[ « 321 322 323 324 325 » ]
Mittwoch, 3. Mai 2006 09:51
Der Vorsitzende der Liturgiekommission der US- Bischofskonferenz ist von der seit langem diskutierten Neuübersetzung der englischsprachigen liturgischen Bücher nicht überzeugt. Sie würde der Forderung des Konzils nach einer „aktiven Teilnahme“ der Gläubigen nicht entsprechen.
Zurück zum Artikel 8 Lesermeinungen:
Mittwoch, 3. Mai 2006 21:17
athanasius1957: Der arme Bischof Trautmann
Ebenso werde der Satz „geboren aus der Jungfrau Maria“ in der neuen Übersetzung durch „fleischgeworden durch die Jungfrau Maria“ ausgetauscht. Interessanterweise wird wohl aus incarnátus nun wieder fleischgeworden aber aus ex María Virgine aehnlich der deutschen Falschuebersetzung nur durch. Gerade das ex ist aber der entscheidende theologische geschriebene Unterschied zum de. Natus de matre sind wir Menschen. Christus hingegen incarnatus ex maria virgine, womit glasklar dargestellt ist, dass die Empfaengnis ohne das Zutun eines Mannes sondern nur de spiritu sancto erfolgte. Auch zeigt sich mit dem ex der theologische Ansatz zur Sempervirgo.
…Die neue Übersetzung spreche dort vom „kostbaren Kelch“ und nicht wie bisher vom „Becher“ .
Dass die alten Lateiner unter vas, urceolum und calix unterscheiden konnten ist klar, dass aber ein aufgeklaerter Bischof dazu unfaehig ist, zeigt von seiner Verblendung. Cup im Englischen ist eigentlich das Haeferl, cup of coffee, tea…, Chalice ist aber das Trinkgefaess von hohem Wert. Senden wir dem Hw. Herrn Bischof eine Uebersetzung von Die Entdeckung des Heiligen Grals von Michael Hesemann zu.
Mittwoch, 3. Mai 2006 17:45
Athanasius: Fehlübersetzung mehr oder weniger
und eine linguistische Korrektur, werden den modernen Pfarreien weder beeinflussen, schaden oder helfen.

Das Problem sind die Bücher, auf Latein, von 1969 selbst.

Auch gegen die vorliegende Neuübersetzung, die von der ‘Internationalen Kommission für Englisch in der Liturgie’ verantwortet wird, hat er Einwände.

Einer der Hauptliturgisten dieser ICEL-Kommission, Pater Stephen Sommerville, der 1965 bis 1971 einer der mächtigsten Liturgieübersetzer der englischsprachigen Welt war, hat sich 2001 von seiner früheren Arbeit in u.a. der ICEL abgeschworen und ist zur römisch-katholischen Tradition und zum alten römischen Ritus (tridentinischer Messe) zurückgekommen. 2004 wurde er suspendiert, weil er für eine mit der FSSPX verwandte Gemeinde, die in einer nicht-diözesan approbierten Kapelle das Hl. Messopfer mitfeierten, die hl. Messe zelebriert. Auf Rekurs nach Rom erfolgte gar keine Antwort. Die publike Abdankung und Abschwörung dieses unheimlich wichtigen Liturgisten zeigt wie traurig die tiefe Oberflächlichkeit und neo-protestantische Haltung der neuen Liturgie ist, dass sogar der hl. Stuhl dazu schweigen musste, da Mangel an Gegenargumente.
Mittwoch, 3. Mai 2006 12:31
Konsubstantiell sagt aus „eines WESENS mit dem Vater“ (wie im Deutschen übersetzt)!!! Das ist wesentlich genauer als „eins mit dem Vater“, den die Einheit besteht in der Substantia (hier ist die philosophische Substanzgemeint, nicht die physikalische oder chemische), also dem Wesen (dem göttlichen) und nicht z.B. in etwas anderem (Aussehen, natürliche Ausdehnung, Leib etc.)
Mittwoch, 3. Mai 2006 12:24
Nólimon: Nicht für Eingeweihte?
Als Jesus mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.

Und durch viele solche Gleichnisse sagte Jesus ihnen das Wort so, wie sie es zu hören vermochten. Und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen; aber wenn sie allein waren, legte er seinen Jüngern alles aus.
Mittwoch, 3. Mai 2006 12:07
Dr. Otterbeck: Konsubstantiell
ist im Deutschen eine unmögliche Übersetzung. Da das Englische aber Latinizismen kennt, ist es dort mutmaßlich verständlich genug. Eine gewisse Anstrengung des Begriffs ist trotz „actuosa participatio“ wohl möglich und gerade zu ihren Gunsten. Der moderne Klerikalismus besteht ja häufig darin, dass der Zelebrant den Horiziont der „Leutchen“ herabdefiniert, um sich Mühe zu ersparen. Die Leute verstehen aber auch schwierige Begriffe, wenn man Katechese risikiert, auch ohne Abi-, Uni-, Professorentittelei.

Das Christentum ist nämlich keine Religion für Eingeweihte. Die „kleinverständige“ Seele ist Christus oft näher als die akademisch verblendete.
Mittwoch, 3. Mai 2006 11:15
iustus: @Benedikt78
So, wie ich den Artikel verstehe, ist der Bischof ja gegen die neue Formulierung „konsubstantiell“ mit dem Vater – ich verstehe allerdings (trotz Universitätsabschluss) nicht den Unterschied zum „eins mit dem Vater“.

Der Glaube, den wir in den letzten 35 Jahren verkündet haben“ – quod erat demonstrandum…
Mittwoch, 3. Mai 2006 11:07
Benedikt78: Jawohl, ändert alles!
Im Glaubensbekenntnis ersetze das neue Meßbuch zum Beispiel die bisher verwendete Formulierung „Eins im Sein mit dem Vater“ durch die Worte „konsubstantiell mit dem Vater“.

Wenn man da nicht versteht, um was es geht, hat man keinen Universitätsabschluss! Welcher Normalsterbliche weiss schon, was konsubstantiell bedeutet? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Modernisten meinen, wenn die Leute eine Rede verstehen, war es keine intelligente Rede.

Der soll nach China gehen und dort in die Patriotische Vereinigung eintreten. Das wäre das geeignete Umfeld für seine abstrusen Ideen!
Mittwoch, 3. Mai 2006 10:42
_xyz_: „Formulierung jenes Glaubens, den wir in den
letzten 35 Jahren bekannt haben“ klingt verdächtig; hat er das wirklich gesagt oder meinte er das „Credo, das wir in…“?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net