Geht es bei den Sexskandalen um die Kinder oder um Geld?
Im Zusammenhang mit der Geschäftemacherei mit den klerikalen Mißbrauchs- skandalen in den USA ist einem US-Erzbischof der römische Kragen geplatzt.
(kreuz.net, Denver) Der Erzbischof von Denver, Mons. Charles Chaput, hat seine Schäfchen aufgefordert,
nicht mehr tatenlos zuzusehen, wie die Kirche unter dem Vorwand sexueller Mißbräuche durch kirchliche
Mitarbeiter geplündert wird.
Erzbischof Chaput äußerte sich Ende Februar in einem Frage-Antwort-Artikel,
der in der US-Wochenzeitung ‘Our Sunday Visitor’ erschien.
Der Erzbischof wurde gefragt, warum Bischöfe
und Kirchenvertreter im Kampf gegen kirchenfeindliche Gesetze – die klerikale Mißbräuche zum Vorwand
nehmen – so zaghaft sind.
In verschiedenen US-Bundesstaaten wird gegenwärtig vorgeschlagen, die Verjährung
von Mißbrauchsfällen während zweier Jahre aufzuheben, um weitere Anklagen zu ermöglichen.
Damit würden
Verfahren gegen längst Verstorbene oder das Vorbringen von angeblichen Mißbräuchen, die jahrzehntelang
zurückliegen und unbeweisbar sind, ermöglicht.
Solchen Maßnahmen gehe es nicht um Gerechtigkeit, sondern
um „die systematisch Demontage und landesweite Plünderung der katholischen Kirche“ – erklärte der Erzbischof.
Die Aufhebung der Verjährungsfrist habe in Kalifornien bereits zu 800 Mißbrauchsanklagen geführt,
von denen die meisten gegen die Katholische Kirche gerichtet seien.
„Die Erinnerung schwindet dahin“
erklärte der Erzbischof: „Menschen sterben. Beweismaterial wird alt oder geht verloren.“ Darum bieten
Verjährungsfristen einen legitimen Schutz, „und die meisten Gesetzeshüter wissen das.“
Mons. Chaput
kritisierte auch einige Bischöfe wegen ihrer Untätigkeit im Angesicht der vorgeschlagenen Gesetzesänderungen.
„Sofern die Katholiken nicht sofort aufwachen und zugunsten ihrer Kirche, ihrer Pfarreien und der religiösen
Zukunft ihrer Kinder zurückschlagen, werden die Plünderungen weitergehen.“
Drei US-Diözesen – Portland,
Tucson und Spokane – haben im Zusammenhang mit den Mißbräuchen bereits Bankrott angemeldet.
Erzbischof
Chaput ist davon überzeugt, daß die meisten gegenwärtigen Gesetzesvorlagen zum sexuellen Mißbrauch
auch „eine neue und besondere Art des Anti-Katholizismus“ an den Tag legen.
Vielfach seien Mißbräuche
eine willkommene Gelegenheit, um einen grundsätzlichen Kirchenhaß, der mit den Vorfällen nichts zu
tun habe, auszuleben.
Einige der schlimmsten Anfeindungen würden von „entfremdeten und emotionsgeladenen
Katholiken“ stammen.
Andere würden die Kirche wegen ihrer Ansichten zur Abtreibung, Empfängnisverhütung,
Einwanderung oder Todesstrafe bekämpfen.
Erzbischof Chaput erklärte auch, daß es ungerecht sei, daß
staatliche Institutionen, die ebenfalls stark von der Problematik des sexuellen Mißbrauchs betroffen
seien, nicht den gleichen Strafen unterworfen seien wie private Institutionen, weil sie durch das Prinzip
der staatlichen Immunität geschützt sind.
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26 Lesermeinungen
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@ Wolfgang K. Da wäre es doch nur einfach billig daß die entstandenen Schäden auch von denen bezahlt
werden, die die Verursacher für dieses Übel sind. Verursacher ist der Täter. Hier geht es darum, Verantwortung
zu übernehmen.
