Piusbruderschaft
Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
Rom weiß, daß seine Autorität von den Bischöfen verachtet wird. Zugleich sieht man im Vatikan ein, daß die Opposition der Bischöfe gegen die Alte Messe nicht gerechtfertigt ist. Von Bischof Bernard Fellay, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X.
(kreuz.net, Ecône) Rom muß durch die Tat zeigen, ob – ja oder nein – und bis wohin es bereit ist, für die Tradition einzustehen.

Die Antwort, die wir bezüglich der Messe erhalten haben, war die folgende: Im Grunde ist der Papst einverstanden, daß die Alte Messe niemals abgeschafft wurde und daß daher jeder Priester das Recht hat, sie zu feiern.

Die wichtigsten Kardinäle in Rom waren damit auch einverstanden: Ratzinger, Sodano, Medina – der für die Liturgie verantwortlich war – Castrillon, Herranz.y am 2. April in Ecône

„Aber, wissen Sie, es gibt die Sekretäre der Kongregationen, und es gibt auch Untersekretäre, und diese sind nicht einverstanden! Daher kann man Ihnen Ihre Bitte nicht gewähren.“

Wenn wir darum gebeten haben, die Messe freizugeben, dann deshalb, weil wir schon wußten, daß Rom eigentlich – was das Prinzip betrifft – eingesteht, daß die Alte Messe in der Tat nie verboten wurde.

Wenn die Alte Messe nie verboten wurde, bleibt sie die Messe der Kirche – ein universales Gesetz. Daher hat jeder Priester das Recht, sie zu lesen.

Wir erfuhren sogar von einem Brief des damaligen Staatssekretärs
Der frühere Staatssekretär Kardinal Casaroli:
„Wie wir es in einer Diskussion mit Kardinal Ratzinger letztes Jahr gesagt haben, besitzen wir weder ein theologisches noch ein kanonisches Argument, um zu sagen, die Alte Messe sei abgeschafft worden.“
Casaroli an den Präfekten der Kongregation für die Liturgie aus dem Jahr 1983.

In diesem Brief schreibt Agostino Kardinal Casaroli († 1998) an Giuseppe Kardinal Casoria († 2001): „Wie wir es in einer Diskussion mit Kardinal Ratzinger letztes Jahr gesagt haben, besitzen wir weder ein theologisches noch ein kanonisches Argument, um zu sagen, die Alte Messe sei abgeschafft worden.“

In Rom weiß man also ganz gut, daß es keinen Grund gibt, zu sagen, die Alte Messe sei abgeschafft worden.

Unsere Bitte ist somit nicht aus der Luft gegriffen, sondern ganz einfach: Daß die Kirche in bezug auf die tridentinische Messe die Wahrheit anerkennen möge.

Wie sie es in der Antwort, die man uns gegeben hat, bemerken
Bischof Fellay:
„Die Kirche läßt alle Banditen, Sekten und Wölfe eintreten. Doch wenn wir kommen, scheint sie plötzlich aufzuwachen und holt aus den verstaubten Schubladen die Verteidigungswaffen hervor.“
konnten, geht die Überzeugung Roms hinsichtlich der Alten Messe nicht sehr weit. Ein wenig später wird der gleiche Kardinal sagen: „Verstehen Sie, wir können die Bischöfe nicht zwingen.“

Oder ein anderes Mal: „Wenn wir die Messe, die Freiheit der Messe gewähren, verlieren wir die Kontrolle.“

Man fragt sich, was es noch zu verlieren gibt…

Aber jedes dieser Argumente hat uns in der Befürchtung bestätigt, daß Rom nicht bereit ist, den Preis für die Tradition zu zahlen.

Bezüglich der berühmten „Exkommunikation“ sagte man uns: „Natürlich wird man die Exkommunikation aufheben, aber erst dann, wenn Sie ein Abkommen akzeptieren.“

Somit steht gleich am Anfang eine deutliche Weigerung Roms, den geringsten Akt zu setzen, der uns hätte glauben lassen können, daß sich die Dinge in Rom vielleicht wirklich zum Guten hin gewendet hätten.

Angesichts dieser Weigerung haben wir Rom gesagt, daß wir uns jeden Tag mehr bewußt werden, ein Zeichen des Widerspruches zu sein.

Es ist bemerkenswert festzustellen, was passiert, wenn wir zum Beispiel in eine neue Diözese kommen.

Dort scheint die offizielle Kirche eingeschlafen zu sein. Sie läßt alle Banditen, Sekten und Wölfe – alles was sie man sich vorstellen kann – eintreten.
Bischof Fellay:
„Ich habe gewagt, dem Kardinal Castrillon zu sagen, daß wir ein Zeichen des Widerspruches sind und daß es an dem Tag, wo Rom uns wieder aufnehmen will, in der offiziellen Kirche Krieg geben wird.“
Doch wenn wir kommen, scheint sie plötzlich aufzuwachen und holt aus den verstaubten Schubladen die Verteidigungswaffen – also das, was die Kirche gewöhnlich machte, um sich zu beschützen.

Dann schleudert man gegen uns die Exkommunikation und alle möglichen Wörter dieser Art. So ist es noch heute. Das ist eine bemerkenswerte Haltung.

Angesichts der Angriffe durch die Sekten unternehmen sie absolut nichts. Wenn wir aber irgendwohin kommen, wird zum Krieg aufgerufen. Überall stellt man diese Heftigkeit gegen uns fest.

In den letzten Jahren haben wir das in Litauen erlebt, ja sogar in Moskau ist es uns so ergangen. Im letzen Monat, haben wir es in Indien und in Kenia gesehen. Das geht weiter so. Es ist immer die gleiche Geschichte.

Wir danken den Bischöfen dafür, denn sie machen so für uns eine außerordentliche Werbung. Sie ermöglicht es vielen Leuten, von unserem Vorhandensein zu erfahren und zu uns zu kommen.

