Rätsel.
Letztlich existiert jeder christliche Lebensvollzug immer von der Messe her – aber dann müssten Sie es
auch gut finden, wenn Menschen während des Hochgebetes miteinander ehelichen Sex haben. Ähnlich weit
ist das Rosenkranzgebet als ein an Maria gerichteter „Psalter für Analphabeten“ (denn nichts anderes
ist der Rosenkranz historisch) vom eucharistischen Hochgebet – gleich welchem, ob römisch, byzantinisch
oder sonstwie – entfernt. Frommsein alleine genügt nicht, um dem Wesen der Liturgie gerecht zu werden.
Wieso ich mich mit diesem Urteil über Menschen erheben sollte, weiß ich nicht. Ich habe noch nie einem
Mütterchen den Rosenkranz aus der Hand geschlagen.
@Mimi Sie schreiben: „Gläubige des NOM, die sich da bloß unterhalten lassen und sowieso nicht wissen,
was in der Hl. Messe eigentlich gefeiert wird.“ Wie kommen Sie eigentlich zu derartigen Urteilen über
Ihre Mitkatholiken? Es gibt keine „Gläubigen des NOM“; es gibt stattdessen Katholiken, die an Messen
teilnehmen, die so gefeiert werden, wie es Papst und Bischöfe vorschreiben. In unserer PFarrei ist die
Kirche jeden Sonntag bei jedem der drei Gottesdienste voll; die Leute kommen nicht, um sich unterhalten
zu lassen (da könnten sie gleich zu Hause bleiben und fernsehen); sie kommen, weil sie *wissen*, was
in der Hl. Messe eigentlich gefeiert wird. Wenn sie’s nicht wüßten, würden sie ja nicht kommen, denn
die Zeiten, da man aus purer Gewohnheit oder aus Tradition oder aus Angst vor dem Gerede der Leute in
die Kirche ging, sind Gott-sei-Dank vorbei.
–---- @Sirilo Tun Sie mir den Gefallen und lesen das mit dem Osten bitte in dem geposteten Link nach?!
Danke… Ich hab die Bibelstellen nicht nachgeschlagen, mag sein, dass es „nur“ Tradition ist, dass die
Himmelfahrt gen Osten erfolgt ist. Mein anderes Posting war eine Replik auf Gotthard, und ich hatte bestimmte
Leute vor Augen und sicherlich nicht unseren Papst… @Katja Berben Oh Mann. Dazu fällt mir spontan gar
nichts mehr ein. Bzw. doch, ich erinnere mich an die Dinge, die ich mal beim Liturgischen Institut Trier
gelernt habe… ich hab den Kurs dann endgültig abgebrochen, nachdem ich glücklich zur alten Messe gefunden
habe. Ich war mal für kurze Zeit Lektor und hab auch Hl. Messen vorbereitet. Und doch spüre ich nun
viel deutlicher, dass ich an der Hl. Handlung „beteiligt“ bin… man ist mit dem Herzen beteiligt! Es
braucht keinen Aktivismus. Und Rosenkranzgebet ist eben kein Missbrauch sondern für manche Menschen mit
einfacherem Gemüt mit Sicherheit die beste Möglichkeit, um in das heilige Geschehen tiefer einzudringen.
Ich würde mir nicht anmaßen, auf diese Menschen herabzublicken. Wie ich bereits sagte, heutige Messbesucher
werden im allgemeinen weniger von der Hl. Messe verstanden haben als das „alte Mütterchen“, das ihren
Rosenkranz betet. Es geht hierbei eben nicht um Privatfrömmigkeit. Der Schmerzhafte RK eignet sich geradezu
perfekt, um in das Geschehen des Hl. Messopfers einzudringen.
@ Katja Berben Warum päpstlicher sein wollen als der Papst? Rom hat erst vor kurzem klargestellt, dass
der Empfang des Bußsakraments im Rahmen einer Eucharistiefeier nichts Anrüchiges hat Warum unnötig
diese Klisches über angebliche Fehlformen der vorkonziliaren Volksfrömmigkeit bedienen? Mit pauschalen
Verdächtigungen und Unterstellungen kommt man auch nicht weiter.
