Kinderschlachtung
Wie wär’s mit der Zusammenarbeit mit einem Neonazi-Verein?
Die Kollaboration des Bistums Fulda mit einem berüchtigten Kinderabtreibungs- Netzwerk wurde auch nach dem Bekanntwerden des Skandals nicht beendet. Nicht einmal ein Fehler wurde eingestanden. Von Walter Ramm.
(kreuz.net) „Von Anfang an uns anvertraut – Menschsein beginnt vor der Geburt“. Seichter konnte man das Motto für die „Woche für das Leben“ vom 29. April bis zum 6. Mai offensichtlich nicht wählen.

Was heißt „Mensch von Anfang an“ in einer Zeit, in der sich jeder nach seinem Gutdünken den Lebensbeginn selber bastelt: „Für mich beginnt das menschliche Leben, wenn …“

Der traurige Beweis dafür, daß sich jedermann mit einem solchen Motto identifizieren kann, sind die Veranstaltungen der „Woche für das Leben“ im Bistum Fulda.

Nicht nur die Zusammenarbeit mit der „Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck“ – die zum Thema Tötung durch Abtreibung eine „differenziertere“ Haltung als die Katholische Kirche vertritt – ist problematisch.

Bei dieser Initiative hat man in diesem Jahr ganz offiziell auch ‘Pro-Familia’ mit ins Boot genommen.

In Kirchen des Bistums liegen Programmhefte aus, in denen Veranstaltungen einer ‘Pro Familia’-Beratungstelle Kassel – noch weit über den offiziellen Zeitraum der ‘Woche für das Leben hinaus, nämlich bis zum 17. Oktober – ganz offiziell angeboten werden.

Die Angebote sind vielfältig: Die sexuelle Lust entdecken sollen nicht nur „Paare nach der Geburt von Kindern“ oder „Menschen mit geistiger Behinderung“, sondern auch Kinder in Kindergarten und Schule mit „Ausdrucksformen kindlicher Sexualität“, sowie Jugendliche im „Internet und Chat“.

Eine solche Zusammenarbeit zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wie es auf diesem Gebiet mit der Weitergabe genuin katholischer Positionen bestellt ist.

Ist den Verantwortlichen im Fuldaer Ordinariat und bei den mitveranstaltenden sogenannt katholischen Organisationen von Caritas und ‘Sozialdienst katholischer Frauen’ entgangen, mit wem und auf was sie sich da eingelassen haben?

Man sollte glauben, daß nach Bekanntwerden dieses Skandals Konsequenzen unabdingbar geworden wären.

Fest steht, daß die Verantwortlichen – bis zum jetzigen Zeitpunkt, dem sechsten Tag der Initiative – sich öffentlich nicht distanziert, ihren Fehler nicht öffentlich eingestanden und das ganze traurige Spektakel nicht abgesagt haben.

Es ist auch öffentlich nicht einmal bekannt geworden, ob die Prospektauslagen in Katholischen Kirchen eingezogen worden sind.

Alles in allem ein Skandal.

Er macht deutlich, daß die kleinste Inkonsequenz, sowie seichte, unverbindliche und interpretierbare Aussagen nicht dazu beitragen, eine „Kultur des Lebens“ zu schaffen, sondern kontraproduktiv die „Unkultur des Todes“ fördern.