Das zeigt uns: Wir sind ein Zeichen des Widerspruches.

Der liebe Gott hat erlaubt, daß wir mit dem Zeichen des Widerspruches verbunden sind, das Er selber ist. Daß dieses Zeichen des Widerspruches eine solche Heftigkeit hervorruft, ist eine große Gnade, selbst wenn wir dadurch leiden müssen.

Es ist eine große Gnade, die uns zeigt, wie sehr die Entwicklung der Heilsgeschichte – dieser Feindschaft, die Gott zwischen Satan und seiner Nachkommenschaft und Maria und ihrer Nachkommenschaft, unser Herr und seine Kirche, gesetzt hat – ganz aktuell ist.

Sie zeigt, wie sehr sich die Priesterbruderschaft wirklich im Herzen dieses Kampfes befindet.

Ich habe gewagt, dem Kardinal Castrillon zu
Bischof Fellay:
„Die Kirche leidet heute. Sie benötigt eine Überlebensaktion. Dies gelingt aber nicht durch diplomatische Schritte.“
sagen, daß wir ein Zeichen des Widerspruches sind und daß es an dem Tag, wo Rom uns wieder aufnehmen will, in der offiziellen Kirche Krieg geben wird.

Wir wollen aber nicht, daß uns die römischen Autoritäten tags darauf sagen: „Machen Sie doch um des Friedens willen einige Zugeständnisse!“

Wir brauchen Autoritäten, die von diesem Kampf überzeugt sind, und die folglich von der Notwendigkeit überzeugt sind, jene zu unterstützen, die das Gute tun und gegen jene vorzugehen, die das Schlechte tun.

Die Kirche leidet heute. Sie benötigt eine Überlebensaktion. Dies gelingt aber nicht durch diplomatische Schritte.

Zugleich ist sich Rom bewußt, daß seine Autorität von den Bischöfen verachtet wird.

Rom versucht etwas zu machen. Rom – zumindest ein gewisses Rom – anerkennt, daß die traditionellen Kräfte – ich spreche hier von Ecclesia Dei – trotz allem Gutes tun, daß sie gute Leute sind, und man sie folglich machen lassen soll.

Rom erkennt aber sehr wohl, daß die Bischöfe sie nicht machen lassen. In Anbetracht dieser Kirchenkrise – die zumindest bis zu einem gewissen Punkt eingestanden wird – spürt man, daß Rom sogar ein wenig davon träumt, etwas mehr für diese Ecclesia-Dei-Gemeinschaften zu tun.

Im Vatikan sieht man ein, daß die Opposition der Bischöfe gegen die Alte Messe nicht gerecht ist.

Aus einer Predigt von Bischof Bernard Fellay, gehalten am 2. April, dem Passionsonntag, im Priesterseminar in Ecône im Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz.
Nächster Teil: „Solange Rom auf seine Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Etikettenschwindel?
2. Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
3. „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“ 4. Noch ein weiter Weg
      
