Schockinterview auf Radio Vatikan
Ein deutscher Moralprofessor erachtet Kondome im Fall von Aids als „therapeutische Zielsetzung“. Gleichzeitig erklärt er unumwunden, die diesbezügliche katholische Morallehre „nicht zu verstehen“.

Hw. Schockenhoff meinte vor dem vatikanischen Radio, daß der einzige Ort legitimer sexueller Beziehungen „nach der Vorstellung der katholischen Kirche“ die Ehe sei.
Aber dieser Zielvorstellung würden viele junge Menschen während einer langen Phase der Vorbereitung auf eine eventuelle spätere Ehe nicht gerecht werden. Diese Realität müsse man zur Kenntnis nehmen – so der Priester:
„Das ist vor allen Dingen dann dringlich, wenn sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe oder vor der Ehe zum Einfallstor einer tödlichen Erkrankung werden – wie das bei Aids der Fall ist.“
Hier gewinne die Frage, wie man sich dagegen schützen könne, auch unter moralischen Gesichtspunkten – also unter dem Gesichtspunkt der Verantwortung – eine vordringliche Brisanz.
Es sei richtig, daß die Enthaltsamkeit den besten und im übrigen den einzig wirklich sicheren Weg darstelle. Auch Kondome vermittelten keine hundertprozentige Sicherheit.
Allerdings könne dies eine Überforderung darstellen: „Gibt es dann sozusagen die zweitbeste Möglichkeit, das geringere Übel, das dann immer noch der Gebrauch eines Kondoms darstellt?“
Die vorsichtigste Überlegung würde „nur“ die Ehe selber betreffen, bei der sich einer der Partner infiziert habe und der andere beim Vollzug des ehelichen Verkehrs vor einer Ansteckung geschützt werden soll:
„Da ist auch auf der Basis der kirchlichen Morallehre über die künstliche Empfängnisregelung an sich nicht zu sehen, was man dagegen einwenden sollte.“
Bei einer solchen Regelung – das Kondom als Schutz vor einer Ansteckung – gehe es nicht um eine Empfängnisregelung: „Das hat eine therapeutische Zielsetzung.“
Das sei auch auf der Basis „der bisher geltenden“ kirchlichen Morallehre eine andere Art von Handlung als eine künstliche Empfängnisregelung.
Der Geschlechtsakt hinter Gummi sei erst dann moralisch verwerflich, wenn man die Intention beim ehelichen Akt gezielt auf die Verhinderung einer möglichen Empfängnis richte.
Der Moraltheologe bringt für seine Theorie eine intentionalistische Begründung: Für die moralische Bewertung einer Handlung sei nicht der äußere Vollzug, sondern die Absicht, die Ausrichtung des Willens, maßgeblich.
Er verstehe „eigentlich auch überhaupt nicht“, warum das Kondom in dem dargelegten Fall bisher abgelehnt worden sei.
Man sei sich „manchmal“ auch in kirchlichen Kreisen über die eigentliche Begründung der Morallehre der Kirche nicht hinreichend bewußt gewesen.
Dagegen liege die Sachlage im Fall zügelloser Unzucht – Hw. Schockenhoff spricht von der „Einbeziehung eines weiteren Personenkreises“ – anders.
Der Priester glaubt, daß man hier eine Überlegung zur Verantwortung anschließen könnte: „Man könnte fragen, ob nicht auch in diesen Fällen der Gebrauch eines Kondoms zur Verhinderung einer Ansteckung das geringere Übel darstellt.“
Schließlich verweist Hw. Schockenhoff auf die Auswirkung der kirchlichen Morallehre. Er stellt die Frage, ob man – vorausgesetzt, daß sich die Menschen wegen der Moraltheologie faktisch in einer riskanteren Weise noch unverantwortlicher verhielten – die kirchliche Lehre oder einen entsprechenden moralischen Ratschlag auf sich nehmen dürfe.
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Samstag, 6. Mai 2006 17:46
methusalix †: Nobelpreis für Medizin?
Evelin: Wow!!!Bitte diesen Professor sofort für den Medizin-Nobelpreis nominieren lassen!!!!!
Da können wir ja heilfroh sein, dass der Nobelpreis für Medizin nicht von der Propaganda Fide vergeben wird. Die Therapie würde ja dann heute noch so aussehen, wie zu Paracelsus’ Zeiten.
Da können wir ja heilfroh sein, dass der Nobelpreis für Medizin nicht von der Propaganda Fide vergeben wird. Die Therapie würde ja dann heute noch so aussehen, wie zu Paracelsus’ Zeiten.
Freitag, 5. Mai 2006 11:14
Evelin: Wow!!!
Bitte diesen Professor sofort für den Medizin-Nobelpreis nominieren lassen!!!!!
„…therapeutische Zielsetzung…“
Also Latex oder Surrogate dafür helfen, die Krankheit zu kurieren! Genial.
Frau Evelin
„…therapeutische Zielsetzung…“
Also Latex oder Surrogate dafür helfen, die Krankheit zu kurieren! Genial.
Frau Evelin
Donnerstag, 4. Mai 2006 20:15
methusalix †: @belisar
Belisar: Propaganda der …die Ansteckungsrate liegt zwischen 6-27%,
Das ist Propaganda von unwissenden möchtegern-Theologen. Die Fehlerquote von 27 Prozent entspricht genau der Fehlerquote von Enthaltsamkeit.
Das ist Propaganda von unwissenden möchtegern-Theologen. Die Fehlerquote von 27 Prozent entspricht genau der Fehlerquote von Enthaltsamkeit.
Donnerstag, 4. Mai 2006 10:04
Laurentius2: @Augustinus
Einleuchtend und fundiert !
Donnerstag, 4. Mai 2006 02:49
Sulpicius: Prof. Schockenhoff,
… nehmen Sie Ihren Hut!
Mittwoch, 3. Mai 2006 21:17
Parzifal: @ Augustinus
1. ist diese Geschichte von kath.net. Sie sind ein Verräter! Sie kommen hier zu den Pius Bruderschaftsanhängern
und tun so als seien Sie einer von ihnen. Und dann lesen Sie bei den Anhängern der schrecklichen modernistischen
freimaurerischen V2 Sekte. Schämen Sie sich!
2. Ich werd ihnen sagen was die katholische Mama ihrer katholischen Tochter sagen wird. Sie wird sagen: „Tochter! Jag die Schwuchtel zum Teufel! Nur Schwule bekommen Aids! Aids ist eine Strafe Gottes! Gott hat ihn verflucht!“
3. Ich bin ein bißchen betrunken.
Wie sagte schon Luther: Wer nicht liebt Wein Weib und Gesang, derbleibt ein Narr sein Leben lang!
Es lebe die Liebe, der Leichtsinn, der Suff! Prost!
2. Ich werd ihnen sagen was die katholische Mama ihrer katholischen Tochter sagen wird. Sie wird sagen: „Tochter! Jag die Schwuchtel zum Teufel! Nur Schwule bekommen Aids! Aids ist eine Strafe Gottes! Gott hat ihn verflucht!“
3. Ich bin ein bißchen betrunken.
Wie sagte schon Luther: Wer nicht liebt Wein Weib und Gesang, derbleibt ein Narr sein Leben lang!
Es lebe die Liebe, der Leichtsinn, der Suff! Prost!
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