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Sonntag, 7. Mai 2006 10:55
Die Redaktion der Zeitung ‘Der Stürmer’ dankt dem Landgericht München
Das Landgericht München – das eine einstweilige Verfügung gegen die Aussendung des Hetzfilms ‘Popetown’ ablehnte – erhielt kürzlich einen ungewöhnlichen Dankesbrief. Von Martin Humer.
Der Stürmer war der Titel einer im April 1923 von Julius Streicher in Nürnberg gegründeten antisemitischen Wochenzeitung.
Der Stürmer war der Titel einer im April 1923 von Julius Streicher in Nürnberg gegründeten antisemitischen Wochenzeitung.
An das Landgericht München 1
z.H. Frau Präsidentin
Constanze Angerer
Justizpalast
Prielmayerstraße
D-80355 München
Tel. 089 55 97 01
Fax. 089 5597 2991



3. Mai 1936/2006

Ein germanischer Gruß, Frau Präsidentin!
Hochgeschätze Senatsräder!

Die Redaktion des Deutschen Wochenblattes „Der Stürmer“ dankt allen Justizrädern beim Landgericht München der „Hauptstadt der Bewegung“ für ihre aufrechte Gesinnung und Solidarität im Kampf gegen die „Römische Katholische Kirche“.

Julius Streicher im Jahr 1946 als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen
Julius Streicher im Jahr 1946 als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen
Die 9 „Civilistenkammer“ hat das Ansinnen reaktionärer Kreise der Kirche zurückgewiesen, die Ausstrahlung des Zeichentrickfilms „Popetown“ (Papststadt) durch eine einstweilige Verfügung zu verhindern.

Wir haben beim letzten Meeting in der Loge ‘Die Thule’ den Film „Popetown“ begutachtet: Großartig! Die Brüder fanden die Darstellungen amüsant und künstlerisch von Bedeutung.

Der infantile Papst verirrt sich in den Katakomben von Rom und geht verloren.

In der unterirdischen Hostienbäckerei hilft er den Sklaven und hämmert den Mehlbrei zu Oblaten. Am Ende verprügelt er dort sogar den Sklavenaufseher.

Mit seiner Mutter spielt er gerne „Guck-Guck“, ein beliebtes Versteckenspiel für Kinder.

Streicher wurde zum Tod durch Hängen verurteilt. Er verschied mit den Worten: "Heil Hitler! Dies ist mein Purimfest 1946. Ich gehe zu Gott. Die Bolschewisten werden eines Tages euch auch hängen."
Streicher wurde zum Tod durch Hängen verurteilt. Er verschied mit den Worten: „Heil Hitler! Dies ist mein Purimfest 1946. Ich gehe zu Gott. Die Bolschewisten werden eines Tages euch auch hängen.“
Höchst einfallsreich fanden die Brüder und die Volksgenossen von der „Bank für Arbeit und Gangster“ – die das Kunstwerk sponserten – die Szene, wie der Papst mit einem Springkreuz in seinem Vatikan herumsauste.

Waisenkinder im Rollstuhl werden eingeflogen. Doch der Papst bleibt unauffindbar. Ein Papstdouble rettet die Situation, singt und tanzt und feiert sogar eine Messe.

Die ideologische Aufbereitung hat ein „nicht näher genannt wollender“ Bruder aus der befreundeten MTV-Loge „Geldwechsler am Himmelstor“ besorgt.

Große Verdienste um die Ausstrahlung der Karikaturen erwarb sich die neue Chefin des Senders in Germanystan, die Schweizerin Catarine Mühlemann aus Bern.

Zuerst hatte die Guteste Angst und kaufte sich starke Perlenketten, um ihren Hals zu schützen.

Als es endlich gelang, der langsamen Bernerin beizubringen, es handle sich „eh“ nicht um moslemische Karikaturen, sondern nur um „christliche Karikaturen“ faßte die Dame Mut und bewilligte den informativen und so lustigen Kulturfilm.

Große Verdienste erwarben sich die Herren der 9. „Räder-Kammer“ beim Landgericht München, voran der edle und weise Judex Dottore Steiner (Fax: 089 5597 2087 oder 2747).

Er wies in seiner Entscheidung auf Paragraph 666 Strafgesetzbuch hin, eine Neufassung des Paragraphen 166 Strafgesetzbuch.

Wäre er nicht hart wie Granit gewesen, hätte er vielleicht der einstweiligen Verfügung stattgegeben, und die bayerischen Südgermanen wären um ein „Gunstwerk“ ärmer gewesen.

Heil Hitler!

Schriftleitung „Der Stürmer“
Julius Streicher.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 29 Lesermeinungen:
Donnerstag, 4. Januar 2007 23:51
Benedikt: @ W. Bastian
Dem Münsteraner Kirchenblatt war damals mW schon die kirchliche Anerkennung entzogen worden. Das Zitat wird ja auch Kardinal von Galen zur Last gelegt. Suchen Sie mal auf Kreuz.net nach Galen Artikeln, irgendwo wird die Story aufgeklärt. Ich glaube, das Zitat stammte aus einem literarischen Dialog oä.
Donnerstag, 4. Januar 2007 22:38
Flauschi: @ Wolfgang Bastian
Ja, damals gab es schwarze Schafe und auch heute, mitten in der Demokratie, gibt es sie. Beim vorherigen Edit hatte ich leider danebengeklickt, aber hier geht es zur Fortsetzung der Geschichte mit Martin Humer! Offenbar werden Nazisprüche nicht geschätzt – und das ist auch gut so.
Donnerstag, 4. Januar 2007 22:34
Wolfgang Bastian: AutorDie Nazis hatten also NOCH VIEL MEHR Opfer auf dem Gewissen als ich bisher dachte
Ohne Ihnen oder der römischen Kirche zu nahezutreten, dennoch, hier ein paar Hinweise:
„Gott hat es zugelassen, dass das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens.“ (Katholisches Kirchenblatt für das nördliche Münsterland am 9.3.1941)
„Es gibt nur wenige Männer…und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52. Geburtstag feiert – Adolf Hitler. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, dass wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt,der ihm gebührt.„Katholische Kirchenzeitung für die Erzdiözese Köln am 20.04.1941), und so könnte ich noch mehr aufzeigen!
Donnerstag, 4. Januar 2007 22:20
Flauschi: Und hier geht’s zur Fortsetzung!
Wer sich dafür interessiert, klicke einfach hier drauf…
Samstag, 13. Mai 2006 03:37
sektenführer: popetown …
Das einzig richtig Fiese ist, dass in einigen Karikaturen die Kirche als Geldgeil hingestellt wird

Dies trifft sicherlich nicht generell zu, aber wenn man die Ablasshandel früher anguckt, hat Kirche zum Teil auch Schuld an diesem Vorurteil
Mittwoch, 10. Mai 2006 15:22
wiener: au contraire
weder gut
noch satire

heil(t) humer!
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