46 Lesermeinungen
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#48   Dr. Otterbeck   07:07:42 | Samstag, 13. Mai 2006
Unam Sanctam
Nach der Bulle Bonifaz VIII. führt das Papsttum zwei Schwerter, das geistliche und das weltliche. Die Differenz bedarf näherer Ausdeutung. Das Prinzip der Unterscheidung gilt. Der heutige Integralismus verstösst also nicht erst gegen das Vatikanum II, sondern gegen älteste Prinzipien der kath. Religion, weil er Christus nur das weltliche Schwert belässt und in der virtuellen Staatsordnung des Integralismus dem „Papsttum“ zumutet, dieses „stellvertretend“ zu führen. Diese Art von Stellvertretertum ist aber widerchristlich, weil Christi Königsherrschaft die der Barmherzigkeit ist. Also hat die Kirche hinzugelernt, ihr „weltliches Schwert“ in der Weise einer Unterstützung der politischen Menschenrechtsidee von 1948 zu führen. (Und diese ist nicht mit 1789 identisch, weil die frz. Revolution sich das „geistliche Schwert“ anmaßte.) Die „alten“ Integralisten (Merry del Val, Begnini) wussten die beiden Schwerter noch zu unterscheiden, erst Lefebvre hat den Überblick verloren, also: Die Tradition!
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#47   Agiafortuni   13:30:08 | Freitag, 12. Mai 2006
stat crux
mein Kompliment, sie haben eine blühende Phantasie aber vielleicht täten Sie gut daran einige Schriften der sogenannten Integralisten nachzulesen. Zwar traue ich Ihnen keine Gesinnungsänderung aber etwas mehr Sachlichkeit zu
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#46   stat crux   11:36:07 | Freitag, 12. Mai 2006
Das Rechte tun,
aber in wessen Interesse? Denken Sie doch mal darüber nach, dass der Integralismus von den „Feinden der Kirche“, der „Kirche Satans“ nie angegriffen wird, Rom aber umso heftiger. Warum?
Könnte es sein, dass Lefebvre eine Art von „Katholizismus“ erfunden hat, den die „Neue Weltordung“ tolerieren könnte (käme sie zur Macht)? Da der Integralismus nur in der Sphäre von Demokratie und Religionsfreiheit existieren kann (als Opposition), seine „Machtergreifung“ aber völlig irreal, ist sein Existieren im Interesse jener, die Religionsfreiheit nicht als Teil der Gesellschaftslehre verstehen (so der Katholizismus), sondern als Dogma, als Gegenreligion.
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#45   Agiafortuni   13:26:12 | Donnerstag, 11. Mai 2006
stat crux
wer überhaupt sagt Ihnen, dass der Erzbischof nicht das Richtige tat. Nach dem Besuch in der Synagoge, dem Aissisi Jammerspiel Jopa II gab es überhaupt keinen andere Ausweg. Ob Sie es wollen oder nicht, man kann als rechtgläubiger Katholike kein Vertrauen einem Manne schenken, der entgegen den Verlautbarungen seiner Vorgänger dem Oekumenismus den Vorrang einräumt.
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#44   stat crux   11:19:11 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Un siecle, une vie
Viel interessanter ist, was Jean Guitton in seinem Lebensbericht von 1988 (!) über seine letzte Begegnung mit Lefebvre schrieb.
Das Wiedererleben der alten Messe rührte den alten Philosophen, die Texte kannte er alle aus seiner Jugend!
Aber in der Sache selbst, die Bischofsweihen betreffend, wich der greise Erzbischof in Zynismus aus. Guitton solle bei der Reise nach Hause lieber auf seine Gesundheit achten und nicht in den Straßengraben fahren, um durch diesen „Unfall“ ein Zeichen des Himmels zu simulieren. Lefebvre fragte also nicht mehr danach, ob der Himmel will, was er vorhatte. Er hätte nur noch auf ein „Wunder“ hin von seinem Plan abgelassen. An WEN oder WAS glaubte Lefebvre?? Das ist hier die Frage.
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#43   Dr. Christoph Heger   10:50:40 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Dr. Carlo Regazzoni: „Segensreiche“ Liturgiereform
nur ein Blinder kann behaupten, die Liturgiereform sei segensreich gewesen.
Es gibt aber offenbar immer eine Menge, die es lieben, blind zu sein.
Ich erinnere mich an eine bedauernde Feststellung Kardinal Höffners aus den späten 1970er oder frühen 1980er Jahren gegenüber der WELT, daß es in Deutschland eine schweren Traditionsbruch gegeben habe. Komischerweise scheint es ihm nicht eingefallen zu sein, daß er selber an einem besonders schweren Traditionsbruch aktiv beteiligt war: dem Versuch, die alte Messe, immerhin seinerzeit die größte regelmäßige Massenveranstaltung des Landes, in Vergessenheit zu bringen.
MfG
Christoph Heger
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#42   Agiafortuni   10:21:19 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Dr. Otterbeck
Ich nehme an, Sie haben Jean Guitton’s Buch über Paul VI gründlich studiert, denn was Sie über die Haltung des Erzbischofs zur katholischen Messe behaupten, kann dort nachgelesen werden.
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#41   Dr. Otterbeck   09:38:33 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Kriegslyrik
Im Unterschied zu Ihren Gesinnungsfreunden bilde ich mir nicht ein „den“ katholischen Standpunkt zu vertreten. Wer hier eingebildet oder ausgebildet ist, auch dazu: Keine Replik!