Also: Ich werde es nicht unterlassen, solches Verhalten als schwachsinnig zu bezeichnen. Ich bezeichne
damit nicht die betreffenden Leute als schwachsinnig. Es gibt in der vorkonziliaren Liturgie genauso Fehlformen
in der Frömmigkeit wie in der nachkonziliaren. Ich sehe nicht, warum letztere schlimmer sein sollten
als erstere. Verhaltensweisen wie das Rosenkranzbeten und Kinderbeschimpfen und Punktlandungs-Beichten
vor der Kommunion (möglichst 0,3 Sekunden vor der Kommunion die Beichte abschließen, an der Messe somit
nicht teilgenommen haben, aber dann so schnell und knierutschend wie möglich zur Kommunion kriechen)
waren es, die dazu geführt haben, dass das Konzil einen Bedarf sah, die Liturgie neu zu ordnen, um sie
zu einem Akt zu machen, bei dem wirklich alle auch spüren konnten, dass sie selbst als Träger der liturgischen
Versammlung beteiligt (und nicht nur pflichtgemäß bei einer Klerikerliturgie anwesend) sind. Rosenkranzbeten
während des Hochgebetes IST ein Missbrauch der Liturgie zum Zwecke der Privatfrömmigkeit.
Osten etc. @Mimi Ich habe mein NT gefilzt – nirgendwo finde ich einen Hinweis, daß Jesus *nach Osten*
in den Himmel aufgefahren ist. Sie schreiben über die NOM-Messen: „Diese sind von Gott einfach zu weit
entfernt. Das kann natürlich Menschen nicht klar sein, die sich selbst von Gott entfernt haben und Ihn
nicht mehr an die erste Stelle setzen.“ Wollen Sie damit etwa sagen, daß Papst Benedikt und der Weltepiskopat
sich selbst zu weit von Gott entfernt haben und ihn nicht mehr an die erste Stelle setzen? @Katja Berben:
Ich habe nach wie vor Schwierigkeiten mit der Osten-Symbolik, die aus einer Zeit stammt, als man noch
meinte, die Erde sei eine Scheibe – da war Osten ein fester Punkt. Aber jetzt ist Osten sehr relativ –
für die Christen in Mittelasien ist der Osten in China, für die Chinesen in Japan, für die Japaner
in Amerika. Kommt Jesus aus China, Japan, Amerika? Er kommt vielleicht von Oben, aus dem Mysterium des
Himmels…
@Katja Berben Ich verweise auch hier nochmal auf: www.alte-messe.de/08_vormesse.html (unter „Lesungen“)!
Im übrigen liest kein Übersetzer, sondern auch die Übersetzung liest der Priester, und je nach Pfarrei
wird auch hier nochmals vor dem Evangelium das kleine Kreuzzeichen gemacht. Das hat jetzt nichts mit den
Lesungen zu tun, aber im übrigen möchte ich Sie doch HERZLICHST bitten, es nicht als „schwachsinnig“
zu bezeichnen, wenn Gläubige während der Hl. Messe den Rosenkranz beten. Ich würde dies nicht tun,
aber hier und da gibt es vereinzelt ältere Leute, die das tun, dies wurde auch durchaus von irgendeinem
Papst gutgeheißen, und ich denke, dass manche dieser Leute durch den Rosenkranz näher am Geschehen des
Hl. Messopfers sind als Gläubige des NOM, die sich da bloß unterhalten lassen und sowieso nicht wissen,
was in der Hl. Messe eigentlich gefeiert wird.