Wiedergutmachung Die katholische Kirche ist reich, sehr reich. Da wäre es doch nur einfach billig daß
die entstandenen Schäden auch von denen bezahlt werden, die die Verursacher für dieses Übel sind. Außerdem
würde sich man auch bei den Opfern entschuldigen und die Glaubwürdigkeit wieder herstellen. Aber so
bleibt ein schaler Nachgeschmack hängen…
Es geht um Geld, aber warum von der Kirche? Eines bei diesen Sexskandalen ist mir voellig unverstaendlich
-warum sollen die Diezoesen infolge dieser Skandale bankrott werden? Wenn ich als Lehrerin und Kinderheimerzieherin
etwas einem meiner Kinder antun moechte, wer muesste dann bezahlen? Bestimmt weder die Gemeinde noch das
Schulministerium, nur ich selbst. Ja, ich weiss, es gibt wahrscheinlich ein Gesetz, das ermoeglicht von
den Diezoesen Geld zu foerdern, aber ist es gerecht und logisch?
Zölibat wozu? Ich denke daß das Zölibat nicht gottgewollt sein kann. Schon die Päpste in der Renaissancezeit
(zum Beispiel Papst Alexander VI. hatte schon Porbleme damit). Das Zölibat war auch der Anlass dafür
daß die Reformation kommen mußte. Wenn man den Ursachen für den Kindesmißbrauch auf den Grund gehen
will – daß ist erstens eine völlig verkehrte Einstellung zur Sexualität und das ist vor allem Macht
über andere Menschen haben zu wollen – alles mit einer gewissen Heiligkeit übertüncht. Noch etwas –
nicht die Kritiker an diesen Zuständen haben einen Hass gegen die Kirche, diese Auswüchse bringen selbst
die katholische Kirche in Verruf. Wie heisst es in der Confessio Augustana einmal treffend formuliert –
wo das Zölibat eigenmächtig gelobt wird entsteht viel Not und Unzucht. Und das kann nicht der Wille
Gottes sein…
@ timpressum dessen Ursachen auch im Zölibat liegen! Je öfter ich mit Nicht-Katholiken diskutiere oder
ihnen zuhöre, desto öfter frage ich mich, ob es eine Krankheit namens Zölibatsneurose gibt und ob sie
heilbar ist. Ich fürchte nicht.
Mein Gott …wäre mir doch fast herausgerutscht. Bei Gelegenheit weist ein Dr. Sowieso die Frauen hinsichtlich
der Abtreibung zurecht, bei anderer zitiert er einen ‘Journalisten’ der Hamburger Morgenpost… dem ‘Bild’-Niveau
nicht unähnlich…denn man kann die verstehenden Beiträge private-notes und Navons doch nicht einfach
so stehen lassen. Herr Höck, ich empfehle ihnen zum Beispiel Dunkelziffer e.V., die Arbeit eines in diesem
Bereich sehr umtriebigen Journalisten. Ehrlich…es macht den Eindruck, dass… egal was dieses Homopack
von sich gibt…es auf Teufel komm raus, nicht stehengelassen werden darf.
@private-notes und Brandenburgis …perverse Ausnutzung des Autoritätsverhältnisses… schrieb private-notes.
Da kann ich mich nur anschließen. Wir wäre es, wenn man die Autoritätsverhältnisse endlich einmal
aufgeben würde und wieder zu dem Zustand zurück ginge, den Jesus haben wollte – das keiner über dem
anderen stehe und Letzten die Ersten sein werden… Nachzulesen bei Matthäus. Dann hätte es vielleicht
ein Ende mit dem Vertuschen und Totschweigen. Wie wäre es, wenn man endlich nicht mehr Leute zulassen
würde, die ihren verqueren sexuellen Problemen ausweichen wollen ins Zölibat, was natürlich nicht funktioniert?
Wie wäre es, mit dem Zölibat aufzuräumen? Ich behaupte nicht, dass es dann sexuellen Kindesmißbrauch
nicht mehr gäbe, den gibt es leider auch woanders – aber die überdurchschnittliche Häufung bei katholischen
Geistlichen ist bedenklich und spricht für sich. Und über horrende Entschädigungssummen zu klagen in
einem Land, wo das nun mal üblich ist, ist müßig. Jeder Amerikaner weiß das und sollte sich vorher
überlegen, was er tut.