Aber Sie haben doch, unter Zuhilfenahme von Gadamaer und Ricoeur, die Konzilspäpste als „Machtpolitiker“ charaktersiert. Darin zeigt sich wieder, dass Ihnen Politik über alles geht. Selbstverständlich unter Behauptung des Gegenteils. Das „royaume“ der Kirche (das Gottesreich) um des Wortes Gottes willen deutlicher abzusetzten vom „empire“ der Kirche (ihrem Wirkungsraum in der Gesellschaft) hat Papst Johannes aus religiösen Motiven unternommen und damit die Summe der Pontifikate seiner beiden Vorgänger gezogen (wie ich scherzhaft addierte: XI. plus XII. = XXIII.).
Die Kirchengeschichte zerfällt nicht in vorkonziliar und nachkonziliar und auch die Krise nicht.
Eine virtuelle Katholizität hat erst Mgr. Lefebvre zu erfinden gewagt und das im einzigen Augenblick, der sich kirchengeschichtlich dafür anbot, auf dem Tiefstpunkt der kritischen Entwicklung. Rom hätte auf liturgische Tradition mehr Rücksicht nehmen können, ohne den (politischen!) Terror von rechtsaußen.
Die Alte Messe zum Rammbock des Integralismus zu machen, das ist ein unausdenkbar gravierendes Sakrileg, eine Politisierung des Heiligtums. Wie Lefebvre am 1.11.1990 noch proklamierte: Alle Staaten, die der Menschenrechtsidee anhängen, fahren zur Hölle! (Für so ein „Credo“ gibt es nicht eine einzige Autorität in Schrift und Tradition.)
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#40   Agiafortuni   16:17:03 | Mittwoch, 10. Mai 2006
crux: Einbildung statt Ausbildung
was Sie ständig zusammenbasteln zeigt, dass Sie über eine grosse Einbildung verfügen, aber an einer echt katholischen Ausbildung mangelt es Ihnen vollständig, daher die unentwegten fadenscheinigen Argumenten.
Fahren Sie weiter so fort und bilden Sie sich weiter damit
den katholischen Standpunkt zu vertreten.
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#39   stat crux   15:34:53 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Sachlichkeit = Materialismus?
„Bundesrecht bricht Landesrecht“, steht irgendwo im Grundgesetz. Und so ähnlich denken Sie sich die Übernatur. Eine höhere Rechtsordnung, die niedrigere Ordnungen „bricht“.
Das ist Ihre Religion, aber nicht der Glaube Petri:
„Du, Herr, hast Worte des ewigen Lebens.“
Unser Konflikt berührt also das Credo als Ganzes! Kein Wunder, denn aus dem katholischen Glauben kann man kein Stück herausbrechen (auch nicht Vatikanum I), ohne das ganze Bekenntnis zu gefährden (so Benedikt XV., 1914). War das auch ein „Modernist“?
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#38   Agiafortuni   15:10:11 | Mittwoch, 10. Mai 2006
stat crux & Catharina
Natürlich fehlt mir der Glaube, nämlich dass Roncalli ein im Besitze der Standesgnade Inhaber des Stuhles Petri war. Anstatt ständig anderen Menschen Dinge zu unterstellen, sollten Sie etwas mehr Sachlichkeit an den Tag legen. Ich habe genügend Ratzinger, Congar und de Lubac gelesen und kenne dementsprechend ihre masslose Geltungssucht, die sich auch bei Ihnen Niederschlägt.
Catharina: Natürlich finden meine Aeusserungen keinen Gefallen bei Ihnen. Deswegen dürfen Sie mich nicht für dumm halten und in „Understatements“ reden. Natürlich weiss ich, dass Gadamer und Ricoeur in rechtläubigen Kreisen nicht besonders beliebt sind und soweit man versucht, sie in die Dogmatik einzuschleusen ist diese Abneigung durchaus in Ordnung. Ihre Methode eignet sich jedoch bestens um geschichtliche Abläufe die sich aus der Situation des Menschen in der Welt ergeben, zu erfassen. Auch eine Typologie Ratzingers habe ich angefertigt
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#37   stat crux   14:40:10 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Roncalli. Ein Verführer?
The man who seduced 4 billion human beings?? Ja. Ihnen fehlt der Glaube. Das ist ein wahres Wort. Ich versuche es nochmals mit einer anderen Argumentation:
Auch wer eine Position ablehnt, übernimmt gelegentlich Implikationen der Gegenseite. Dieser Irrtum ist Exz. Lefebvre unterlaufen. (Er war aber nicht der einzige.) Halten wir uns nicht bei Äußerlichkeiten auf, sondern bei der Frage: Wie kommt jemand dazu, eine Neue Messordnung für häretisch zu halten? Das setzt voraus, dass Textänderungen das Geschehen „vernichten“ können. Eine im Text „abgeschwächte“ Theologie schwächt auch die Realpräsenz?
Das verrät aber, so skurril es klingt, eine NATURALISTISCHE Auffassung von Übernatur. Der Integralist glaubt nicht, dass Christus handelt, sondern er glaubt, dass der Priester handelt (und fügt dem eine Qualifikation hinzu eines „als ob“ Handelns Christi). Wer den NOM verwirft, verwirft also die Realpräsenz unter Aufrechterhaltung eines „Präsenzglaubens“ (als Vorstellung, nicht als Akt). Der integralistische Priester ist Simulant Christi, Darsteller.
Die Auffassung von der Zelebration als einer Als-Ob-Darstellung war aber offenkundig vor dem Konzil schon so weit verbreitet, dass 5/6 oder 7/8 des Klerus in Mitteleuropas diese als Legitimation hernahmen, um ihre bisher heimlichen Zweifel offiziell als Neue Lehre zu feiern. Aber ein Integralist ist auch dann Naturalist, wenn er „rosa“ Paramente vorzieht statt anthrazitfarbenen.
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#36   Athanasius   13:46:45 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Bitte, catharina,
warum muss Dr. Carlo Reggazzoni, allerdings hochqualifizierter Mediziner von Beruf wenn ich mich nicht irre, sich mit einem Kokain-versklavten „Psychologen“ wie Sigmündchen beschäftigen. Nur eine verirrte Welt glaubt S.Fr. ganz. Seine Theorien hören sich manchmal schön an, sind aber unzuverlässich.
