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Donnerstag, 4. Mai 2006 16:12
Mitglied des Engelwerks zum Bischof ernannt
Anfang April ernannte Papst Benedikt XVI. den rußland- deutschen Pater Athanasius Schneider (45) zum Weihbischof in Kasachstan. Bei der Bischofssynode im letzten Oktober sprach er über Kindheitserlebnisse mit der Eucharistie. Von Pater Athanasius Schneider.
(kreuz.net, Karaganda) Ich habe meine Kindheit und frühe Jugend in der Sowjetunion verbracht. Das sakramentale und besonders das eucharistische Leben mußte im Geheimen stattfinden.

Was mich am tiefsten getroffen hat und in meinem Gedächtnis sehr lebendig geblieben ist, war die Haltung gegenüber der Heiligen Kommunion. Ich würde sie – um so auf den Ausdruck ars celebrandi anzuspielen – als ars communicandi beschreiben.

Ich möchte das Beispiel zweier Priester jener Zeit anführen.

Der erste ist der Selige Alexej Saritski († 1963). Er starb als Martyrer in Kasachstan.

In den 50er Jahren – während seiner geheimen Besuche bei den Katholiken, die in die Berge des Urals deportiert worden waren, wo meine Eltern lebten – hat ihn meine Mutter gebeten, ihr eine geweihte Hostie für ihre Mutter zu geben.

Diese war schwer krank und wünschte sich so sehr, vor ihrem Tod nochmals die Heilige Kommunion zu empfangen. Man wußte ja nicht, wann wieder ein Priester in diese weit entfernte Region gekommen wäre.

Der Selige Alexej gab meiner Mutter eine geweihte Hostie und ebenso die Anweisungen um die Kommunion in der ehrerbietigsten Weise zu erteilen.

Als die Zeit gekommen war, zog meine Mutter weiße Handschuhe an und gab ihrer kranken Mutter mit einer Pinzette die Heilige Kommunion. Dies war für sie die letzte Kommunion.

Während der Spendung der Eucharistie brannte auch meine Mutter darauf, sie zu empfangen. Weil sie dies sakramental noch nicht machen konnte, vollzog sie den Kommunionempfang spirituell.

Es sind noch einige Jahre vergangen, bevor meine Mutter die Heilige Kommunion empfangen konnte. Doch jene spirituelle Kommunion gab ihr die Kraft, während der Verfolgung im Glauben treu zu bleiben und die Liebe für die Eucharistie auch ihren Kindern zu vermitteln.

Ein anderes Beispiel ist Pater Janis Pawlowski († 2000).

Auch er hat eine Zeit in den stalinistischen Lagern in Kasachstan verbracht und ist dann im Ruf der Heiligkeit in Lettland gestorben.

Er hat mir die Erste Heilige Kommunion im Geheimen gespendet.

Wir waren eine kleine Gruppe von Kindern. Die äußeren Umstände waren einfach, aber es war ein großes Fest der Seele.

Pater Pawlowski sagte uns: „Empfangt jede Kommunion so, als wäre sie Eure erste und Eure letzte.“


Der am 8. April zum Weihbischof von Karaganda ernannte Pater Athanasius Schneider gehört zum Orden der „Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz“ – dem Orden des Engelwerkes.

Pater Schneider ist im April 1961 in Kasachstan geboren. Er übersiedelte später mit seinen Eltern nach Rottweil im deutschen Bundesland Baden-Württemberg.

Der neue Weihbischof studierte unter anderem an der Ordenshochschule im brasilianischen Anapolis und promovierte im Jahr 1999 im Rom in Patristik. Bisher war Pater Schneider Spiritual des Priesterseminars in Karaganda.

Rund 400.000 der knapp 17 Millionen Einwohner von Kasachstan sind katholisch. Knapp die Hälfte der Bevölkerung gehört zum sunnitischen Islam.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 17 Lesermeinungen:
Freitag, 11. Januar 2008 12:54
Rudolfus: @Bokrug: Das wissen wir!
Ich halte extrem viel vom Engelwerk!
Sie sind allerdings auch kein katholischer Christ.
Das Engelwerk wurde von einer Irrlehrerin mit nicht-katholischen Privatoffenbarungen gegründet,
und auch nach dem Verbot der Bitterlich-Lehren immerhin eine Häretikergründung.
Freitag, 11. Januar 2008 12:51
Berengeria: @ Bokrug
Weder Du noch der Verfasser des Lexikons weiß offenbar, was Gnosis ist!
Mittwoch, 29. August 2007 00:59
Bokrug †: Engelwerke sind gnostische Christen!
Ich haöte extrem viel vom Engelwerk!

Informationen:

Von: Biographisches Kirchenlexikon

http://www.bautz.de/…b/bitterlich_g.shtml
Donnerstag, 16. November 2006 12:58
Lauschi: an bonifatius
Die Frage habe ich unter „Verhärtung im Bösen“ beantwortet. fiore graz scheint eine interessante Person zu sein, leider kenne ich sie/ihn nicht! Komme leider erst verspätet zum Antworten, vor lauter Lauschen an der Wand muß mir der Schlapphut verrutscht sein…
Donnerstag, 16. November 2006 00:18
bonifatius: @lauschi, der Mann mit dem Schlapphut oder der Lauscher an der W…
Lauschi, ihr Namen macht ihnen Ehre und ihre geistige (und vielleicht auch finanzielle ) Verwandtschaft zu fiore graz ist nicht zu verkennen. Wer ist der Finanzier ihrer Link-seiten? Wäre interessant, wird aber sicher nicht beantwortet. Allenfalls sind all die von ihrer Clique bewerteten Organisationen ( Desinformation?) für die Menschheit nicht annähernd so gefährlich wie der kriegerische gottlose Imperialismus der Wölfe im Schafspelz mit all ihren großen Verbrechen an den Völkern.
Mittwoch, 15. November 2006 19:34
Lauschi: Schön…
…daß über die Bischofsernennung berichtet wird. Meines Erachtens ein viel zu wenig beachteter Artikel.

Schade, daß sich nur ein kleiner Absatz auf die Überschrift bezieht und der Leser wenig vom Engelwerk erfährt, bzw.hierhin ausweichen muß. Aber ein Anfang (=Mundkommunion) ist ja gemacht!

Auch eine große Reise beginnt mit dem ersten Schritt…

Aufmerksam: Lauschi
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