@Mimi Die Lesungen dienen nicht primär der Verherrl. Gottes, sondern sind Proklamation d. göttl. Wortes,
das sich an d. Menschen richtet.Absurd ist es, wenn die „eigentliche Liturgie“ darin besteht, dass irgendwer
irgendwas macht, und anschl. als nicht-eigentliche Liturgie das nochmal übersetzt wird.Dann findet innerhalb
eines Aktes ein „kanonischer Teil“ statt (Priester liest Lesungen irgendwie in der Gegend herum),und zugleich
bzw. danach ein „unkanon. Teil“ (Übersetzer liest).Das ist ähnlich schwachsinnig,wie wenn Gläubige
während des Hochgebetes,anstatt es mitzuvollziehen,ihren Rosenkranz auspacken und ein paar Sühnestunden
vor Maria einlegen.Liturgie ist ein gemeinsames Tun aller, und nicht ein Nebeneinander mehrerer Parallelveranstaltungen
mit je unterschiedl. Zweck. Wenn die Lesungen von der Gemeinde nicht verstanden werden,wird das Anliegen
Gottes,sich beim Menschen verständlich zu machen,konterkariert. Also: Wenn lat. Lesungen,dann nur bei
einer Gruppe,die Lat. beherrscht oder sich auf die Texte der Lesungen vorbereitet hat – sonst Lesungen
in der Volkssprache (so ist Lat. ja überhaupt Liturgiesprache geworden: als Volkssprache,die – anders
als das Kult-Griechisch – vom Volk verstanden wurde). Bei Ordinarium,Hochgebet ist das anders:Diese Teile
sind gleichbleibend/haben nur wenig Variation,so dass jeder ihren Inhalt kennen sollte/könnte(vgl. bis
heute „Kyrie eleison“). Aber auch hier kann die Volkssprache nicht verboten sein(vgl. Slawenmission mit
päpstl. Auftrag!).
Gegenüberstellung… …während für Lesungen, Predigt, Segen etc. die Gegenüberstellung angemessen
ist. Ersteres ist in der nachkonziliaren Liturgie mangelhaft, Letzteres in der vorkonziliaren (Lesungen).
Ich habe kein Problem damit, dass die Lesungen auf Latein nicht in meine Richtung vorgetragen werden,
ich kann Latein eh nicht verstehen und verfolge es im Schott. Aber sie werden doch später auf Deutsch
noch mal versus populum verlesen. Außerdem dienen halt auch die Lesungen – wie alles in der Liturgie –
zunächst zum Lob und zur Verherrlichung Gottes und erst in zweiter Linie zur Belehrung und Erbauung des
Volkes, was dann ja auch Zweck der Predigt ist. @Gotthard Was soll denn der Unsinn jetzt wieder? Ich gehe
nicht zur FSSPX (sondern zur FSSP) und mache trotzdem einen weiten Bogen um normale NOM-Messen. Diese
sind von Gott einfach zu weit entfernt. Das kann natürlich Menschen nicht klar sein, die sich selbst
von Gott entfernt haben und Ihn nicht mehr an die erste Stelle setzen, sondern denen es wichtiger ist,
gut unterhalten zu werden oder denen ihre liturgischen Dienste ach so wichtig sind für ihre Selbstdarstellung
und Selbstbestätigung. Und die FSSPX ist keine Sekte, unterlassen Sie solche Beleidigungen!
Vehikel Es bleibt die grundsätzliche Frage: Warum eigentlich ist die FSSP so schwach? Die haben doch
Papst und Kirche auf ihrer Seite? Die Antwort ist doch ganz einfach: die Sehnsucht nach der tridentinischen
Liturgie ist minimal … mit dem Papst und Rom und dem Vatikanum II verbundene Katholiken feiern die heutige
Liturgie gerne und haben keinen Bedarf nach einer rückwärtsgewandten Änderung. Dagegen sind die Pius-Sektierer
ein Sammelbecken für alle irgendwann stehengebliebenen „Katholiken“, denen Religionsfreiheit, Menschenrechte,
Demokratie, Gleichberechtigung der Freu, überhaupt Demokratie usw ein Dorn im Auge und des Teufels sind.
Es ist deshalb kein Zufall, dass diese Sekte ihren Ausgang in Frankreich nahm, in Kreisen des alten Adels.
Es ist deshalb kein Zufall, dass alle Diskussionen hier um die Liturgie dann einen anderen SChwenk nehmen,
wenn die Rede auf die „Freigabe der tridentinischen Liturgie“ kommt – dann werden sofort die anderen –
für sie viel wichtigeren – Punkte nachgeschoben; also die „zurück ins 19. Jahrhundert-Bewegung“. Für
die Pius-Leute ist die Liturgie nur das augenfällige Vehikel.