Im weiteren:
Viva Cristo Rey. Viva Ecône, ut refloret Traditio Romana, Apostolica et Catholica de novo in Urbe Aeterna, Roma, felix Roma Paparum in Sede Sti. Petri!
Ecône widmet sich dem Gebet aus der Allerheiligenlitanei: Ut domnum apostolicum in sancta fide inviolabiter custodire digneris, te rogamus audi nos.
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#35   catharina   10:31:09 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Dank und Bitte
Dr. R.:Ich habe mir die Mühe genommen, unter Verwertung der Hermeneutik Gadamers und Ricoeurs, die Typologie der Konzilspäpste eingehend zu studieren und bin zum Ergebnis gekommen, dass wir es mit geltungssüchtigen Machtpolitikern zu tun haben. Es gibt ausreichend Beispiele, um es zu belegen
Beeindruckend, werter Herr Dr., daß Sie sich mit so bewährten und in traditionell katholischen Kreisen anerkannten Methoden den entsprechenden Päpsten gewidmet haben. Sie müssen aber wirklich sehr, sehr intelligent und belesen sein!
Darf ich einen Wunsch anmelden? Ich bitte Sie höflich, auch einmal unter Zuhilfenahme S. Freuds und C.G. Jungs die Typologie des gegenwärtigen Pontifex zu durchleuchten. Das könnte ein bahnbrechender Beitrag zur Krisenanalyse und -bewältigung werden.
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#34   Agiafortuni   09:14:13 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Dr.Otterbeck: Die Botschaft hör ich schon, allein der Glaube fehlt mir
Das Pontifikat Johannes XXIII fällt in meine Jugendzeit. Anfangs war ich von seinem unkomplierten Auftreten sehr angetan, denn er war eine gewinnende Persönlichkeit. Seine Eröffnungsrede zum Konzil hat mich eines Besseren belehrt. Es gehört zum Spiel eines Frevlers, so zu tun, als ob er ein anständiger Mensch wäre. Als gebildeter Mensch kennen Sie bestimmt den Mythos des Don Juan. Ich habe mir die Mühe genommen, unter Verwertung der Hermeneutik Gadamers und Ricoeurs, die Typologie der Konzilspäpste eingehend zu studieren und bin zum Ergebnis gekommen, dass wir es mit geltungssüchtigen Machtpolitikern zu tun haben. Es gibt ausreichend Beispiele, um es zu belegen
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#33   Dr. Otterbeck   07:26:15 | Mittwoch, 10. Mai 2006
„Gesegnet sei dieser Papst,
der uns und der ganzen Welt das wahre Bild der väterlichen Güte vermittelte, (…), der uns gezeigt hat, dass Güte nicht Schwachheit und Nachgiebigkeit, nicht verschwommener Pazifismus, nicht Verzicht auf die großen Rechte der Wahrheit und die großen Pflichten der Autorität ist, sondern die Haupttugend dessen, der Christus in der Welt vertritt; gesegnet sei dieser Papst, der uns gezeigt hat, dass Autorität in der Kirche nicht Herrschsucht bedeutet, nicht Abstandhalten vom gläubigen Volke, nicht gewohnheitsmäßiges, rein äußerliches Gehabe der Väterlichkeit…“
So Kardinal Montini an Pfingsten 1963 über Papst Johannes.
O:)
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#32   Breze   22:09:54 | Dienstag, 9. Mai 2006
@ ein Christ
Gerade deshalb verwahre ich mich zB das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. als „Katastrophe“ gelten zu lassen.Vielen scheint die Dimension dieses außergewöhnlichen Mannes nicht bekannt oder mangels Interesse nicht bewusst zu sein. Nur ein Beispiel, der Welt und besonders der Jugend die Tür zu unseren Herrn Jesus Christus weit aufzumachen, usw.
DANKE, DANKE, DANKE!!!!!!!!!
Grüsse
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#31   catharina   21:33:22 | Dienstag, 9. Mai 2006
Wann aber…
… druckt kreuz.net die Entschuldigung Weihbischof Fellays für seine öffentlichen Falschaussagen über Monsignore Perl ab?
Auch diese Seite des FSSPX-Generaloberen sollte den geneigten Lesern hier nicht vorenthalten werden; denn sonst könnte der Eindruck entstehen, Bischof Fellay wäre besserwisserisch und hätte es nicht nötig, die Gepflogenheiten des Anstandes zu beachten.
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#30   Athanasius   20:25:29 | Dienstag, 9. Mai 2006
@EinChrist
Ich teile Ihre Einschätzungen zu Johannes-Paulus II. also nicht. Zwar mag es Umstände gegeben haben, die seine Schuld verringeren, aber diese bleibt, samt Verantwortung, unheimlich gross. Er ist absolut nicht „der Grosse“. Die katholische Kirche wurde unter seinem Pontifikat zu „dem kleinen“. Aber natürlich entbehren viele Leute heutzutage die Fähigkeit durch die Medien hin zu schauen, und die Realität zu sehen. Die meisten tun entweder als ob JP II ein Heiliger oder gar ein Gott wäre, andere verketzern ihn wegen…seiner Treue – wenigstens – zur katholischen Morallehre.
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#29   clemens   20:25:00 | Dienstag, 9. Mai 2006
Zeichen des Widerspruches
Angesichts der Angriffe durch die Sekten unternehmen sie absolut nichts. Wenn wir aber irgendwohin kommen, wird zum Krieg aufgerufen. Überall stellt man diese Heftigkeit gegen uns fest.
Dem ist nichts hinzuzufügen und es spiegelt sich auch hier im Forum wider.
Die Klarheit des Bischof Fellay ist für manche nicht erträglich.
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#28   EinChrist   20:09:29 | Dienstag, 9. Mai 2006
@Athanasius
