11:08:05 | Dienstag, 9. Mai 2006
Der Erzbischof von Köln berichtete kürzlich über die Anwesenheit von Johannes Paul II. am Kölner Weltjugendtag, die Gesellschaftsfähigkeit der Homo-Ideologie und das größte Ärgernis seines Bistums.
(kreuz.net, Köln) Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, sprach am Samstag auf der Vollversammlung
des Diözesanrates der Kölner Katholiken.
Kardinal Meisner erklärte, daß der Weltjugendtag eigentlich
schon früher hätte in Köln stattfinden sollen – im Jahr 2000. Doch schließlich habe man sich entschlossen,
im Heiligen Jubeljahr den Anlaß in Rom zu begehen.
Im Jahr 2004 wollte der Kirchenfürst den Weltjugendtag
Joachim Kardinal Meisner:
„Auf drei oder vier Beerdigungen kommt nur noch eine Taufe.“
wegen der gleichzeitig
stattfinden Olympiade nicht veranstalten: „Manchmal denke ich: Hätten wir den Weltjugendtag in 2004 veranstaltet,
wäre Papst Johannes Paul II. noch bei uns gewesen.“
Er erinnere sich, daß ihm der verstorbene Papst
noch kurz vor seinem Tod im April 2005 gesagt habe: »Ich komme, aber wie, das bestimmt Gott.«
„Und
Papst Johannes Paul II war auch bei uns!“ – fügte Kardinal Meisner hinzu.
Er lobte im Rückblick das
enorme Engagement aller Beteiligten. Besonders die Aufnahme vieler der 410.000 Pilger in 100.000 Privatunterkünften
habe ihn begeistert: „Dort sind Netzwerke entstanden, dessen Auswirkungen wir in voller Gänze noch gar
nicht erahnen.“
Die Quellen des Weltjugendtages seien eindeutig die Eucharistie und die Beichte gewesen:
„Daraus hat der Weltjugendtag gelebt und auch Köln war wie verwandelt.“
Er habe mit Jugendlichen gesprochen,
die meinten, daß man sich nun „nicht mehr schämen müsse“, katholisch zu sein.
Zudem sei der Kölner
Weltjugendtag der erste gewesen, der kein Defizit eingefahren habe. Die Verantwortlichen konnten erst
letzte Woche als Bilanz eine schwarze Null verkünden.
Zur Lage seines Erzbistums erklärte der Kardinal,
daß im Jahr 2005 weniger Menschen aus der Kirche aus- und deutlich mehr in sie eingetreten seien als
in den Jahren zuvor.
Das letzte Jahr verbuchte in Köln mit 1.566 Wiedereintritten die höchste Zahl
seit 1957. Im Jahr 2004 erklärten sich 1.146 Einwohner bereit, den Kirchenbeitrag wieder zu bezahlen.
Gleichzeitig fiel die Zahl der Kirchaustritte mit 9.547 erstmals seit Jahren unter die Zehntausend-Marke.
„Das ist ein Zeichen, das wir dankbar zur Kenntnis nehmen sollten“, kommentierte Kardinal Meisner die
Statistik optimistisch.
Zum Thema Ehe und Familie freute sich der Kirchenfürst, daß sich unter der
neuen Bundesregierung „
einiges Positive“ tue:
„Die jungen Menschen sind angewidert von den verschiedenen
Familienmodellen. Sie suchen nach Verläßlichkeit und sie suchen nach Treue.“
Der Kardinal wandte sich
auch gegen die Homo-Ideologie: „Andere Formen des Zusammenlebens können rechtlich der Ehe und Familie
nicht gleichgestellt werden.“ Es gelte, der Ehe wieder zu fundamentalem Rang in der Gesellschaft zu verhelfen.“
Abschließend gab Kardinal Meisner einen düsteren Ausblick auf die Zukunft seines Erzbistums:
„Es fällt
mir nicht leicht, aber wir müssen zukünftig etwa 90 Millionen Euro einsparen. Das wird Räumlichkeiten
und Personal betreffen.“ Es sei für ihn das größte Ärgernis, Kindergärten aufgeben zu müssen.
Die
Kirche werde ein anderes Gesicht bekommen. Auf drei oder vier Beerdigungen komme nur noch eine Taufe:
„Also müssen wir die Kirche flott halten, damit wir auch in zwanzig Jahren das Evangelium noch vital
verkünden können – vielleicht vitaler als heute.“
Aus der Krise von heute werde die Kirche von morgen
hervorgehen. Sie werde klein sein – und sie werde mehr als bisher eine Freiwilligen-Kirche werden.
Zugleich
werde sie eine verinnerlichte Kirche sein. „Das sollte uns allen Mut machen. Helfen Sie mit.“
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#12
No Comment 15:57:43 | Dienstag, 21. November 2006
#11
stat crux 18:46:59 | Donnerstag, 11. Mai 2006
#9
Holti 20:53:07 | Dienstag, 9. Mai 2006
#8
stat crux 16:17:12 | Dienstag, 9. Mai 2006
#7
Aurelius 16:02:47 | Dienstag, 9. Mai 2006
#3
EinChrist 12:38:37 | Dienstag, 9. Mai 2006
#2
Ansgar 12:16:34 | Dienstag, 9. Mai 2006