#18 private-notes 15:17:39 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Lieber Brandenburgis Sie werden ja persönlich. Keine Argumente mehr? In Reflektion auf mein Posting könnte
man ja glauben, Sie wollten mir Kindesmißbrauch unterstellen, Sie Schlingel
Aufklärung Natürlich ist er voll verantwortlich für die Zustände in seiner Diözese und auch für
die Entscheidungen seiner Vorgänger, die er nicht korrigiert, sondern alles laufen lassen hat. DAnn klär
mich doch mal über die konkreten Fälle in jenem Bistum auf!
#15 Brandenburgis 11:23:52 | Donnerstag, 4. Mai 2006
@private-notes Beim Lesen Ihres postings erfaßt mich urplötzlich ein vollständiger Verlust des Vertrauens
und grausame seelische Schmerzen peinigen mich. Ob das wohl an ihrem „verlotterten Dreckscharakter“ liegt?
#14 private-notes 11:19:25 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Hättens ned, bräuchtens ned Hätte es nie Mißbrauchsfälle gegeben, bräuchte die Kirche nichts zahlen,
so einfach ist das. da kann der gute Erzbischof sudern was er will. Schlimm dabei ist ja nicht nur der
rein körperliche Schmerz sondern der völlige Verlust des Vertrauens. Denn wenn man einem Geistlichen
nicht mehr trauen kann, dem doch die Eltern glauben und alle tanten und Onkel, wem kann man da noch trauen?
Die perverse Ausnutzung des Autoritätsverhältnisses ist es, warum man diese verlotterten Dreckscharakteren
mit Peitschen aus den Kirchen und in die Gefängnisse treiben sollte. Und nicht von einer Gemeinde zur
anderen verschieben. Aber in den Darkrooms der Kathedralen und Pfarrhäuser hört man Kinder eben nicht
weinen, man würde ja nicht einmal ihren Tränen glauben.
#13 Brandenburgis 11:07:22 | Donnerstag, 4. Mai 2006
@Gotthard Wieso „unbekannt“?? Natürlich ist er voll verantwortlich für die Zustände in seiner Diözese
und auch für die Entscheidungen seiner Vorgänger, die er nicht korrigiert, sondern alles laufen lassen
hat.
#12 timpressum † 09:23:33 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Angelehnt an die andere Überschrift… …auf dieser Seite, kann man den Machern dieses Artikels fast
in den Mund legen: „Die Opfer waren – zum Glück – nur KInder“ Und wenn hier von Kirchenhassern die Rede
ist, möchte ich einfach mal nachfragen wollen, warum die Kirche denn so gehasst wird. Vielleicht auch
wegen des Kindesmissbrauchs, dessen Ursachen auch im Zölibat liegen!
@ Beobachterin Was wäre denn Ihrer Meinung nach eine ausreichende Entschädigungszahlung für mehrfache
Vergewaltigung, , die Demütigung, eine zerstörte Jugend und ein ruiniertes Sexualleben wegen den jedesmal
hochkommenden Erinnerungen? Was wäre ein anständiger Preis? Ihnen sollte auch klar sein, dass manche
Menschen eben – gerade bei solchen Verbrechen – sehr lange brauchen, es soweit zu verarbeiten, dass sie
sich überhaupt jemandem anvertrauen, geschweige denn ihr Recht einfordern. Das dann hier einige davon
sprechen, dass dann – um das zu verhindern – die Verjährungsfrist auf so einen lächerlich kurzen Zeitraum
gesenkt werden soll, ist schon sehr zynisch. Vielleicht sollten die selben Leute dies mal vorschlagen,
wenn hier in D mal wieder so eine Debatte wegen eines dieser grausamen Verbrechen läuft. Am Besten in
Gegenwart der Opfer oder deren Eltern. Aber kauft Euch vorher gute Laufschuhe! Ehrlich gesagt ist es wiederlich,
wie hier auf den Opfern einiger Kirchenleute herumgetrampelt wird, nur um die weiße Weste der Kirche
auf Biegen und Brechen zu erhalten. N.