Es stimmt, die Zustandsbeschreibung entspricht der Realität. Und die sich daraus ergebene Teleologie verheißt auch nix gutes. Gerade deshalb verwahre ich mich zB das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. als „Katastrophe“ gelten zu lassen.
Vielen scheint die Dimension dieses außergewöhnlichen Mannes nicht bekannt oder mangels Interesse nicht bewusst zu sein. Nur ein Beispiel, der Welt und besonders der Jugend die Tür zu unseren Herrn Jesus Christus weit aufzumachen, usw.
Welche Weitsicht zB hinter der Kardinalserhebung von W. Kasper und K. Lehmann beinhaltet kann ich nicht beurteilen und steht mir auch nicht zu.
Oder die Enzyklika von Papst Pius XII. „Mediator Dei et Hominum“ vom 20.11.1947 liegt hier vor mir. Eine wunderbare Beleuchtung der Hl. Liturgie und auch darin gibt es Hinweise auf den Missbrauch. Leider.
Es grüßt,
EinChrist
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#27   Athanasius   19:38:06 | Dienstag, 9. Mai 2006
@EinChrist
Angesichts der völligen Katastrophe, des Glaubensabfalls, der neoprotestantischen Liturgien, der anglikanisch-protestantischen Kommunionsweisen, der doktrinären Versauung, des skandalösen von Mortalium Animos verurteilten „Ökumenismus“ und angesichts des Modernismus an den Seminaren und des Liberalismus unter den Hierarchen, ist die Evaluation des Dr. Carlo Regazzoni eigentlich ein Understatement, Untertreibung. So viel ist jedem klar. Einstürzen des Priesterstandes, der Zahlen von Religiösen (um 90 % niedriger, trotz Bevölkerungswachstum, im Vergleich zu 1962), Einsturz des sonntäglichen Mitfeierns des hl. Messopfers, Zerstörung der leeren Pfarrkirchen in westeuropäischen, amerikanischen und sogar südamerikanischen Diözesen. Reggazzoni untertreib mir noch zu viel.
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#26   EinChrist   18:58:31 | Dienstag, 9. Mai 2006
@Dr. C. Regazzoni
nur ein Blinder kann behaupten die Liturgiereform sei segensreich gewesen. Seit der babylonischen Gefangenschaft der Päpste in Avignon kann man sich kaum grössere Katastrophen vorstellen als die Pontifikate Roncalli, Montinis und Woytilas.
Eine derart unqualifizierte Behauptung über die Pontifikate zu äußern, bedarf schon einer seltsamen Annahme in der Beurteilung, zu guter Letzt ist sie jedoch nur irrelevant.
Es grüßt,
EinChrist
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#25   stat crux   18:39:19 | Dienstag, 9. Mai 2006
Es ist nicht meine Aufgabe
einem Papst das Fürchten beizubringen, auch nicht Ihre –- und auch nicht die Aufgabe eines Erzbischofs. Die „Modernisten“ wurden von Pius X. mit Recht bekämpft. Sein Sieg war vollständig. Fast niemand vertritt heute die Sätze aus „Lamentabili“. (Fast niemand die Sätze, die der Syllabus verurteilte.) Man muss neue Probleme auch neu benennen. Das leistet das Magisterium, nicht das Internet.
Wer behauptet, dass jedwede Abweichung in der Darstellungsweise der katholischen Lehre schon „Modernismus“ ist (Mallerais versucht es bei B XVI), setzt sich doch selbst dem Verdacht aus, nur noch einen Mythos zu lehren. Denn der muss „korrekt“ überliefert werden, weil nicht das Faktum Christi für seine Wahrheit eintritt.
Ich verteidige das Kreuz, nicht das Symbol des Kreuzes.
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#24   Agiafortuni   17:36:38 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ein unverbesserlicher Apologet Pauls VI
es ist Ihr gutes Recht Paul VI zu bewundern, aber ebenso ist es mein Recht ihn für ein Frevler zu halten. Was Sie jedoch nicht dürfen, ist Fakten zu fälschen. Die Märsche auf Rom wurden nicht vom Erzbischof veranstaltet, sondern vom Abbé Georges de Nantes dessen Anklage gegen Paul VI durchaus fundiert ist. Am Konflikt gegen den Erzbischof trägt Paul VI den grössten Teil der Schuld. Dazu der Abbé de Nantes: heiliger Vater, heute sind Sie der Komplize der Modernisten, morgen werden Sie deren Gefangener und Uebermorgen deren Opfer sein. Econe war keineswegs eine Stätte der Rebellion wie es die Modernisten immer wieder behaupten sondern ein Ort des Gebetes. Sie wurde es erst als Paul VI sich von den Modernisten unter Druck setzen liess und das Seminar aufzulösen versuchte. Glücklicherweise widerstand ihm der Erzbischof und brachte ihm auf diese Weise das Fürchten bei
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#23   stat crux   16:52:11 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ihr Bekenntnis zu Avignon?
Zum Glück müssen wir die Kirche nicht „machen“; die Reichweite selbst pontifikaler Politik ist gar nicht so weit. Kein Papst kann das Beten der Menschen abschaffen, kein Konzil kann den atheistischen Humanismus „erzeugen“. Auch hierzu hat Paul VI. alles Notwendige gesagt.
Ihr
Dr. Otterbeck
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#22   Agiafortuni   16:45:14 | Dienstag, 9. Mai 2006
stat crux
nur ein Blinder kann behaupten die Liturgiereform sei segensreich gewesen. Seit der babylonischen Gefangenschaft der Päpste in Avignon kann man sich kaum grössere Katastrophen vorstellen als die Pontifikate Roncalli, Montinis und Woytilas.
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#21   stat crux   16:25:19 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ohne den „Erzbischof“
wäre die Liturgiereform in ruhigere Bahnen gelangt, hätte segensreicher gewirkt und Ausnahmen vom NOM hätte es früher und großzügiger gegeben. Quelle: Papst Paul VI., Brief an Lefebvre vom 11.10.1976. Die strikte Disziplinierung war „Kriegsrecht“, um einen massenhaften Glaubensabfall zu verhindern.