@Sirilo Es geht in der Osten-Symbolik nicht um Warschau/Wien, sondern darum, dass Osten der Ort des Sonnenaufgangs
ist – und das ist ein Bild für die Schöpfung der Welt, den Sieg über die Dunkelheit (des Todes), die
Neuschöpfung (Auferweckung) und die Wiederkunft des Herrn. Selbstverständlich ist das „nur“ ein Symbol,
aber was haben wir sonst außer Symbolen in der Liturgie? Für antike Christen war es normal, sich auch
beim privaten Gebet gen Osten zu wenden; ähnlich wie sich Muslime nach Mekka und Juden nach Jerusalem/Tempel
wenden. Die Osten-Symbolik wird schon arg abstrahiert, seit Kirchen nicht mehr geostet sind. Natürlich
stimmt es, dass letztlich Gott überall ist. Aber es geht in der Liturgie auch darum, bestimmte Haltungen
auszudrücken und den Menschen dadurch zu prägen. Und da ist es nicht unerheblich, ob man in gemeinsame
Richtung spricht, die schon aufgrund ihrer Naturerfahrung (Sonnenaufgang) für den Menschen eine besondere
Bedeutung hat, oder – wie eine Predigt, Lesung oder sonstige Mitteilung – vom Priester Richtung Gemeinde.
Ich finde es übel, wenn daraus von Traditionalisten gleich ein „Häresie“-Gezeter gemacht wird, aber
ganz unpolemisch scheint mir für das Hochgebet, das Allgemeine Gebet u. die Orationen die gemeinsame
Gebetsrichtung (idealerweise Osten) der angemessene Ausdruck, während für Lesungen, Predigt, Segen etc.
die Gegenüberstellung angemessen ist. Ersteres ist in der nachkonziliaren Liturgie mangelhaft, Letzteres
in der vorkonziliaren (Lesungen).
–---- Was haben Warschau ud Wien mit dem christlichen Glauben zu tun?@Sirilo Wir erwarten Christus aus
dem Osten. Zunächst mal geht im Osten die Sonne auf, die Symbol für Christus ist. Bei Jesu Geburt ging
auch im Osten ein Stern auf. Christi Himmelfahrt erfolgte nach Osten, und ebenso soll Er wiederkommen.
Diese Zelebrationsrichtung ist Ausdruck der Sehnsucht nach dem kommenden Herrn und Ausdruck wacher Bereitschaft.
(Besser nachzulesen bei P. Martin Ramm FSSP: www.alte-messe.de/02_osten.html) @Romano Dann muss man das
den Gläubigen halt erklären. Vielleicht hat man früher zu wenig erklärt. Keine Ahnung. Es gibt für
alles eine gute vernünftige sinnvolle Erklärung, die akzeptieren sollte, wer Gott wirklich an die erste
Stelle setzen will. Und in meinem eigenen Empfinden fühle ich – als Konvertit im 3. Jahr – mich mittlerweile
nur noch im alten Ritus zu Hause und wohl. Sie sagen, das Ziel sollte sein, dass die Menschen in die Kirchen
kommen… hat man das mit der Reform vielleicht erreicht? Ich denke, eher das Gegenteil war doch wohl
der Fall. Die Menschen müssen wieder begreifen, dass das ganze ein GOTTESdienst ist, ihnen muss die Bedeutung
Gottes für ihr Leben wieder klar werden. In aller Deutlichkeit. Dann kommen sie auch wieder in die Kirche.
Wenn ich solche Aussagen höre wie von Ihrer erwähnten älteren Dame, dann platzt mir der Kragen! Es
geht um GOTT, um GOTT, um GOTT!!! Und um nichts anderes!!!
Hausvater Die Tischsitten zur Zeit Jesu lassen eher vermuten, daß Jesus am rechten Ende des Tisches,
dem Ehrenplatz, saß, Wwer war der „Hausvater“ an diesem Abend?
