18:33:48 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Die Kollaboration des Bistums Fulda mit einem berüchtigten Kinderabtreibungs- Netzwerk wurde auch nach dem Bekanntwerden des Skandals nicht beendet. Nicht einmal ein Fehler wurde eingestanden. Von Walter Ramm.
(kreuz.net) „Von Anfang an uns anvertraut – Menschsein beginnt vor der Geburt“. Seichter konnte man das
Motto für die „Woche für das Leben“ vom 29. April bis zum 6. Mai offensichtlich nicht wählen.
Was
heißt „Mensch von Anfang an“ in einer Zeit, in der sich jeder nach seinem Gutdünken den Lebensbeginn
selber bastelt: „Für mich beginnt das menschliche Leben, wenn …“
Der traurige Beweis dafür, daß
sich jedermann mit einem solchen Motto identifizieren kann, sind die Veranstaltungen der „Woche für das
Leben“ im Bistum Fulda.
Nicht nur die Zusammenarbeit mit der „Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck“ –
die zum Thema Tötung durch Abtreibung eine „differenziertere“ Haltung als die Katholische Kirche vertritt –
ist problematisch.
Bei dieser Initiative hat man in diesem Jahr
ganz offiziell auch ‘Pro-Familia’ mit
ins Boot genommen.
In Kirchen des Bistums liegen Programmhefte aus, in denen Veranstaltungen einer ‘Pro
Familia’-Beratungstelle Kassel – noch weit über den offiziellen Zeitraum der ‘Woche für das Leben hinaus,
nämlich bis zum 17. Oktober – ganz offiziell angeboten werden.
Die Angebote sind vielfältig: Die sexuelle
Lust entdecken sollen nicht nur „Paare nach der Geburt von Kindern“ oder „Menschen mit geistiger Behinderung“,
sondern auch Kinder in Kindergarten und Schule mit „Ausdrucksformen kindlicher Sexualität“, sowie Jugendliche
im „Internet und Chat“.
Eine solche Zusammenarbeit zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wie es auf
diesem Gebiet mit der Weitergabe genuin katholischer Positionen bestellt ist.
Ist den Verantwortlichen
im Fuldaer Ordinariat und bei den mitveranstaltenden sogenannt katholischen Organisationen von Caritas
und ‘Sozialdienst katholischer Frauen’ entgangen, mit wem und auf was sie sich da eingelassen haben?
Man sollte glauben, daß nach Bekanntwerden dieses Skandals Konsequenzen unabdingbar geworden wären.
Fest steht, daß die Verantwortlichen – bis zum jetzigen Zeitpunkt, dem sechsten Tag der Initiative –
sich öffentlich nicht distanziert, ihren Fehler nicht öffentlich eingestanden und das ganze traurige
Spektakel nicht abgesagt haben.
Es ist auch öffentlich nicht einmal bekannt geworden, ob die Prospektauslagen
in Katholischen Kirchen eingezogen worden sind.
Alles in allem ein Skandal.
Er macht deutlich, daß
die kleinste Inkonsequenz, sowie seichte, unverbindliche und interpretierbare Aussagen nicht dazu beitragen,
eine „Kultur des Lebens“ zu schaffen, sondern kontraproduktiv die „Unkultur des Todes“ fördern.
Walter
Ramm ist der Vorsitzende der deutschen Lebensrechtsvereinigung ‘Aktion Leben’.
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Toby 16:00:54 | Freitag, 5. Mai 2006
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Toby 14:07:25 | Freitag, 5. Mai 2006
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Toby 10:09:29 | Freitag, 5. Mai 2006
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adlimina 07:12:11 | Freitag, 5. Mai 2006
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Beobachterin 23:20:05 | Donnerstag, 4. Mai 2006
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Niedermünster 22:57:48 | Donnerstag, 4. Mai 2006
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Rodolfo Panetta 21:22:20 | Donnerstag, 4. Mai 2006
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expedit 21:00:44 | Donnerstag, 4. Mai 2006
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Der Tradition verbunden 20:12:29 | Donnerstag, 4. Mai 2006
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Toby 19:14:59 | Donnerstag, 4. Mai 2006