Walter Ramm ist der Vorsitzende der deutschen Lebensrechtsvereinigung ‘Aktion Leben’.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Toby   16:00:54 | Freitag, 5. Mai 2006
Noch einmal: Keine Distanzierung!
adlimina schrieb: Öffentlich brauchte keine Distanzierung zu erfolgen, weil es den Skandal „nur“ intern gegeben hat: die Diözese hat diese skandalöse Broschüe in aller Form zurückgezogen und das Zusammenwirken bzw. Zusammenerscheinen mit „Pro“ Familia definitiv unterbunden.
Wie kommt es dann, dass man über die offizielle Homepage der Diözese Fulda www.bistum-fulda.de www.bistum-fulda.de/ immer noch zum Veranstaltungsprogramm einschließlich der Angebote von „Pro Familia“ gelangt?
Hier von nur einer internen Angelegenheit zu sprechen, halte ich für Hohn!
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#9   Toby   14:07:25 | Freitag, 5. Mai 2006
Der Skandal hinter dem Skandal
Es wäre die Aufgabe und Pflicht des Bischofs von Fulda gewesen, alle Interessenten vor den Veranstaltungen mit „Pro Familia“ zu warnen.
Statt dessen ist man in Fulda offenbar bemüht, den Skandal als „interne Angelegenheit“ herunterzuspielen und zu vertuschen. Wo bleibt da die Hirtensorge?
Und warum diese Scheu vor der Öffentlichkeit?
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#8   Toby   10:09:29 | Freitag, 5. Mai 2006
@ adlimina
Öffentlich brauchte keine Distanzierung zu erfolgen, weil es den Skandal „nur“ intern gegeben hat: die Diözese hat diese skandalöse Broschüe in aller Form zurückgezogen und das Zusammenwirken bzw. Zusammenerscheinen mit „Pro“ Familia definitiv unterbunden.
Das verstehe ich jetzt nicht. Der Skandal ist doch öffentlich, allein schon durch die Berichterstattung in diversen Publikationen Medien (Kreuz.net, Kath.net, Rundbrief der Aktion Leben e. V.).
Außerdem ist es doch nicht damit getan, dass angeblich irgendwelche Broschüren zurückgezogen werden.
Nicht die Broschüren beinhalten den Skandal, sondern die entsprechenden Veranstaltungen, die keineswegs abgesagt wurden und von denen sich das Bistum Fulda eben nicht distanziert hat.
Woher wollen Sie im übrigen wissen, ob die Prospektauslagen in katholischen Kirchen tatsächlich eingezogen worden sind? Wer will das denn überprüfen?
Man kann einen Skandal nicht dadurch ungeschehen machen, indem man ihn verschweigen will.
Es ist doch wohl das Mindeste, dass sich Bischof Algermissen öffentlich entschuldigt.
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#7   adlimina   07:12:11 | Freitag, 5. Mai 2006
Nicht die ganze Wahrheit
Öffentlich brauchte keine Distanzierung zu erfolgen, weil es den Skandal „nur“ intern gegeben hat: die Diözese hat diese skandalöse Broschüe in aller Form zurückgezogen und das Zusammenwirken bzw. Zusammenerscheinen mit „Pro“ Familia definitiv unterbunden.
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#6   Beobachterin   23:20:05 | Donnerstag, 4. Mai 2006
nützliche Idioten
„Ausdrucksformen kindlicher Sexualität“ – das riecht nach einem erneuten Vorstoß der Pädophilen.
Lassen wir zehn, zwanzig Jahre vergehen (auch die Homosexuellen waren geduldig), und schauen wir dann, ob es gelungen ist, einem weiteren gesellschaftlichen Unsinn einen Riegel vorzuschieben oder ob der Trend des Laissez-faire weitergeht. Steter Tropfen hat schon manchen Stein gehöhlt.
Hier betätigen sich m.E. nützliche Idioten – wollen wir doch annehmen, daß ihnen hoffentlich nicht klar ist, was sie tun. Besser wird es allerdings dadurch auch nicht.
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#5   Niedermünster   22:57:48 | Donnerstag, 4. Mai 2006
BESCHWERDEN SCHLEUNIGST NACH ROM!
Ich kann nur alle auffordern, Beschwerden an die Glaubenskongregation in Rom zu schicken. Kurze darstellung der Fakten auf einer DINA4 Seite in sachlichem Ton.
Postanschrift: Emmo. Cardinale Prefetto,
Congregazione per la dottrina della Fede,
Piazza del S. Ufficio, 11
I-00193 ROMA
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#4   Rodolfo Panetta   21:22:20 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Erzbischof Dyba wird verspottet
Muß sich Erzbischof Dyba in seiner eigenen Diözese verspotten lassen? Was für ein Mensch ist Bischof Algermissen?
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#3   expedit   21:00:44 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Hl. Bonifatius!
Schutzpatron Deutschlands!
Musst du ein zweites Mal mit deiner Axt -wie einst in Fritzlar- tätig werden?
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#2   Der Tradition verbunden   20:12:29 | Donnerstag, 4. Mai 2006
„Pro Familia’s“ Mitbegründerin Margaret Sanger sprach von „menschlichem Abfall“
Wer der englischen Sprache mächtig ist, möge sich einmal das menschenverachtende Werk von Margaret Sanger (Gründerin von Planned Parenthood, und Mitbegründerin von „Pro Familia“) „The Pivot of Civilization …nebooks.library.upenn.edu/…ebbin/gutbook/lookup?num=1689“ durchlesen, in dem Sanger Behinderte und sozial Schwache als „menschlichen Abfall“ („human waste“) bezeichnet.
Dass „Planned Parenthood“ Sanger weiterhin verteidigt und in Ehren hält kann man z.B. hier www.plannedparenthood.org/…thisispp/sanger.html sehen.
In Wikipedia de.wikipedia.org/…ia_%28Deutschland%29 findet sich eine völlig kritiklose Beschreibung von „Pro Familia“, die schon seit Monaten geschützt wird, nur weil jemand einen Link zu einer ProFa-Kritik hinzugefügt hatte. Dieser Link wurde selbstverständlich wieder herausgenommen. Der kritiklose Beschreibung, die einer ProFa-Selbstdarstellung gleichkommt, läßt sich nicht bearbeiten. Schützen die Betreiber von Wikipedia „Pro Familia“ vor unbequemer Kritik?
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#1   Toby   19:14:59 | Donnerstag, 4. Mai 2006
„Medizinische Dienstleistungen“ bei Pro Familia
In Kirchen des Bistums liegen Programmhefte aus, in denen Veranstaltungen einer ‘Pro Familia’-Beratungstelle Kassel – noch weit über den offiziellen Zeitraum der ‘Woche für das Leben hinaus, nämlich bis zum 17. Oktober – ganz offiziell angeboten werden.
Im „Pro-Familia“-Beratungszentrum Kassel wird nicht nur beraten, sondern im Rahmen der sogenannten „Medizinischen Dienstleistungen“ auch abgetrieben – Beratung und Abbruch also unter einem Dach!
Im gleichen Gebäude in der Frankfurter Strße 133a in Kassel finden jetzt also auch die Angebote im Rahmen der „Woche für das Leben“ statt.
Es ist für mich unbegreiflich, warum die Verantwortlichen im Bistum Fulda nach dem Bekanntwerden dieses Skandals weder öffentlich Stellung genommen noch die Zusammenarbeit mit „Pro Familia“ umgehend gestoppt haben.
Offenbar ist das katholische Kirchenvolk zu wenig informiert und zu naiv, dass man im Fuldaer Ordinariat glaubt, die Angelegenheit unter den Teppich kehren zu können.
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