Basilica di Sant’Apollinare Nuovo Die Tischsitten zur Zeit Jesu lassen eher vermuten, daß Jesus am rechten
Ende des Tisches, dem Ehrenplatz, saß, besser gesagt lag. Mosaik: www.formonline.se/…pNov/T11Jesuliv.html
Versus Deum – Wo ist Gott? Wieso muß der Zelebrant dem Volk den Rücken zukehren, wenn er die Messe „versus
Deum“ feiert? Ist Gott nicht überall? Aus den Darstellungen der christlichen Kunst aller Jahrhunderte
wissen wird, daß Jesus Christus bei der ersten Messe im Abendmahlssaal auch „versus populum“, seinen
Jüngern zugewandt, positioniert war. Heißt es nicht, daß der Priester bei der Messe als Jesu Stellvertreter
agiert? Und was hat es mit der Richtung „Osten“ auf sich? Wenn man von Berlin nach Osten schaut, dann
schaut man nach Warschau, und von München schaut man ostwärts nach Wien. Was haben Warschau ud Wien
mit dem christlichen Glauben zu tun?
@ Thomas A. Höck Bezüglich der Praxis der Fürbitttexte gebe ich Ihnen Recht. Meine Ausführungen bezüglich
der Vortragerichtung ist die einzige Erklärung, die ich mir diesbezüglich geben kann. Andernfalls ist
es völlig absurd, die Fürbitten vom Ambo aus zu sprechen, sie müssten also am Altar gesprochen werden,
womöglich ausschließlich versus dominum. So außerordentlich wäre das gar nicht, denn eine besonders
erhabene Art der Bitte, die Allerheiligenlitanei, wird – Zelebrationsrichtung hin oder her – immer (jedenfalls
nach meinen Erfahrungen) versus Dominum gebetet. Ähnlich wird bei der Eucharistischen Andacht vorgegangen.
Diese Praxis steht im Widerspruch zur Auffassung, man müsse zum Volk hinzelebrieren.
@ mimi „Die Idee meines Buches ist zu zeigen, daß der Priester dem Volk nicht seinen Rücken zukehrt,
sondern es im Gebet zum Herrn hin führt.“ >>Was vor dem Konzil den Gläubigen auch noch klargewesen sein
dürfte, oder? Das wage ich zu bezweifeln. Es dürfte eher das Gegenteil der Fall gewesen sein. Man könnte
sogar sagen, dass dies einer der Gründe für den Wechsel der Zelebrationsrichtung war. @ Thomas A. Höck
Ich habe übrigens auch nie verstanden, warum im NOM die – mehr oder weniger – frei formulierten Fürbitten
von irgendjemandem verlesen werden versus populum Das habe ich mich früher auch gefragt, doch nach einiger
Überlegung kam es mir wieder logisch vor. Frühere Fürbitten formulierten sich etwa so: Barmherziger
Gott wir bitten sich, dass du uns (Wunsch) gewähren wollest usw. Die Bitte war also schon im Fürbitttext
enthalten, dem Bittruf der Gemeinde kam nur der Status einer Bekräftigung zu. Im NOM sind Fürbitten
anders formuliert, der Priester oder Lektor formuliert etwas, worum gebeten wird, also nicht: „Wir bitten
dich um Frieden“, sondern: „Für den Frieden in der Welt…“ die Bitte (zB „Wir bitten dich, erhöre uns“)
spricht dann die Gemeinde allein – und die bittet versus deum.