Das fanatische Kriegsgeschrei der Märsche auf Rom 1970, 1971, 1973 hat doch erst die (zu krasse) Quasi-„Exkommunikation“ der Alten Messe erzwungen. Sicherlich nicht In Nomine Domini.
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#20   Agiafortuni   16:18:54 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ansgar
Ohne den Erzbischof hätten wir keine Messe, sondern nur noch das Novus Ordo sich nennende Kasperletheater.
Aufgabe der Ethik ist es nicht nur Tugenden, sondern ebensosehr Laster zu definieren. Ob sie es wollen oder nicht, es braucht Leute um das V 2 als das zu entlarven, was es in Wirklichkeit war, eine grosse Impostur
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#19   Ansgar   15:21:09 | Dienstag, 9. Mai 2006
@ Dr. Regazzoni
Nein, ich schätze Bischof Fellays Klarheit sehr – sie entlarvt diesen Mann. Er defininiert sich und die seinen als „Widerspruch“ – und meint damit „Oppositio“, nicht „Contradictio in adiecto“. Ein „Widerspruch“ war Luther auch. Diese Selbstdefinition als „Widerspruch“ ist doch das pubertär Revoluzzernde, das konservative Katholiken über FSSPX den Kopf schütteln. Die Pius-Bruderschaft sollte eher FÜR etwas kämpfen, als dagegen, sich selbst positiv deuten, als als Widerspruch. Dann wird sie auch wieder ernst genommen.
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#18   Benedikt   15:19:25 | Dienstag, 9. Mai 2006
@Dr. Regazzoni
Offenbar schätzen die V 2 Ideologen mit ihrem Hang alles zu entstellen die Klarheit seiner Sprache nicht besonders.
Während es einige FSSPX-Anhänger dagegen offenbar schätzen, seit nunmehr 18 Jahren von der ewig gleichen Litanei von den schwierigen Beziehungen zu Rom sogar während der Hl. Messe hören zu müssen. Das muß ausgeprägter Masochismus sein.
@ Athanasius
Zu sagen Lefebvre marschierte „gegen Rom“ ist wohl absolut unsinnig. Ja gegen das Rom der Neomodernisten, das aber nicht das wahre Rom ist!
Aha, also doch zwei Kirchen.
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#17   Agiafortuni   14:24:59 | Dienstag, 9. Mai 2006
An alle V2 Ideologen
Mir ist ein Protestant mit seiner grundsätzlichen Abneigung gegen alles Katholische 1000 x lieber als die sich als katholisch gebährenden V 2 Ideologen mit ihrem Hang zur Entstellung der Wahrheit. Bischof Fellay als Demagogen zu bezeichnen kann nur jemand, der ihm niemals begegnet ist. Bischof Fellay ist ein Mann, mit einer hohen Auffassung von der Berufung des Priesters und ein verantwortungsbewusster kirchlicher Oberhirte. Selbstverständlich gehört es zu seiner Aufgabe die Gläubigen über seine Gespräche mit Rom auf dem Laufenden zu halten. Offenbar schätzen die V 2 Ideologen mit ihrem Hang alles zu entstellen die Klarheit seiner Sprache nicht besonders.
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#16   Dr. Otterbeck   13:22:01 | Dienstag, 9. Mai 2006
Im September
1976 wurde Lefebvre noch einmal vom Ppst imn Castel Gandolfo empfangen. Sein Urteil, dass Lefebvre im Irrtum ist (und nicht alle anderen Bischöfe) ist eine gültige päpstliche Verlautbarung (und Kern des Briefs vom 11.10.1976).
Aber ich bedanke mich für Ihre zusätzlichen Hinweise auf das Reservoir des Alt-Erzbischof-Bischofs von Tulle.
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#15   Athanasius   13:15:23 | Dienstag, 9. Mai 2006
Otterbeck.
Allerdings wurde Ebf. Lefebvre nie zu 4 Stunden in den Vatikan eingeladen, nie richtig empfangen, nie gelobt wie Küng im vergangen September, hat Lefebvre nie einen Weltethos und Synkretismus befürwortet. Seinen Reden nach ist klar, dass er die Freimaurerei verabscheute. Zu sagen Lefebvre marschierte „gegen Rom“ ist wohl absolut unsinnig. Ja gegen das Rom der Neomodernisten, das aber nicht das wahre Rom ist! Sie fallen leider, wie so üblich, auf Beschimpfungen des Lieblings Pius’ XII. zurück, wo doch Montini versetzt wurde wegen zu enge Kontakte zu den Bolschewisten. Mgr. Lefebvre war Mitglieder eines beschlossenen Ritterordens des Immaculata, in dem sich reaktionäre, nicht nationale, Kräfte versammelt hatten, vor allem Royalisten. In den 1950er war er Ehrenmitglieder der Ritter von Malta. Das mag wohl nicht als Überraschung kommen: diese konservativen Kreise waren bekanntlich sein Reservoir. Mit Recht. Das hat mit „Loge“ und Verschwörung nichts zu tun. Übrigens habe ich zu Kardinal Villot und Loge nichts gesagt; das machen Sie selber daraus.
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#14   Dr. Otterbeck   13:07:16 | Dienstag, 9. Mai 2006
Historisch-kritische Exegese
von Papstbriefen ist ja ganz was Neues! Das einzige Original-Jesuswort ist „Amen“? Das einzige Original-Papstwort ist: „Accepto“??
Der Brief ist so sehr O-Ton Montini, Villot hätte seinen Chef schon immens gut imitiert, wenn er der eigentliche Verfasser wäre. Aber sie wollen damit, lb. Athansius, doch nur wieder auf die „Freimaurer“-Intrige hinaus.
Was sagen Sie denn zu der Behauptung (wenn auch hier aus einer NPD-nahen Quelle zitiert), dass Exz. Lefebvre selbst zu einer nationalreligiösen Loge gehörte??
Marschieren Küng und Lefebvre unter derselben Regie gegen Rom?
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#13   Athanasius   12:53:05 | Dienstag, 9. Mai 2006
Dieser Brief…