mangelnde Nachprüfbarkeit Ich habe schon lange den Verdacht, daß da aus verschiedenen Gründen vieles
an den Mißbrauchsfällen nicht den Tatsachen entspricht. Sicher mag es sein, daß es in den vergangenen
Jahren viele Mißbrauchsfälle in der katholischen Kirche in den USA (ja, auch anderswo) gegeben hat bzw.
daß es in den vergangenen Jahren verschiedentlich Aufdeckungen solcher Fälle gegeben hat. Es ist naheligend,
daß einige hier auf einen fahrenden Zug aufgesprungen sind. Im Einzelfall sind die Einzelheiten meist
nicht nachzuprüfen, und man darf annehmen, daß in manchen Fällen die Kirchen Schmerzens- oder Entschädigungsgelder
in den geforderten teilweise horrenden Höhen gezahlt haben, um den Skandal nicht noch mehr auszuweiten.
Man kann wohl auch annehmen, daß durch die Schadensersatzforderungen manche der Mißbrauchsopfer teilweise
an gutes Geld gekommen sind, das ihnen in dieser Höhe nicht zusteht. Die Amerikaner sind auch sonst für
Schmerzensgelder und finanzielle Entschädigung in einer Höhe bekannt, von der Geschädigte anderer Länder
nur träumen können.
Bilder von „Charlie“ Chaput (bei den Karl-May-Festspielen?) www.traditio.com/comment/com0603.htm Eintrag
vom 16.03.2006 The „Indian Chief“ Mess Performed by a Novus Ordo Presbyter Vested as an Indian Chief Mocking
the Novus Ordo’s Blessed Tekakwitha www.traditio.com/comment/com0407.htm Eintrag vom 30.07 2004 Novus
Ordo Archbishop Charlie Chaput of Denver, Reputed „Conservative“ Commits the Sacrilege of the „Indian
Feather“ Mess Then Deprives Catholics of their Mass Right
es müllert Die meisten Anklagen gegen Priester in den USA wegen sexuellen Missbrauchs stammen nicht aus
der Gegenwart und nahen Vergangenheit, sondern ganz viele aus den „guten, alten Zeiten“ …
@parzifal ja ja jaaaaaaaaaaaah! bekomme nur leider kein mtv rein…naja. aber is ja auch schönes wetter…
also grillen. dann erwarte ich hier berricht wenn die sendung galafen is!;) ja um die page hier zu besuchen
muss man auch schon ordentlich was geladen haben. ganz meine meinung.
Schuld Schuld sind die Bischöfe deswegen, weil sie keinen Wert mehr auf Gott legen. Seminaristen, die
beten sind den Regenten ein Dorn im Auge; Domkapitulare tuen, was sie wollen; die Priester kümmern sich
um alles, nur nicht um ihr Gebetsleben (anderweitig kann man sich die hohe Alkoholkrankenliste unter den
Priestern nicht erklären) usw. Die Bischöfe heiße nicht umsonst episkopoi, gemeint sind damit diejenigen,
die den Weinberg von einer Art Hochsitz überblicken sollten und unliebsame Gäste verscheuchen. Stattdessen
öffnen die Bischöfe (vor lauter Eitelkeit und politischen Machtspielen, aber auch aus Gründen der Einsamkeit
(Gebet)) die Pforten des Weinbergs und nehmen die größten Räuber unter ihre Fittiche, um sie in Positionen
zu hieven, in denen sie absolut keinen Wert haben, daß dabei derartiges geschieht braucht einen nicht
zu wundern. Durch Gremien und Räte beschränken sie sich ihre Macht und liefern die ihnen anvertraute
Herde, für die sie diese Macht erhalten haben, dem Feind nicht nur aus, sondern treiben sie ihm zu. Daß
sich aus diesem Grund ein Bischof gegen Anklagen wehrt ist die größte Heuchelei, die mir je begegnet
ist. Die Bischöfe, die ihre Hirten nicht mehr unter Kontrolle haben, veraten Christus immer wieder neu,
nur Judas hatte wenigstens ein Gewissen.
Tja, hmmm… jedenfalls ist der gute Mann selbst schuld an dem ZUstand, den er beklagt. Das ist ja bei
den meisten Bischöfen so, die sich ach so bitterlich über den Zustand der Kirche beklagen. Das soll
ja bis in die Spitzen gehen.