@ Mimi „Die Idee meines Buches ist zu zeigen, daß der Priester dem Volk nicht seinen Rücken zukehrt,
sondern es im Gebet zum Herrn hin führt.“ Was vor dem Konzil den Gläubigen auch noch klargewesen sein
dürfte, oder? Werte Mimi, ich glaube: nein. Gerade weil es den Gläubigen nicht klar war, wollten viele
so schnell wie möglich die Messfeier „mit dem Rücken zum Volk“ überwinden. Und erst kürzlich habe
ich in einer Gesprächsrunde über die Liturgie erlebt, dass eine ältere Dame sagte: „wenn die Messe
mit dem Rücken zum Volk gefeiert würde, ginge ich nicht mehr hin.“ Viele Menschen haben diese Zelebrationsrichtung
also so empfunden, als ob die „Kirche“ ihnen nur den Rücken zuwende. Ich selbst habe durchaus Sympathie
für eine Zelebration „versus deum“, denke aber: man darf die von mir geschilderte Befindlichkeit (die
vermutlich von weit über 90 % aller Katholiken geteilt wird) nicht gering achten. Die Liturgiereform
hat sich sicherlich auch deswegen durchgesetzt, weil die alte Messe – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht
verstanden wurde. Das macht eine „Reform der Reform“ schwer; schließlich sollte es doch unser Ziel sein,
dass die Menschen in die Kirchen kommen und dass nicht auf die Vertreibung der einen Gruppe diejenige
der anderen folgt…
So viel ich weiß… …geht es doch um die Gebetsrichtung OSTEN (bzw., wenn eine Kirche mal nicht geostet
ist, dann um eine abstrahierte gemeinsame Gebetsrichtung, die zumindest den Osten symbolisiert), nicht
aber – wie in der Einleitung angedeutet – um die Gebetsrichtung TABERNAKEL. Ob im Osten auch der Tabernakel
steht oder ob er sich – wie vom II. Vatikanum gewünscht – an einem Ort befindet, der für die persönliche
Anbetung besonders geeignet ist (und das ist die Apsis praktisch nie, weil sie viel zu weit weg ist von
den Gläubigen, viel besser geeignet ist eine Seitenkapelle, Krypta etc.), ist für die Frage der Gebetsrichtung
doch völlig wurscht.
Ranjith… …muss wahrscheinlich in der gefährlichen Kurie des Vatikans aufpassen, denn seine Beziehung
zu P. Schmidberger und seine private Aussage: „Ich werde mir das Missale Pius’ V. besorgen lassen um in
Rom die wahre katholische Messe feiern zu können wie sie sein soll“, haben bestimmt viel Ärger ausgelöst.
Ich denke mal, diese Aussagen bestätigen, dass sich unter Benedikt XVI., wie Weihbischof Tissier de Mallerais
sagte, nur wenigstens geändert hat, und fast nichts zum besseren; „Worte sagen nichts, Taten sprechen
aber. Und die haben wir noch nicht gesehen“.
Politisch korrekt Es scheint im Sinne der political correctness gefordert zu sein, daß man, wenn man
vorsichtige Kritik an gegenwärtigen liturgischen Zuständen übt, sich zugleich immer auch von jenen
distanzieren muß, die für die Liturgie der Überlieferung eintreten. Und das ist schade. Aber nach soundsovielen
Tabubrüchen auf allen Gebieten wird auch einmal in Kreisen der Hierarchie das Tabu der „Alten Messe“
gebrochen werden, und das vermutlich nicht in allzu ferner Zukunft.
–---- „Die Idee meines Buches ist zu zeigen, daß der Priester dem Volk nicht seinen Rücken zukehrt,
sondern es im Gebet zum Herrn hin führt.“ Was vor dem Konzil den Gläubigen auch noch klargewesen sein
dürfte, oder? Also ich finde diese Zelebrationsrichtung für alle Beteiligten passender… Der Priester
führt uns zu Gott… genau… und er muss sich auch nicht gezwungen fühlen, die Gläubigen zu „unterhalten“…
genausowenig wie die Gläubigen sich verpflichtet fühlen müssen, ihn anzustarren… Beide behalten den
Blick auf Gott, da wo er sein soll… Auch schaut dem Priester niemand bei seinem eigenen Kommunionsempfang
zu, was mich persönlich als Priester versus populum wohl am meisten stören würde.
Beten wir, … … daß Pater Lang, der Monsignore aus Ceylon und ihr Chef auch wirklich die Zeit haben
werden, alles in Ruhe zu bedenken, bevor es vielleicht zu spät für eine liturgische Rück-Orientierung
(=Ostung) ist …