„Sehr empfehlenswert ist auch der Brief von Papst Paul VI. an Lefebvre vom 11.10.1976.“
wurde nicht von Papst Montini geschrieben, sondern von Kardinal Villot editiert und versandt. Für wirkliche Aussagen Pauls VI. zu „le Lefebvriani“ sollte man sich auf die Aussagen Mgr. Lefebvres fundieren, der keine Propagandablätter ausgab in diesem Sinne.
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#12   Dr. Otterbeck   12:32:26 | Dienstag, 9. Mai 2006
Lesen Sie, Giuseppe,
die Apostolische Konstitution „Missale Romanum“ vom 3. April 1969 und das Prooemium zum Missale von 1970, das auch in den Neuauflagen wiedergegeben wird.
Sehr empfehlenswert ist auch der Brief von Papst Paul VI. an Lefebvre vom 11.10.1976.
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#11   Guiseppe   12:25:38 | Dienstag, 9. Mai 2006
an Dr. Otterbeck
Dr. Otterbeck: „Doktrinär „verboten“ ist die alte Messordnung nicht, da es nach römischem Gesetz derselbe Ritus ist.“
Können Sie dies belegen, das Gesetz benennen?
Dr. Otterbeck: „Die alte Ordnung ist im allgemeinen außer Gebrauch gestellt.“
Wann? Durch wen? Wie?
Dr. Otterbeck: „Ein „Verbot“ wäre ja Unsinn, wenn eine Identität von Neu und Alt besteht. Diese Identität wird auch von ca. 99,8 % der Katholiken nicht beanstandet.“
Identität? Werter Herr Doktor, das glauben Sie doch selbst nicht! Wo ist der Beleg für „99,8 % der Katholiken“?
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#10   Dr. Otterbeck   12:14:04 | Dienstag, 9. Mai 2006
Anti-Ka
Ja, Ansgar, Antinomische Katholiken („gegengesetzliche“); bei manchen Bewegungen kann man vor der Machtergreifung nicht erkennen, ob sie der Anarchie näherstehen oder dem Totalitarismus.
Die frommen Menschen aus dem Würgegriff des antinomischen „Katholizismus“ sui generis zu befreien, das ist eine sehr, sehr schwere Aufgabe. Zum Nachteil vieler Freunde der Tradition hat gerade das Lefebvre-Manifest vom 21.11.1974 den Papst dazu gezwungen, die ausnahmslose Akzeptanz des Novus Ordo für alle Messen mit Volk zu verlangen. Die Traditionalisten haben den NOM durchgesetzt, unter Behauptung des Gegenteils. Doktrinär „verboten“ ist die alte Messordnung nicht, da es nach römischem Gesetz derselbe Ritus ist. Die alte Ordnung ist im allgemeinen außer Gebrauch gestellt. Ein „Verbot“ wäre ja Unsinn, wenn eine Identität von Neu und Alt besteht. Diese Identität wird auch von ca. 99,8 % der Katholiken nicht beanstandet. In keiner anderen Frage war der Katholizismus je so papsttreu wie hinsichtlich der Liturgiereform des Papstes Paul VI. Das Problem iust doch vielmehr, dass viele noch viel mehr wollen, nämlich „Kreativität“. Die Liturgie war vor 1962 so schwach im Volk verankert, dass die alten Schätze ja erst jetzt wieder Würdigung finden. Und dagegen ist ja nichts zu sagen. Für die legitime Vielfalt nannte der heutige Papst 1999 z.B. auch Zaire als Beispiel.
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#9   Gotthard   12:02:54 | Dienstag, 9. Mai 2006
Qualität
er war Priester für Mel Gibson
spricht nicht gerade für Qualität…
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#8   Athanasius   11:55:58 | Dienstag, 9. Mai 2006
Und Hw. H.
Prof. G. May hat als Professor in Jure Canonica klargestellt, dass Weihbischof Fellay nicht exkommuniziert sein kann. Er ist auch römisch-katholischer Bischof: seine Sache wird ja von einer Kommission der Kongregation für den Klerus behandelt, nicht von der Ökumenekongregation! Er ist ein römisch-katholischer Kleriker! Aber manche Leute hier schimpfen lieber… Prof. G. May zelebriert ausschliesslich die überlieferte hl. Messe. DIe auch NIE verboten wurde: fragen Sie mal bei P. Jean-Marie Charles-Roux nach, der Pius XII., Joh. XXIII. und Paul VI. sehr nahe stand; er war Priester für Mel Gibson, und scheut nicht Vatikánum II. zu kritisieren. Und er ist römischer Promovendus! Zelebrierte auch oft im Vatikan!
Fellay wiederholt nur die von Hochwürden Bischöfen geäusserten Aussagen. Und P. Malachi Martin S.J. Fellay, lesen Sie deutlich, lobt hier sogar die Ecclesia Dei Gemeinschaften!
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#6   Laurentius2   11:44:37 | Dienstag, 9. Mai 2006
Krise der Kirche
Der Wunschbischof vieler Mainzer Katholiken, Prof. Georg May, bringt das, was auch im obigen Artikel angesprochen wird, eindrucksvoll auf den Punkt:
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe !“
Dem ist – leider – nichts mehr hinzuzufügen.
Und sie wird wohl weitergehen, weil man nicht bereit ist, zu kämpfen. Doch es gilt: „Non praevalebunt!“
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#4   Ansgar   10:41:34 | Dienstag, 9. Mai 2006
Mutig…
… vom der FSSPX wohlwollend gegenüberstehenden kreuz.net, immer wieder so entlarvende O-Töne zu publizieren! Man kann bei klaren Sinnen das meiste, was die Pius-Bischöfe von sich geben, nur als flache Demagogie bezeichnen. Die Anhänger der Piusbruderschaft mögen treue Katholiken und lauteren Sinnes sein – ihre Bischöfe sind bedenkliche Egomanen auf dem strammen Marsch in die Sektiererei.
Fellay sagt: „Wir sind ein Zeichen des Widerspruches.“
Klingt nach einer Definition Ex negativo. Wie bei der Antifa. Hier als Variante Anti-Ka.
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#3   Firminus   10:02:44 | Dienstag, 9. Mai 2006
„Predigt“?
Bisher galt für mich immer, dass in einer Predigt zuerst Gott die Ehre gegeben wird und dann die gläubigen Hörer ermuntert werden zu Glaube, Hoffnung und Liebe!
Was S.E. Fellay da von sich gibt, wird wohl eher in einer Konferenz für die Seminaristen in Econe als „Aufrüstung“ und Durchhalteparole zu gelten haben.
Mit keinem Wort dient da ein Bischof der Verkündigung des hl. Evangeliums!
Firminus o^/
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#2   Andreas   09:58:24 | Dienstag, 9. Mai 2006
Wo Otterbeck ist…
…ist Ewigkeit?
Quis ut Deus, oder so…
Ich sage nur:
„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
Wer die Kirche vor VII und danach noch immer als Kontinuum begreift, der hat Probleme mit seiner Logik!
Nebenbei:
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“
Was sind denn bitte die tollen Früchte der nachkonziliaren Mehrheit, Herr Otterbeck?
Ich bin gerne bereit, mich belehren zu lassen!
Gruß!
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#1   Dr. Otterbeck   09:51:13 | Dienstag, 9. Mai 2006
Kriegslyrik
Von einem Bischof darf jeder Christ erwarten, dass in einer Predigt auch Handfestes zu Gebet und Arbeit im Glaubensleben gesagt wird. Die Reden des Herrn Fellay entsprechen bis in den Tonfall hinein den Kampagnen, die in Frankreich 1926 ff. gegen das päpstliche Verbot der Lehren der action francaise losgetreten wurden.
Der Zynismus der Argumentation ist bestürzend. Die behauptete „Identität“ der Bruderschaft mit der Einen Wahren Kirche kann sich nur auf die äußere Form beziehen, nicht auf das innere Leben. Vielleicht will Fellay, dass Rom endlich „die Kontrolle“ verliert?
Falls es in der Botschaft von Fatima, wie Athansius ausführte, Hinweise auf einen Glaubensabfall „von der Spitze her“ gibt, so kann sich das plausibel nur auf einen besonders hinterlistigen Fall von „Abfall“ beziehen, nämlich auf diesen: Die Spitze (Papst und Konzil!) irrt!
Aber wo ich bin, da ist die Ewigkeit! (Aber nur eine mythisch verstandene Ewigkeit, denn auch Exz. Lefebvre war nicht unsterblich.)
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